Ober-Olm

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ober-Olm
Ober-Olm
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ober-Olm hervorgehoben
49.9369444444448.1888888888889151Koordinaten: 49° 56′ N, 8° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Verbandsgemeinde: Nieder-Olm
Höhe: 151 m ü. NN
Fläche: 17,09 km²
Einwohner: 4290 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 251 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55270
Vorwahl: 06136
Kfz-Kennzeichen: MZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 047
Adresse der Verbandsverwaltung: Pariser Straße 110
55268 Nieder-Olm
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Heribert Schmitt (SPD)

Ober-Olm ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Ober-Olm gehört zur Verbandsgemeinde Nieder-Olm.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Nachbarorte

Nachbarorte sind Mainz-Layenhof, Mainz-Finthen, Mainz-Drais, Mainz-Lerchenberg, Mainz-Bretzenheim, Mainz-Marienborn, Klein-Winternheim, Mainz-Ebersheim, Nieder-Olm und Essenheim.

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 620 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 25% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Mai. Im Mai fallen 1,7 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 23% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

[Bearbeiten] Geschichte

4. Jahrt. v. Chr. Erste Nachweise der Besiedelung durch Funde in der Gemarkung. 97 Konsul Vejento lässt bei seinem Klein-Winternheimer Besitz, einer reich ausgestatteten Römersiedlung, in der Ober-Olmer Flur "Villenkeller", der Waldgöttin Nemetona einen Tempel errichten. Ober-Olm entstand im 6. Jahrhundert als eine fränkische Gründung und wurde im Jahr 994 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name „Ulmena Superior“ von 1190 wurde früher mit Ulmen in Verbindung gebracht, die Baumnamen wurden aber erst im 12 Jahrhundert aus dem Lateinischen ins Deutsche übernommen. Die Bildung des Ortsnamens "Ulm" und einer Endung "ena" ist typisch für einen Bachnamen, und diese sind sehr häufig auch als Siedlungsnamen verwendet worden. Es ist anzunehmen, dass "Ulmena" der Name war, den die germanischen Siedler zwischen Ober-Olm und Nieder-Olm der Selz gegeben haben. Die verbliebene römische Bevölkerung benutzte noch den Namen "Salusia", der sich schließlich auch durchsetzte. "Ulmena" blieb aber als Ortsnamen an den beiden "Olm" hängen. "Ulmena Superior" für Ober-Olm. 1582, 1603 und 1857 wurde der Ort durch verheerende Brände zerstört. Ober-Olm gehört seit 1972 zur Verbandsgemeinde Nieder-Olm.

Viele Stifte und Klöster hatten Landgüter im Ort, so unter anderen Kloster Eberbach, sowie die Mainzer Klöster Maria Dalheim, Dominikaner und Kartause, die Weißfrauen in Mainz und das Allerheiligenkloster in Wesel. Weiterhin das Mainzer Domkapitel, die Stifte Ravengiersburg, St. Johannes, St. Stephan, Mariengreden, St. Viktor und St. Peter.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat Ober-Olm setzt sich aus 21 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen, direkt gewählten, Bürgermeisters. Bürgermeister ist Heribert Schmitt (SPD) seit 11. Juli 1984.

SPD CDU FWG FDP Gesamt
2009 8 7 3 2 20 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften

Gemeindefreundschaften werden unterhalten mit

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Martinskirche mit dem Turm aus karolingischer Zeit und der Statue des St. Urban aus dem 16. Jahrhundert
  • Jagdschloss der Mainzer Kurfürsten (Altes Forsthaus) von 1764
  • Ober-Olmer Wald, ein 335 Hektar großes Naherholungsgebiet
  • Valentinskapelle mit ihrem Rokokoaltar, die malerisch am Rande der Weinberge liegt
  • die 650 Jahre alt gewordene Ulme, die 1985 dem Ulmensterben zum Opfer fiel und bis zum Stamm abgetragen werden musste.
  • Saniertes Rathaus aus dem Jahr 1550, Aufstockung 1721/22.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

  • Die Bundesautobahn 63 wird nach etwa drei Kilometern erreicht.
  • Der Bahnhof Klein-Winternheim/Ober-Olm der Deutschen Bahn befindet sich im benachbarten Klein-Winternheim.
  • Stadtbusverbindung nach Mainz bis Hochheim (Linie 68) und Busverbindungen der ORN (Regionallinie 650) in das rheinhessische Umland sowie abends in die Stadt Mainz und zurück bis nach Mitternacht.

[Bearbeiten] Telekommunikation

Fernmeldeturm Ober-Olm: 1966 erbauter, 70,35 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom (Spitznamen: „Olmi“, „Ober-Olmer Spargel“, „Fernsehturm“) bei 49° 56' 31" N, 8° 10' 16" O / 1990 wurde der Fernmeldeturm um 38 Meter aufgestockt. Er ist jetzt 108,35 Meter hoch.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

  • Ulmenhalle, Mehrzweckhalle, Essenheimer Straße 17a
  • Sportanlage mit Kunstrasen-Fußballspielfeld und wettkampftaugliche Leichtathletikanlagen, Am Sportplatz
  • Kindergarten Abenteuerland, Pfannenstiel 36
  • Kindertagesstätte St. Elisabeth, Essenheimer Straße 17

[Bearbeiten] Bildung

  • Grundschule Ober-Olm, Schulstraße, Träger: Verbandsgemeinde Nieder-Olm
  • Kreisvolkshochschule (KVHS), Zweigstelle Ober-Olm, Schulstraße 2

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • Franz Nikolaus Becker
  • Pfarrer Henri Thiebaut, Ramonchamp

[Bearbeiten] Literatur

  • Heribert Schmitt et al.: Das Dorf, in dem wir leben, Ober-Olm. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1994, ISBN 978-3-89264-913-7
  • Maria Regina Kaiser: Die Trommeln der Freiheit Roman, 1848 - Märzrevolution in Mainz, 1998, ISBN 3-00-003678-4
  • Claudius Moseler: Der Ober-Olmer Wald - Raumnutzungsansprüche, Gefährdungspotentiale und Nutzungskonkurrenzen in einem rheinhessischen Waldareal Diplomarbeit Geographie, Uni Mainz, 1992

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Ober-Olm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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