Serbische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der Serbischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Serbische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Serbien
Srbija/Србија
Fed serbie.svg
Spitzname(n) Бели Орлови / Beli Orlovi
(dt. "Die weißen Adler")
Verband Fudbalski Savez Srbije
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Nike
Trainer Radovan Ćurčić (interim)
Co-Trainer Srđan Vasiljević
Kapitän Branislav Ivanović, seit 2012
Rekordtorschütze Nikola Žigić (16)
Rekordspieler Branislav Ivanović (48)
Heimstadion Stadion Crvena zvezda, Belgrad
FIFA-Code SRB
FIFA-Rang 25. (791 Punkte)
(Stand: 15. Februar 2012)[1]
Trikotfarben
Trikotfarben
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Heim
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Auswärts
Bilanz
67 Spiele
31 Siege
16 Unentschieden
20 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
TschechienTschechien Tschechien 1:3 Serbien SerbienSerbien
(Uherské Hradiště, Tschechien; 16. August 2006)
Höchste Siege
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 1:6 Serbien SerbienSerbien
(Baku, Aserbaidschan; 17. Oktober 2007)
SerbienSerbien Serbien 6:1 Bulgarien BulgarienBulgarien
(Belgrad, Serbien; 19. November 2008)
SerbienSerbien Serbien 5:0 Rumänien RumänienRumänien
(Belgrad, Serbien; 10. Oktober 2009)
Höchste Niederlage
SerbienSerbien Serbien 0:3 Italien ItalienItalien
(Genua, Italien; 12. Oktober 2010)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2010)
Beste Ergebnisse Vorrunde (2010)
(Stand: 29. Februar 2012)
Die serbische Fußballnationalmannschaft vor dem Spiel gegen Irland in Dublin im Mai 2008
Eintrittskarte zum Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2010 gegen Frankreich im Stadion Crvena Zvezda, Belgrad
Entwicklung Serbiens auf der FIFA-Weltrangliste vom Oktober 2006 bis zum Dezember 2009

Die Serbische Fußballnationalmannschaft (serbisch Фудбалска репрезентација Србије/Fudbalska reprezentacija Srbije) repräsentiert Serbien bei internationalen Wettbewerben im Fußball und untersteht der Leitung des Serbischen Fußballverbandes. Die Mannschaft wird, sowohl von der FIFA als auch von der UEFA, als direkter Nachfolger der Jugoslawischen (bis Februar 2003) und der Serbisch-Montenegrinischen Fußballnationalmannschaft (bis Juni 2006) behandelt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Verwandte Artikel: Jugoslawische Fußballnationalmannschaft und Serbisch-montenegrinische Fußballnationalmannschaft

Eine erste serbische Nationalmannschaft gab es im Königreich Serbien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihr erstes Spiel am 19. Mai 1911 verlor sie gegen den kroatischen Verein NK HAŠK Zagreb mit 0:8. Das zweite Spiel fand ebenfalls gegen den NK HAŠK Zagreb statt und endete in einer 0:6-Niederlage. Mit der Bildung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen nach dem Ersten Weltkrieg ging die serbische Nationalmannschaft in der Jugoslawischen Fußballnationalmannschaft auf.[2]

Nachdem sich Montenegro am 3. Juni 2006 offiziell per vorangegangenem Volksentscheid vom Staatenbündnis Serbien-Montenegro getrennt hatte, wurde die serbische Nationalmannschaft neu formiert. Davon unberührt war jedoch die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Die beiden Nationen bestritten die Spiele der Weltmeisterschaft, trotz Souveränität, noch unter einer Fahne und als eine Mannschaft. Im Anschluss trennten sie sich in serbische und montenegrinische Fußballnationalmannschaft.

Erster Trainer der serbischen Fußballnationalmannschaft nach der Trennung war der Spanier Javier Clemente, der am 20. Juli 2006 einen Zweijahresvertrag beim Serbischen Fußballverband unterzeichnete.

