Hanstedt (Nordheide)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hanstedt
Hanstedt (Nordheide)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hanstedt hervorgehoben
53.258110.019145Koordinaten: 53° 15′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Samtgemeinde: Hanstedt
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 59,3 km²
Einwohner: 5239 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21271
Vorwahl: 04184
Kfz-Kennzeichen: WL
Gemeindeschlüssel: 03 3 53 016
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstr. 1
21271 Hanstedt
Bürgermeister: Gerhard Schierhorn ([UNS])
Lage der Gemeinde Hanstedt im Landkreis Harburg
Königsmoor Otter Welle Tostedt Wistedt Tostedt Handeloh Undeloh Dohren Heidenau Dohren Kakenstorf Drestedt Wenzendorf Halvesbostel Regesbostel Moisburg Hollenstedt Appel Neu Wulmstorf Rosengarten Buchholz in der Nordheide Egestorf Hanstedt Jesteburg Asendorf Marxen Harmstorf Bendestorf Brackel Seevetal Landkreis Harburg Niedersachsen Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Heidekreis Landkreis Lüneburg Landkreis Stade Freie und Hansestadt Hamburg Schleswig-Holstein Gödenstorf Eyendorf Vierhöfen Garlstorf Salzhausen Toppenstedt Wulfsen Garstedt Stelle Tespe Marschacht Drage WinsenKarte
Über dieses Bild

Hanstedt ist eine Gemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hanstedt liegt am Ostrand des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Hanstedt ist gleichzeitig Verwaltungssitz der Samtgemeinde Hanstedt mit den zugehörigen Gemeinden Asendorf, Brackel, Egestorf, Hanstedt, Marxen und Undeloh.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Ortsteile der Gemeinde Hanstedt sind:

  • Hanstedt
  • Nindorf a. W.
  • Ollsen
  • Quarrendorf
  • Schierhorn
  • Weihe

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Nindorf, Ollsen, Quarrendorf und Schierhorn eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat, der sich am 14. November 2011 konstituiert hat, setzt sich wie folgt zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Schild in Silber und Grün gespalten über rotem Schildfuß. Oben rechts eine rote Windmühle, links ein silberner halber Mann mit Bart, der auf der linken Seite einen Stein in beiden Händen hält. Im Schildfuß ein silberner Wellenbach.

Die alte Mühle existiert heute so nicht mehr, sie geriet zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Brand und wurde später zum Wohnhaus umgebaut.

Bei dem dargestellten Mann handelt es sich um den Riesen Bruns, der gemäß der gleichnamigen Sage aus Wut über den Verlust seiner Tochter an die Kirche einen riesigen Felsbrocken auf das erste Hanstedter Gotteshaus geworfen haben soll.

Bei dem dargestellten Wellenbach handelt es sich um die Schmale Aue, einen kleinen Flusslauf der in die Seeve mündet.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnergemeinde von Hanstedt ist die ungarische Gemeinde Zomba. Die Partnerschaft besteht seit 2004.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hanstedt wird geprägt von vielen mittelständischen Betrieben in den Bereichen Handwerk, Tourismus, Gastronomie und Dienstleistungen. Das Gewerbegebiet Auepark ist Sitz des örtlichen Bauhofes wie auch eines Recyclinghofes des Landkreises Harburg und einiger weiterer Gewerbebetriebe. Im Unterschied zu anderen Gewerbegebieten im Landkreis Harburg gibt es hier auch einen eigenen Bereich für Wohnen und Arbeiten, wo Start Up´s im eigenen Haus Ihren Betrieb aufbauen und entwickeln können.

Die Gewerbesteuer ist kürzlich auf 390 Punkte festgesetzt worden; es gibt noch freie Grundstücke im Gewerbegebiet.

Naherholung spielt eine große Rolle in Hanstedt. Viele Tagestouristen kommen aus der nahe gelegenen Hansestadt Hamburg um auf den Heideflächen am Töps oder in den Mischwäldern rund um den Ort Natur und Landschaft zu erleben. Ein Waldbad und viele natur- und reiterbezogene Aktivitäten prägen den Charakter des Dorfes.

Anziehungspunkt für viele Besucher aus Nah und Fern ist der Wildpark Lüneburger Heide, der jährlich etwa 200.000 Besucher in die Region führt. Der inhabergeführte Tierpark zeigt eine große Bandbreite heimischer Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum und ist für Kinder wie für Erwachsene - trotz oder gerade wegen Verzicht auf sonst übliche "Rummelgeschäfte" - eine große Attraktion. Die Falknerei ist ein Highlight des Parkes.

Verkehr[Bearbeiten]

Zur Autobahn A 7 sind es etwa sieben Kilometer.

