Ober-Olm

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ober-Olm
Ober-Olm
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ober-Olm hervorgehoben
49.9369444444448.1888888888889151Koordinaten: 49° 56′ N, 8° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Nieder-Olm
Höhe: 151 m ü. NHN
Fläche: 17,09 km²
Einwohner: 4153 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 243 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55270
Vorwahl: 06136
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 047
Adresse der Verbandsverwaltung: Pariser Straße 110
55268 Nieder-Olm
Webpräsenz: www.ober-olm.de
Ortsbürgermeisterin: Doris Leininger-Rill
Lage der Ortsgemeinde Ober-Olm im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück) Bacharach Manubach Oberdiebach Oberheimbach Niederheimbach Weiler bei Bingen Trechtingshausen Waldalgesheim Münster-Sarmsheim Bingen am Rhein Ingelheim am Rhein Budenheim Heidesheim am Rhein Wackernheim Grolsheim Gensingen Horrweiler Aspisheim Welgesheim Zotzenheim Badenheim Sprendlingen Sankt Johann (Rheinhessen) Wolfsheim (Gemeinde) Ockenheim Gau-Algesheim Appenheim Nieder-Hilbersheim Bubenheim (Rheinhessen) Ober-Hilbersheim Engelstadt Schwabenheim an der Selz Jugenheim in Rheinhessen Stadecken-Elsheim Essenheim Ober-Olm Klein-Winternheim Nieder-Olm Sörgenloch Zornheim Bodenheim Gau-Bischofsheim Harxheim Nackenheim Lörzweiler Mommenheim (Rheinhessen) Hahnheim Selzen Nierstein Oppenheim Dienheim Dexheim Dalheim (Rheinhessen) Köngernheim Friesenheim (Rheinhessen) Undenheim Uelversheim Uelversheim Ludwigshöhe Guntersblum Weinolsheim Dolgesheim Eimsheim Hillesheim (Rheinhessen) Wintersheim Dorn-Dürkheim Rhein-Lahn-Kreis Hessen Mainz Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Donnersbergkreis Landkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild

Ober-Olm ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Ober-Olm gehört der Verbandsgemeinde Nieder-Olm an.

Geographie[Bearbeiten]

Zu Ober-Olm gehören auch die Wohnplätze Am Wald, Erlenhof, Staarbergerhof und Wiesenmühle. [2]

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarorte sind Mainz-Layenhof, Mainz-Finthen, Mainz-Drais, Mainz-Lerchenberg, Mainz-Bretzenheim, Mainz-Marienborn, Klein-Winternheim, Mainz-Ebersheim, Nieder-Olm und Essenheim.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 620 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 25 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Mai. Im Mai fallen 1,7 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 23 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde in der Gemarkung aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. stellen erste Nachweise der Besiedlung dar. Im Jahr 97 ließ Konsul Veiento bei seinem Klein-Winternheimer Besitz, einer reich ausgestatteten Römersiedlung, in der Ober-Olmer Flur „Villenkeller“ der Göttin Nemetona einen Tempel errichten. Der Ort Ober-Olm selbst entstand im 6. Jahrhundert als eine fränkische Gründung und wurde im Jahr 994 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name „Ulmena Superior“ von 1190 wurde früher mit Ulmen in Verbindung gebracht, die Baumnamen wurden aber erst im 12. Jahrhundert aus dem Lateinischen ins Deutsche übernommen. Die Bildung des Ortsnamens „Ulm“ und einer Endung „ena“ ist typisch für einen Bachnamen, und diese sind sehr häufig auch als Siedlungsnamen verwendet worden. Es ist anzunehmen, dass „Ulmena“ der Name war, den die germanischen Siedler zwischen Ober-Olm und Nieder-Olm der Selz gegeben haben. Die verbliebene römische Bevölkerung benutzte für den Bach noch den Namen „Salusia“, der sich schließlich auch durchsetzte. „Ulmena“ blieb aber als Ortsnamen an den beiden „Olm“ hängen, „Ulmena Superior“ für Ober-Olm.

1582, 1603 und 1857 wurde der Ort durch verheerende Brände zerstört.