Das erste offizielle Länderspiel der serbischen Fußballnationalmannschaft wurde am 16. August 2006 in Uherské Hradiště gegen die tschechische Auswahl ausgetragen. Serbien trat in diesem Spiel zum ersten Mal als eigenständiger Staat an. Begleitet von der neuen Nationalhymne Bože Pravde, der neuen Fahne Serbiens und neuen Trikots (rote Hemden, blaue Hosen, weiße Stutzen) gewann die Mannschaft das erste Spiel mit 3:1.

Die ersten Pflichtspiele bestritt Serbien in den Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft 2008 in der Gruppe A. Dabei traf das Team um Javier Clemente am 2. September 2006 im Belgrader Marakana Stadion auf die aserbaidschanische Auswahl. Das Spiel endete mit einem 1:0-Heimsieg. Das Spiel wurde vor leeren Rängen ausgetragen. Dies war die Konsequenz der UEFA nach den Fan-Ausschreitungen im bosnischen Sarajevo bei den Qualifikationsspielen zur WM 2006.

Weitere Gegner in dieser Qualifikationsgruppe waren Portugal, Polen, Belgien, Finnland, Armenien und Kasachstan.

Durch das 2:2-Unentschieden im vorletzten Spiel der Vorrundenphase gegen Polen verpasste die Mannschaft die Qualifikation zur Europameisterschaft 2008. Die Konsequenzen musste der Trainer Javier Clemente tragen, dessen Vertrag durch das Verpassen der Qualifikation vorzeitig zum Dezember 2007 vom Verband aufgehoben wurde. Der ehemalige Trainer des FK Partizan Belgrad und der serbischen U-21-Auswahl, Miroslav Đukić, wurde am 25. Dezember 2007 in Belgrad offiziell als Trainer der serbischen Fußballnationalmannschaft und der Olympia-Auswahl vom Serbischen Fußballverband bestätigt. Đukić ist der zweite Trainer der serbischen Auswahl seit Gründung des FSS und zugleich der erste Serbe in diesem Amt. Da Đukić mit der serbischen Auswahl in fünf Spielen keinen Sieg verzeichnen konnte, wurde sein Vertrag im August 2008 fristlos gekündigt.

Đukićs Nachfolger ist Radomir Antić, der bereits Vereine wie den FC Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid trainierte. Mit letzterem wurde er im Jahr 1996 spanischer Meister und Pokalsieger. Mit der serbischen Fußballnationalmannschaft gelang es Antić, sich am 10. Oktober 2009, dem vorletzten Spieltag in der Gruppe 7, mit einem 5:0-Sieg gegen Rumänien, vorzeitig den ersten Platz und der damit verbunden direkten Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zu sichern. Das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Litauen, steht im Verdacht der UEFA, durch den suspendierten bulgarischen Schiedsrichter Anton Genov, manipuliert worden zu sein [3]. Dabei wurden den Litauern zwei zweifelhafte Strafstöße zugesprochen. Das Spiel endete mit einem 2:1-Sieg für Litauen.

In der Vorrunde der Weltmeisterschaft 2010 traf die serbische Mannschaft auf Ghana, Deutschland und Australien und schied aus.

Vladimir Petrović übernahm im September 2010, nach internen Unstimmigkeiten des Verbands und Radomir Antićs, den Trainerposten der Nationalmannschaft.

In Warschau wurde die serbische Nationalmannschaft am 7. Februar 2010 in die Qualifikationsgruppe C zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine gelost. Dort traf sie auf die Mannschaften Italien, Nordirland, Slowenien, Estland und die Färöer. Für die EM konnte sie sich jedoch nicht qualifizieren. Nachdem das entscheidende Spiel gegen Slowenien mit 0:1 verloren wurde, gaben sowohl Mannschaftskapitän Dejan Stanković als auch Nemanja Vidić ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Am 14. Oktober 2011, drei Tage nach dem Spiel, trennte sich zudem der serbische Fußballverband mit sofortiger Wirkung von Trainer Vladimir Petrović. Als Interimstrainer wurde am 18. Oktober 2011 sein Co-Trainer Radovan Ćurčić benannt, der aber nur für zwei Freundschaftsspiele im November die Mannschaft betreuen wird. [4]

Am 30. Juli 2011 wurde die serbische Nationalmannschaft von der FIFA in die Qualifikationsgruppe A zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gelost. Dabei trifft Sie auf die Nationalmannschaften Belgiens, Kroatiens, Mazedoniens, Schottlands und auf die walisische Nationalauswahl.

