Marko Marin

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Marko Marin

Marko Marin im Jahre 2009

Spielerinformationen
Geburtstag 13. März 1989
Geburtsort Bosanska GradiškaSFR Jugoslawien
Größe 170 cm
Position offensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
0000–1996
1996–2005
2005–2006
SG 01 Hoechst
Eintracht Frankfurt
Borussia M'gladbach
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2006–2007
2007–2009
2009–2012
2012–
2013–2014
Borussia M'gladbach II
Borussia M'gladbach
SV Werder Bremen
FC Chelsea
FC Sevilla (Leihe)
16 (3)
68 (8)
116 (13)
6 (1)
18 (0)
Nationalmannschaft
2004–2005
2005–2006
2006–2007
2007–2009
2008–2010
Deutschland U-16
Deutschland U-17
Deutschland U-18
Deutschland U-21
Deutschland
90(0)
160(5)
40(2)
120(1)
160(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14

Marko Marin (* 13. März 1989 in Bosanska Gradiška, SFR Jugoslawien) ist ein deutscher Fußballspieler.

Leben[Bearbeiten]

Als Marko Marin zwei Jahre alt war, wanderten seine serbischstämmigen[1][2] Eltern nach Deutschland aus. Sein Vater Ranko spielte früher selbst Fußball und war als Talentscout bei Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen tätig.[3] Marko Marin wuchs in Frankfurt-Unterliederbach auf, wo seine Eltern noch heute leben.

Marin besuchte zunächst das Leibniz-Gymnasium in Frankfurt-Höchst und später das Gymnasium am Geroweiher in Mönchengladbach, an dem er seine schulische Ausbildung 2007 mit dem Fachabitur abschloss.[3]

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Jugend/Amateur[Bearbeiten]

Marko Marin begann bei der SG 01 Höchst mit dem Fußballspielen. Später spielte er in der Jugend von Eintracht Frankfurt, die er zu Beginn der Saison 2005/06 in Richtung Borussia Mönchengladbach verließ. Schnell gelang ihm dort der Sprung in den Kader der zweiten Mannschaft, wo er bald zu einem Leistungsträger wurde.

Profi[Bearbeiten]

Borussia Mönchengladbach[Bearbeiten]

Nachdem eine Fahrt mit den Profis ins Trainingslager durch Krankheit verhindert worden war, trainierte er nach der Winterpause sporadisch bei den Profis mit. Für das Spiel am 31. März 2007 gegen seinen Ex-Verein Eintracht Frankfurt wurde er von Trainer Jos Luhukay erstmals in den Bundesliga-Kader berufen. In diesem Spiel wurde er in der 63. Minute eingewechselt; ihm gelang eine Freistoßvorlage, die zum 1:1-Ausgleich durch Federico Insúa führte.

Am 13. Juni 2007 unterschrieb Marin einen Profivertrag bis zum 30. Juni 2010 bei der Borussia. Ab diesem Zeitpunkt war er fester Bestandteil des Gladbacher Profikaders. Seine ersten beiden Ligatore für die Borussia erzielte er am 13. April 2008 beim 3:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth. Zudem steuerte er in der Saison 2007/08 insgesamt 13 Torvorlagen bei und gehörte somit zu den erfolgreichsten Torvorbereitern der 2. Liga. Am Saisonende schaffte Marin mit Borussia Mönchengladbach den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, in der er erneut einer der wichtigsten Torvorlagengeber der Mannschaft war.

Werder Bremen[Bearbeiten]

Marin im Dress von Werder Bremen

Zur Saison 2009/10 wechselte Marin zu Werder Bremen[4], wo er die Rücknummer 10 erhielt. Die Ablösesumme betrug 8,2 Millionen Euro. Dort fasste er sofort Fuß und wurde Stammspieler. Marin trat dort vor allem als Partner von Mesut Özil in Erscheinung, so bereitete er in 32 Spielen 14 Tore vor.In den ersten 15 Pflichtspielen der Saison (neunmal Liga, zweimal Pokal, viermal Europa League) kam Marin 15-mal zum Einsatz. Seine häufigen Auswechslungen waren auf die größtenteils verpasste Vorbereitung zurückzuführen. Er war mit der U-21 im Einsatz und verletzte sich zum Ende des Turniers, so dass er eine dreiwöchige Zwangspause hatte einlegen müssen.

FC Chelsea[Bearbeiten]

Zur Saison 2012/13 wechselte Marin zum FC Chelsea.[5] Nachdem er unter Roberto Di Matteo zunächst keine Rolle gespielt hatte und nur einmal im League Cup und zweimal in der U-21 zum Einsatz gekommen war, absolvierte er am 28. November 2012 unter dem neuen Coach Rafael Benítez sein Premier League-Debüt. Beim torlosen Unentschieden gegen den FC Fulham wurde er in der 82. Spielminute für Eden Hazard eingewechselt. Sein erstes Tor für Chelsea erzielte er am 9. Februar 2013 an der Stamford Bridge nach seiner Einwechslung gegen Wigan Athletic zum 4:1-Endstand.

FC Sevilla[Bearbeiten]

Zur Saison 2013/14 wechselte Marin auf Leihbasis in die Primera División zum FC Sevilla.[6] Am 14. Mai 2014 gewann der FC Sevilla das Finale der Europa League mit 4:2 i. E. gegen Benfica Lissabon. Marin selbst wurde in diesem Spiel in der 78. Minute für José Antonio Reyes eingewechselt, musste das Feld aber in der 104. Minute wieder verlassen.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Da Marins Geburtsort in Bosnien und Herzegowina liegt, besaß er bis Ende Januar 2008 die doppelte Staatsbürgerschaft und wäre auch für bosnische Auswahlmannschaften spielberechtigt gewesen. Er entschied sich jedoch für den DFB. Dort durchlief er sämtliche Jugend-Nationalmannschaften bis zur U 18, in denen er zu den Leistungsträgern gehörte. Danach übersprang er die zwei nächsten Auswahlen und wurde am 21. August 2007 gegen Irland zum ersten Mal in der U-21-Nationalmannschaft eingesetzt.

Im Februar 2007 wurde Marin neben Björn Kopplin vom FC Bayern München II und Manuel Fischer vom VfB Stuttgart als einer von drei Deutschen für den UEFA-CAF Meridian Cup, bei dem eine europäische und eine afrikanische U-18-Mannschaft gegeneinander antreten, nominiert. Hier gehörte er zu den Leistungsträgern des europäischen Teams, das sich gegen die afrikanische Auswahl am 27. Februar 2007 mit 6:1 und am 1. März 2007 mit 4:0 durchsetzte.

Marko Marin wurde von Bundestrainer Joachim Löw am 16. Mai 2008 in den erweiterten Kader für die Europameisterschaft 2008 berufen. Im Zuge der EM-Vorbereitung bestritt Marin am 27. Mai 2008 in Kaiserslautern sein erstes Länderspiel gegen Weißrussland. Tags darauf gab Löw bekannt, dass Marin nicht zum deutschen EM-Aufgebot gehören werde.

Am 20. August 2008 erzielte er in einem Freundschaftsspiel gegen Belgien, seinem zweiten A-Länderspiel, sieben Minuten nach seiner Einwechslung seinen ersten Treffer für die DFB-Elf. Am 6. Mai 2010 wurde Marin in den Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika berufen. Dort kam er beim 4:0-Sieg gegen Australien und bei der 0:1-Niederlage im zweiten Vorrundenspiel gegen Serbien als Einwechselspieler zum Einsatz.

Spielweise[Bearbeiten]

Marin ist gelernter Spielmacher, derzeit wird er aber vornehmlich im linken Mittelfeld eingesetzt. Gelobt wird vor allem seine gute Ballbehandlung im Spiel „Eins gegen Eins“. Wegen seiner Ballsicherheit, seiner hohen Geschwindigkeit mit oder ohne Ball am Fuß und seiner Dribbelstärke, aber nicht zuletzt auch wegen seiner geringen Körpergröße wurde er vor allem in den englischen Medien vor seinem Transfer zu Chelsea als German Messi, in Anlehnung an den argentinischen Fußballspieler Lionel Messi, bezeichnet.[8]

Erfolge[Bearbeiten]

Mit dem FC Chelsea
Mit dem FC Sevilla
Mit der Nationalmannschaft
Persönliche Auszeichnungen

Am 18. August 2006 wurde Marin vom DFB die silberne Fritz-Walter-Medaille verliehen. Am 12. September 2007 wurde ihm die gleiche Auszeichnung in Gold überreicht. Im März 2010 wurde er zum Fußballer des Monats gewählt. Im Oktober 2010 erhielt er gemeinsam mit den anderen deutschen Nationalspielern das Silberne Lorbeerblatt vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff für die Leistungen der Nationalmannschaft bei der WM 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marko Marin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.stern.de/sport/fussball/marko-marin-schutz-fuer-den-schelm-657656.html
  2. http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-49506-5.html
  3. a b ''Marko Marin im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  4. werder.de: Einigung: Marko Marin wechselt zu Werder Bremen
  5. Marko Marin wechselt zum FC Chelsea
  6. chelseafc.com: Marin Loan Agreed, 28. Juni 2013
  7. t-online.de: Sevilla gewinnt Europa League nach Elfer-Krimi, abgerufen am 15. Mai 2014
  8. Focus Online: Vorschusslorbeeren vom FC Chelsea - Independent: „Marko Marin ist der deutsche Messi“, abgerufen am 29. April 2012.