Mittenwalde

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mittenwalde (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mittenwalde
Mittenwalde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mittenwalde hervorgehoben
52.26666666666713.53333333333337Koordinaten: 52° 16′ N, 13° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 98,48 km²
Einwohner: 8663 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15749
Vorwahlen: 033764, 03375 (Schenkendorf), 03377 (Telz), 033769 (Motzen, Töpchin)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 332
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 8
15749 Mittenwalde
Webpräsenz: www.mittenwalde.de
Bürgermeister: Uwe Pfeiffer (CDU)
Lage der Stadt Mittenwalde im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Mittenwalde ist eine Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald im Bundesland Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem Gebiet des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Mittenwalde.

Geografie[Bearbeiten]

Mittenwalde liegt etwa 35 km südlich von Berlin auf dem Teltow-Höhenrücken.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind in Uhrzeigerrichtung, im Norden beginnend: Schönefeld, Königs Wusterhausen, Bestensee, Groß Köris, Teupitz, Rangsdorf und Zossen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt gliedert sich wie folgt[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Mittenwalde war im Hochmittelalter zur Zeit des deutschen Landesausbaus nach Osten neben Köpenick Herrschaftszentrum der Wettiner auf dem Teltow. Nach der Niederlage Heinrich des Erlauchten 1245 im sechsjährigen Teltow-Krieg fiel der gesamte Teltow mit Mittenwalde dauerhaft an die gemeinsam regierenden askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. und damit an die Mark Brandenburg.

Im Zuge der Ämterbildung im Land Brandenburg schlossen sich 1992 die Gemeinden Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Töpchin und die Stadt Mittenwalde (alle Landkreis Königs Wusterhausen) und die Gemeinde Telz (Landkreis Zossen) zum Amt Mittenwalde zusammen. Mit der Gemeindereform 2003 in Brandenburg wurden die Gemeinden Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Telz und Töpchin zum 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Stadt Mittenwalde eingegliedert. Das Amt Mittenwalde wurde aufgelöst und die Stadt Mittenwalde amtsfrei[3].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 5207
1890 6869
1925 7902
1933 7854
1939 9461
1946 9028
1950 9076
1964 7411
1971 7195
1981 6224
Jahr Einwohner
1985 6064
1989 5800
1990 5697
1991 5584
1992 5587
1993 5576
1994 5937
1995 6522
1996 7071
1997 7589
Jahr Einwohner
1998 7877
1999 8220
2000 8410
2001 8536
2002 8547
2003 8640
2004 8699
2005 8664
2006 8684
2007 8663
Jahr Einwohner
2008 8683
2009 8710
2010 8724
2011 8658
2012 8663

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008
Wahlbeteiligung: 52,97 % (–5,35 Pp.)
 %
50
40
30
20
10
0
45,03 %
19,81 %
14,88 %
14,59 %
2,89 %
2,79 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+8,65 %p
+1,17 %p
-12,80 %p
+5,92 %p
+1,11 %p
+2,79 %p
-6,85 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c PRO-BÜRGER
d 2003: PDS

Der Rat der Stadt besteht aus 19 Stadtverordneten.

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl vom 28. September 2008 ist Uwe Pfeiffer (CDU) Bürgermeister der Stadt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 13. September 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein bewurzelter grüner Laubbaum, dessen Stamm von zwei schwarzen aufgestellten Schlüsseln mit nach außen gekehrten Bärten beseitet ist. In den Zweigen schwebt ein roter Adler mit goldener Bewehrung.“[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Mittenwalde und in der Liste der Bodendenkmale in Mittenwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Museum[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Spielmannszug Mittenwalde

Bauwerke[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schleuse am Nottekanal

Östlich der Stadt Mittenwalde in Richtung Schenkendorf und südwestlich in Richtung Telz befinden sich zwei Gewerbegebiete. Östlich von Mittenwalde und Ragow verläuft die Bundesautobahn 13. In Ragow, Gallun und bei Mittenwalde befinden sich Anschlussstellen. Die Bundesstraße 246 verläuft von West nach Ost aus Richtung Zossen über Telz, Mittenwalde und Gallun in Richtung Storkow und Beeskow. Durch die Stadt verläuft der Nottekanal zwischen Zossen und Königs Wusterhausen.

Ab 1894 war die Stadt über die gleichnamige Eisenbahn mit Königs Wusterhausen sowie dem Ortsteil Töpchin verbunden. 1900 folgte die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn die eine direkte Verbindung mit Berlin herstellte. 1933 wurden die beiden Strecken untereinander verbunden und 1945 eine weitere Verbindung nach Zossen eröffnet. Die vier Strecken wurden 1951 (nach Berlin), 1973 (nach Töpchin) beziehungsweise 1974 (nach Königs Wusterhausen und Zossen) stillgelegt. Der Bahnhof Mittenwalde Ost ist heute Ausgangspunkt für Draisinenfahrten.

Die Discounter-Firma Aldi-Nord ist mit einer ihrer Regionalniederlassungen in Mittenwalde ansässig, zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers.

Die MediaTex GmbH, Hersteller der unter Rechtsextremisten beliebten Marke Thor Steinar, hat sich im Gewerbegebiet niedergelassen.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Erich Steinfurth (* 10. August 1896 in Mittenwalde; † 1. Februar 1934 in Berlin-Wannsee) deutscher Politiker, preußischer Landtagsabgeordneter der KPD (1929–1933), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Stadt Mittenwalde vom 17. März 2009
  3. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.93
  4. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  5. [1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mittenwalde (Mark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien