Gwyneth Paltrow

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Gwyneth Paltrow 2011 bei den 68. Filmfestspielen von Venedig

Gwyneth Katherine Paltrow (* 27. September 1972 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin. Sie ist Golden-Globe- sowie Oscar-Preisträgerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Paltrow wurde als Tochter des Regisseurs und Fernsehproduzenten Bruce Paltrow und der Schauspielerin Blythe Danner geboren. Ihr Vater war polnisch-jüdischer[1] und weißrussisch-jüdischer[2] Herkunft, während ihre Mutter eine Quäkerin der Pennsylvania Dutch mit entfernteren englischen Vorfahren aus Barbados ist.[3][4][5] Paltrows Ururgroßvater väterlicherseits hieß ursprünglich Paltrowicz und war ein Rabbi in Nowogród (Polen).[6] Sie hat einen Bruder namens Jake Paltrow, der ebenfalls in der Filmbranche tätig ist, sowie eine Cousine namens Katherine Sian Moennig, ebenfalls Schauspielerin. Als Paltrow 15 Jahre alt war, verbrachte sie ein Jahr in Spanien. Seitdem spricht sie fließend Spanisch, am 12. April 2003 wurde sie zur Ehrenbürgerin ihrer Austauschstadt Talavera de la Reina ernannt.[7] Sie absolvierte die High School und besuchte anschließend die University of California, Santa Barbara, wo sie Kunstgeschichte studierte. Sie brach das Studium ab und widmete sich der Schauspielerei; sie hatte ihr Talent schon früher bewiesen, als sie zusammen mit ihrer Mutter in Theaterstücken mitwirkte.

1990 gab Paltrow ihr professionelles Theaterdebüt. Ihre erste Filmrolle spielte sie in Shout (1991) an der Seite von John Travolta. Im selben Jahr spielte sie unter der Regie ihres Patenonkels Steven Spielberg die junge Wendy in dem Fantasyfilm Hook. Kleinere Rollen hatte sie in den Thrillern Flesh And Bone – Ein blutiges Erbe (1993) und Malice – Eine Intrige (1993) mit Nicole Kidman.

Größere Bekanntheit erlangte sie 1995 an der Seite von Brad Pitt und Morgan Freeman mit einer Nebenrolle in dem Film Sieben, der ein internationaler Kinoerfolg war und Paltrow eine Nominierung für den Satellite Award einbrachte. 1996 spielte sie die Titelrolle in der Verfilmung von Jane Austens Emma, wofür sie positive Kritiken erhielt. 1997 war Paltrow im Gespräch für die Rolle der Rose in dem Drama Titanic von James Cameron, die dann aber mit Kate Winslet besetzt wurde.[8]

1998 gelang Paltrow der internationale Durchbruch mit der Hauptrolle der Viola De Lesseps in der Liebeskomödie Shakespeare in Love, in der sie die fiktive Freundin von William Shakespeare (Joseph Fiennes) spielte. Der Film war bei Kritikern wie beim Kinopublikum ein Erfolg, und Paltrow wurde für ihre Darbietung mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet. Sie erhielt unter anderem den Oscar als Beste Hauptdarstellerin, einen Golden Globe als Beste Hauptdarstellerin – Musical oder Komödie und den Screen Actors Guild Award für die Beste weibliche Hauptrolle. 1999 war sie an der Seite von Jude Law, Matt Damon und Cate Blanchett in dem Drama Der talentierte Mr. Ripley zu sehen. 2000 spielte sie neben Ben Affleck in dem Liebesfilm Bounce – Eine Chance für die Liebe. 2001 war sie als Margot Tenenbaum in dem Ensemblefilm Die Royal Tenenbaums zu sehen und in der Hauptrolle der Komödie Schwer verliebt an der Seite von Jack Black, wofür sie teilweise einen Fettanzug tragen musste. Sie spielte auch die Hauptrolle in der erfolglosen Komödie Flight Girls (2003), für die sie 10 Millionen US-Dollar Gage erhielt[9] und war neben Angelina Jolie in Sky Captain and the World of Tomorrow (2004) zu sehen.

2006 erhielt Paltrow für das Drama Der Beweis – Liebe zwischen Genie und Wahnsinn (2005) erneut eine Nominierung für den Golden Globe. 2007 spielte sie die Hauptrolle in The Good Night unter der Regie ihres Bruders Jake. Das US-amerikanische Forbes Magazine zählte sie 2008 zu den bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt sie Gagen in Höhe von 25 Mio. US-Dollar, womit sie zusammen mit Reese Witherspoon hinter Cameron Diaz, Keira Knightley und Jennifer Aniston auf Platz vier rangierte.[10]

2008 trat sie als Pepper Potts in dem Actionfilm Iron Man mit Robert Downey Jr. auf. Der Film spielte weltweit über 500 Millionen US-Dollar ein und Paltrow wurde für einen Teen Choice Award in der Kategorie Choice Movie Actress nominiert. Wegen des großen Erfolges zog der Film die Fortsetzung Iron Man 2 nach sich, in dem sie ihre Rolle wiederholte und erneut für einen Teen Choice Award und eine Scream Award als Beste Action-Darstellerin nominiert war. Am 13. Dezember 2010 wurde Paltrow mit einem Stern (Nr. 2427) auf dem Walk of Fame in Hollywood geehrt.[11]

Im März 2011 erreichte sie mit dem Lied Do You Wanna Touch Me? (Oh Yeah!), einer Coverversion des gleichnamigen Songs von Gary Glitter (1973), Platz 1 der australischen Charts.[12] Im selben Jahr erhielt sie für ihren Gastauftritt als Holly Holliday in der US-amerikanischen Fernsehserie Glee einen Emmy.

