Lieg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lieg
Lieg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lieg hervorgehoben
50.1408333333337.3472222222222320Koordinaten: 50° 8′ N, 7° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Treis-Karden
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 9,69 km²
Einwohner: 405 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56290
Vorwahl: 02672
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 053
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Rathaus 1
56253 Treis-Karden
Webpräsenz: www.lieg-hunsrueck.de
Ortsbürgermeister: Walter Lauxen
Lage der Ortsgemeinde Lieg im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch) Eppenberg (Eifel) Laubach (Eifel) Leienkaul Müllenbach (bei Mayen) Hauroth Urmersbach Masburg Düngenheim Kaisersesch Landkern Illerich Eulgem Hambuch Gamlen Zettingen Kaifenheim Brachtendorf Ulmen (Eifel) Alflen Auderath Filz (Eifel) Wollmerath Gillenbeuren Büchel (Eifel) Wagenhausen (Eifel) Gillenbeuren Gevenich Weiler (bei Ulmen) Lutzerath Bad Bertrich Urschmitt Kliding Beuren (Eifel) Moselkern Müden (Mosel) Treis-Karden Lütz Lieg Mörsdorf (Hunsrück) Lahr (Hunsrück) Zilshausen Roes Möntenich Forst (Eifel) Dünfus Brohl Binningen (Eifel) Wirfus Brieden Kail Pommern (Mosel) Briedel Altlay Peterswald-Löffelscheid Haserich Sosberg Forst (Hunsrück) Altstrimmig Reidenhausen Mittelstrimmig Blankenrath Panzweiler Walhausen Schauren (bei Blankenrath) Tellig Hesweiler Liesenich Moritzheim Grenderich Zell (Mosel) Neef Bullay Sankt Aldegund Alf (Mosel) Pünderich Greimersburg Klotten Faid Dohr Bremm Bruttig-Fankel Senheim Nehren (Mosel) Ediger-Eller Mesenich Valwig Ernst (Mosel) Beilstein (Mosel) Ellenz-Poltersdorf Briedern Cochem Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Mayen-Koblenz Rhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild
Lieg aus Richtung Südosten

Lieg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Treis-Karden an.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einem Höhenrücken zwischen den Tälern des Lützbachs und des Dünnbachs am nördlichen Rand des Hunsrücks, etwa acht Kilometer von der Mosel entfernt. Durch den Ort geht die Landstraße 108, die die Mosel (Treis-Karden) mit dem Vorderhunsrück (Kastellaun) verbindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Umgebung von Lieg ist schon seit der Jungsteinzeit bewohnt, wie Funde von Steinbeilen zeigen. Weitere Funde (Hügelgräber) aus der Eisenzeit (750–50 v. Chr.) bezeugen weitere Besiedlung, vermutlich durch den keltischen Stamm der Treverer. Etwa 50 v. Christus eroberten die Römer die Gegend. Auch aus dieser Zeit zeigen Funde auf eine kontinuierliche Besiedlung hin. Eine Urkunde von 1106 erwähnt die Entführung einer jungen Nonne durch Ritter Embrico aus Mayschoß an der Ahr, um sie zu heiraten. Daraufhin enterbten die Eltern ihre Tochter, die nur den Hof in Lieg behalten durfte. Später gehörte Lieg zum sogenannten dreiherrischen Beltheimer Gericht. Seit 1366 teilten sich Kurtrier, Sponheim und Braunshorn-Winneburg die Herrschaft. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen endete diese. 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lieg besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Schild geviert. Feld 1: in Grün eine silberne Urne mit drei goldenen Ähren, Feld 2: in Silber eine blaue Lilie, Feld 3: in Gold ein schwarzer Flügel, Feld 4: in Schwarz ein goldener Kelch.

Begründung: Die Urne in grünem Feld bezieht sich auf Ausgrabungsfunde im Jahre 1910. Im Distrikt „Kriegwald“ wurde eine doppelhenklige Glasurne aus dem letzten Drittel des ersten Jahrhunderts n. Chr. freigelegt. Die Farbe Grün und die goldenen Ähren weisen auf die noch heute im Ort betriebene Landwirtschaft hin. Die blaue Lilie ist das Zeichen des Kollegiatstiftes Karden; eine frühe Zugehörigkeit ist schon vor dem Jahre 1475 nachgewiesen. Das Kloster Maria Engelport hatte von 1275 bis zur Versteigerung im Jahre 1813 einen Hof und große Ländereien in Lieg. Als Zeichen für das Kloster Maria Engelport wurde ein Flügel in das Wappen aufgenommen. Der Kelch ist das Attribut des hl. Goar, er ist als Schutz- und Kirchenpatron seit dem Jahre 1656 nachgewiesen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmäler in Lieg

  • Die Wendelinus-Kapelle von 1908 zwischen Lieg und Lahr mit Reliquien des Heiligen Wendelin zieht am zweiten Sonntag im September Gläubige aus der näheren und weiteren Umgebung an.

Am 8. März 2008 gewann Lieg den Wettbewerb „SWR 4 Stadtmusikanten“. Mit 40 Prozent im TED haben sie die Konkurrenten aus Pantenburg (36 %) und Ediger-Eller (24 %) hinter sich gelassen und können sich jetzt „SWR 4 Stadtmusikanten“, die musikalichste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, nennen. [3]. Der kleine Ort hat zwei Chöre, und die Hunsrückmusikanten haben etwa 30 aktive Musiker und bilden etwa 10 weitere aus.[4]

  • Vereine
    • Hunsrückmusikanten Lieg
    • Kirchenchor
    • Männerchor
    • Frauengemeinschaft
    • Sportverein
    • Freiwillige Feuerwehr

Tourismus[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Kugel: Chronik Lieg : 900 Jahre Lieg, 1106 - 2006 ; Geschichte und Geschichten eines Hunsrückdorfes, Hrg. Ortsgemeinde Lieg, 2006, ISBN 978-3-9811909-0-8
  • Franz Schneider: Geschichte des Dorfes Lieg/Hunsrück, Selbstverlag, Koblenz 1980

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lieg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  3. Siegerschild bei swr.de/swr4/rp (Eingesehen Januar 2014)
  4. Stand 1994 Hunsrückmusikanten bei mv-lieg.de (Eingesehen Januar 2014)