Ober-Olm gehört seit 1972 zur Verbandsgemeinde Nieder-Olm.

Viele Stifte und Klöster hatten Landgüter im Ort, so unter anderen Kloster Eberbach, sowie die Mainzer Klöster Maria Dalheim, Dominikaner und Kartause, die Weißfrauen in Mainz und das Allerheiligenkloster in Wesel. Weiterhin das Mainzer Domkapitel, die Stifte Ravengiersburg, St. Johannes, St. Stephan, Mariengreden, St. Viktor und St. Peter.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Rathaus

Der Gemeinderat in Ober-Olm besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2014 7 7 1 5 20 Sitze
2009 8 7 2 3 20 Sitze
2004 8 8 1 3 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Ober-Olm e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Doris Leininger-Rill (FWG) seit 9. Juli 2014.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Gemeindefreundschaften werden unterhalten mit

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Kirche St. Martin
Jagdschloss der Mainzer Kurfürsten
  • Martinskirche mit dem Turm aus karolingischer Zeit und der Statue des St. Urban aus dem 16. Jahrhundert
  • Jagdschloss der Mainzer Kurfürsten (Altes Forsthaus) von 1764
  • Ober-Olmer Wald, ein 335 Hektar großes Naherholungsgebiet
  • Valentinskapelle mit ihrem Rokokoaltar, die malerisch am Rande der Weinberge liegt
  • die 650 Jahre alt gewordene Ulme, die 1985 dem Ulmensterben zum Opfer fiel und bis zum Stamm abgetragen werden musste. 2009 musste auch der Stamm gefällt werden[4].
  • Saniertes Rathaus aus dem Jahr 1550, Aufstockung 1721/22.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Die Bundesautobahn 63 wird nach etwa drei Kilometern erreicht.
  • Der Bahnhof Klein Winternheim-Ober Olm der Deutschen Bahn befindet sich im benachbarten Klein-Winternheim (Siehe Bahnstrecke Alzey–Mainz).
  • Stadtbusverbindung nach Mainz bis Hochheim (Linie 68) und Busverbindungen der ORN (Regionallinie 650) in das rheinhessische Umland sowie abends in die Stadt Mainz und zurück bis nach Mitternacht.

Telekommunikation[Bearbeiten]

Fernmeldeturm Ober-Olm: 1966 erbauter, 70,35 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom (Spitznamen: „Olmi“, „Ober-Olmer Spargel“, „Fernsehturm“) bei 49° 56' 31" N, 8° 10' 16" O. 1990 wurde der Fernmeldeturm um 38 Meter aufgestockt. Er ist jetzt 108,35 Meter hoch.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Rathaus, Kirchgasse 7
  • Gemeindebücherei (im Rathaus)
  • Ulmenhalle, Mehrzweckhalle, Essenheimer Straße 17a
  • Sportanlage mit Kunstrasen-Fußballspielfeld und wettkampftaugliche Leichtathletikanlagen, Am Sportplatz
  • Kindergarten Abenteuerland, Pfannenstiel 36
  • Kindertagesstätte St. Elisabeth, Essenheimer Straße 17

Bildung[Bearbeiten]

Altes Schulhaus, 1887 eingeweiht
  • Grundschule Ober-Olm, Schulstraße, Träger: Verbandsgemeinde Nieder-Olm
  • Kreisvolkshochschule (KVHS), Zweigstelle Ober-Olm, Schulstraße 2

Verlagswesen[Bearbeiten]

In Ober-Olm wird die einzige im pennsylvaniadeutschen Dialekt geschriebene Zeitschrift Hiwwe wie Driwwe herausgegeben. Im Ort befindet sich auch die Geschäftsstelle des Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreises e.V..

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Franz Nikolaus Becker
  • Pfarrer Henri Thiebaut, Ramonchamp

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ober-Olm – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 106 (PDF; 2,16 MB)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/vg-nieder-olm/ober-olm/7601602.htm
  5. http://www.swr.de/landesschau-rp/couchgespraech/-/id=5661010/vv=teaser-12/nid=5661010/did=10567638/1s5pgpm/index.html