Paltrows deutsche Standard-Synchronsprecherin ist Katrin Fröhlich.

Persönliches[Bearbeiten]

Nach Beziehungen mit Brad Pitt (von 1995 bis 1997 verlobt) und Ben Affleck (von 1998 bis 2000 liiert) heiratete Paltrow am 5. Dezember 2003 in Kalifornien Chris Martin, den Sänger der britischen Band Coldplay. Am 14. Mai 2004 wurde die gemeinsame Tochter geboren. Am 9. April 2006 brachte Paltrow in New York ihr zweites Kind zur Welt. Paltrow und ihr Mann waren früher Vegetarier.[13] In ihrem Goop-Newsletter vom 4. Februar 2010 schrieb sie jedoch unter der Überschrift „Meatless Monday“: „I am not a Vegetarian“ (dt.: „Ich bin keine Vegetarierin“). Diese Aussage wurde 2011 in einem mit ihr gedrehten Werbefilm der Supermarktkette Spar verwendet.

Am 25. März 2014 gab Paltrow auf ihrer Internetseite mit ihrem Ehemann Chris Martin zusammen die Trennung bekannt.[14]

Im Jahr 2014 konvertierte sie zum Judentum[15]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

  • 1993: Das Biest hinter der Maske (Deadly Relations) (Fernsehfilm)
  • 1992: Cruel Doubt (Fernsehfilm)
  • 1997: Thomas Jefferson (Mini-Serie; Sprechrolle)
  • 2008: Classical Baby (I’m Grown Up Now): The Poetry Show (Fernsehfilm)
  • 2010–2011, 2014: Glee (Fernsehserie, 5 Folgen)

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Oscar

Bambi

  • 2011: Auszeichnung in der Kategorie Film International

British Academy Film Award

  • 1999: Nominierung in der Kategorie Best Performance by an Actress in a Leading Role für Shakespeare in Love

Blockbuster Entertainment Award

Emmy

  • 2011: Beste Gastdarstellerin in einer Comedyserie für Glee

Golden Globe

  • 1999: Auszeichnung in der Kategorie Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Comedy/Musical für Shakespeare in Love
  • 2006: Nominierung in der Kategorie Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama für Der Beweis – Liebe zwischen Genie und Wahnsinn

Goldene Kamera

  • 2014: Auszeichnung in der Kategorie Beste Schauspielerin International

Independent Spirit Award

  • 2010: Nominierung als Best Female Lead für Two Lovers

MTV Movie Award

Satellite Award

  • 1997: Nominierung in der Kategorie Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Comedy or Musical für Jane Austens Emma
  • 1999: Nominierung in der Kategorie Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Comedy or Musical für Shakespeare in Love
  • 2002: Nominierung in der Kategorie Best Performance by an Actress in a Supporting Role, Comedy or Musical für Die Royal Tenenbaums
  • 2010: Nominierung in der Kategorie Best Original Song für das Lied Country Stong aus dem Film Country Strong

Screen Actors Guild Award

  • 1999: Auszeichnung in der Kategorie Outstanding Performance by a Cast für Shakespeare in Love
  • 1999: Auszeichnung in der Kategorie Outstanding Performance by a Female Actor in a Leading Role für Shakespeare in Love

Teen Choice Award

  • 1999: Nominierung in der Kategorie Film – Sexiest Love Scene (mit Joseph Fiennes) für Shakespeare in Love
  • 1999: Nominierung in der Kategorie Film – Choice Actress für Shakespeare in Love
  • 2002: Nominierung in der Kategorie Film – Choice Actress, Comedy für Schwer verliebt
  • 2008: Nominierung in der Kategorie Choice Movie Actress: Action Adventure für Iron Man

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gwyneth Paltrow – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johnathan Brown: Second child for Chris and Gwyneth is the baby Moses. In: The Independent, 11. April 2006. 
  2. Land of Ancestors: Gwyneth Paltrow. 15. Dezember 2012. Abgerufen am 17. April 2014.
  3. Staff writer: Hollywood celebrity finds family links in Barbados. In: The Barbados Advocate, 31. März 2011. Abgerufen am 17. April 2014.  „The blurb for Friday’s episode explains: “Gwyneth Paltrow digs in to her family’s past and finds a surprising connection to her spiritual roots, a new appreciation for her great-grandmother and ancestors on the island of Barbados.”“ 
  4. Natanga Smith Hurdle: Gwyneth Paltrow visits Barbados seeking roots. In: Nation Newspaper, 31. März 2011. Abgerufen am 17. April 2014.  „Her great-grandmother Rosamund Stoute was Barbadian.“ 
  5. http://www.imdb.com/name/nm0000569/bio
  6. Lauder Foundation. Obozylaudera.lauder.lodz.pl. Abgerufen am 17. April 2014.
  7. Gwyneth será hija adoptiva (Gwyneth wird Ehrenbürgerin) (spanisch)
  8. Paltrow Hauptrolle in Titanic
  9. Gehalt von Paltrow
  10. vgl. Johnson, Wesley: Hollywood’s Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST
  11. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,734472,00.html
  12. Spiegel-online, gesichtet 25. März 2011
  13. Gwyneth Paltrow ist Vegetarier
  14. Spiegel online 26. März 2014
  15. www.pgesix.com