Iron Man 2

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Filmdaten
Deutscher Titel Iron Man 2
Originaltitel Iron Man 2
Ironman 2 Logo.PNG
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 123 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 10[2]
Stab
Regie Jon Favreau
Drehbuch Justin Theroux
Produktion Avi Arad
Kevin Feige
Musik John Debney
Kamera Matthew Libatique
Schnitt Dan Lebental,
Richard Pearson
Besetzung

Iron Man 2 ist eine auf der gleichnamigen Comicreihe basierende Realverfilmung mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle und bildet die Fortsetzung des Films Iron Man (amerikanische Aussprache: [aɪɘrn mæn], britische Aussprache: [aɪɘn mæn]) aus dem Jahr 2008. Der Film erschien am 6. Mai 2010 in den deutschen Kinos, Weltpremiere war am 26. April 2010 in den Vereinigten Staaten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Als Tony Stark auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit enthüllt, dass er selbst Iron Man ist (zu sehen am Ende von Iron Man), wird dies in Moskau von einem sterbenden russischen Wissenschaftlers namens Anton Vanko verfolgt. Mit seinen letzten Worten lässt Vanko seinen Sohn Ivan, der ebenfalls Physiker ist, wissen, dass Starks Ruhm ihm hätte gebühren sollen. Nach dem Tod seines Vaters entdeckt Ivan in dessen Nachlass Pläne für den ursprünglichen Arc-Reaktor (in Iron Man noch mit „ARK-Reaktor“ übersetzt), den Anton gemeinsam mit Tonys Vater Howard Stark entwickelt hatte. Auf Grundlage der Pläne entwickelt Ivan seinen eigenen verkleinerten Arc-Reaktor und Plasmapeitschen, die vom Reaktor betrieben werden.

Sechs Monate später eröffnet Tony Stark, der aufgrund des Bekanntwerdens seiner Doppelidentität als Iron Man beliebter denn je ist, eine Neuauflage der einst von seinem Vater ins Leben gerufenen „Stark Expo“. Trotz Tonys egozentrischen Auftretens ist er gesundheitlich angeschlagen, da das Palladium, einer der Hauptbestandteile des Arc-Reaktors in seiner Brust, der ihn am Leben hält, langsam sein Blut vergiftet. Trotz fortwährender Bemühungen der künstlichen Intelligenz Jarvis gelingt es Tony nicht, einen geeigneten Ersatz für das Palladium zu finden. Tony hält seinen Gesundheitszustand jedoch geheim, sogar vor seiner persönlichen Assistentin, „Pepper“ Potts. Auch von anderer Seite drohen ihm Probleme, da der Senat der USA von ihm fordert, die seiner Iron-Man-Rüstung zugrunde liegende Technologie dem Militär zur Verfügung zu stellen. Sein größter Kritiker, Senator Stern, vernimmt den Waffenproduzenten Justin Hammer, der nach dem Rückzug von Stark Industries aus dem Waffengeschäft nunmehr der neue Hauptlieferant des US-Militärs ist, sowie Tonys Freund, Lt. Colonel James Rhodes, als Zeugen, um Tonys Eignung als eigenständiger Verteidiger der USA vor Bedrohungen in Frage zu stellen. Im Gegenzug führt Tony dem Senat Filmmaterial vor, das zeigt, dass sämtliche Versuche, die Rüstung Iron Mans nachzubauen – neben dem Iran und Nordkorea auch durch Hammers Unternehmen, Hammer Industries –, nicht einmal im Ansatz von Erfolg gekrönt sind. Selbstsicher verkündet Tony, er habe den Weltfrieden erfolgreich „privatisiert“.

Aufgrund seiner zunehmenden gesundheitlichen Beschwerden und weil er sich nicht länger mit dem Tagesgeschäft als Leiter von Stark Industries herumplagen will, entschließt sich Tony, die Geschäftsführung an Pepper abzutreten. Aus einer Laune heraus ernennt er die Notarin Natalie Rushman, die für die Rechtsabteilung von Stark Industries arbeitet, zu seiner neuen Assistentin. Bei einem Besuch des Großen Preises von Monaco entschließt sich Tony kurzerhand, selbst als Fahrer am Rennen teilzunehmen. Ivan Vanko, der sich als Mechaniker verkleidet auf die Rennstrecke begeben hat, greift jedoch die Teilnehmer, darunter auch Tony, mit seinen Plasmapeitschen an, bis Pepper und Tonys Chauffeur und Leibwächter „Happy“ Hogan zu Hilfe eilen und Tony seine Iron-Man-Rüstung bringen. Nach einem längeren Kampf, in dessen Verlauf Ivan Tony sichtlich zusetzt, gelingt es Tony schließlich, Ivan zu besiegen und dessen Arc-Reaktor an sich zu nehmen.

Als Tony Ivan im Gefängnis besucht, erfährt er von diesem nicht nur, dass ihre Väter einander kannten und Ivan die Starks als Diebe betrachtet, sondern auch, dass Ivan von seinen gesundheitlichen Problemen weiß. Während Tony in die USA zurückkehrt, befreit Justin Hammer Ivan aus dem Gefängnis und lässt es so aussehen, als sei Ivan bei einer Explosion ums Leben gekommen. Hammer unterbreitet Ivan den Vorschlag, die von ihm entwickelten Kampfrüstungen zu verbessern, so dass sie gemeinsam Tony Stark vor der Öffentlichkeit und der Regierung der USA bloßstellen können. Tony findet derweil heraus, dass Anton Vanko, der einst aus der Sowjetunion in die USA geflohen war, und sein eigener Vater Howard einst Kollegen gewesen waren, bis Vanko, der in Wahrheit eigene finanzielle Interessen verfolgt hatte, wieder abgeschoben wurde.

In der Gewissheit, nicht mehr lange zu leben, feiert Tony eine große Geburtstagsparty, auf der er, stark alkoholisiert, in seiner Iron-Man-Rüstung viel Unsinn anstellt. Rhodes, der nicht länger gewillt ist, das selbstzerstörerische Verhalten seines Freundes mit anzusehen, legt daraufhin Tonys alte „Mark II“-Rüstung an und stellt Tony zur Rede. Nach einem längeren Kampf, in dessen Verlauf Tonys Anwesen stark in Mitleidenschaft gezogen wird, fliegt Rhodes in der Rüstung davon und übergibt sie dem US-Militär, das daraufhin Justin Hammer beauftragt, die Rüstung mit neuer Bewaffnung auszustatten.

Derweil wird Tony Stark, der am Tag nach der Feier unter einem starken Kater leidet, von Nick Fury, dem Leiter des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D., aufgesucht, der ihn noch immer für ein geplantes Superheldenteam anwerben will. Zu seiner Überraschung muss Tony erfahren, dass Natalie Rushman in Wahrheit Natasha Romanoff heißt und von S.H.I.E.L.D. bei Stark Industries eingeschleust wurde, um ihn zu überwachen. Nachdem Romanoff Tony ein Mittel gespritzt hat, das die Symptome seiner fortschreitenden Palladiumvergiftung vorübergehend unterdrückt, weist Fury Tony an, ein Gegenmittel für seinen Gesundheitszustand zu finden. Zu diesem Zweck stellt er Stark unter Hausarrest und übergibt ihm diverse Unterlagen seines Vaters, darunter auch Filmrollen, auf denen sich unter anderem Probeaufnahmen des offiziellen Präsentationsfilms der Stark Expo des Jahres 1974 befinden. Tony, der seinen verstorbenen Vater bis dahin nur als unnahbaren, gefühlskalten Menschen gekannt hatte, findet unter den Filmaufnahmen auch eine an ihn gerichtete Botschaft, in der Howard seinen Sohn als seine „größte Schöpfung“ bezeichnet und Tony dazu auffordert, das von ihm begonnene Werk zu vollenden.

Nach einem gescheiterten Versuch, sich bei Pepper zu entschuldigen und ihr die Wahrheit über seinen Gesundheitszustand mitzuteilen, entdeckt Tony durch Zufall das Modell des Geländes der 1974er-Expo. Zurück in seiner Werkstatt lässt er Jarvis eine holografische Kopie anfertigen. Schließlich erkennt er, dass es sich dabei um eine versteckte Botschaft, das Modell eines neuen Elements, handelt. Nachdem er in seiner Werkstatt einen „Prismabeschleuniger“, eine verkleinerte Version eines Teilchenbeschleunigers, errichtet hat, gelingt es ihm damit, das Element zu synthetisieren. Kurz darauf erhält er jedoch einen Anruf von Ivan, der Tony wissen lässt, dass er noch am Leben ist und eine aufsehenerregende Aktion plant. Tony erkennt, dass dies vermutlich mit dem anstehenden Auftritt Justin Hammers auf der Stark Expo zusammenhängt. Ohne das neue Element vorher zu testen, setzt Tony es in seinen Arc-Reaktor ein und begibt sich in einer neuen Rüstung zur Expo.

Dort präsentiert Hammer derweil die von Ivan zu ferngesteuerten Drohnen umgerüsteten Kampfrüstungen, die „Hammer-Drohnen“, sowie deren Anführer, James Rhodes, in seiner umgebauten Rüstung. Als Tony eintrifft und Rhodes bittet, ihm bei der Evakuierung der Zuschauer zu helfen, übernimmt Vanko die Kontrolle über die Drohnen und Rhodes’ Rüstung und greift damit Tony und die Besucher an. Während Tony seine Gegner von den Zuschauern fortlockt, entlockt Agent Romanoff Hammer die Information, dass sich Vanko in seiner Fabrik befindet. Gemeinsam mit Happy Hogan begibt sich Romanoff dorthin und schaltet die Wachleute aus, muss jedoch erkennen, dass Vanko verschwunden ist. Dafür gelingt es ihr, einen Neustart von Rhodes’ Rüstung durchzuführen, so dass dieser die Kontrolle zurückerlangt und Tony dabei helfen kann, gegen die Drohnen zu kämpfen.

Nachdem es den beiden gelungen ist, die Drohnen zu zerstören, stellt sich ihnen Vanko in einer weiteren, mit verbesserten Plasmapeitschen ausgestatteten Rüstung entgegen. Am Ende gelingt es ihnen jedoch, mittels Teamarbeit Vanko zu besiegen und seine Rüstung kampfunfähig zu machen. Daraufhin wird ein Selbstzerstörungsmechanismus in Vankos Rüstung und sämtlichen nicht vollständig zerstörten Drohnen ausgelöst. Tony und Rhodes fliehen, und in letzter Sekunde gelingt es Tony, Pepper vor einer explodierenden Drohne zu retten.

Pepper, die des ständigen Stresses überdrüssig ist, beschließt ihren Rücktritt von ihrer Position als Geschäftsführerin von Stark Industries. Sie und Tony küssen sich, und Rhodes fliegt mit seiner Rüstung davon, ohne dass Tony versucht, ihn daran zu hindern.

Einige Zeit darauf präsentiert Nick Fury Tony die abschließende Bewertung seiner Tauglichkeit als Mitglied der „Rächer-Initiative“ durch Agent Romanoff. Während Iron Man als tauglich eingestuft wird, wird Tony Stark aufgrund seiner Persönlichkeit als untauglich bewertet. Statt dessen bietet Fury Tony eine Position als Berater an. Im Gegenzug bittet Tony ihn um einen Gefallen, den Fury prompt erfüllt: Bei einer Ordensverleihung an Tony und Rhodes fällt Tonys größtem Kritiker, Senator Stern, die Aufgabe zu, die Verleihung durchzuführen.

In einer Szene nach dem Abspann trifft S.H.I.E.L.D.-Agent Phil Coulson, der zuvor von der Überwachung von Tonys Hausarrest abgezogen worden war, in der Wüste von New Mexico an der Fundstelle des Hammers von Thor ein.

[Bearbeiten] Wichtige Figuren

Iron Man/Anthony „Tony“ Stark (Robert Downey Jr.) ist der Sohn des Industriellen Howard Stark und seit dem Tod seines Vaters der Geschäftführer von Stark Industries. Tony ist seit Kindestagen ein genialer Erfinder und hat als Erwachsener den Ruf eines risikofreudigen Playboys. Eine der Grundideen hinter der Darstellung der Rolle ist die eines „modernen Howard Hughes“.[3] Im Film Iron Man wurde Tony ein Elektromagnet in die Brust eingepflanzt, um sein Leben zu retten. Tony ersetzte den Magneten dann durch eine Miniaturversion des von ihm entwickelten Arc-Reaktors. In der Absicht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, beschloss er, dass sich Stark Industries auf dem Rüstungsgeschäft zurückzieht, und entwickelte eine High-Tech-Rüstung, die vom Reaktor in seiner Brust betrieben wird. Die Medien gaben dem gepanzerten Superhelden den Namen „Iron Man“ (deutsch: „Eisenmann“), und auf einer Pressekonferenz gestand Tony der Öffentlichkeit, selbst Iron Man zu sein. In Iron Man 2 muss Tony jedoch erkennen, dass das Palladium, einer der Hauptbestandteile des Arc-Reaktors, langsam sein Blut vergiftet. In der Gewissheit, nicht mehr lange zu leben, verhält er sich zunehmend irrationaler und risikofreudiger und überträgt seiner persönlichen Assistentin, „Pepper“ Potts, gar die Geschäftsführung von Stark Industries. Derweil weigert er sich gegenüber dem Senat der USA, die seiner Iron-Man-Rüstung zugrunde liegende Technologie dem Militär zur Verfügung zu stellen. Schließlich gelingt es Tony jedoch, ein neues Element zu synthetisieren, das einen wirksamen Ersatz für das Palladium darstellt und so Tonys Gesundheitsproblemen ein Ende macht.

Im Film sind drei neue Rüstungen Iron Mans zu sehen: „Mark IV“ ist die Rüstung, mit der Tony auf der „Stark Expo“ landet und die er später auf seiner Geburtstagsfeier trägt, „Mark V“ ist eine spezielle Rüstung für Notfallzwecke, die sich zu Transportzwecken in eine große „Aktentasche“ verwandeln lässt und beim Kampf gegen Ivan Vanko in Monaco zum Einsatz kommt, und „Mark VI“ ist die Rüstung, die Tony am Ende des Films entwickelt und für den Kampf gegen die „Hammer-Drohnen“ und Vanko einsetzt. Während sich die „Mark IV“-Rüstung kaum vom Vorgänger, „Mark III“ aus Iron Man, unterscheidet, ist die „Mark V“-Rüstung in roten und silbernen Farbtönen lackiert. Die größte Änderung der „Mark VI“-Rüstung wiederum ist die dreieckige Form des Repulsor-Transmitter in der Brust, womit die Änderung des runden, Palladium-basierten Kernstücks des Arc-Reaktors in das neue, dreieckige Kernstück, das aus dem neuentdeckten Element besteht, verdeutlicht werden soll. Auch die „Mark I“-, „Mark II“- und „Mark III“-Rüstungen aus Iron Man sind im Film in Tonys Werkstatt zu sehen, und James Rhodes übergibt die „Mark II“-Rüstung schließlich dem US-Militär, das sie umrüsten lässt.

Ivan Vanko (Mickey Rourke) ist der Sohn des russischen Wissenschaftlers Anton Vanko, der einst gemeinsam mit Tonys Vater Howard den Arc-Reaktor entwickelt hatte. Da der aus der Sowjetunion in die USA geflohene Anton jedoch eigene finanzielle Interessen verfolgt hatte, meldete Howard ihn an die Behörden, die ihn wieder abschoben. Die sowjetische Führung ließ Anton daraufhin nach Sibirien deportieren, wo schließlich sein Sohn Ivan zur Welt kam. Ivan wurde selbst zu einem Physiker, doch nachdem er Nukleargeheimnisse an Pakistan verkauft hatte, wurde auch er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach dem Tod seines Vaters entdeckt Ivan in dessen Nachlass die Pläne für den ursprünglichen Arc-Reaktor. Sogleich beginnt er, seine eigene verkleinerte Version zu bauen und entwickelt zudem zwei Plasmapeitschen, die vom Reaktor betrieben werden. Mit den Peitschen greift er Tony Stark in Monaco an, doch nach einem kurzen Kampf gelingt es diesem als Iron Man, Ivan zu besiegen. Tonys Rivale Justin Hammer befreit Vanko jedoch aus dem Gefängnis und bietet ihm an, die von ihm entwickelten Rüstungen zu verbessern. Vanko macht aus den Rüstungen Drohnen, die er allerdings fernsteuert und bei der offiziellen Präsentation dazu bringt, Tony und das Publikum anzugreifen. Nachdem Tony und James Rhodes die Drohnen besiegt haben, stellt sich ihnen Ivan in einer eigenen Rüstung inklusive verbesserten Plasmapeitschen entgegen. Mit vereinten Kräften gelingt es den beiden jedoch, Ivan zu besiegen und seine Rüstung kampfunfähig zu machen, woraufhin sich ein Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert, der die Rüstung explodieren lässt.

Lt. Col. James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) steht in den Diensten der US Air Force und ist ein persönlicher Freund Tony Starks. In Iron Man 2 muss er zwischen Tony und seinen Vorgesetzten vermitteln, die es gerne sähen, wenn Tony die seiner Rüstung zugrundeliegende Technologie dem Militär zur Verfügung stellen würde. Als Tony auf seiner Geburtstagsfeier in sichtlich angetrunkenem Zustand in seiner Rüstung die Partygäste gefährdet, legt Rhodes Tonys alte „Mark II“-Rüstung an, um seinen betrunkenen Freund zur Vernunft zu bringen. Anschließend nimmt er die Rüstung an sich und übergibt sie dem Militär, das diese umrüsten lässt. Als er die Rüstung auf der Stark Expo präsentieren will, bringt Vanko diese jedoch unter seine Kontrolle und zwingt Rhodes, gegen Tony zu kämpfen, bis der S.H.I.E.L.D.-Agentin Natasha Romanoff ein Neustart der Systeme der Rüstung gelingt. Im Anschluss hilft Rhodes Tony im Kampf gegen Vanko.

Virginia „Pepper“ Potts (Gwyneth Paltrow) ist Tony Starks persönliche Assistentin und engste Vertraute. In Iron Man 2 ernennt Tony sie zur neuen Geschäftsführerin von Stark Industries. Während Pepper versucht, den Konzern zu leiten, verärgert Tony sie durch sein zunehmend selbstzerstörerischeres Verhalten. Nachdem er sie als Iron Man vor einer explodierenden „Hammer-Drohne“ gerettet hat und sie erfahren hat, dass Tony beinahe an einer Palladiumvergiftung gestorben wäre, erklärt sie ihren Rücktritt als Geschäftsführerin, woraufhin es zum Kuss zwischen ihr und Tony kommt.

