Waldalgesheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Waldalgesheim
Waldalgesheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Waldalgesheim hervorgehoben
49.9511111111117.8363888888889293Koordinaten: 49° 57′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Rhein-Nahe
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 16,01 km²
Einwohner: 4019 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 251 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55425
Vorwahl: 06721
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 062
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Koblenzer Straße 18
55411 Bingen am Rhein
Webpräsenz: www.waldalgesheim.de
Ortsbürgermeister: Gerhard Hanke (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Waldalgesheim im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück) Bacharach Manubach Oberdiebach Oberheimbach Niederheimbach Weiler bei Bingen Trechtingshausen Waldalgesheim Münster-Sarmsheim Bingen am Rhein Ingelheim am Rhein Budenheim Heidesheim am Rhein Wackernheim Grolsheim Gensingen Horrweiler Aspisheim Welgesheim Zotzenheim Badenheim Sprendlingen Sankt Johann (Rheinhessen) Wolfsheim (Gemeinde) Ockenheim Gau-Algesheim Appenheim Nieder-Hilbersheim Bubenheim (Rheinhessen) Ober-Hilbersheim Engelstadt Schwabenheim an der Selz Jugenheim in Rheinhessen Stadecken-Elsheim Essenheim Ober-Olm Klein-Winternheim Nieder-Olm Sörgenloch Zornheim Bodenheim Gau-Bischofsheim Harxheim Nackenheim Lörzweiler Mommenheim (Rheinhessen) Hahnheim Selzen Nierstein Oppenheim Dienheim Dexheim Dalheim (Rheinhessen) Köngernheim Friesenheim (Rheinhessen) Undenheim Uelversheim Uelversheim Ludwigshöhe Guntersblum Weinolsheim Dolgesheim Eimsheim Hillesheim (Rheinhessen) Wintersheim Dorn-Dürkheim Rhein-Lahn-Kreis Hessen Mainz Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Donnersbergkreis Landkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild
Die Grube Amalienhöhe thront über Waldalgesheim

Waldalgesheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Bingen am Rhein hat.

Seit 2003 ist Waldalgesheim Teil des Unesco-Weltkulturerbes Mittelrhein.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Weinort Waldalgesheim liegt am Südostrand des Hunsrücks zwischen Koblenz und Bad Kreuznach südlich des Binger Walds und westlich der Nahe und ca. 6 km westlich von Bingen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden von Waldalgesheim sind Weiler bei Bingen, Rümmelsheim und Stromberg (Hunsrück) sowie Richtung Genheim, Waldlaubersheim, Roth und Schweppenhausen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Genheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Waldalgesheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachweisbar sind keltische Niederlassungen aus der La-Tène-Zeit (5.– 1. Jh. v. Chr.), im Besonderen das am Ortsrand von Waldalgesheim gelegene keltische Fürstengrab.

Der ursprüngliche Name von Waldalgesheim lautete Algesheim. Der Namenforscher Albrecht Greule führt aus, dass durch den Zusatz des Wald- im Ortsnamen zum Namen von Algesheim (Gau-Algesheim), ebenfalls im Kreis Mainz-Bingen, unterschieden werden sollte. Die urkundlich älteste Erwähnung von Waldalgesheim für das Jahr 766 (als Alagastesheim in pago Wormatiensi) zurück und findet sich im Codex Laureshamensis, einem um 1170–1195 zusammengestelltes Kopialbuch des Klosters Lorsch (siehe Lorscher Codex). Als zugrundeliegende Bedeutung für den Ortsnamen liegen augenscheinlich nach Greule die männlichen Personennamen Alagast oder Alagwin vor, im Sinn von „Heim des Alagast“ oder das „Heim des Alagwin“.[2]

Als Anfang März 1945 amerikanische Truppen in Waldalgesheim Einzug hielten, erlangte die Gemeinde für die Siegermächte eine relative Wichtigkeit. Aufgrund der strategisch guten Lage, plante man von dort aus den Angriff auf die Nachbarstadt Stromberg, deren Einnahme der von Bad Kreuznach unbedingt vorangehen musste.

Am 7. November 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Genheim eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Waldalgesheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2009 4 11 2 3 20 Sitze
2004 5 11 2 2 20 Sitze

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht mit der Gemeinde Ratten in der Steiermark.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die schlossgleiche Anlage der Erz- und Mangan-Grube Dr. Geier (erbaut 1917 bis 1919), Knappendorf

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Waldalgesheim

Sport[Bearbeiten]

Der örtliche Sportverein SV Alemannia Waldalgesheim wurde im Jahre 1910 gegründet und besteht aus den Abteilungen Fußball, Tennis, Basketball, Kinderturnen, Aerobic, Mutter-Kind-Turnen und Jazztanz. Aushängeschild des Vereins ist die Fußballabteilung, deren erste Mannschaft in der Saison 2007/08 von der Verbandsliga in die Oberliga Südwest aufstieg. Durch den Gewinn des Südwestpokals 2014 qualifizierte sich die Mannschaft zur Teilnahme an den DFB-Pokalspielen 2014/15.[5]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Die Bundesautobahn 61 wird nach ca. 4 km an der Anschlussstelle Waldlaubersheim erreicht. In etwa gleicher Entfernung liegt die Anschlussstelle Stromberg (ebenfalls A 61).

Mit Waldalgesheim verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waldalgesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Vgl. zum Namenkundlichen Albrecht GreuleWaldalgesheim. (§1). In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 33, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2006, ISBN 978-3-11-018388-7, S. 120–121. (online)
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 199 (PDF; 2,6 MB)
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  5. SV Alemannia Waldalgesheim ist im DFB-Pokal rhein-Zeitung.de, abgerufen am 16. Mai 2014
  6. Neue Wege zur alten Industriekultur auch nach Waldalgesheim. Frankfurter Rundschau vom 27. Nov. 2006