Hibernian Edinburgh

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Dieser Artikel behandelt den schottischen Fußballverein Hibernian Edinburgh; für den maltesischen Fußballverein, siehe Hibernians Paola.
Hibernian Edinburgh
Logo
Voller Name Hibernian Football Club
Gegründet 1875
Stadion Easter Road, Edinburgh
Plätze 20.421
Präsident Schotte Rod Petrie
Trainer Engländer Alan Stubbs
Homepage www.hibernianfc.co.uk
Liga Scottish Championship
2013/14 11. Platz (Scottish Premiership)
Heim
Auswärts

Hibernian Edinburgh (offiziell: Hibernian Football Club, auch: The Hibs, Hi-bees - sprich: „High-bees“) ist ein schottischer Fußballverein aus Edinburgh.

Vereinsfarben[Bearbeiten]

Die offiziellen Farben sind smaragdgrün und weiß. Das Hemd ist traditionell in grün gehalten mit weißen Ärmeln, weißem Kragen und grünen Bündchen bei langen Ärmeln. Die Hosen sind weiß und die Stutzen grün mit weißen Bündchen.

Hibernian trug die weißen Trikotärmel erstmals am 13. August 1938 gegen Hamilton Academical. Das Heimstadion Easter Road wurde im Vorfeld einer größeren Renovierung unterzogen. Die Keltische Harfe und die Kleeblätter am Eingangstor wurde neu bemalt. Die Tribüne, die Mauer um den Rasen und die Stehplatzbegrenzung wurden komplett weiß gestrichen. Die eckigen Torpfosten wurden durch ovalförmige erneuert und die Tore mit grünen Netzen bespannt. Am Spieltag kündigte der Stadionsprecher über die neuen Lautsprecher eine „hellere Easter Road“ an, bevor die Hibs in ihren neuen Trikots erschienen.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Der Klub wurde im August 1875 von Mitgliedern der katholischen Saint Patrick’s Church als Hibernians Football Club gegründet. Unter ihnen waren der Kanon Edward Joseph Hannan und der Vorsitzende der Catholic Young Men’s Association, Michael Whelahan, der auch der erste Kapitän der Vereinsgeschichte wurde. Die Gründung fand in der Saint Mary’s Street Hall statt, die heute noch existiert.

Die Hibs waren damit der erste größere Verein in Schottland für die Mitglieder der irisch-katholischen Bevölkerung. Der Vereinsname Hibernia ist der lateinische Name für Irland und reflektiert somit seine Wurzeln, die auf irische Auswanderer zurückgehen. So diente der Klub unter anderem als Vorbild für Dundee Hibernian – dem heutigen Dundee United – und Celtic FC, die sich bei ihrer Gründung fast Glasgow Hibernian genannt hätten.

„Weltmeister“[Bearbeiten]

Am 13. August 1887 besiegte Hibernian die englische Mannschaft Preston North End in einem Spiel, das von den beiden Verbänden The Football Association und Scottish Football Association zwischen den jeweiligen Pokalsiegern als Association Football Championship of the World ausgetragen wurde. Hibernian durfte sich von nun an Weltmeister nennen.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Die Nachkriegszeit war die erfolgreichste Zeit der Hibs, in der sie drei Meisterschaften holten und für ihren Angriffsfußball berühmt wurden. Die damalige Angriffsreihe war als die „Famous Five“ bekannt, zu ihr gehörten die Spieler Gordon Smith, Bobby Johnstone, Lawrie Reilly, Eddie Turnbull und Willie Ormond. Auch unternahm der Club in dieser Zeit als einer der ersten schottischen Vereine Touren durch Südamerika, um dort Freundschaftsspiele auszutragen.[1]

Erster britischer Club im Europapokal[Bearbeiten]

Die Hibs waren der erste britische Klub, der in einem europäischen Wettbewerb spielte. Das erste Spiel im Europapokal der Landesmeister 1955/56 fand beim deutschen Vertreter Rot-Weiss Essen statt, das Hibernian mit 4:0 gewann. Das Rückspiel in Schottland endete 1:1. Hibernian kam letztendlich bis ins Halbfinale und wurde erst dort von Stade de Reims geschlagen, die von Raymond Kopa angeführt wurden. Die Einladung zu dieser ersten Austragung des UEFA Europapokals wurde, obwohl in der Meisterschaft 1955 nur der 5. Platz erreicht wurde, durch die damals zwingend vorgeschriebene Flutlichtanlage für Abendspiele möglich, die erst ein Jahr zuvor im Stadion installiert worden waren. Die Einladungen zu diesem ersten Europapokal erfolgten damals unabhängig von der Platzierung in den Ligen. Da der englische Meister FC Chelsea nicht teilnehmen wollte, wurden die Hibs somit das erste britische Team in einem europäischen Pokalwettbewerb.

Die Hibs spielten weitere sechzehnmal im Europapokal und gewannen unter anderem beim FC Barcelona und schlugen 1968 den SSC Neapel mit Dino Zoff im Tor 5:0.