Justin Hammer (Sam Rockwell) ist der Leiter von Hammer Industries und somit ein direkter Konkurrent und persönlicher Rivale Tonys. Eine der Grundideen hinter der Figur ist die eines zweitklassigen Möchtegern-Tony Starks.[4] Nachdem Tony in Iron Man den Rückzug von Stark Industries aus dem Rüstungsgeschäft beschlossen hatte, wurde Hammer zum neuen Hauptlieferanten des US-Militärs. Als Rache dafür, dass Tony ihn vor dem Senat bloßstellt, indem er darlegt, dass Hammers bisherige Versuche, die Iron-Man-Rüstung zu kopieren, nicht von Erfolg gekrönt sind, befreit Hammer Ivan Vanko aus dem Gefängnis, damit dieser seine Rüstungen verbessert. Als Ivan die Rüstungen jedoch zu Drohnen umrüstet und in Hammers Augen mehrere seiner Versprechen nicht einhält, versucht Hammer, ihn unter Druck zu setzen. Statt dessen übernimmt Vanko jedoch die Kontrolle über die Drohnen, als Hammer diese soeben auf der Stark Expo der Öffentlichkeit präsentieren will, und bringt diese dazu, die Zuschauer anzugreifen. Während Tony als Iron Man gegen die Drohnen kämpft, entlockt die S.H.I.E.L.D-Agentin Natasha Romanoff Hammer das Geständnis, dass er mit Vanko zusammenarbeitet. Pepper Potts informiert daraufhin die Polizei, die Hammer in Gewahrsam nimmt.

Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) ist eine Agentin des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D., die unter dem Decknamen Natalie Rushman bei Stark Industries eingeschleust wurde, um Tony zu überwachen. Zu Beginn des Films arbeitet sie als Notarin in der Rechtsabteilung der Firma, bis Tony sie zu seiner neuen persönlichen Assistentin ernennt. Pepper Potts ist daraufhin zunächst eifersüchtig auf sie und verdächtigt sie gar, verantwortlich für Tonys zunehmend selbstzerstörerischeres Verhalten zu sein. Nachdem Tony erfahren hat, dass Natasha für S.H.I.E.L.D. arbeitet, stichelt er in Peppers Gegenwart gegen sie, muss jedoch zu seiner Überraschung feststellen, dass sie und Pepper sich mittlerweile gut verstehen. Als Ivan Vanko die „Hammer-Drohnen“ auf Tony/Iron Man hetzt, entlockt Natasha Justin Hammer den Aufenthaltsort Vankos und begibt sich gemeinsam mit Tonys Chauffeur und Leibwächter, „Happy“ Hogan, zu Hammers Fabrik. Nachdem sie die Wachleute überwältigt hat, dringt sie in Vankos Labor ein und nutzt dessen Computer, um einen Neustart der Systeme von Jim Rhodes’ Rüstung herbeizuführen, damit dieser Tony im Kampf gegen die Drohnen helfen kann.

Jarvis (Stimme von Paul Bettany) ist eine künstliche Intelligenz, die sämtliche Systeme in Tony Starks Haus und Werkstatt kontrolliert und in der Interaktion mit Tony häufig mit einem sarkastischen Unterton spricht. Jarvis ist auch für die Entwicklung von Tonys Iron-Man-Rüstungen verantwortlich.

Howard Stark (John Slattery) ist Tonys vor 20 Jahren verstorbener Vater, der nicht nur am Manhattan-Projekt beteiligt war, sondern auch zu den Gründungsmitgliedern des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D. gehörte. Darüber hinaus hatte er einst mit Ivan Vankos Vater Anton den ursprünglichen Arc-Reaktor entwickelt. Zu Beginn von Iron Man 2 ist Howard in einem Präsentationsfilm zu sehen, den er einst für die Stark Expo des Jahres 1974 aufgenommen hatte. Später erhält Tony von S.H.I.E.L.D. mehrere Filmrollen, auf denen sich nicht nur Probeaufnahmen des Präsentationsfilms befinden, sondern auch eine persönliche Botschaft an Tony. Zur großen Überraschung Tonys bezeichnet sein Vater, den er zu Lebzeiten nur als unnahbaren, gefühlskalten Menschen gekannt hatte, seinen Sohn voller Stolz als seine „größte Schöpfung“ und bittet ihn, sein Werk zu vollenden. Schließlich erkennt Tony, dass Howard im Modell des Geländes der 1974er-Expo den Plan für ein neues Element versteckt hatte, das er aufgrund der vergleichsweise eingeschränkten Technologie seiner eigenen Zeit nicht selbst hatte herstellen können. Neben Howard Hughes, der auch eine der wichtgsten Inspirationen für Tony Stark darstellte, soll Howard Starks Auftreten im Film an Walt Disney erinnern.[4]

Nick Fury (Samuel L. Jackson) ist der Direktor des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D.. Am Ende von Iron Man besuchte er Tony in dessen Haus und unterbreitete ihm den Vorschlag, Mitglied eines geplanten Superheldenteams zu werden. In Iron Man 2 sucht er Tony auf, als dieser am Tag nach seiner Geburtstagsfeier unter einem starken Kater leidet und enthüllt ihm, dass seine neue persönliche Assistentin, „Natalie Rushman“, in Wahrheit für S.H.I.E.L.D. arbeitet. Fury stellt Stark unter Hausarrest und weist ihn an, eine Lösung für seine gesundheitlichen Probleme zu finden. Um ihm dabei zu helfen, übergibt er Tony persönliche Unterlagen von dessen Vater Howard, der zu den Gründungsmitgliedern von S.H.I.E.L.D. gehörte.

Phil Coulson (Clark Gregg) ist ebenfalls S.H.I.E.L.D.-Agent und wird zur Überwachung von Tonys Hausarrest abkommandiert. Dennoch gelingt es Tony, verübergehend sein Anwesen zu verlassen und Pepper Potts in der Konzernzentrale von Stark Industries zu besuchen, was Coulson erst nach Tonys Rückkehr feststellt. Während Tony in seiner Werkstatt einen „Prismabeschleuniger“ errichtet, der ihm die Synthetisierung eines neuen Elements ermöglichen soll, verabschiedet sich Coulson von Tony mit der Information, er sei zu einer neuen Mission in New Mexico abkommandiert worden. Dort trifft er in einer Szene nach dem Abspann schließlich an der Fundstelle des Hammers von Thor ein.