[Bearbeiten] Serbische Nationalspieler und Trainer

[Bearbeiten] Kader 2012

Nummer Spielername Verein Geburtstag Einsätze Tore
Torhüter
- Vladimir Stojković SerbienSerbien FK Partizan Belgrad 28. Juli 1983 39 0
- Damir Kahriman UkraineUkraine Tawrija Simferopol 19. Nov. 1984 4 0
Abwehr
6 Branislav Ivanović EnglandEngland FC Chelsea 22. Feb. 1984 48 6
20 Neven Subotić DeutschlandDeutschland Borussia Dortmund 10. Dez. 1988 29 1
11 Aleksandar Kolarov EnglandEngland Manchester City 10. Nov. 1985 29 0
16 Ivan Obradović SpanienSpanien Real Saragossa 25. Juli 1988 19 1
5 Slobodan Rajković DeutschlandDeutschland Hamburger SV 03. Feb. 1989 12 0
- Duško Tošić SerbienSerbien FK Roter Stern Belgrad 19. Jan. 1985 10 1
2 Pavle Ninkov FrankreichFrankreich FC Toulouse 20. Apr. 1985 8 0
- Dušan Basta ItalienItalien Udinese Calcio 18. Aug. 1984 3 0
- Matija Nastasić ItalienItalien AC Florenz 28. Mär. 1993 1 0
Mittelfeld
4 Gojko Kačar DeutschlandDeutschland Hamburger SV 26. Jan. 1987 24 0
7 Zoran Tošić RusslandRussland PFK ZSKA Moskau 28. Apr. 1987 39 7
- Boško Janković ItalienItalien CFC Genua 01. Apr. 1984 29 5
8 Nenad Milijaš EnglandEngland Wolverhampton Wanderers 30. Apr. 1983 25 4
17 Miloš Krasić ItalienItalien Juventus Turin 01. Nov. 1984 46 3
18 Miloš Ninković UkraineUkraine Dynamo Kiew 25. Dez. 1984 25 0
15 Radosav Petrović EnglandEngland Blackburn Rovers 08. Mär. 1989 26 1
22 Zdravko Kuzmanović DeutschlandDeutschland VfB Stuttgart 22. Sep. 1987 45 6
18 Dušan Tadić NiederlandeNiederlande FC Groningen 20. Nov. 1988 4 0
- Aleksandar Ignjovski DeutschlandDeutschland Werder Bremen 27. Jan. 1991 2 0
- Filip Đuričić NiederlandeNiederlande SC Heerenveen 30. Jan. 1992 1 0
Angriff
14 Milan Jovanović BelgienBelgien RSC Anderlecht 18. Apr. 1981 44 11
9 Marko Pantelić GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus 15. Sep. 1978 40 10
19 Nikola Žigić EnglandEngland Birmingham City 25. Sep. 1980 44 16
- Lazar Marković SerbienSerbien FK Partizan Belgrad 02. Mär. 1994 1 0
21 Miralem Sulejmani NiederlandeNiederlande Ajax Amsterdam 05. Dez. 1988 9 0
- Stefan Šćepović IsraelIsrael Hapoel Akko 10. Jan. 1990 1 0
Trainer
- Radovan Ćurčić (interim) - 01. Okt. 1972 4 -

[Bearbeiten] Ehemalige Trainer

[Bearbeiten] Länderspiele

[Bearbeiten] Länderspiele im Jahr 2012 und 2013

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die bisher geplanten Länderspiele in den Jahren 2012 und 2013. Insbesondere Freundschaftsspiele werden häufig kurzfristig angesetzt, sie sind deshalb bisher nur unvollständig enthalten.

Datum Gegner Resultat Austragungsort Art des Spiels
28. Feb. 2012 ArmenienArmenien Armenien 2:0 Tsirion Stadion, Limassol Freundschaftsspiel
29. Feb. 2012 Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 0:0 GSZ Stadion, Larnaka Freundschaftsspiel
31. Mai 2012 FrankreichFrankreich Frankreich -:- Stade Auguste-Delaune, Reims Freundschaftsspiel
05. Juni 2012 SchwedenSchweden Schweden -:- Råsundastadion, Solna Freundschaftsspiel
08. Sep. 2012 SchottlandSchottland Schottland -:- Hampden Park, Glasgow Qualifikation zur WM 2014
11. Sep. 2012 WalesWales Wales -:- Crvena Zvezda, Belgrad Qualifikation zur WM 2014
12. Juni 2012 BelgienBelgien Belgien -:- Crvena Zvezda, Belgrad Qualifikation zur WM 2014
16. Okt. 2012 MazedonienMazedonien Mazedonien -:- Philip-II-Arena, Skopje Qualifikation zur WM 2014
22. Mär. 2013 KroatienKroatien Kroatien -:- Stadion Poljud, Split Qualifikation zur WM 2014
26. Mär. 2013 SchottlandSchottland Schottland -:- Crvena Zvezda, Belgrad Qualifikation zur WM 2014
07. Juni 2013 BelgienBelgien Belgien -:- König-Baudouin-Stadion, Brüssel Qualifikation zur WM 2014
06. Sep. 2013 KroatienKroatien Kroatien -:- Crvena Zvezda, Belgrad Qualifikation zur WM 2014
10. Sep. 2013 WalesWales Wales -:- Millennium Stadium, Cardiff Qualifikation zur WM 2014
15. Okt. 2013 MazedonienMazedonien Mazedonien -:- Crvena Zvezda, Belgrad Qualifikation zur WM 2014

[Bearbeiten] Internationale Wettbewerbe

[Bearbeiten] Teilnahme Serbiens an der Fußball-Weltmeisterschaft

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis …
1930–1992 war Teil der SFR Jugoslawien
1992–2003 war Teil der BR Jugoslawien
2003–2006 war Teil von Serbien und Montenegro
2010 Südafrika Vorrunde

[Bearbeiten] Teilnahme Serbiens an der Fußball-Europameisterschaft

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis …
1960–1992 war Teil der SFR Jugoslawien
1992–2003 war Teil der BR Jugoslawien
2003–2006 war Teil von Serbien und Montenegro
2008 Schweiz und Österreich nicht qualifiziert
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert

[Bearbeiten] Spielorte

Hauptartikel: Stadion Roter Stern
Marakana-Stadion in Belgrad, Heimstadion der Nationalmannschaft

Die Nationalmannschaft bestreitet ihre Heimspiele bevorzugt im Stadion des FK Roter Stern, dem sogenannten Marakana in Belgrad. Den Namen erhielt es, aufgrund seines enormen Fassungsvermögens von damals mehr als 100.000 Plätzen, in Anlehnung an das Maracanã in Rio de Janeiro.

Mitte der 1990er folgte der Umbau des Stadions und die Anpassung an die UEFA-Sicherheitsverordnungen und -Komfortstandards. Heute fasst es 55.000 Sitzplätze und ist somit das größte Stadion Serbiens.

Ausgewichen wird in Ausnahmefällen auf das Partizan-Stadion, dem Heimstadion FK Partizans. Dies kann bis zu 32.710 Fans beherbergen und ist geografisch in unmittelbarer Nähe zum Marakana.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellenangaben

  1. FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Februar 2012. Abgerufen am 15. Februar 2012
  2. http://fss.rs/sr/savez/istorijat.html Fudbalski Savez Srbije; Istorija]
  3. Prljavi Bugarin namestio i "orlove"
  4. FIFA.com: Co-Trainer Curcic befördert

[Bearbeiten] Weblinks

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