Ebersdorf (Steiermark)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ebersdorf
Wappen von Ebersdorf
Ebersdorf (Steiermark) (Österreich)
Ebersdorf (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt HB)
Fläche: 17,28 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 15° 57′ O47.20138888888915.957222222222315Koordinaten: 47° 12′ 5″ N, 15° 57′ 26″ O
Höhe: 315 m ü. A.
Einwohner: 1.229 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 8273, 8272
Vorwahl: 03333
Gemeindekennziffer: 6 22 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ebersdorf 222
8273 Ebersdorf bei Hartberg
Website: www.ebersdorf.eu
Politik
Bürgermeister: Gerald Maier (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
ÖVP 12, FPÖ 3
Lage der Gemeinde Ebersdorf im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
SteiermarkLage der Gemeinde Ebersdorf (Steiermark) im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ebersdorf ist eine Gemeinde mit 1229 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld bzw. Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ebersdorf liegt an der Pöllauer Safen im oststeirischen Hügelland. Die Gemeinde befindet sich etwa zehn Kilometer südlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 40 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Neben dem Pöllauer Safen wird die Gemeinde im Süden vom Nörningbach, einem Nebenfluss der Pöllauer Safens, im gleichnamigen Tal durchflossen. Die nördliche Gemeindegrenze wird vom Dombach, einem Nebenfluss der Hartberger Safen gebildet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus folgenden Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften: Ebersdorf (782 Ew.), Nörning (241 Ew.) und Wagenbach (206 Ew.) (Einwohner Stand: 2011).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

1968 wurden die selbständige Gemeinde Wagenbach und ein Teil der Gemeinde Neustift bei Sebersdorf mit Ebersdorf vereinigt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kaindorf Buch-St. Magdalena Buch-St. Magdalena
Kaindorf Nachbargemeinden Sebersdorf
Kaindorf Großhart Sebersdorf

Geschichte[Bearbeiten]

Eberhardsdorf wurde 1170 erstmals urkundlich erwähnt, und deutet auf seinen Gründer Eberhard von Öblarn. Nörning wird 1255 als Nurdinch und Wagenbach im Jahr 1423 erstmals urkundlich genannt.[1]

1418 fielen die Ungarn ein, 1529 und 1532 die Türken. 1532 wurde das Dorf vollständig verwüstet. Mitte des 16. Jahrhunderts bestand das Dorf aus 17 Höfen und einer Mühle. 1605 zerstörten die Haiducken das Dorf großteils. 1705 brannten die Kuruzzen große Teile des Dorfs nieder. 1770 wurde Ebersdorf mit Ebersdorfberg eine eigene Katastralgemeinde, seit 1849 ist Ebersdorf eine eigene Ortsgemeinde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1.030
1880 1.094
1890 1.098
1900 1.029
1910 1.073
1923 1.082
1934 1.127
1939 1.075
1951 1.104
1961 1.010
1971 1.011
1981 1.022
1991 1.085
2001 1.163
2008 1.207

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

12
3
12 
Von 15 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister ist Gerald Maier (ÖVP), Vizebürgermeisterin ist Maria Kröpfl (ÖVP). Gemeindekassier ist Karl Posch (ÖVP).
Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2010 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % M. Stimmen  % M. Stimmen  % M. Stimmen  % M.
ÖVP 633 77 12 549 74 11 507 69 11 471 66 11 453 63 10
SPÖ 90 12 2 159 22 3 91 13 2
FPÖ 193 23 3 190 26 4 134 18 2 52 7 1 50 7 1
Freie Liste Ebersdorf 36 5 0
ÖVP-Wirtschaftsliste 129 18 2
Wahlbeteiligung 85 % 80 % 86 % 89 % 93 %

Wappen[Bearbeiten]

AUT Ebersdorf COA.jpg

Wappenbeschreibung: „In einem von Silber und zu grün gespaltenen Schild vorn drei rote goldbesamte Rosen, hinten ein silbernes Andreaskreuz.“

Die Rosen weisen auf das landwirtschaftlich geprägte Gemeindegebiet hin, das Kreuz des heiligen Andreas symbolisiert den Patron der Pfarrkirche Ebersdorf.[2]

Das Gemeindewappen wird seit 23. März 1970 geführt.

