Brachtendorf

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Dieser Artikel behandelt eine deutsche Ortsgemeinde. Zur deutschen Radsportlerin siehe Kerstin Brachtendorf.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Brachtendorf
Brachtendorf
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Brachtendorf hervorgehoben
50.2318361111117.2331388888889300Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Kaisersesch
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 2,45 km²
Einwohner: 268 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56761
Vorwahl: 02653
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 011
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 47
56759 Kaisersesch
Webpräsenz: www.kaisersesch.de
Ortsbürgermeister: Leo Kaiser
Lage der Ortsgemeinde Brachtendorf im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild

Brachtendorf ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaisersesch an.

Geographie[Bearbeiten]

Brachtendorf liegt in der Osteifel. Die nächsten Grundzentren sind Kaisersesch, etwa sieben Kilometer westlich, und Treis-Karden an der Mosel, etwa acht Kilometer südlich des Ortes. Durch die Gemeinde fließt der Brohlbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1189 unter dem Namen „Brachindorp“ urkundlich erwähnt. Spätere Erwähnungen waren „Brathendorf“ (1250), „Brattendorf“ (1252) und „Brachtdorff“ (1592).[2] Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Brachtendorf landesherrlich zu Kurtrier und war dem Hochgericht Klotten im Amt Cochem zugeordnet. Im Trierer Feuerbuch aus dem Jahr 1563 waren 28 Feuerstellen (Haushalte) in Brachtendorf verzeichnet, 1684 waren es nur neun.[3]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer annektiert, von 1798 bis 1814 gehörte Brachtendorf zum Kanton Cochem im Arrondissement Koblenz des Rhein-Mosel-Departements. Unter der französischen Verwaltung gab es für Brachtendorf insoweit eine Besonderheit, dass diese Gemeinde zu der ansonsten zum Kanton Kaisersesch zugeordneten Mairie Kaisersesch gehörte. Brachtendorf bestand 1808 aus 15 Häusern, in denen 65 Einwohner lebten. Der Munizipalrat (Brachtendorfer Gemeindevertreter in der Mairie Kaisersesch) war der Bürger Fuhrmann.[4]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam die Gemeinde Brachtendorf zur Bürgermeisterei Kaisersesch im Kreis Cochem, der zum neuen Regierungsbezirk Koblenz sowie von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.[5]

Seit 1946 ist die Gemeinde Brachtendorf Teil des Landes Rheinland-Pfalz, seit 1968 gehört sie der Verbandsgemeinde Kaisersesch an und seit 1969 zum Landkreis Cochem-Zell.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brachtendorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 83
1835 133
1871 165
1905 188
1939 210
Jahr Einwohner
1950 203
1961 221
1970 261
1987 217
2005 281

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Brachtendorf besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bereits in den frühen 1930er Jahren schrieb der damalige Dorfschullehrer Siebenborn das folgende Gedicht:

Brachtendorf im Tal gelegen,
an des Brohlbachs muntrem Lauf.
Sanfte Hügel Dich umhegen,
liebend fällt mein Blick darauf.

Bauwerke[Bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Brachtendorf

In Brachtendorf gibt es verschiedene Gebäude, die die ganze Gemeinde nutzen kann. Zum einen gehört dazu die Schützenhalle, in der regelmäßig der Musikverein sowie der Verein der Schützenbruderschaft proben. Außerdem ist die große Halle in Brachtendorf ein beliebter Ort für Geburtstags- und andere Feiern. Das Brachtendorfer Feuerwehrhaus wird neben seinem Zweck als Unterbringung des Feuerwehrfahrzeugs für die Durchführung von Festen (z.B. Dorffest, Sportfest) benutzt.

Vereine[Bearbeiten]

Brachtendorf besitzt ein reges Vereinsleben. Neben den beiden eingetragenen Vereinen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1892 e.V. mit ihrer Unterabteilung Schützencorps Brachtendorf und dem Sportverein Blaue Jungs e.V. sind noch ebenfalls die Möhnen, die Frauengemeinschaft und die Freiwillige Feuerwehr aktiv.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brachtendorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Elmar Rettinger: Historisches Ortslexikon Rheinland-Pfalz. Band 1: Ehemaliger Landkreis Cochem, Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 1985. ISBN 3-515-04173-7, S. 19 (Google Books)
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 117, 146.
  4. Handbuch für die Bewohner vom Rhein-Mosel-Departement, Koblenz: Prefektur-Buchdruckerey, 1808, S. 63 ff (www.dilibri.de)
  5. Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, S. 37 (www.dilibri.de)
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen