Helsa

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Helsa
Helsa
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Helsa hervorgehoben
51.2666666666679.6833333333333427Koordinaten: 51° 16′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 427 m ü. NHN
Fläche: 25,77 km²
Einwohner: 5576 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34298
Vorwahlen: 05602, 05604, 05605
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 012
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Berliner Straße 20
34298 Helsa
Webpräsenz: www.gemeinde-helsa.de
Bürgermeister: Tilo Küthe (SPD)
Lage der Gemeinde Helsa im Landkreis Kassel
Bad Karlshafen Gutsbezirk Reinhardswald Trendelburg Trendelburg Hofgeismar Hofgeismar Oberweser Oberweser Wahlsburg Reinhardshagen Liebenau Grebenstein Immenhausen Fuldatal Espenau Vellmar Calden Breuna Zierenberg Zierenberg Ahnatal Habichtswald Wolfhagen Naumburg Bad Emstal Schauenburg Baunatal Fuldabrück Lohfelden Söhrewald Helsa Kaufungen Nieste Niestetal KasselKarte
Über dieses Bild

Helsa ist eine Gemeinde in Nordhessen im Landkreis Kassel.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Helsa liegt mit ihrem Kernort etwa 15 km (Luftlinie) südöstlich der Kasseler Innenstadt im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald. Eingebettet zwischen den bis 643,4 m ü. NN hohen Bergen von Kaufunger Wald im Osten und Söhre im Westen befindet es sich an der Einmündung des Bachs Wedemann in die Losse.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Helsa grenzt im Norden an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Kaufunger Wald, im Osten an die Stadt Großalmerode, im Süden an die Stadt Hessisch Lichtenau (alle drei im Werra-Meißner-Kreis), sowie im Westen an die Gemeinden Söhrewald und Kaufungen (beide im Landkreis Kassel).

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Helsa besteht aus den Ortsteilen Eschenstruth (nebst Siedlung Waldhof), Helsa, St. Ottilien und Wickenrode.

Geschichte[Bearbeiten]

Helsa entstand vermutlich mit der Gründung des Klosters Kaufungen im Jahr 1017 durch Kaiserin Kunigunde. 1058 wird der Ort erstmals namentlich in Urkunden erwähnt. 1432 wird zum ersten Mal ein Pfarrer genannt. Landgraf Karl siedelte 1699 in einer eigenen Kolonie 55 Hugenotten an.

Historische Namensformen[Bearbeiten]

Historische Namensformen sind:[2]

  • Helsen (1058)
  • Helse (1353)
  • Helsa (1585)

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1970 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Helsa und Wickenrode (Landkreis Witzenhausen) freiwillig zur Gemeinde Helsa-Wickenrode zusammen. Diese fusionierte am 1. August 1972 mit Eschenstruth und St. Ottilien zur heutigen Gemeinde Helsa.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[4]

Kommunalwahl 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,3 %
29,0 %
15,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,0 %p
-5,0 %p
+6,1 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 55,3 14 56,3 17 62,9 20
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 29,0 7 34,0 11 30,4 9
GLH Grüne Liste Helsa 15,7 4 9,6 3 6,7 2
Gesamt 100,0 25 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 45,8 44,9 51,3

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Helsa unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Vor einer blauen Flanke, darin eine silberne Esche am Spalt, in Rot über einem silbernen Gläsnerzeichen eine silberne Glocke, belegt mit einem blauen Hahn. Jeder Ortsteil der Gemeinde ist durch ein Symbol repräsentiert. So steht die Esche für Eschenstruth; die Glocke repräsentiert Helsa, in Anlehnung an einen Streit um diese im 17. Jahrhundert; der gallische Hahn ist das Zeichen der hugenottischen Siedler, die sich in St.Ottilien ansiedelten; das Gläsnerzeichen ist das Symbol der Glasmacher aus Wickenrode.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtkirche (ev.) in Helsa
Der Fluss Losse in Helsa
Historisches Mühlrad in Helsa
Brunnen in der Leipziger Straße
Königstraße in Helsa

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Nikolaikirche mit ihrem alten Wehrturm und einige Fachwerkhäuser im Ortskern des Ortsteils Helsa, die teils aus dem 17. Jahrhundert stammen.

Zu den Ausflugszielen bei Helsa gehören die Michelskopfseen am Michelskopf und die Bielstein-Kirche am Bielstein, die sich jeweils ein paar Kilometer westlich der Gemeinde im Stiftswald Kaufungen befinden, der zum Naturpark Meißner-Kaufunger Wald gehört.

Im alten Ortskern von Helsa befindet sich eine ehemalige Kornmühle (Mittelmühle oder Probstsche Mühle genannt), welche 1988 restauriert und umgebaut wurde und heute als stromerzeugendes wasserangetriebenes Kraftwerk dient.

Seit 24. Juni 2010 gibt es im Ortsteil Eschenstruth ein „Musik- und Kinomuseum“. Auf 200 m² wird ein Querschnitt durch ein Jahrhundert Technikgeschichte dargestellt, aufgegliedert in drei Themenbereiche, Mechanische Musikinstrumente (z. B. Spieluhren, Drehorgeln, Orchestrione), Tonmoebel der 1950er bis 1970er Jahre, und 100 Jahre Kinogeschichte Kassels. Kostenfreie Führungen finden jeden Samstag statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Helsa gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Johann Lewalter (1862–1935), Volksliedsammler und Heimatschriftsteller, Förderer des Fremdenverkehrs
  • Eve Rotthoff (* 1939), hessische Landtagsabgeordnete (CDU)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Helsa, Landkreis Kassel“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 18. Juni 2014, abgerufen am 11. Juli 2014.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.
  4. Wahlergebnis auf hsl.de

Weblinks[Bearbeiten]