Lange Zeit fuhr die Buslinie 4148 montags bis freitags ca. jede Stunde nach Hamburg-Harburg (sonnabends und sonntags alle zwei Stunden). Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 änderte sich die Anbindung Hanstedts. Fortan verkehrt die Linie 4207 über Hanstedt hinaus ungefähr alle zwei Stunden zum Bahnhof Buchholz. Die Busse fahren dabei auch über Jesteburg, wo dann Anschluss an die Linie 4148 besteht. Weiterhin fahren vereinzelt Busse in die Heide (Döhle, Egestorf, Undeloh und Wesel, Linie 4207). Werktags fahren noch einige Busse nach Winsen an der Luhe, Linie 4407. Die SG Hanstedt liegt vollständig im Hamburger Verkehrsverbund.

In den Sommermonaten verkehrt regelmäßig ein sogenannter Heideshuttle (BUS mit Fahrradanhänger) , der Naturliebhaber samt Fahrräder kostenfrei zu den interessanten Punkten rund um Hanstedt bringt.

Hanstedt verfügt nicht über einen Eisenbahnanschluss. Nach Stilllegung der Strecke Buchholz–Lüneburg und des damit für Hanstedt nahegelegenen Haltepunkts Brackel (b Lüneburg) (sieben Kilometer) im Jahre 1981, ist nun Büsenbachtal (elf Kilometer) an der sogenannten "Heidebahn" der nächstgelegene Haltepunkt. Viele Hanstedter fahren aber zum Bahnhof Buchholz (Nordheide) (15 km), da dort das Zugangebot insbesondere Richtung Hamburg deutlich besser ist. Bahnreisende, die mit dem Bus nach Hanstedt fahren, nutzen gewöhnlich den Bahnhof Hamburg-Harburg.


Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Ortskern Hanstedts – vis-a-vis der St. Jakobi-Kirche – hat die „Bökerstuv“ ihren Sitz; die von der örtlichen Bürgerstiftung neu eröffnete Bücherei im Ort. Hier kann in einem ruhigen Ambiente gelesen werden und natürlich können Bücher entliehen werden. Hin und wieder werden Lesungen angeboten.

Die „Bökerstuv“ ist im gemeindeeigenen „Küsterhaus“ untergebracht. Das Küsterhaus bietet darüber hinaus Platz für private und öffentliche Veranstaltungen, den Fremdenverkehrsverein und eine Außenstelle der Volkshochschule.

Die Dorfmitte wird durch den „Alten Geidenhof“ komplettiert. Hier ist die Musikschule der Samtgemeinde Hanstedt wie auch ein Kindergarten zuhause. Für größere Veranstaltungen im kulturellen Bereich und für Ratssitzungen steht ein Saal zur Verfügung.

Das Rathaus der Samtgemeinde ist Anlaufpunkt für alle behördenbezogenen Angelegenheiten, wobei einige Themen (z. B. KFz-Anmeldungen) in den nächstgrößeren Mittelzentren Winsen und Buchholz erledigt werden müssen.

Bildung[Bearbeiten]

Hanstedt hat ein Schulzentrum mit einer Grundschule und gleich benachbart eine weiterführende Oberschule (früher Haupt- und Realschule) für die Klassen 6-10.

Kunst und Literatur[Bearbeiten]

Der Maler Henry Gundlach, 1884 in Südafrika geboren, lebte von 1939 bis zu seinem Tod im Jahre 1964 in Hanstedt und wurde als Heidemaler bekannt. Einiger seiner Werke sind in Privatbesitz (z.B. im Hotel Sellhorn und im Restaurant Heidepeter) in Hanstedt zu sehen. Der Weg zur Töpsheide wurde nach ihm benannt.

Der Maler und Bildhauer Max Schegulla aus dem benachbarten Dierkshausen ist an vielen Stellen des Dorfes präsent. Er hat sowohl den Riesen Bruns in der Dorfmitte, die Ziege für die Grundschule wie auch den Widder vor dem Rathaus geschaffen. In der Hanstedter St. Jakobi-Kirche ist ein Holzrelief mit der Taufe Jesu von ihm zu besichtigen.

Der zeitgenössische Buchautor Claus-Peter Lieckfeld ist in Hanstedt geboren und hat hier noch heute einen Zweitwohnsitz. Er startete seine journalistische Karriere bei einem lokalen Presseverlag. Bekannt wurde Lieckfeld durch seine Zusammenarbeit mit Horst Stern bei der Zeitschrift Natur. In den letzten Jahren arbeitet er als freier Journalist und Autor. Er hat einige Bücher im Genre Fiction and Faction veröffentlicht (z. B.: Das Buch Haithabu) und wagte zusammen mit weiteren Mitstreiterinnen den Weg ins Internet – nachzulesen im WWW unter MAGDA.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hanstedt (Nordheide) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 229.