Liste der Windkraftanlagen von Enercon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Liste der Windkraftanlagen von Enercon führt alle Typen von Windkraftanlagen des Auricher Herstellers Enercon auf. Sie umfasst neben technischen Daten zu den Typen auch Angaben zu Standorten einzelner Anlagen.

Inhaltsverzeichnis

E-10 [Bearbeiten]

  • Der Prototyp wurde im November 2007 auf den am Auricher Firmensitz vorhandenen Schleuderbetonmast gesetzt. Eine dieser Anlagen wurde in der Antarktis beim Aufbau der Neumayer-Station III errichtet. Eine weiter E-10 wurde zur Vermessung nahe Simonswolde an der A31 bei Emden errichtet.
  • Nennleistung 30 kW
  • Getriebelos
  • Rotorblätter aus GFK und Aluminium
  • Rotordurchmesser 10 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s (Stallregelung mit variabler Drehzahl)

E-12 [Bearbeiten]

  • Errichtet wurden 5 Anlagen
  • Nennleistung 30 kW
  • Getriebelos mit permanentmagneterregtem Generator
  • Wurde zwischen 1997 und 2000 produziert
  • Rotordurchmesser 12 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s

Viele Jahre vor anderen Herstellern (z.B. Siemens, Vensys, Scanwind) hat sich ENERCON mit permanentmagneterregten Generatoren bei der E-12 beschäftigt. Dem Vorteil der Gewichtseinsparung bei Generator, Maschinenträger, Turm und Fundament standen bei der E-12, wie heute bei anderen Herstellern, Nachteile bei der Regelbarkeit, Effizienz, Herstellung und Wartung entgegen.

E-15 / E-16 [Bearbeiten]

  • Errichtet wurden 46 Anlagen
  • Nennleistung 55 kW
  • Triebstrang mit Getriebe und Asynchrongenerator (Getriebeanlage)
  • Wurde zwischen 1985 und 1989 produziert
  • Rotordurchmesser 16 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s

E-17 / E-18 [Bearbeiten]

  • Errichtet wurden 158 Anlagen
  • Nennleistung 80 kW
  • Triebstrang mit Getriebe, Synchrongenerator und Vollumrichter (Getriebeanlage)
  • Wurde zwischen 1989 und Mitte der 90er Jahre produziert
  • Rotordurchmesser 18 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s

E-20 [Bearbeiten]

  • Errichtung des Prototypen in Aurich, Ortsteil Walle
  • Betrieb des Prototypen seit September 2006[1]. Eine weitere E-20 befindet sich in Simonswolde an der A31 nahe Emden.
  • Nennleistung 100 kW
  • Drehzahlvariable Stallanlage
  • Rotorblätter aus GFK und Aluminium, ebenso wurde Stahl erprobt
  • Synchrongenerator mit Vollumrichter, Ausgangsspannung 400 V
  • Die gesamte Anlage passt in einen Überseecontainer
  • Stahlrohrturmvarianten 20 m (zweiteilig), 31,5 m (dreiteilig) oder 40 m . Die oberste Sektion kann für den Transport in die zweitoberste Sektion eingeschoben werden (Platzersparnis im Überseecontainer)
  • Rotordurchmesser 20 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s

E-30 [Bearbeiten]

  • Seit 1994 wurden 576 Anlagen errichtet
  • Nennleistung 300 kW (ältere Anlagen 230 kW), getriebelos
  • Rotordurchmesser 30 m
  • Einschaltwindgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltwindgeschwindigkeit 30–35 m/s
  • Umstellung der Produktion auf E-33 mit neuem Rotorblattprofil im Jahre 2005

E-32 / E-33 [Bearbeiten]

  • Errichtet wurden 186 Anlagen
  • Triebstrang mit Getriebe, Synchrongenerator und Vollumrichter (Getriebeanlage)
  • Nennleistung 300 kW
  • Hydraulische Blattverstellung über eine Mechanik durch einen im Maschinenhaus montierten Zylinder
  • Wurde zwischen 1988 und 1993 produziert
  • Rotordurchmesser 33 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s

E-33 [Bearbeiten]

  • Produktion seit 2004, 84 Anlagen errichtet (Stand Januar 2011)
  • Nachfolgemodell der E-30 mit neuem Rotorblattdesign
  • Getriebelose Anlage
  • Nennleistung 330 kW (25 % Ertragsteigerung zur E-30)
  • Rotordurchmesser 33 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s
  • Laut ENERCON Homepage wird der Verkauf zum 21. Dezember 2012 eingestellt. Nach Auskunft des Vertriebs war die Nachfrage zu gering.

