Zettingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Zettingen
Zettingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Zettingen hervorgehoben
50.2305555555567.1997222222222378Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Kaisersesch
Höhe: 378 m ü. NHN
Fläche: 3,7 km²
Einwohner: 261 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56761
Vorwahl: 02653
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 093
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 47
56759 Kaisersesch
Webpräsenz: www.zettingen.de
Ortsbürgermeister: Johannes Hammes
Lage der Ortsgemeinde Zettingen im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Schmitt Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild

Zettingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaisersesch an.

Geographie[Bearbeiten]

Zettingen liegt vier Kilometer östlich der Stadt Kaisersesch unmittelbar südlich der Bundesautobahn 48. Die Ortschaft erstreckt sich auf einem von Westen nach Osten zum Brohlbach abfallenden Gelände und umfasst Höhenlagen zwischen 360 m ü. NN und 385 m ü. NN. Südlich des Ortes entspringt mit dem Kerzbach ein Zufluss des Brohlbachs. Naturräumlich lässt sich das zu etwa drei Vierteln landwirtschaftlich genutzte und wenig bewaldete[2] Gemeindegebiet dem Kaisersescher Eifelrand zuordnen.

Zettingen grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Ortsgemeinden Gamlen, Brachtendorf, Dünfus, Wirfus, Illerich und Hambuch.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Zettingens findet sich im Jahre 1267. Archäologische Funde im und um den Ort lassen aber den Schluss zu, dass das Gebiet bereits von den Römern besiedelt wurde.

Im 13. Jahrhundert gelang es den Erzbischöfen von Trier, den Fiskus Klotten mit seinem Hinterland, zu dem auch Zettingen gehörte, an sich zu bringen. Am 1. Oktober 1251 einverleibte der Trierer Erzbischof Arnold II. von Isenburg mit Zustimmung des Patronatsherren dem Zisterzienserinnenkloster Rosenthal die Pfarrei Hambuch mit den zugehörigen Ortschaften.

Ab 1350 hatte auch das Kloster Mädburg im Elztal bei Kehrig Grundbesitz in Zettingen.

Im 15. Jahrhundert besaßen die Herren von Brohl einen Hof in Zettingen, der später an Georg von der Leyen und Dietrich von Braunsberg fiel. Die Herren von Brohl waren auch Inhaber der Vogtei, des Hühner- und Gänsezinses zu Zettingen. Ebenso besaß das Kollegialstift zu Karden in Zettingen Wiesen, Ackerland und Wildland. Nach der Säkularisation der geistlichen Güter wurden diese in der Zeit zwischen 1804 und 1808 von den Franzosen versteigert. Dies betraf auch den Grundbesitz des Klosters Rosental bei Binningen, das zu Zettingen vier Hektar Ackerland, drei Hektar Wildland und einen Hektar Wiesen besaß.[3]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Zettingen landesherrlich zu Kurtrier und war dem Hochgericht Klotten im Amt Cochem zugeordnet. Im Trierer Feuerbuch aus dem Jahr 1563 waren zehn Feuerstellen (Haushalte) in Zettingen verzeichnet, 1684 waren es nur sieben.[4]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer annektiert, von 1798 bis 1814 gehörte Zettingen zum Kanton Kaisersesch im Arrondissement Koblenz des Rhein-Mosel-Departements. Der Munizipalrat (Zettinger Gemeindevertreter in der Mairie Kaisersesch) war 1808 der Bürger Steffes.[5]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam die Gemeinde Zettingen zur Bürgermeisterei Kaisersesch im Kreis Cochem, der zum neuen Regierungsbezirk Koblenz sowie von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.[6]

Seit 1946 ist die Gemeinde Zettingen Teil des Landes Rheinland-Pfalz, seit 1968 gehört sie der Verbandsgemeinde Kaisersesch an und seit 1969 zum Landkreis Cochem-Zell.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Zettingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 109
1835 152
1871 173
1905 186
1939 176
Jahr Einwohner
1950 181
1961 163
1970 172
1987 172
2005 257

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Zettingen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist seit August 2011 Johannes Hammes. Sein Vorgänger war Hans-Josef Schaden, der sein Amt zum 30. April 2011 nach 32 Jahren Amtszeit aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Schaden war dienstältester Ortsbürgermeister in der Verbandsgemeinde Kaisersesch und im Landkreis Cochem-Zell.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Seit 1982 betreibt die Ortsgemeinde Zettingen mit den Nachbargemeinden Brachtendorf, Gamlen und Kaifenheim in Kaifenheim einen 3-gruppigen Kindergarten, der im Jahre 2003 um eine Gruppe und einen Mehrzweckraum erweitert wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Folgende Persönlichkeiten wurden in Zettingen geboren:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zettingen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Johann Friedrich Schannat, Johann Peter Bachem: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 3, 1852, S. 279 (Google Books)
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 117, 146.
  5. Handbuch für die Bewohner vom Rhein-Mosel-Departement, Koblenz: Prefektur-Buchdruckerey, 1808, S. 64. (www.dilibri.de)
  6. Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, S. 39 (www.dilibri.de)
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014 Stadt- und Gemeinderatswahlen