Brayden Schenn

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KanadaKanada Brayden Schenn Eishockeyspieler
Brayden Schenn
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 22. August 1991
Geburtsort Saskatoon, Saskatchewan, Kanada
Größe 183 cm
Gewicht 88 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Nummer #10
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2009, 1. Runde, 5. Position
Los Angeles Kings
Spielerkarriere
2007–2011 Brandon Wheat Kings
2011 Saskatoon Blades
seit 2011 Philadelphia Flyers

Brayden Schenn (* 22. August 1991 in Saskatoon, Saskatchewan) ist ein kanadischer Eishockeyspieler, der seit 2011 bei den Philadelphia Flyers in der National Hockey League unter Vertrag steht. Sein älterer Bruder Luke ist ebenfalls ein professioneller Eishockeyspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Schenn im Trikot der Saskatoon Blades

Brayden Schenn begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seine Heimatstadt bei den Saskatoon Contacs aus der Juniorenliga Saskatchewan Midget Hockey League, in der er in der Saison 2006/07 in 41 Spielen 70 Scorerpunkte erzielte. Anschließend wurde der Center von den Brandon Wheat Kings aus der Western Hockey League gedraftet, bei denen er in den folgenden drei Jahren eine feste Größe wurde. In diesem Zeitraum erzielte er in 228 Spielen insgesamt 298 Scorerpunkte, davon 112 Tore. Damit gehörte er nicht nur zu den besten Spielern seiner Mannschaft, sondern der gesamten Liga. In der Saison 2007/08 wurde der Junioren-Nationalspieler in das All-Rookie Team des Dachverbandes Canadian Hockey League gewählt, zudem war er der Rookiespieler mit den meisten Scorerpunkten (71) der Western Hockey League und erhielt die Jim Piggott Memorial Trophy als WHL-Rookie des Jahres. In den folgenden beiden Spielzeiten wurde er zunächst in das zweite und anschließend in das erste All-Star Team der Eastern Conference der Western Hockey League gewählt.

Schenns Leistungen im Juniorenbereich wurden früh von den Talentspähern großer Clubs erkannt und im NHL Entry Draft 2009 wurde er in der ersten Runde als insgesamt fünfter Spieler von den Los Angeles Kings ausgewählt. Für die Kalifornier gab der Kanadier am 26. November 2009 im Alter von 18 Jahren sein NHL-Debüt gegen die Vancouver Canucks. Die gesamte restliche Spielzeit verbrachte er jedoch erneut bei den Brandon Wheat Kings in der WHL, bei denen er Mannschaftskapitän war. Im Memorial Cup 2010 war er mit seiner Mannschaft als Gastgeber gesetzt, konnte sich jedoch gegen die Konkurrenz vor eigenem Publikum nicht durchsetzen.

Die Saison 2010/11 begann Schenn bei den Los Angeles Kings in der NHL, wurde jedoch nach acht Spielen an deren Farmteam, die Manchester Monarchs aus der American Hockey League, abgegeben. Dort erzielte er zwar sieben Scorerpunkte, davon drei Tore, in sieben Spielen, jedoch gelang es ihm nicht sich dauerhaft durchzusetzen, da er in der Defensivarbeit Schwächen aufwies. Daher wurde er im Dezember 2010 wieder an das Juniorenteam der Brandon Wheat Kings abgegeben, um dort zunächst weiter Spielpraxis zu sammeln.[1] Diese transferierten ihn im Anschluss an die Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2011 am 10. Januar zum Ligakonkurrenten Saskatoon Blades.

Am 23. Juni 2011 wurde Schenn zusammen mit Wayne Simmonds sowie einem Zweitrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2011 zu den Philadelphia Flyers transferiert, die Los Angeles Kings erhielten im Gegenzug Mike Richards.

International[Bearbeiten]

Für Kanada nahm Schenn an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2008, sowie den U20-Junioren-Weltmeisterschaften 2010 und 2011 teil. Bei allen drei Turnieren gewann er mit seiner Mannschaft eine Medaille, bei der U18-WM 2008 die Gold- und bei den beiden U20-WMs 2010 und 2011 die Silbermedaille. Vor allem bei der U20-Junioren-WM 2011, bei der er einer der beiden Assistenzkapitäne Kanadas war, konnte Schenn überzeugen. Mit 18 Scorerpunkten, davon acht Tore, in sieben Spielen, wurde er mit großen Abstand Topscorer des Turniers. Zudem wurde er zum besten Stürmer und zum Most Valuable Player ernannt, sowie in das All-Star Team gewählt. Erst im Finale gegen Russland musste er sich mit seiner Mannschaft mit 3:5 geschlagen geben, nachdem die Kanadier bei einem Tor und einer Torvorarbeit von Schenn bereits mit 3:0 geführt hatten.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2010 WHL East First All-Star-Team
  • 2011 WHL-Spieler des Monates Februar
  • 2011 WHL East Second All-Star-Team

International[Bearbeiten]

  • 2011 Wertvollster Spieler der U20-Junioren-Weltmeisterschaft
  • 2011 Bester Stürmer der U20-Junioren-Weltmeisterschaft
  • 2011 Topscorer der U20-Junioren-Weltmeisterschaft
  • 2011 Bester Torschütze der U20-Junioren-Weltmeisterschaft
  • 2011 Bester Vorlagengeber der U20-Junioren-Weltmeisterschaft

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2007/08 Brandon Wheat Kings WHL 66 28 43 71 48 6 2 1 3 14
2008/09 Brandon Wheat Kings WHL 70 32 56 88 82 12 8 10 18 12
2009/10 Brandon Wheat Kings WHL 59 34 65 99 55 15 8 11 19 2
2009/10 Los Angeles Kings NHL 1 0 0 0 0
2010/11 Los Angeles Kings NHL 8 0 2 2 0
2010/11 Manchester Monarchs AHL 7 3 4 7 4 5 1 3 4 0
2010/11 Brandon Wheat Kings WHL 2 1 3 4 2
2010/11 Saskatoon Blades WHL 27 21 32 53 23 10 6 5 11 14
2011/12 Philadelphia Flyers NHL 54 12 6 18 34 11 3 6 9 8
2011/12 Adirondack Phantoms AHL 7 6 6 12 4
2012/13 Philadelphia Flyers NHL 47 8 18 26 24
2012/13 Adirondack Phantoms AHL 33 13 20 33 15
2013/14 Philadelphia Flyers NHL 82 20 21 41 54 7 0 3 3 8
WHL gesamt 224 116 199 315 210 43 24 27 51 42
AHL gesamt 47 22 30 52 23 5 1 3 4 0
NHL gesamt 192 40 47 87 112 18 3 9 12 16

International[Bearbeiten]

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM
2008 Kanada U18-WM 7 1 2 3 6
2010 Kanada U20-WM 6 2 6 8 4
2011 Kanada U20-WM 7 8 10 18 0
2014 Kanada WM 8 3 1 4 0
Junioren gesamt 20 11 18 29 10
Junioren gesamt 8 3 1 4 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. latimes.com, Kings sending Brayden Schenn back to junior team