Senator Stern (Garry Shandling) ist einer von Tonys größten Kritikern und fordert von diesem, die seiner Iron-Man-Rüstung zugrundeliegende Technologie dem US-Militär zur Verfügung zu stellen. Tony gelingt es während seiner Anhörung im Senat jedoch, sämtliche von Sterns Kritikpunkten abzuweisen. Am Ende des Films wird Stern auf Tonys Wunsch von S.H.I.E.L.D. dazu gebracht, Rhodes und Tony persönlich einen Orden zu verleihen.

„Happy“ Hogan (Jon Favreau) ist ein ehemaliger Boxer und der Chauffeur und Leibwächter Tony Starks. In Iron Man 2 trägt er in Monaco die „Aktentasche“, in der sich Tonys „Mark V“-Rüstung verbirgt, mit sich und bringt diese seinem Arbeitgeber, als dieser auf der Rennstrecke von Ivan Vanko angegriffen wird. Später dringt er gemeinsam mit Natasha Romanoff in die Fabrik von Hammer Industries ein, in der sie Vanko vermuten. Während Happy mit viel Mühe einen Wachmann zu Boden schlägt, gelingt es Natasha, die gesamte übrige Wachmannschaft zu überwältigen.

Christine Everhart (Leslie Bibb) ist eine Reporterin des Magazins Vanity Fair und verbrachte in Iron Man eine Nacht mit Tony Stark. In Iron Man 2 soll sie in Monaco Justin Hammer interviewen, als die beiden auf Tony Stark und Pepper Potts treffen, die sogleich die Gelegenheit zu Sticheleien gegen Hammer beziehungsweise Everhart nutzen.

[Bearbeiten] Hintergrund

[Bearbeiten] Entstehung

Ursprünglich war geplant, den Film mit einer anderen Szene zu beginnen, in der Tony Stark an Bord des Flugzeugs, das ihn zur Stark Expo bringt, augenscheinlich luftkrank wird. Nachdem er sich in die Bordtoilette übergeben hat, bittet er Pepper, seinem Iron-Man-Helm einen Kuss zu geben, um ihm Glück zu wünschen. Pepper wirft den Helm anschließend aus dem Flugzeug, und Tony springt hinterher. Im fertigen Film springt Tony inklusive Helm einfach aus dem Flugzeug. Die Szene wurde laut Regisseur Jon Favreau entfernt, da sie an dieser Stelle nicht zur Stimmung am Anfang des Films gepasst hätte.[4] Die zweite Hälfte der Szene wurde jedoch für den offiziellen Trailer verwendet, und die vollständige Szene ist im Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung des Films enthalten.

Ursprünglich waren zwei russische Schurken vorgesehen. Ivan hätte den Kampf gegen Tony in Monaco nicht überlebt, woraufhin der andere Schurke an seine Stelle getreten wäre. Da Regisseur Jon Favreau jedoch gerne Sam Rockwell als Schurken besetzt hätte, andererseits aber nicht wollte, dass dieser mit einem russischen Akzent spricht, beschloss er, die beiden Russen zu einer Figur zusammenzulegen und Sam statt dessen die Rolle des Justin Hammer zu geben. Rockwell war seinerzeit bereits ein Kandidat für die Rolle des Tony Stark in Iron Man. Für die Besetzung des Ivan Vako mit Mickey Rourke entschied sich Favreau, nachdem er The Wrestler – Ruhm, Liebe, Schmerz gesehen hatte. Da Rourke im Zuge des Erfolges von letzterem Film jedoch schwer zu erreichen war, übernahm Robert Downey Jr. die Aufgabe, Rourke in Interviews auf sein mögliches Interesse an Iron Man 2 anzusprechen. Die Gestaltung seines Aussehens als Ivan Vanko übernahm Rourke bis ins kleinste Detail selbst.[4]

Im Oktober 2008 wurde bekannt, dass Terrence Howard, der in Iron Man die Figur des Jim Rhodes verkörpert hatte, für Iron Man 2 durch Don Cheadle ersetzt werden würde.[5] Als mögliche Begründung wird genannt, dass Howard in Teil 1 eine höhere Gage als Robert Downey Jr., Jeff Bridges und Gwyneth Paltrow erhalten habe. Zudem soll es am Set von Iron Man zu Konflikten zwischen Howard und den übrigen Beteiligten gekommen sein.[6] Im Film soll Tonys kurzer Wortwechsel mit Rhodes bei dessen Auftritt im Senat eine Anspielung auf die Umbesetzung der Rolle darstellen.[4]

Die Szene zu Beginn des Films, in der Ivan Vanko seinen Arc-Reaktor und die Plasmapeitschen baut, soll bewusst an die Szene im ersten Film erinnern, in der Tony in der Höhle in Afghanistan seinen Arc-Reaktor und seine erste Rüstung entwickelt. Eine weitere Inspiration für diese Szene war der Film π, an dem Matthew Libatique, der Kameramann von Iron Man 2, ebenfalls als Kameramann mitwirkte. Tonys Auftritt bei der Eröffnung der Stark Expo wurde von einem Besuch Jon Favreaus auf einem Konzert von AC/DC inspiriert, weshalb während der Szene auch das Lied Shoot to Thrill der Band zu hören ist. Der Smoking, den Tony trägt, soll dagegen an James Bond erinnern.[4]

Als eines der zentralen Themen des Films nennt Favreau das Wort „Vermächtnis“. Während sich Tony mit dem Vermächtnis seines Vaters konfrontiert sieht, steht er vor der Frage, was er selbst im Falle seines Todes der Welt hinterlassen möchte.[4]

Die Filmaufnahmen der Rüstungen, die von Nordkorea, dem Iran und Justin Hammer entwickelt wurden, basieren vage auf der Figur des RoboCop und wurden von Studios erstellt, die sich damit für eine Mitarbeit an Iron Man 2 bewerben wollten. Favreau gefielen die Arbeiten so sehr, dass er sie im fertigen Film verwendete.[4]

Als Ausrichtungsort für die Stark Expo wurde der Flushing-Meadows-Park in New York City gewählt, da Regisseur Jon Favreau als Kind auf der anderen Straßenseite mit direktem Blick auf den Park wohnte, allerdings wurde er erst 1966 geboren, weshalb er die Weltausstellung 1964/65 nicht selbst miterlebt hatte. Das Gebäude, auf dessen Dach sich Tony, Pepper und Rhodes am Ende des Films nach dem Sieg über Vanko erholen, ist tatsächlich das frühere Wohnhaus Favreaus. Monaco wurde als Schauplatz gewählt, um eine Steigerung gegenüber dem ersten Teil, zu dessen Beginn Tony in Las Vegas zu sehen war, zu bieten. Als Inspiration nennt Jon Favreau die James-Bond-Filme, mit denen er aufgewachsen ist. Einige Einstellungen, Establishing Shots und Hintergrundaufnahmen wurden tatsächlich mit Unterstützung von Prinz Albert II. von Monaco und des Automobile Club de Monaco von der Second Unit wenige Tage vor Ausrichtung des Großen Preises vor Ort gedreht. Für die Actionszenen wurde dagegen ein Teil der Rennstrecke inklusive der Zuschauertribüne in Downey, Kalifornien, nachgebaut.[4] Acht der Rennfahrzeuge wurden für die Stuntszenen von der Historic Grand Prix Association zur Verfügung gestellt, neunzehn weitere wurden von Fahrzeugkoordinator John Armstrong als Requisiten gebaut. Nur zwei der neunzehn Fahrzeuge waren tatsächlich fahrtüchtig.[7] Auch zwei echte Rolls-Royce Phantoms wurden beim Dreh zerstört, was die Filmcrew 438.000 US-Dollar pro Fahrzeug kostete.[8] Für die Rennszenen wurden die Fahrzeuge sowie die Zuschauer auf den Tribünen mittels Computereffekten ergänzt wurden.[4]

Tony Starks Anhörung vor dem Senat wurde von Howard Hughes’ Anhörung vor einem Sonderausschuss des Kongresses im Jahr 1947 inspiriert, bei der Hughes durch Hochmut und Sarkasmus die öffentliche Meinung für sich gewann. Die Szene war auch die erste, die gedreht wurde, jedoch dauerte es bis kurz vor Fertigstellung des Films, bis die Szene auf ihre endgültige Länge zusammengekürzt wurde. In einer längeren Fassung der Szene, die im Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung des Films enthalten ist, befindet sich auch S.H.I.E.L.D.-Agent Phil Coulson, der im fertigen Film erst viel später das erste Mal zu sehen ist, unter den Zuschauern.[4]

Die Filmmusik stammt statt von Ramin Djawadi diesmal von John Debney. Dies war eine bewusste Entscheidung, da die Musik diesmal mehr wie in anderen Superhelden-Verfilmungen klingen sollte als im ersten Teil. Die Titelmusik der Stark Expo des Jahres 1974, „Make Way for Tomorrow Today“, wurde von Richard Sherman komponiert.[4]

Die Fernsehmoderatorin Olivia Munn spielt zu Beginn des Films die Nachrichtensprecherin Chess Roberts, die 1998 ihren ersten und einzigen Auftritt in den Comics hatte. In einer ursprünglich geplanten Szene hätte sie einen Gast auf Tonys Geburtstagsfeier spielen sollen. Die betreffende Szene fehlt in der fertigen Fassung des Films, ist aber im Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung des Films enthalten. Weitere Cameo-Auftritte haben neben Stan Lee auch Larry Ellison, Gründer und CEO von Oracle, der sich selbst spielt, ferner Seth Green, der für weniger als eine Sekunde zu sehen ist, sowie Elon Musk, der Gründer und Präsident von SpaceX, der ebenfalls ein Vorbild für die Figur des Tony Stark darstellte und Tony in Monaco begegnet.[4] Im Gegenzug für seinen Auftritt stellte Musk der Filmcrew die Fabrik von SpaceX, die im Film die Fabrik von Hammer Industries darstellt, für Dreharbeiten zur Verfügung.[7] Leslie Bibb ist erneut in ihrer Rolle als Christine Everhart aus Iron Man zu sehen, da sie und Sam Rockwell zum Zeitpunkt ds Drehs ein Paar waren. Damit sollte zugleich verdeutlicht werden, dass Rockwells Rolle als Justin Hammer einen „Möchtegern-Tony Stark“ darstellen soll, da Tony und Everhart bereits eine Nacht miteinander verbracht haben.[4]

Unter den Fahrzeugen in Tony Starks Werkstatt befinden sich diesmal unter anderem ein 1949er Mercury sowie der bereits in Teil 1 gezeigte 1932er Ford Modell B Flathead Roadster, der in Wahrheit Regisseur Jon Favreau gehört.[4]

Oracle, Audi und Kodak sind Teil des Product Placement im Film und besitzen eigene Ausstellungshallen auf der Stark Expo. Die Oracle-Kuppel ist der Schauplatz des Endkampfes zwischen Tony, Rhodes, den „Hammer-Drohnen“. Genau wie in Iron Man fährt Tony auch diesmal wieder einen Audi R8, diesmal allerdings die Cabrio-Variante. Die Filmrollen mit Aufnahmen seines Vaters Howard, die Tony von Nick Fury erhält, tragen alle das Kodak-Logo.[4]

[Bearbeiten] Bezug zur Vorlage

Tony Starks gesundheitliche Probleme waren und sind auch in den Comics wiederholt ein Thema. Die Idee, dass der fortwährende Einsatz seiner Iron-Man-Rüstung ihn krank macht und schlussendlich töten würde, basiert lose auf einer mehrteiligen Geschichte aus dem Jahr 1999, in der die Energiefelder innerhalb der Rüstung die Ursache waren. Die Szene auf Tonys Geburtstagsparty, in der er in stark angetrunkenem Zustand herumtorkelt und seine Rüstung als „Partyspielzeug“ einsetzt, geht auf eine berühmte mehrteilige Geschichte zurück, die 1979 in den Comics erschien. Darin war Tony zum Alkoholiker geworden und hatte sogar die Kontrolle über sein Unternehmen verloren. Bereits im Vorfeld von Iron Man hatten Fans gefordert, Tonys Alkoholismus im Film zu thematisieren.[9] Laut Regisseur Jon Favreau soll die Szene in Iron Man 2 das Äußerste darstellen, was in den Kinofilmen in Hinblick auf diese Thematik zu sehen sein wird.[4]

Die Rolle des Ivan Vanko stellt eine Kombination gleich zwei klassischer Gegner Iron Mans aus den Comics dar: Während die Plasmapeitschen auf der Figur des „Whiplash“ (dt. „Peitschenhieb“) basieren, der als Waffe ebenfalls eine Peitsche verwendete, gehen der Name „Vanko“ und die Rüstung, die er am Ende des Films trägt, auf die Figur des „Crimson Dynamo“ zurück, einer Art sowjetischen Gegenstücks Iron Mans, dessen bürgerlicher Name Anton Vanko (im Film der Name von Ivans Vater) lautete. In den offiziellen Promo-Materialien des Films, inklusive der Spielzeugserie Hasbros, sowie im Abspann des Films wird Vanko ebenfalls als „Whiplash“ bezeichnet, auch wenn der Name im Film selbst nicht genannt wird. Ende 2009, wenige Monate vor Erscheinen des Films, wurde in den Comics zudem ein neuer Whiplash eingeführt, dessen bürgerlicher Name ebenfalls Anton Vanko lautet und der deutlich von der Figur im Film inspiriert wurde.

