Kaluga
| Stadt
Kaluga
Калуга
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Kaluga (russisch Калуга) ist eine russische Stadt an der Oka, rund 190 km südwestlich von Moskau. Sie hat rund 325.200 Einwohner (Stand: 2010).
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stadtgliederung
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Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation
[Bearbeiten] Geschichte
Kaluga wurde 1371 als Festung das erste Mal urkundlich erwähnt, im 18. Jahrhundert wuchs es zur Handels- und Verwaltungsstadt. Im Krieg gegen Napoleon 1812 war Kaluga Hauptquartier General Kutusows. Mit der Gründung eines Physik-Institutes 1892 wurde der Grundstein für die Forschungstätigkeit in Kaluga gelegt, sein Gründer Konstantin Ziolkowski gilt als Vater der russischen Raumfahrt, sein ehemaliges Wohnhaus ist heute ein bedeutendes russisches Raumfahrtmuseum.
Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurde Kaluga im Oktober 1941 kurzfristig von der Wehrmacht besetzt, jedoch schon im Dezember 1941 von der Roten Armee zurückerobert. In der Folgezeit bestand in der Stadt das Kriegsgefangenenlager 107 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[1]
[Bearbeiten] Wirtschaft
Heute ist Kaluga der Verwaltungssitz der Oblast Kaluga und eine bedeutende Forschungs- und Industriestadt.
Am 28. November 2007 eröffnete VW Russland in Kaluga ihr 370 Mio. Euro teures Werk, um die hohen Importzölle von damals 25 % durch Produktion vor Ort zu sparen. Die weiteren Pläne sehen vor, in der nun abgeschlossenen ersten Ausbaustufe des Werkes im ersten Halbjahr 2008 rund 66.000 Fahrzeuge beider Marken (Volkswagen und Skoda) zu montieren. In der zweiten Ausbaustufe ab Herbst 2008 wird dann das Werk mit eigenem Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage bei einer Kapazität von bis zu 180.000 Fahrzeugen die Produktion aufnehmen. Für diesen Zweck wurden von VW bereits in den Ruhestand ausgetretene Mitarbeiter wieder gewonnen[2].
Auch Volvo und Renault haben sich mit einer LKW-Fabrik in Kaluga angesiedelt. 2010 hat die PSA-Gruppe (Peugeot und Citroen) gemeinsam mit Mitsubishi einen Produktionsstandort in Kaluga eröffnet.
Arbeitgeber im Energiemaschinenbau ist das "Kalugaer Turbinenwerk" in der Moskauer Straße mit einer eigenen Stahlformgießerei.
[Bearbeiten] Weiterführende Bildungseinrichtungen
- Abteilung der Nordöstlichen Akademie für Staatsdienst Kaluga
- Filiale der Internationalen Slawischen G.-R.-Derschawin-Universität
- Filiale der Landwirtschaftlichen Akademie Moskau
- Filiale der Staatlichen Technischen Universität Moskau
- Filiale des A.-S.-Gribojedow-Instituts für internationales Recht und Ökonomie
- Filiale des Allrussischen Ferninstituts für Finanzen und Ökonomie
- Filiale des Geisteswissenschaftlich-Ökonomischen Instituts Moskau
- Staatliche K.-E.-Ziolkowski-Universität Kaluga
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Die Stadt Kaluga unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski (1857–1935), Wissenschaftler, Theoretiker der Weltallerforschung und -reisen, Begründer der modernen Kosmonautik
- Nikolai Petrowitsch Rakow (1908–1990), russischer Komponist
- Juri Michailowitsch Smirnow (1921–2007), russischer Mathematiker
- Juri Lwowitsch Awerbach (* 1922), Schachgroßmeister
- Mykola Asarow (* 1947), ukrainischer Politiker
- Waleri Wladimirowitsch Kobelew (* 1973), Skispringer
- Julija Gennadijewna Tabakowa (* 1980), Leichtathletin
- Nikolai Walerjewitsch Skworzow (* 1984), Schwimmer
[Bearbeiten] Literatur
- Kalugaer Boden. The Kaluga's Land. Semlja Kaluschskaja. Bild-Text-Band. Dreisprachig: Russisch, englisch, deutsch. Moskau 1977[3]
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
- ↑ Nürtinger Zeitung 5. Juli 2008: Ich bin dann mal – in Russland
- ↑ Ohne ISBN, Großformat, 143 Seiten
Verwaltungszentrum: Kaluga
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