E-40 [Bearbeiten]

  • Vorläufer war die allererste getriebelose und einzige Enercon-Anlage E-36 mit 400 kW in der ostfriesischen Krummhörn.
  • Prototyp mit 500 kW wurde 1992 errichtet
  • Getriebelose Anlage
  • Offizielle Typenbezeichnungen:
    • E-40/5.40 Rotordurchmesser 40 m, Nennleistung 500 kW (1887 Anlagen bis Juni 2002)
    • E-40/6.44 Rotordurchmesser 44 m, Nennleistung 600 kW (3992 Anlagen bis Juni 2007)
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s
  • Die Produktion wurde 2004/2005 auf das Nachfolgemodell E-48 umgestellt. Weitere Versionen ab 2006 sind die E-44 und E-53.

Mit der E-40 stellte Enercon seine Produktion komplett von Getriebeanlagen auf getriebelose Windenergieanlagen um. Ältere Anlagen haben statt der Enercon-typischen Eiform eine Gondel mit "Kragen" (siehe Foto).

E-44 [Bearbeiten]

  • Die E-44 ist für Starkwindstandorte der Windklasse IEC Ia zertifiziert und beruht auf der E-48. Gondel, Steuerung und Leistungselektronik sind mit der E-48 identisch, der Generator ist jedoch modifiziert und liefert 900 kW Nennleistung.
  • Der Rotordurchmesser beträgt 44 m.
  • Der Prototyp wurde im Oktober 2006 bei Izmir/Türkei errichtet.
  • Errichtet wurden 514 Anlagen (Stand Januar 2012) [2]
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s

E-48 [Bearbeiten]

  • Die E-48 ist das Nachfolgemodell der E-40, Prototypen: Juni 2004 in Indien, August 2004 in Campen/Ostfriesland.
  • Errichtet wurden 1827 Anlagen (Stand Januar 2012) [3]
  • Getriebelose Anlage
  • Nennleistung 800 kW
  • Rotordurchmesser 48 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s
  • Zertifiziert für Windklasse IEC IIa

E-53 [Bearbeiten]

Die E-53 wurde, wie die E-44, aus der E-48 für „Schwachwindstandorte“ entwickelt. Gondel, Steuerung und Leistungselektronik sind bis auf wenige Bauteile mit der E-48 identisch, ebenso die Nennleistung von 800 kW. Die Anlage verfügt über eine gesonderte IEC-S-Zertifizierung mit etwas höheren Auslegungslasten als Windklasse IEC IIIa.

  • Der Prototyp wurde im Sommer 2006 in Eggelingen bei Wittmund/Niedersachsen errichtet.
  • Errichtet wurden 1052 Anlagen (Stand Januar 2012) [4]
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s
  • Rotordurchmesser 53 m

E-58 [Bearbeiten]

  • Errichtet wurden seit 1999 225 Anlagen (die letzte August 2006).
  • Getriebelose Anlage
  • Nennleistung 1,0 MW
  • Rotordurchmesser 58 m
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s
  • Wird seit Mitte 2006 nicht mehr produziert, da die E-48 das gleiche Marktsegment kostengünstiger bedient.

E-66 [Bearbeiten]

  • Zwischen 1995 und 2005 wurden 2478 Anlagen produziert
  • Getriebelose Anlage
  • Offizielle Typenbezeichnungen:
    • E-66/15.66 Rotordurchmesser 66 m, Nennleistung 1,5 MW (416 Anlagen)
    • E-66/18.70 Rotordurchmesser 70 m, Nennleistung 1,8 MW
    • E-66/20.70 Rotordurchmesser 70 m, Nennleistung 2,0 MW
  • Einschaltgeschwindigkeit 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit 30–35 m/s
  • Mitte 2005 wurde die Produktion von E-66 auf E-70 umgestellt

Die Windenergieanlagen E-66 und E-70 sind bis auf die Rotorblätter und kleinere Details identisch. Durch eine neuartige Rotorblattgestaltung konnte der Energieertrag der E-70 bei fast gleichem Rotordurchmesser um 10−15 % gesteigert werden (standortabhängig). Dabei wird auch der innere/nabennahe Rotorblattbereich zur Auftriebserzeugung genutzt.

E-70 [Bearbeiten]

  • Nachfolgemodell der E-66, Einführung 2004
  • Errichtet wurden 3.007 Anlagen (Stand Januar 2010))[5], 1.742 Stück mit 2,3 MW Leistung.(Stand Januar 2012) [6]
  • Getriebelose Anlage
  • Nennleistung: 2,0–2,3 MW
  • Rotordurchmesser: 71 m
  • Nabenhöhen: 57 – 113 m
  • Einschaltgeschwindigkeit: 2 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit: 30−35 m/s

Eine E-70 ist die höchstgelegene Windkraftanlage Europas (Stand 0kt 2011). Sie steht am Nufenenpass, der den Kanton Wallis mit dem Kanton Tessin verbindet, auf 2465 m Höhe.[7]

E-82 [Bearbeiten]

E-82 / 2,0 MW [Bearbeiten]

  • Nachfolgemodell der E-66; Binnenlandversion der E-70 mit 82 m Rotordurchmesser,[8] neuem Rotorblattdesign (/4-Design) und Maschinenhaus aus Aluminium (bei den Vorgängern war es aus GFK)
  • Prototypen: Dezember 2005 in Simonswolde, Gemeinde Ihlow, Ostfriesland; zweite Anlage Anfang 2006, Steinkopfinsel, Magdeburg-Rothensee, Markteinführung Mitte 2006
  • Errichtet wurden 2748 Anlagen (Stand Januar 2012) [9]
  • Getriebelose Anlage
  • Konzipiert als Schwachwindanlage: Kennzeichen hierfür ist u.a. das große Verhältnis der überstrichenen Rotorfläche zur Nennleistung.
  • Nennleistung: 2000 kW[8], Varianten mit höherer Nennleistung siehe weiter unten.
  • Einschaltgeschwindigkeit: 2,5 m/s
  • Abschaltgeschwindigkeit: 28−34 m/s[8]
  • Nabenhöhe: 78 m / 85 m / 98 m / 108 m / 138 m[8]

In begrenztem Umfang wurden E-82 errichtet, die durch einen wassergekühlten Generator auf eine Leistung von 3 MW gesteigert werden konnten. Man erkennt diese leicht an den auf dem Dach des Maschinenhauses installierten Radiatoren. Die ersten Kraftwerke des Typs Typ E-82/3,0 MW wurden in den Niederlanden in der Provinz Groningen im Windpark Westereems bei Eemshaven mit 98 m Nabenhöhe errichtet. Die von der Firma Lorica projektierten und betriebenen 9 WEA vom Typ E-82 mit 3 MW in Biere und 9 WEA in Stegelitz (jeweils bei Magdeburg) sind die bisher einzigen E-82 mit 3 MW Nennleistung, die auch auf dem 138 m hohen Turm errichtet worden sind.

E-82 E2 / 2,3 MW [Bearbeiten]

Spätestens im Januar 2010[10] kündigte Enercon eine leistungsgesteigerte Version der E-82 2,0 MW an mit nun 2,3 MW und dem Namen E-82 E2. Die leichte Leistungssteigerung wird durch eine Optimierung der Luftkühlung ermöglicht, die Gusskomponenten wurden für die halbautomatisierte Fertigung in der Enercon-eigenen Gießerei optimiert. Turmsysteme und Rotorblätter sind identisch zum Typ E-82 2,0 MW. Der Prototyp wurde im Januar 2009 in Fiebing errichtet, die Anlage befindet sich in Serienfertigung. Bisher errichtet wurden 879 Anlagen (Stand Januar 2012) [11].

Laut Enercon beträgt der Primärenergiebedarf für den Lebenszyklus einer E-82 E2 auf 97-m-Betonturm 2880 MWh. Da eine E-82 E2 auf typischen Standorten im Binnenland 101.990 MWh erzeugen kann, ergibt sich damit ein Erntefaktor von 35,4. In Küstennähe (117.500 MWh) liegt der Erntefaktor bei 40,8, direkt an der Küste (147.000 MWh) bei 51. Damit beträgt der Zeitraum bis zur energetischen Amortisation für typische Binnenlandstandorte 6,8 Monate, für küstennahe Standorte 5,9 Monate und für Küstenstandorte 4,7 Monate.[12] Diese Zahlen wurden von TÜV Rheinland bestätigt.[13]

E-82 E3 / 3,0 MW [Bearbeiten]

Ebenfalls im Januar 2010 kündigte Enercon eine neue E-82 für die Windklassen IEC IA und IEC IIA mit 3,0 MW Leistung an, die sogenannte E-82 E3.[10] Die neue Anlage ist für deutlich windreichere Standorte gedacht als die E-82 E1/E2 2,0 MW bzw. E-82 E2 2,3 MW. Da die Rotorkreisfläche konstant bleibt, soll vor allem bei stärkerem Wind (Windgeschwindigkeit größer als 8,5 m/s) der Ertrag erhöht werden. Die Leistungssteigerung wird durch eine Modifizierung des Generators möglich, der neben der Luftkühlung um eine Wasserkühlung im Stator ergänzt wird. Diese Version E3 der E-82 hat abgesehen von der Wasserkühlung und einigen Details, einer Verstärkung von Blättern, Turm und Fundament im Wesentlichen denselben Aufbau wie die E-82 E2 2,3 MW. Die E-82 E3 unterscheidet sich jedoch bei den Gusskomponenten und der Anordnung von Schaltschränken von der bereits früher errichteten wassergekühlten E-82 E1 mit 3 MW, von der weit über hundert Anlagen errichtet wurden. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal besteht darin, dass bei der alten Version E-82 E1 3 MW die Wärmetauscher der Wasserkühlung auf dem Dach des Maschinenhauses montiert waren, wohingegen die Wärmetauscher der E-82 E3 im Inneren des Maschinenhauses sind. Die Bauteilabmessungen werden im Vergleich zur E-82 2,0 MW und der E-70 weitgehend beibehalten. Es soll an Windklasse-IA-Standorten ein neuer 85 m Stahlrohrturm zum Einsatz kommen. Für IIA-Standorte sollen die bestehenden 78 m bis 138 m Türme verwendet werden. Der Prototyp wurde im Frühjahr 2010 errichtet; die Anlage befindet sich in Serienfertigung. Für Anlagen an Starkwindstandorten werden die Hauptgurte in den drei Rotorblättern aus Kohlefaser gefertigt. Bisher errichtet wurden 132 Anlagen (Stand Januar 2012) [14].

E-92 / 2,3 MW [Bearbeiten]

Im April 2012 stellte Enercon den neu entwickelten Windkraftanlagentyp E-92 / 2,3 MW auf der Hannover Messe 2012 vor. Die Anlage ist für mittlere Windbedingungen (IEC IIA) konzipiert und soll laut Enercon durch die größere Rotorfläche den Energieertrag im Vergleich zur E-82 um bis zu 15 % steigern.[15] Technisch basiert die Windturbine dabei auf der E-82, mit der sie weitgehend baugleich ist, allerdings mussten einige kleinere Veränderungen vorgenommen werden, so z.B. am Generator. Jedoch unterscheiden sich die Rotorblätter sowohl in der Länge als auch in der Form von anderen Enercon-Maschinen, wodurch die E-92 besser an Binnenlandstandorte angepasst ist. Angeboten wird die E-92 auf Türmen mit einer Nabenhöhe zwischen 85 und 138 Metern.[16] Der Prototyp wurde im Dezember 2012 bei Simonswolde errichtet. Nach Abschluss der Leistungskurven-Vermessung im ersten Quartal 2013 soll die Serienfertigung anlaufen.[17]

E-101 / 3,0 MW [Bearbeiten]

Die dritte Neuankündigung für 2010[10] war die E-101. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der E-82 2,0 MW für moderate Standorte der Windklasse IIA oder schwächer. Die Anlage erreicht mit wassergekühltem Stator eine Nennleistung von 3 MW. Die Maschine wurde im April 2011 auf der Hannover Messe dem Publikum vorgestellt. Mit der E-82 hat die Anlage nicht mehr viel gemein. Erstmals kann man bei einer großen Enerconmaschine nicht mehr durch den Generator steigen, um in die Nabe zu gelangen. Der Generator wurde bei gleichem Durchmesser länger in der Bauform und wirkt dadurch kompakter. Wenn es erforderlich ist, kann auch die Läuferwicklung flüssigkeitsgekühlt werden. Die dazu notwendigen Wärmetauscher (3 Stück) werden dann außen auf der Nabe parallel zur Außenhaut montiert. Das Maschinenhaus der E-101 wurde sehr stark vergrößert, so dass Monteure nun außen am Generator vorbei in den Spinner hinüberwechseln können.