Neuere Geschichte[Bearbeiten]

In der Saison 2004/2005 wurde die Hosenfarbe in grün geändert, um das 40-jährige Jubiläum des 2:0-Freundschaftsspielsieges über Real Madrid zu feiern. Diese Kombination wurde damals gewählt, um einer Verwechslung mit den in komplett weiß spielenden Madrilenen zu vermeiden.

Hibernians letzter Abstieg in die First Division erfolgte 1997/1998. Sie schafften den sofortigen Wiederaufstieg in die Scottish Premier League, unter anderem mit einer Serie von 12 Siegen in Folge. Am Ende wurden die Hibs mit 89 Punkten Tabellenerster, mit 23 Punkten Abstand zum Zweitplatzierten Falkirk.

Sie erreichten das Ligapokalfinale 2004, verloren aber gegen den FC Livingston. Hibernian hat den Scottish FA Cup (SFA) seit 1902 nicht mehr gewonnen. Ihr letzter Auftritt im SFA-Pokalfinale war 2012 als die Mannschaft mit 5:1 gegen den Lokalrivalen Heart of Midlothian verlor.

Am 18. März 2007 gewann man den Ligapokal durch einen souveränen 5:1-Sieg gegen den FC Kilmarnock.

In der Saison 2007/2008 konnte man gegen Heart of Midlothian, Celtic Glasgow und Glasgow Rangers gewinnen und stand am 6. Oktober 2007 ungeschlagen an der Tabellenspitze der schottischen Liga.

Stadion[Bearbeiten]

Die Mannschaft spielte ursprünglich wie alle anderen Mannschaften aus Edinburgh zur damaligen Zeit auf den Meadows, einem Park im Süden von Edinburghs Altstadt. 1880 zog der Klub in den Stadtteil Leith um, wo das neuerrichtete Stadion Hibernian Park stand. An dieser Stelle verläuft heute die Bothwell Street. Seit 1891 richtet Hibernian seine Heimspiele im Stadion an der Easter Road aus, nur einem Steinwurf von ihrer ersten Heimat entfernt.

Rivale Heart of Midlothian[Bearbeiten]

Hauptartikel: Edinburgh Derby

Der traditionelle Konkurrent der Hibs ist der ebenfalls in Edinburgh ansässige Klub Heart of Midlothian. Das erste „offizielle“ Edinburgh Derby fand am 25. Dezember 1875 statt, als die Hearts Hibernian mit 1:0 schlugen.

Es sollte bis zum letzten Spiel einer Serie von fünf Spielen um den englischen FA-Pokal 1878 dauern, ehe die beiden Vereine die dominanten in Edinburgh werden sollten. Die Hearts gewannen mit 3:2 nach 0:0-, 1:1-, 1:1- und 1:1-Unentschieden.

Das wohl bemerkenswerteste Duell war das Finale im schottischen Pokal am 14. März 1896, das die Hearts mit 3:1 in Logie Green gewannen. Es blieb bislang das einzige Finale, das außerhalb von Glasgow ausgetragen wurde.

Fanfreundschaften[Bearbeiten]

Seit kurzem haben Hibernian-Anhänger eine Fanfreundschaft mit dem niederländischen Ehrendivisionär FC Groningen begonnen. Die inoffizielle Verbindung wurde von Fans beider Vereine initiiert und beinhaltet unter anderem gegenseitige Besuche. Zudem pflegen die Hibs eine Freundschaft zu Rot-Weiss Essen.

Erfolge[Bearbeiten]

Bedeutende Spieler[Bearbeiten]

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

(Stand: 12. August 2014)[3]

Nr. Position Name
1 EnglandEngland TW Mark Oxley
2 SchottlandSchottland AB David Gray
4 SchottlandSchottland AB Paul Hanlon
5 EnglandEngland AB Liam Fontaine
6 SchottlandSchottland AB Jordon Forster
7 SchottlandSchottland MF Alex Harris
8 SchottlandSchottland MF Scott Robertson
9 MarokkoMarokko ST Farid El Alagui
10 SchottlandSchottland MF Liam Craig
11 SchottlandSchottland MF Sam Stanton
Nr. Position Name
14 IrlandIrland ST Paul Heffernan
16 SchottlandSchottland AB Lewis Stevenson
17 WalesWales MF Owain Tudur Jones
19 SchottlandSchottland ST Danny Handling
20 SchottlandSchottland MF Scott Allan
22 SchottlandSchottland AB Callum Booth
27 SchottlandSchottland ST Lewis Allan
30 SchottlandSchottland MF Matthew Kennedy
35 SchottlandSchottland ST Jason Cummings
TBA SchottlandSchottland MF Dylan McGeouch

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Torneio Octogonal Rivadavia Corrêa Meyer 1953 bei RSSSF
  2. Brian Glanville (The Guardian): Joe Baker - Scottish footballer who played for England (englisch; Artikel vom 8. Oktober 2003)
  3. Squad First Team 2014/15