In den Comics vertrat Jim Rhodes ursprünglich Tony Stark, der aufgrund seines Alkoholismus verhindert ist, als Iron Man. Später erhielt er seine eigene Rüstung, in der er sich „War Machine“ (dt. „Kriegsmaschine“) nennt. Die Farbgebung und Bewaffnung von Rhodes’ Rüstung im Film basiert deutlich auf dem Comic-Vorbild. In den offiziellen Promo-Materialien des Films, inklusive der Spielzeugserie Hasbros, wird Rhodes ebenfalls als „War Machine“ bezeichnet. Im Film selbst verwendet Tony den Namen nur einmal indirekt, als er Rhodes während ihres Kampfes die Frage „You want to be a war machine?“ (in der deutschen Synchronfassung übersetzt mit „Du willst War Machine sein?“, sinngemäßer „Du willst eine Kriegsmachine sein?“) stellt.

Justin Hammer ist auch in den Comics ein langjähriger Gegner Iron Mans, allerdings wird er bereits seit seinem ersten Comic-Auftritt deutlich älter dargestellt als im Film. In den Comics versorgt er zahlreiche Superschurken mit technologischer Ausrüstung. im Gegenzug erklären sich diese bereit, für ihn zu arbeiten und seine Konkurrenten, darunter auch Tony Stark, anzugreifen. Unter den Schurken, die im Laufe der Jahre für Hammer arbeiteten, befand sich auch Whiplash.

Natasha Romanoff (eigentlich Natalia Alianova Romanova) war in den Comics ursprünglich eine sowjetische Spionin mit dem Decknamen „Black Widow“ (deutsch: „Schwarze Witwe“), die den Auftrag hatte, Tony Stark auszuspionieren. Später wechselte sie die Seiten und wurde als Black Widow eine kostümierte Superheldin, die unter anderem mit Daredevil zusammenarbeitete und Mitglied der Rächer wurde, die sie zwischenzeitlich sogar anführte. Auch mit dem Geheimdienst S.H.I.E.L.D. arbeitete sie zusammen. Die Idee, aus ihr von Anfang an eine S.H.I.E.L.D.-Agentin zu machen, geht dagegen auf die Comicserie Die Ultimativen aus dem „Ultimativen Universum“ zurück. Dort entpuppte sie sich jedoch später als Doppelagentin, die Tony verführte und ihr Team verriet.

Tony Starks Vater Howard wurde nach Howard Hughes benannt, der seinerzeit bereits eine der Inspirationen für die Figur des Tony Stark war.[3] Genau wie in den Comics heißt seine seiner Frau auch im Film Maria. Während er laut Iron Man bei einem Autounfall ums Leben kam, starben er und seine Frau in den Comics bei einem Flugzeugabsturz.

Nick Fury ist in den Comics des „klassischen“ Marvel-Universums zwar ein gelegentlicher Verbündeter der Rächer, aonsonsten beschränkte sich das Verhältnis des Teams zur Regierung der USA jedoch lange Zeit auf einen Verbindungsmann, der befugt war, über die Mitgliedschaft im Teams zu entscheiden. Die Idee, die Rächer direkt zu einer Gründung von S.H.I.E.L.D. zu machen und das Team Fury zu unterstellen, wurde erstmals in den Comics, die ab 1996 unter dem Obertitel Heroes Reborn (deutscher Titel Die Wiedergeburt der Helden) erschienen und in einem anderen Universum spielten, eingeführt und später von den Comics des „Ultimativen Universums“, die ebenfalls in einem eigenen Universum spielen, erneut aufgegriffen, wobei das Team hier zunächst den Namen „The Ultimates“ (deutsch „die Ultimativen“) trug.

Christine Everhart, die bereits in Iron Man zu sehen war, trat in den Comics bisher nur ein einziges Mal in einer Geschichte aus dem Jahr 2004 auf.

Der langjährige Marvel-Comicautor Stan Lee, einer der Erfinder Iron Mans, hat wie schon im ersten Teil wieder einen Cameo-Auftritt, als Tony zu Beginn des Films die Stark Expo verlässt. Verwechselte Tony ihn in Iron Man noch mit Hugh Hefner, hält man ihn diesmal für Larry King.

[Bearbeiten] Kritik

„Dass sich trotzdem nur verhaltene Begeisterung einstellen mag, ist dem überladenen Plot geschuldet. […] So stimmig und unterhaltsam das alles inszeniert ist: Es wirkt wie das Abhaken einer Checkliste. Das ist insofern bedauerlich, als dass der zweite Film für Iron Man existentielle Themen anschneidet, die – wie das neue Personal – nur oberflächlich abgehandelt werden. Da wäre mehr Tiefgang drin gewesen. Doch genug genörgelt: Als schön kurzweiliges Popkornkino funktioniert Iron Man 2 tadellos – und das ist ja auch etwas. Fazit: Toll gespielt, inhaltlich viel zu überladen: Bei diesem Sequel wäre weniger mehr gewesen“

Cinema[10]

„Fortsetzung des auf einer Comicfigur beruhenden Superhelden-Films Iron Man: Der Titelheld bekommt es mit neuen Widersachern zu tun, darunter einem rachsüchtigen Russen, einem sinistren Konzernchef, Regierungsvertretern und der Agentin einer Geheimorganisation. Auch wenn die überfrachtete Handlung letztlich weniger zu erzählen hat als der stringentere erste Teil, unterhält das Effekte-Spektakel mit soliden Actionszenen, einer sympathischen Hauptfigur sowie mit Anklängen an die Screwball Comedy, wobei die Assistentin des Helden als schlagfertiges Gegenüber fungiert und dem fantastischen Sujet erst Bodenhaftung verleiht.“

film-dienst[11]