Die Länge des Maschinenhauses beträgt ca. 15 m bei rund 6,5 m Durchmesser. Der Flüssigkeitskühler für den Stator wurde am hinteren Ende des Maschinenhauses in die Außenhaut integriert. Zwischenzeitlich wurde die Konstruktion des Flüssigkeitskühlers überarbeitet, er sitzt nun, wie bei der E-82 E3 im Maschinenhaus und ist nur noch durch die Zu- und Abluftöffnungen erkennbar. Zusätzliche Kühlungsluft wird nun wieder (wie schon bei der E-66 in der ersten Generation) durch eine Öffnung hinten im Maschinenhaus angesaugt. Die Zahl der Getriebemotoren, die das Maschinenhaus in den Wind drehen, wurde gegenüber der E-82 auf zwölf verdoppelt. Mit ca. 250 t ist das Maschinenhaus (inkl. Rotor) wesentlich schwerer als das Maschinenhaus der E-82. Eine weitere Neuerung betrifft das sog. Spinner-Modul. Das ist eine Montageplatte vor der Nabe im Inneren des Spinners. Auf ihr sind sämtliche elektrischen und elektronischen Komponenten der Rotorblattsteuerung inkl. der drei großen Notstrom-Kondensator-Schränke untergebracht. Diese waren bisher auf dem Rotor (Generator) verbaut.

Die Anlage wird mit 99, 135 oder 147 Meter hohem Betonfertigteilturm angeboten[18] und kann optional mit einer Rotorblattheizung ausgestattet werden, die Ertragseinbußen aufgrund Eisbildung im Winter verhindert. Der Prototyp wurde Mitte Juni 2011 bei Görmin (Mecklenburg-Vorpommern) errichtet. Zwei weitere Prototypen, an denen bis 2012 die Vermessungen zum Erhalt der Einheitenzertifikate stattfinden werden, entstanden bei Haren (Ems). Im August 2011 wurde bei Kleingladenbach die erste E-101 mit 135 Meter Nabenhöhe fertiggestellt, sie war zugleich die erste Kundenanlage, die ausgeliefert wurde.[19] Bisher errichtet wurden 15 Anlagen (Stand Januar 2012). [20].

Im Windpark Andau/Halbturn im Burgenland sollen 79 E-101 mit einer Gesamtleistung von 237 MW errichtet werden. Damit wird der Windpark bei Fertigstellung nach Angaben des ORF der größte Windpark Mitteleuropas sein.[21]

E-112 [Bearbeiten]

Die E-112 war mit einer Nennleistung von zunächst 4,5 MW zeitweise die leistungsstärkste Windkraftanlage der Welt. Es wurden neun Anlagen des Typs E-112 errichtet. Die in Magdeburg produzierte Anlage hat, bis auf den ersten Prototyp (112 m), einen Rotordurchmesser von 114 m. Die Rotorblätter für die beiden Prototypen im Windpark Egeln-Nord und im Jade-Windpark wurden bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder gefertigt. Die Serienfertigung der E-112-Rotorblätter erfolgte dann von Ende 2002 an in der Rotorblattfertigung von Enercon in Magdeburg-Rothensee. Von dort aus wurden die Rotorblätter mit Binnenschiffen über die Elbe oder den Mittellandkanal ausgeliefert. Ein Rotorblatt ist etwa 52 m lang und wiegt rund 22 t.

2005 erfolgte eine Weiterentwicklung der E-112, indem die Nennleistung auf 6 MW gesteigert wurde. Das erste Exemplar wurde als die zu diesem Zeitpunkt leistungsstärkste Windkraftanlage der Welt im DEWI OCC Testfeld bei Cuxhaven in Betrieb genommen. Die neunte und letzte E-112 wurde 2006 im Windpark Druiberg errichtet. Die weitere Entwicklung der E-112 führte in der Folge schließlich zur E-126 als Nachfolgemodell.

E-115 / 2,5 MW [Bearbeiten]

Im September 2012 kündigte Enercon an, ab 2014 die neue Anlage E-115 / 2,5 MW in Serie fertigen zu wollen. Mit 115 Metern Rotordurchmesser, 2,5 MW Nennleistung und Turmhöhen zwischen 92 und 149 Metern ist die Anlage vor allem für Schwachwindstandorte mit weniger als 7,5 m/s durchschnittlicher Windgeschwindigkeit ausgelegt. Die Toleranzgeschwindigkeit für 50-Jahres-Böen liegt bei 59,5 m/s. Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde sie auf der HUSUM WindEnergy 2012. Der Prototyp soll 2013 errichtet werden, in Serie gehen soll die Baureihe im Jahr 2014.

Die E-115 basiert auf der E-101, mit der sie einige Komponenten teilt. Allerdings weist sie im Gegensatz zu dieser ein neues Generatorkonzept auf; die Nennleistung des Generators verringert sich durch die aus der Rotorvergrößerung resultierende Drehzahlabsenkung auf 2,5 MW. Gänzlich neu entwickelt wurden die Rotorblätter. So wird die E-115 über ein geteiltes Rotorblatt aus glasfaserverstärktem Kunststoff aufweisen, wodurch sich der Transport der Bauteile laut Enercon wesentlich vereinfachen soll. Während die äußeren Blattteile konventionell im Vakuuminfusionsverfahren gefertigt werden, setzt Enercon für die inneren Blattsegmente auf eine neu entwickelte Wickeltechnik, die eine Kostensenkung in der Produktion ermöglichen soll.[22][23]

E-126 / 7,6 MW (erste Versionen 6,0) [Bearbeiten]

Geschichte [Bearbeiten]

Auf der Hannover Messe 2006 wurde das Nachfolgemodell der E-112, die E-126, für 2007 angekündigt. Durch einen überarbeiteten Generator, einen größeren Rotordurchmesser, eine größere Nabenhöhe und den Einsatz des neuen Enercon-Rotorblattprofils sollte die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden. Die Verkleidung der Gondel ist wie schon bei der E-82 aus Aluminium. Nach Angaben des Herstellers wird am Standort des Prototypen (Windpark Rysumer Nacken bei Emden, Ostfriesland) ein Energieertrag von etwa 20 GWh pro Jahr erwartet.[24] Die Herstellung und der Vertrieb der E-112 wurden auf die E-126 umgestellt. Die Nabenhöhe beträgt 135 m auf einem Fertigteilbetonturm, der aus Betonfertigteilringen zusammengesetzt und mit Stahllitzen auf Vorspannung gebracht wird. Der Prototyp wurde im Herbst 2007 in Ostfriesland errichtet. Für das Fundament mit 64 Pfählen von durchschnittlich 25 m Länge wurden rund 1500 m³ Beton und etwa 180 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut. Die Nennleistung wurde von Enercon mit 6 MW angegeben. Der Stückpreis einer E-126 liegt bei 11 Millionen Euro.

Wenig später wurde die zweite E-126 auf dem Grodener Testfeld der DEWI OCC bei Cuxhaven aufgebaut. Diese Anlage wurde auf dem vorhandenen Turm der E-112 (Nr. 8 s.o.) errichtet. Gondel und Rotor der E-112 wurden auf einen höheren Betonfertigteilturm in direkter Nähe umgesetzt. Die dritte E-126 wurde im Februar 2008 neben dem ersten Prototypen an der Knock, Emden, errichtet. Die Anlagen Nr. 4 und 5 entstanden im Jahre 2008 im Windpark Georgsfeld im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Aurich.

Windpark 11 × E-126 Estinnes Belgien am 20. Juli 2010, zwei Monate vor der Vollendung
Windpark 11 × E-126 Estinnes Belgien am 10. Oktober 2010, nach der Vollendung

In der ersten Hälfte des Jahres 2008 wurde durch den wallonischen Minister für Wohnen, Verkehr und territoriale Entwicklung, André Antoine, der erste Spatenstich für einen Windpark mit elf Anlagen des Typs E-126/6 MW getan. Der Windpark entstand in Estinnes, ca. 30 km westlich von Charleroi (Belgien). Auf einer Fläche von ca. 3 km × 3 km wurden die elf Windenergieanlagen bis Dezember 2009 errichtet. Jede Windkraftanlage liefert ca. 17 bis 20 Mio. kWh/Jahr.

Zwei weitere Anlagen wurden im Frühjahr 2009 in Hamburg-Altenwerder errichtet. In Einzelteilen wurden die Komponenten des Maschinenhauses auf dem Turm montiert. Gehoben wurde erst die Gondel (erster Tag), dann der Generator (zweiter Tag) und später die Nabe mit den inneren Blatteilen. Bei der zweiten Anlage in Altenwerder wurde erstmals der Rotorstern am Boden vormontiert und mit Hilfe eines Raupenkrans CC 9800 von Terex-Demag (max. Tragfähigkeit 364 t) in einem Stück (Gewicht ca. 320 t) zum Maschinenhaus hochgezogen.

