Dejan Bodiroga

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Basketballspieler
Dejan Bodiroga
Dejan Bodiroga 2006.jpg
Spielerinformationen
Spitzname White Magic, The new Delibasic
Bodi Bond, Mr. MVP
Geburtstag 2. März 1973
Geburtsort Zrenjanin, SFR Jugoslawien
Größe 205 cm
Position Small Forward /
Shooting Guard
NBA Draft 1995, 51. Pick, Sacramento Kings
Vereine als Aktiver
1984–1985 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien BC Masinac
1985–1990 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Proleter Zrenjanin
1990–1992 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Zadar
1992–1994 ItalienItalien Stefanel Triest
1994–1996 ItalienItalien Olimpia Milano
1996–1998 SpanienSpanien Real Madrid
1998–2002 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen
2002–2004 SpanienSpanien FC Barcelona
2004–2007 ItalienItalien Lottomatica Roma
Nationalmannschaft
Jugoslawien
Serbien

Dejan Bodiroga (serbisch: Дејан Бодирога, * 2. März 1973 in Zrenjanin, SR Serbien) ist ein serbischer Basketballfunktionär und ehemaliger -spieler. Während seiner aktiven Karriere als Spieler erfüllte Bodiroga, unabhängig davon ob bei der Nationalmannschaft oder bei seinen Vereinen, stets die Rolle des Mannschaftsführers und gehört mit insgesamt 17 Titeln zu den erfolgreichsten Basketballspielern aller Zeiten. Obwohl er nie in der US-Profiliga NBA spielte, galt er als einer der besten Spieler weltweit. Seit 2014 gehört Bodiroga als Vertreter des serbischen Verbandes auch dem Rat des Kontinentalverbands FIBA Europa an.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Dejan Bodiroga, der als einer der komplettesten und erfolgreichsten europäischen Basketballspieler aller Zeiten angesehen werden kann, begann seine Karriere 1984 bei BC Masinac im damaligen Jugoslawien. 1985 wechselte er zu Proleter Zrenjanin, wo er mit nur 13 Jahren den Sprung in die erste Mannschaft schaffte. 1990 wechselte er zu KK Zadar, wo Bodiroga seinen ersten Profivertrag erhielt. 1992 wechselte der zu diesem Zeitpunkt 19-jährige Bodiroga erstmals ins Ausland, unterzeichnete beim italienischen Verein Stefanel Triest einen Zweijahresvertrag und wurde somit der zu diesem Zeitpunkt jüngste Ausländer, der je in der obersten italienischen Profiliga spielte.

1994 wechselte er zum Ligakonkurrenten Olimpia Milano, wo er 1996 mit der Italienischen Meisterschaft seinen ersten Profi-Titel gewinnen konnte. Bei den NBA Drafts 1995 wurde Bodiroga von den Sacramento Kings an 51. Stelle gedraftet, entschied sich allerdings gegen eine Karriere in der NBA und wechselte 1996 in die spanische Liga zu Real Madrid, mit denen er 1997 den Saporta Cup gewann. 1998 wechselte Bodiroga schließlich zu Panathinaikos Athen nach Griechenland, wo er einen Vierjahresvertrag erhielt und zu einem der bestbezahlten Basketballspieler Europas wurde. Bei Panathinaikos hatte der 2,05 m große Small Forward, der oft auch auf der Position des Shooting Guard agierte, seine sportlich erfolgreichste Zeit und gewann neben drei Griechischen Meisterschaften (1999, 2000, 2001) auch den Europapokal der Landesmeister (2000) sowie die ULEB Euroleague (2002). 2002 verließ Bodiroga Athen und wechselte zum FC Barcelona. Neben zwei Meisterschaften (2003, 2004) und einem Pokalsieg (2003) konnte Bodiroga 2003 ein weiteres Mal die Euroleague gewinnen. 2004 wechselte Bodiroga wieder nach Italien zu Virtus Lottomatica Rom. wo er 2007 seine aktive Karriere beendete. Anschließend übernahm Bodiroga den Posten des Technischen Direktors bei Lottomatica, bevor er den Verein nach zwei Jahren in dieser Position 2009 verließ.

Neben einer erfolgreichen Karriere als Vereinsspieler kann Dejan Bodiroga auch eine Reihe von Auszeichnungen als Nationalspieler vorweisen. Mit der Jugoslawischen Nationalmannschaft gewann er neben drei Europameisterschaften (1995, 1997, 2001) auch zwei Weltmeisterschaften (1998, 2002). Zudem gewann der Serbe auch die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1996.

Im Sommer 2006 eröffnete er ein Basketball-Sommer-Camp für Kinder. 2008 wurde Bodiroga als einer der 50 bedeutendsten Akteure in der Geschichte der Europaliga ausgezeichnet.

Erfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Sportler des Jahres (Jugoslawien): 1998
  • MVP der spanischen Liga: 1998
  • MVP der griechischen Liga: 1999
  • MVP des griechischen All Star Game: 2000
  • MVP der Top16 der Euroleague: 2002
  • MVP des Euroleague Final Four: 2002, 2003
  • All-Euroleague 1st Team: 2002, 2003, 2004
  • MVP des spanischen Pokals: 2003
  • MVP der spanischen Finalserie: 2004
  • All-Star First Team bei der EM: 2001
  • All-Star Second Team bei einer EM: 1997, 1999
  • „50 Greatest Euroleague Contributors“: 2008
  • Teilnahmen am italienischen All Star Game: 1994, 1996
  • Teilnahmen am spanischen All Star Game: 1997, 1998, 2003
  • Teilnahmen am griechischen All Star Game: 2001, 2002, 2003
  • Teilnahmen an Europameisterschaften: 1995, 1997, 1999, 2001
  • Teilnahme an Weltmeisterschaften: 1998, 2002
  • Teilnahme an Olympischen Spielen: 1996, 2004

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Dejan Bodiroga ist ein Großcousin von Dražen Petrović. Bodirogas Großmutter (väterlicherseits) war die Schwester von Petrovićs Großvater (mütterlicherseits).
  • Zu Ehren Bodirogas schrieb die Serbische Musikgruppe Inspektor Blaza den Titel Sex, Droga I Bodiroga.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Demirel Elected FIBA Europe President. FIBA Europa, 17. Mai 2014, abgerufen am 9. Juni 2014 (englisch, Medien-Info).