Regionalpolitik[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört zur LEADER-Region Oststeirisches Kernland, und ist seit 2007 Teil der Ökoregion Kaindorf.

Am 20. November 2011 stimmten die Wahlberechtigten der Gemeinden Dienersdorf, Ebersdorf, Großhart, Hartl, Hofkirchen bei Hartberg, Kaindorf und Tiefenbach bei Kaindorf darüber ab, ob diese sieben Gemeinden anlässlich der Gemeindestrukturreform der Steiermark 2010–2015 zu einer Großgemeinde zusammengelegt werden sollen. Bei einer Wahlbeteiligung von insgesamt 65,66 % wurden 3351 gültige Stimmen gezählt. Von diesen sprachen sich lediglich 436 Wähler (13 %) für eine Zusammenlegung der Gemeinden aus, während 2915 Wähler (87 %) gegen eine Fusion stimmten. Damit wurde den Plänen der Steiermärkischen Landesregierung eine deutliche Absage erteilt.[3]

Ein Konzept von 2012/13 sieht Eberdorf eigenständig vor.[4][5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ebersdorf liegt an der Landesstraße von Sebersdorf nach Kaindorf. Diese Straße bietet eine direkte Zufahrt zu den großen Hauptverkehrsstraßen: In Sebersdorf wird in etwa vier Kilometer die Süd Autobahn A 2 nach Wien und Graz an der Anschlussstelle Sebersdorf/Bad Waltersdorf (126) erreicht, in Kaindorf in etwa fünf Kilometer Entfernung die Wechsel Straße B 54 von Hartberg nach Gleisdorf.

Ebersdorf liegt an keiner Bahnlinie. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in etwa vier Kilometer Entfernung in Sebersdorf und bietet Zugang zur Thermenbahn mit zweistündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Fehring.

Der Flughafen Graz ist über die Süd Autobahn erreichbar und ca. 65 km entfernt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Ebersdorf gibt es 45 Betriebe mit 190 Beschäftigten.[6] Einige landwirtschaftliche Betriebe bieten Ab-Hof-Verkauf an.[7]

Kirche Ebersdorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ebersdorf

Bauwerke[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

In dem großzügig gestalteten Kultursaal finden oft Konzerte, Lesungen und Theatervorführungen statt. Der Saal kann auch für private Zwecke gemietet werden. Seit 2007 ist die Gemeinde Teil der Ökoregion Kaindorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter von Ebersdorf[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ebersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Kramer - Mirsch - Rupp: DAHEIM IN .... Dokumentation der Gemeinden im Bezirk Hartberg. Scripta Verlag, 1996, S. 100-102.
  2.  Kramer - Mirsch - Rupp: DAHEIM IN …. Dokumentation der Gemeinden im Bezirk Hartberg. Scripta Verlag, 1996, S. 103.
  3. Wiener Zeitung: Befragte oststeirische Gemeinden gesamt zu 87 Prozent gegen Fusion. 20. November 2011.
    Kleine Zeitung: Große Mehrheit stimmte gegen Gemeindefusion. 20. November 2011.
  4. Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Liste Endversion A01, 2012 (pdf, gemeindestrukturreform.steiermark.at; 97 kB).
  5. Karte in Präsentation der Ergebnisse der Gemeindestrukturreform. kleinezeitung.at vom 21. Januar 2013. Stand der Karte: 13. Januar 2013.
  6. http://www.ebersdorf.eu/arbeit/betriebe.html
  7. http://www.ebersdorf.eu/arbeit/abhofverkauf.html