Ende 2009 kündigte Enercon an,[25] dass durch leichte Modifikationen (hauptsächlich an der Luftkühlung des Generators) die Leistung (z.T. auch an den schon bestehenden Anlagen) auf bis zu 7,6 MW gesteigert werden kann. Diese E-126 sind seit dem für die Windklasse IA bzw. IB klassifiziert.

Auf dem Firmengelände von Enercon in Magdeburg-Rothensee wurde 2010 der Prototyp dieser auf 7,6 Megawatt leistungsgesteigerten E-126 aufgestellt. Laut dem Unternehmen entstand diese Anlage deshalb dort, um noch weiterhin Verbesserungen vornehmen zu können, und auch, weil alle Segmente der E-126 am Standort Magdeburg gebaut würden und somit kein Transport über große Strecken nötig sei.[26]

Technische Daten der E-126 [Bearbeiten]

  • Prototyp: Herbst 2007, Emden (Windpark Rysumer Nacken), Niedersachsen
  • Triebstrang: getriebelos mit elektrisch erregtem Synchrongenerator
  • Nennleistung: 7,6 MW (6,0 MW erste Versionen)[10]
  • Bisher errichtet 9 Anlagen mit 7,6 MW und 22 Anlagen mit 6 MW (Stand Januar 2012) [27]
  • Rotordurchmesser: 127 m
  • Turmdurchmesser am Boden: 16,5 m
  • Nabenhöhe: 135 m auf Fertigbetonteilturm mit 131 m Höhe und 35 Ringen
  • Drehzahl: variabel
  • Zertifizierung: Windklasse IEC IC (bei 7,6 MW auch für Windklassen IA und IB geeignet)[28]
  • Besonderheiten: Gondelverkleidung aus Aluminium, derzeit weltweit leistungsstärkste Windenergieanlage, zweigeteilte Rotorblätter aus Stahl und GFK, der innere Teil des Rotorblattes besteht aus Stahlblech (Länge ca. 24 m), der äußere Teil (Länge ca. 35 m) ist aus GFK mit Aluminiumblattspitze in Winglet-Ausführung, Blattgewicht ca. 65 t, zum Vergleich: ein Blatt der E-112 (aus GFK) hatte ca. 20 t
  • Fundament: Durchmesser ca. 29 m, Höhe ca. 4 m, Betonvolumen ca. 1400 m³, Bewehrungsstahl im Fundament ca. 120 t
  • Massen der Einzelteile: Fundament ca. 3.500 t, Turm ca. 2.800 t, Maschinenhaus ca. 128 t, Generator ca. 220 t, Rotor (inkl. Nabe) ca. 364 t, Gesamtgewicht komplettes Maschinenhaus ca. 650 t
  • Gesamthöhe: 198,5 m

Bedeutende Windparks [Bearbeiten]

Enercon plant in Nordschweden den weltgrößten Windpark mit 2000 bis 4500 MW und hat zu diesem Zweck ein Joint Venture mit der schwedischen Firma Svevind gegründet, die Markbygden Vind AB. Auf ca. 450 km² sollen 1101 Anlagen der Typen E-101 und E-126 entstehen. Derzeit (Stand 2010) werden dafür die Pilotwindparks Dragaliden (12× E-82) und Stor-Blåliden (6× E82 und 2× E-126) errichtet.[29].

2010 wurden im Windpark Stößen drei Anlagen direkt an der Autobahn A 9 errichtet. Eine weitere E-126 entstand am Schneebergerhof in Rheinland-Pfalz,[30] und soll ebenfalls ca. 18 Mio. kWh/a generieren. Zusätzlich zu den beiden im Windpark Georgsfeld bereits vorhandenen E-126 wurde eine dritte Anlage (Jahresende 2010) 3 km nordwestlich von Aurich aufgestellt.[31]

Der zurzeit (Dez. 2012) größte E-126 Windpark in Deutschland befindet sich mit sechs Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern im Windpark Werder/Kessin nördlich von Neubrandenburg.[32] Der Beginn der Bauarbeiten war im Frühjahr 2011, im Endausbau soll der Windpark 140 MW Nennleistung haben, zum Einsatz kommen überwiegend E-126-Anlagen mit je 7,5 MW. Neben den Windkraftanlagen werden ein Wasserstoffspeicher sowie ein Blockheizkraftwerk errichtet, mit Hilfe derer die Windstromeinspeisung verstetigt werden soll. Insgesamt werden im Windpark Werder/Kessin neben 13 E-82 2,3 MW 15 E-126 aufgestellt.[33]

Bei Neubukow, ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern, wurde im Mai 2012 eine weitere E-126 fertiggestellt. [34]

Im südlichen Niedersachsen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen entstehen in Diepenau 3 Enercon E-126. Baubeginn war November 2011, Fertigstellung soll im Mai 2013 sein.

In den Niederlanden begann Anfang 2012 der Bau von 38 E-126-Anlagen als Teil des Windparks Noordoostpolder.[35]

Der Windpark Ellern im Soonwald mit 5 E-126-Anlagen wurde Ende 2012 in Betrieb genommen. [36]

Zwei Anlagen mit 7,5 MW wurden in Potzneusiedl (Österreich) durch die BEWAG-Tochter AWP [37] im Februar 2012 in Betrieb genommen[38].

In Frankreich ist bei Reims der Windpark 'Le Mont des 4 Faux' geplant.[39]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Enercon GmbH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://www.windkraft-gloett.de/windblatt.pdf (Der Artikel stammt aus 2006, im Artikel wird gesagt, dass die Anlage "seit September" läuft))
  2. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  3. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  4. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  5. Marktübersicht Windkraftanlagen
  6. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  7. Turbine auf 2500 Höhenmetern www.erneuerbareenergien.de, abgerufen am 6. Oktober 2011./
  8. a b c d E-82/2 MW. ENERCON GmbH, abgerufen am 30. März 2011.
    E-82. 2.000 kWh. In: ENERCON Windenergieanlagen. ENERCON GmbH, abgerufen am 23. September 2012.
  9. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  10. a b c d Windblatt 1/2010 (PDF; 1,6 MB)
  11. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  12. Mehr Windkraft an Land rückt Ökologie ins Blickfeld. In: vdi Nachrichten, 2. September 2011. Abgerufen am 14. September 2011.
  13. Enercon Windblatt 4/2011 (PDF; 1,2 MB). Internetseite von Enercon. Abgerufen am 10. Januar 2012.
  14. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  15. ENERCON stellt neue E-92/2,3 MW Windenergieanlage vor (PDF; 679 kB). Pressemitteilung von Enercon vom 2. April 2012. Abgerufen am 2. April 2012.
  16. Enercon Windblatt 01/2012 (PDF; 1,0 MB). Internetseite von Enercon. Abgerufen am 27. April 2012.
  17. ENERCON errichtet Prototyp der neuen E-92 Baureihe (PDF; 676 kB). Pressemitteilung von Enercon vom 10. Dezember 2012. Abgerufen am 12. Dezember 2012.
  18. http://www.enercon.de/p/downloads/WB_01-2012_de_web.pdf
  19. Windblatt – ENERCON Magazin für Windenergie 3/2011 (PDF; 1,4 MB)
  20. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  21. Halbturn & Andau: 79 neue Windräder. In: ORF, 4. Mai 2012. Abgerufen am 5. Mai 2012.
  22. ENERCON stellt neue E-115 auf der Husum WindEnergy vor. Pressemitteilung von Enercon. Abgerufen am 3. September 2012.
  23. Windblatt 4/2012 (PDF; 1,4 MB). Kundenzeitschrift von Enercon. Abgerufen am 5. Dezember 2012.
  24. Windblatt 1/2008 (PDF; 964 kB).
  25. Windblatt 01/2010 (PDF; 1,6 MB)
  26. Artikel der Volksstimme Magdeburg
  27. Sonne Wind & Wärme, 7/2012, Seite 66
  28. Enercon
  29. http://www.svevind.se/Projects/Default.aspx?lang=en-US
  30. Repowering bietet immenses Potenzial. juwi.de, abgerufen am 11. Juni 2011
  31. on-online.de vom 14. September 2010: Aurich-Georgsfeld: Maschinenhaus sitzt jetzt auf dritter E-126 in Georgsfeld
  32. http://www.wind-projekt.de
  33. http://www.enercon.de/p/downloads/WB_01-2012_de_web.pdf
  34. http://hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=16365&s=8bde80cabf04b93596bd1fcb6ff5a9d8
  35. http://www.windkoepelnop.nl
  36. Neuer Hunsrück-Windpark vereint Energiewende und Naturschutz
  37. www.burgenland.at: Aktuell
  38. ORF-ON, Größte Windkraftanlagen offiziell in Betrieb 22. Februar 2012
  39. Flyer (windvision.com)