Gau-Bischofsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gau-Bischofsheim
Gau-Bischofsheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gau-Bischofsheim hervorgehoben
49.9155555555568.2727777777778123Koordinaten: 49° 55′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Bodenheim
Höhe: 123 m ü. NHN
Fläche: 2,84 km²
Einwohner: 1823 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 642 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55296
Vorwahl: 06135
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Dollesplatz 1
55294 Bodenheim
Webpräsenz: www.gau-bischofsheim.de
Ortsbürgermeister: Patric Müller (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Gau-Bischofsheim im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück) Bacharach Manubach Oberdiebach Oberheimbach Niederheimbach Weiler bei Bingen Trechtingshausen Waldalgesheim Münster-Sarmsheim Bingen am Rhein Ingelheim am Rhein Budenheim Heidesheim am Rhein Wackernheim Grolsheim Gensingen Horrweiler Aspisheim Welgesheim Zotzenheim Badenheim Sprendlingen Sankt Johann (Rheinhessen) Wolfsheim (Gemeinde) Ockenheim Gau-Algesheim Appenheim Nieder-Hilbersheim Bubenheim (Rheinhessen) Ober-Hilbersheim Engelstadt Schwabenheim an der Selz Jugenheim in Rheinhessen Stadecken-Elsheim Essenheim Ober-Olm Klein-Winternheim Nieder-Olm Sörgenloch Zornheim Bodenheim Gau-Bischofsheim Harxheim Nackenheim Lörzweiler Mommenheim (Rheinhessen) Hahnheim Selzen Nierstein Oppenheim Dienheim Dexheim Dalheim (Rheinhessen) Köngernheim Friesenheim (Rheinhessen) Undenheim Uelversheim Uelversheim Ludwigshöhe Guntersblum Weinolsheim Dolgesheim Eimsheim Hillesheim (Rheinhessen) Wintersheim Dorn-Dürkheim Rhein-Lahn-Kreis Hessen Mainz Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Donnersbergkreis Landkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild
Luftaufnahme 2007
Blick auf Gau-Bischofsheim aus Richtung Norden
Weinberge bei Gau-Bischofsheim

Gau-Bischofsheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bodenheim an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Gau-Bischofsheim ist ein Weindorf am südlichen Stadtrand von Mainz. Im Volksmund wird das Dorf „Bischem“ genannt. Die enge Nachbarschaft zu Mainz und die teils hervorragende Lage der Weinberge haben den Ort geprägt. Die Weinanbaufläche beträgt 79 ha. Die Fürstbischöfe von Mainz hatten hier ihre Weingüter von alters her. Einige der Weingüter zeugen von dieser Tradition. In neuer Zeit hat die Nähe Frankfurts, Wiesbadens und Mainz erheblich zur Vergrößerung Gau-Bischofsheims geführt.

Klima[Bearbeiten]

Die Lage des Ortes am Fuße des Schnittpunktes von Ost- und Südhang des letzten Anstieges der Rheinterrasse sorgt für ein angenehmes sonniges Klima mit unterdurchschnittlichem Regenfall, ohne von den Nachteilen mangelnder Luftzirkulation der Rheinsenke betroffen zu sein. Von Gau-Bischofsheim hat man einen guten Blick bis nach Frankfurt und in den Odenwald. Der Hang im Norden und Westen schützt vor harten Winden und garantiert einen guten Wein.

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich wurde Gau-Bischofsheim erstmals im Jahre 769 erwähnt. Darin macht ein gewisser Rotbaldus eine Schenkung an das Kloster Lorsch.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gau-Bischofsheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[2]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2014 8 6 2 0 16 Sitze
2009 6 6 3 1 16 Sitze
2004 6 6 3 1 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Gau-Bischofsheim e.V.

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Die Ortsbürgermeister von Gau-Bischofsheim nach 1945:

  • Peter Göth VI 1945–1952
  • Karl-Jakob Gerhard 1952–1969
  • Karl-Heinz Göth 1969–1989
  • Karl-Heinz Behlendorf 1989–1999
  • Erich Gröger 1999–2004
  • Patric Müller seit 2004

Wappen[Bearbeiten]

Das Ortswappen zeigt einen geteilten Schild, oben in Silber zwei schräggestellte Balken, unten in Rot ein halbes silbernes Rad mit drei Speichen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

  • Im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft pflegt Gau-Bischofsheim seit 1978 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Liernais im Burgund
  • Mit der fränkischen Stadt Bischofsheim an der Rhön verbindet Gau-Bischofsheim eine offizielle Partnerschaft seit 2004

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Unterhof in Gau-Bischofsheim
Gau-Bischofsheim aus Richtung Western

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Im Zentrum des Dorfes liegt der Unterhof, ein altehrwürdiges ehemaliges Hofgut, in dem sich heute die Gemeindeverwaltung, das Bürgerhaus und der Unterhofkeller befinden. Der Innenhof, geschützt von einer riesigen uralten Eiche, bietet einen idealen Rahmen für sommerliche Feste und kulturelle Veranstaltungen.
  • Ein besonderes Kleinod in der Pfarrkirche ist die berühmte Geissel-Orgel von Johann Peter Geissel, die älteste Orgel des Bistums Mainz, die bis 1773 in der Kirche St. Christoph in Mainz gestanden hatte. Regelmäßige Orgelkonzerte mit internationalen Künstlern gehören zu den kulturellen Höhepunkten im Dorfleben.
Alter Bahnhof von Gau-Bischofsheim (heute ein Jugendtreff)
Pfarrkirche in Gau-Bischofsheim

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Gau-Bischofsheim

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Hauptfeste sind die Fastnacht und die Kerb.
  • Mittwochs 14:00 bis 18:00 Uhr findet unter dem Motto „vorbeischau’n, babbele, oikaafe“ („vorbeischauen/-kommen, erzählen/Schwätzchen halten und einkaufen“) seit Mai 2005 ein Wochenmarkt im Unterhof statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Mainz-Hechtsheim West an der Bundesautobahn 60 etwa 6 Kilometer entfernt.
  • Vom 28. September 1896 bis zum 31. Mai 1985 führte die Eisenbahnstrecke Amiche (Alzey-Bodenheim) durch Gau-Bischofsheim. Heute sind die Gleise demontiert worden und der Amiche-Radweg dort angelegt worden. Der als Amiche-Radweg ausgeschilderte Radweg ist nur zum Teil mit dem Originaltrassenverlauf der Bahnstrecke identisch. Die größte Ähnlichkeit erreicht der Radweg zwischen Bodenheim und Undenheim. Ab Undenheim führt jedoch der ausgeschilderte Weg über die ebenfalls ehemalige Bahnstrecke Valtinche nach Nierstein. Um von dort wieder zum Ausgangspunkt nach Bodenheim zu kommen, ist der Weg mit dem Rheinterrassen-Radweg und dem Rhein-Radweg identisch.

Möchte man hingegen jedoch auf dem richtigen Streckenverlauf des Amiches bleiben, so muss man ab Undenheim der Beschilderung des Selztal-Radweges nach Alzey folgen.

Das Bahnhofsgebäude in Gau-Bischofsheim wird seit 1985 als Jugendclub genutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gau-Bischofsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen