Mittenwalde
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Dahme-Spreewald | |
| Höhe: | 37 m ü. NN | |
| Fläche: | 98,48 km² | |
| Einwohner: |
8758 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15749 | |
| Vorwahlen: | 033764, 03375 (Schenkendorf), 03377 (Telz), 033769 (Motzen, Töpchin) | |
| Kfz-Kennzeichen: | LDS | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 61 332 | |
| Stadtgliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausstraße 8 15749 Mittenwalde |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Pfeiffer (CDU) | |
| Lage der Stadt Mittenwalde im Landkreis Dahme-Spreewald | ||
Mittenwalde ist eine Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald im Bundesland Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem Gebiet des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Mittenwalde.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Mittenwalde liegt etwa 35 km südlich von Berlin auf dem Teltow-Höhenrücken.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind in Uhrzeigerrichtung, im Norden beginnend: Schönefeld, Königs Wusterhausen, Bestensee, Groß Köris, Teupitz, Rangsdorf und Zossen.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt gliedert sich wie folgt[2]
- Stadt Mittenwalde (Kernstadt)
- OT Brusendorf mit Gemeindeteil Boddinsfelde
- OT Gallun
- OT Motzen
- OT Ragow
- OT Schenkendorf mit Gemeindeteil Krummensee
- OT Telz
- OT Töpchin mit Gemeindeteil Waldeck
Geschichte [Bearbeiten]
Mittenwalde war im Hochmittelalter zur Zeit des deutschen Landesausbaus nach Osten neben Köpenick Herrschaftszentrum der Wettiner auf dem Teltow. Nach der Niederlage Heinrich des Erlauchten 1245 im sechsjährigen Teltow-Krieg fiel der gesamte Teltow mit Mittenwalde dauerhaft an die gemeinsam regierenden askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. und damit an die Mark Brandenburg.
Im Zuge der Ämterbildung im Land Brandenburg schlossen sich 1992 die Gemeinden Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Töpchin und die Stadt Mittenwalde (alle Landkreis Königs Wusterhausen) und die Gemeinde Telz (Landkreis Zossen) zum Amt Mittenwalde zusammen. Mit der Gemeindereform 2003 in Brandenburg wurden die Gemeinden Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Telz und Töpchin zum 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Stadt Mittenwalde eingegliedert. Das Amt Mittenwalde wurde aufgelöst und die Stadt Mittenwalde amtsfrei[3].
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]
Politik [Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Der Rat der Stadt besteht aus 19 Stadtverordneten.
- Bürgermeister (CDU) 1 Sitz
- CDU 8 Sitze
- SPD 4 Sitze
- Pro Bürger 3 Sitze
- LINKE 3 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Seit der Kommunalwahl vom 28. September 2008 ist Uwe Pfeiffer (CDU) Bürgermeister der Stadt.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 13. September 1994 genehmigt.
Blasonierung: „In Silber ein bewurzelter grüner Laubbaum, dessen Stamm von zwei schwarzen aufgestellten Schlüsseln mit nach außen gekehrten Bärten beseitet ist. In den Zweigen schwebt ein roter Adler mit goldener Bewehrung.“[4]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmale in Mittenwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.
Museen [Bearbeiten]
- Heimatmuseum Mittenwalde, unter anderem mit einer ehemaligen „Schwarzen Küche“, und einer Puppenstubensammlung aus dem 19./20. Jahrhundert.
Musik [Bearbeiten]
- Spielmannszug Mittenwalde
Bauwerke [Bearbeiten]
- Pulverturm (25 m hoch, Durchmesser 8,45 m) und Berliner Tor (erhalten ist nur das Vortor der Toranlage, zu der Zwinger und Innentor gehörten).
- Pfarrkirche St. Moritz: im 13. Jahrhundert als Feldsteinbau begonnen, im 14. Jahrhundert in Backstein fortgeführt, dreischiffige gotische Hallenkirche mit Sterngewölben und Umgangschor (15. Jahrhundert), 1860/61 neugotisch renoviert; Schnitzaltar mit eingesetztem Antwerpener Retabel (1514), gestiftet durch Elisabeth von Brandenburg. Geläut von Schilling & Lattermann aus dem Jahre 1956, Schlagtonfolge f, as, b und des. Die Glocken hängen an gekröpften Eisenjochen im Holzglockenstuhl.
- Paul-Gerhardt-Denkmal (südl. der Pfarrkirche)
- Wohnhaus des Ludwig Yorck von Wartenburg (Yorckstraße 45): Er lebte 1799 bis 1806 in Mittenwalde und ließ 1806 das Wohnhaus errichten.
- Schloss Schenkendorf
- Gedenktafel an den KPD-Abgeordneten des Preußischen Landtages Erich Steinfurth an seinem Wohnhaus in der Burgstraße 11, die zu DDR-Zeiten seinen Namen trug. Steinfurth wurde als aktiver Nazigegner 1934 im frühen KZ Sonnenburg ermordet.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Östlich der Stadt Mittenwalde in Richtung Schenkendorf und südwestlich in Richtung Telz befinden sich zwei Gewerbegebiete. Östlich von Mittenwalde und Ragow verläuft die Bundesautobahn 13. In Ragow, Gallun und bei Mittenwalde befinden sich Anschlussstellen. Die Bundesstraße 246 verläuft von West nach Ost aus Richtung Zossen über Telz, Mittenwalde und Gallun in Richtung Storkow und Beeskow. Durch die Stadt verläuft der Nottekanal zwischen Zossen und Königs Wusterhausen.
Ab 1894 war die Stadt über die gleichnamige Eisenbahn mit Königs Wusterhausen sowie dem Ortsteil Töpchin verbunden. 1900 folgte die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn die eine direkte Verbindung mit Berlin herstellte. 1933 wurden die beiden Strecken untereinander verbunden und 1945 eine weitere Verbindung nach Zossen eröffnet. Die vier Strecken wurden 1951 (nach Berlin), 1973 (nach Töpchin) beziehungsweise 1974 (nach Königs Wusterhausen und Zossen) stillgelegt. Der Bahnhof Mittenwalde Ost ist heute Ausgangspunkt für Draisinenfahrten.
Die Discounter-Firma Aldi-Nord ist mit einer ihrer Regionalniederlassungen in Mittenwalde ansässig, zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers.
Die MediaTex GmbH, Hersteller der unter Rechtsextremisten beliebten Marke Thor Steinar, hat sich im Gewerbegebiet niedergelassen.[5]
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Der berühmte Kirchenlieddichter Paul Gerhardt war von 1651 bis 1657 Propst in Mittenwalde.
- Carl August Schramm (* 11. März 1830; † 18. März 1905 in Mainkur) deutscher Ökonom, Sozialdemokrat und Schweizer Versicherungsdirektor.
- Die Lektorin und Autorin Renate Seydel wurde 1935 in Schenkendorf geboren.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Mittenwalde vom 17. März 2009
- ↑ Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.93)
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ http://www.thorsteinar.de/IMPRESSUM:_:4.html
Weblinks [Bearbeiten]
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