„Ein technisch beeindruckender, auch sonst ausgefeilter Actionkracher aus dem Marvel-Universum. Die Geschichte schließt an den Vorläufer Iron Man an, doch diesmal muss Tony Stark sich mit mehreren Feinden auseinandersetzen, nicht zuletzt auch aus den eigenen Reihen. Die solide Länge von 125 Minuten vergeht wie im Fluge und ohne die kleinste Durststrecke. Der perfekte Unterhaltungsfilm für Marvel- und Actionfans.“

MovieMaze.de[12]

[Bearbeiten] Diverses

  • Die Produktionskosten lagen bei 200 Millionen Dollar, die mit den weltweiten Einnahmen am ersten Wochenende von 327 Millionen Dollar amortisiert wurden.[13]
  • Am Startwochenende wurden in Amerika 133 Millionen Dollar eingenommen. Es war in den USA der fünft-erfolgreichste Start aller Zeiten, den erfolgreichsten hatte The Dark Knight. In Deutschland haben am ersten Wochenende 370.000 Zuschauer den Film besucht und somit ca. 20 % mehr als beim ersten Teil.[14]
  • In einigen Ländern, wie etwa Ecuador, Lettland, Argentinien, Island, Ungarn, wurde der Film eine Woche vor dem Start in den USA veröffentlicht und es wurden so über 100 Millionen Dollar eingenommen.[15]
  • Wie schon beim ersten Teil gibt es auch bei diesem wieder einen kurzen Epilog. Hier finden die S.H.I.E.L.D.-Mitarbeiter in der Wüste Arizonas einen merkwürdigen Gegenstand. Bei diesem handelt es sich um Mjöllnir, den Hammer Thors. Die Szene nimmt einen Teil der Handlung des Films Thor vorweg, der im April 2011 in die Kinos kam.
  • Im ersten Teil bereits kurz zu sehen wird in diesem Teil Captain Americas Schild noch einmal deutlicher gezeigt. Er wird aber von Tony Stark „lediglich“ zur Abstützung einer Röhre genutzt. Jon Favreau gab an, man wollte mit der Erwartungshaltung der Fans spielen.
  • Während Tony Starks Gespräch mit Nick Fury am Ende des Films ist auf einer der Videoleinwände eine Nachrichtensendung aus Der unglaubliche Hulk zu sehen.

[Bearbeiten] Soundtrack

Der Soundtrack des Filmes besteht aus einer Sammlung von AC/DC-Songs von verschiedenen Alben. Es befinden sich hauptsächlich klassische Songs wie T.N.T. darauf, aber auch ein neuerer, War Machine vom letzten Studio-Album Black Ice. Bisher verweigerte das AC/DC-Management immer eine Zusammenstellung der erfolgreichsten Lieder (eine Best-of), also kann man diese Zusammenstellung als erste Greatest Hits-CD von AC/DC sehen, die sich in Studio- und nicht in Live-Qualität befindet.[16]

Der Soundtrack erlangte in zahlreichen Ländern hohe Positionen, zum Beispiel in den Vereinigten Staaten Platz 4 und in Deutschland sogar Platz 1.[17]

  1. Shoot to Thrill (Titelsong des Filmes)
  2. Rock ’N’ Roll Damnation
  3. Guns for Hire
  4. Cold Hearted Man
  5. Back in Black
  6. Thunderstruck
  7. If You Want Blood (You’ve Got It)
  8. Evil Walks
  9. T.N.T.
  10. Hell Ain’t a Bad Place to Be
  11. Have a Drink on Me
  12. The Razor’s Edge
  13. Let There Be Rock
  14. War Machine
  15. Highway to Hell

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Iron Man 2 wurde 2010 auf dem Hollywood Film Festival für die besten visuellen Effekte ausgezeichnet und für die Satellite Awards 2010 nominiert (Bester Tonschnitt, Beste visuelle Effekte). Bei der Oscarverleihung 2011 folgte ebenfalls eine Nominierung in der Kategorie Beste visuelle Effekte.

[Bearbeiten] Fortsetzung

Der dritte Film der Trilogie ist für den Mai 2013 angekündigt. Jon Favreau wird nicht mehr Regie führen, sein Amt übernimmt Shane Black. Iron Man 3 ist weniger als eine Fortsetzung zu Iron Man 2 gedacht, sondern eher als eine von Thor, Captain America und Marvel’s The Avengers (2012).[18]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung der FSK
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission
  3. a b Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung von Iron Man.
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q Audiokommentar von Regisseur Jon Favreau und Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung von Iron Man 2.
  5. Gary Susman: „'Iron Man 2': Terrence Howard's out, Don Cheadle's in“, Entertainment Weekly, am 14. Oktober 2008. Zugriff am 28. Februar 2012.
  6. Nicole Sperling: „'Iron Man 2': How Terrence Howard Lost His Metal“, Entertainment Weekly, am 4. November 2008. Zugriff am 28. Februar 2012.
  7. a b Jerry Garrett: „‘Iron Man 2’ and the Fate of the Rolls-Royces“, New York Times, am 7. Mai 2010. Zugriff am 28. Februar 2012.
  8. Omar Rana: „Two Rolls-Royce Phantoms destroyed while filming Iron Man 2 (w/ video)“, egmCarTech.com, am 7. Mai 2010. Zugriff am 28. Februar 2012.
  9. Edward Douglas: „Exclusive: Jon Favreau on Iron Man“, SuperHeroHype.com, am 25. Juli 2006. Zugriff am 28. Februar 2012.
  10. Cinema.de: Filmkritik
  11. film-dienst: Kurzkritik Iron Man 2
  12. MovieMaze.de: Filmkritik von Iron Man 2
  13. filmering.at: Iron Man 2 – Dominiert US-Box-Office!
  14. focus; focus.de „Iron Man 2“ erobert die USA
  15. Filmdatenbank, moviejones.de "Iron Man 2": Bereits über 100 Mio. $
  16. http://relevant.at/kultur/film/20777/ac-dc-rocken-fuer-iron-man-2.story
  17. http://www.in-your-face.de/news/2010-17058/acdc-iron-man-2-erobert-platz-1-in-deutschland
  18. http://www.moviejones.de/filme-1041/iron-man/iron-man-3.html
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