RTL Radio

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RTL Radio
Senderlogo
Allgemeine Informationen
Empfang analog terrestrisch (UKW, MW), Kabel, Satellit
Sendegebiet DeutschlandDeutschland Deutschland
LuxemburgLuxemburg Luxemburg
Eigentümer RTL Group
Geschäftsführer Holger Richter
Sendestart 15. Juli 1957
Rechtsform Privatrechtlich
Liste der Hörfunksender

RTL RADIO (ehemals Radio Luxemburg) ist ein deutschsprachiger Radiosender mit Sitz in Luxemburg (ab 2016 Berlin), der luxemburg- und deutschlandweit via Kabel, Satellit und gebietsweise auch über UKW sendet und zudem auch europaweit via Satellit sendet. Das Programm erreicht rund 600.000 Hörer pro Arbeitstag und hat damit einen deutschlandweiten Marktanteil von 0,8%[1].

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprung[Bearbeiten]

Hauptartikel: RTL (Frankreich)

Radio Luxemburg bzw. das heutige RTL RADIO hat seinen Ursprung beim Sender Radio Luxembourg (heute RTL), das am 15. März 1933 als erster Privatsender Europas gestartet war. Wegen des Verbots kommerziellen Radios in Ländern wie das Vereinigte Königreich, Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland sendete dieses Programm bis in die 1980er Jahre aus Luxemburg, mit Programmen in mehreren Sprachen. Die englischen Sendungen begannen 1933 und wurden weitgehend von der Werbeindustrie bestritten, die ihre eigenen Produktionsstätten und Moderatoren hatte, um ihre Produkte flächig zu präsentieren.[2] In Südengland und Irland positionierte sich „Radio Luxembourg“ als Konkurrent gegen die BBC und galt wegen seines nicht zugelassenen, vom Ausland einstrahlenden Status als Vorläufer des Piratenradios.[3] Ebenfalls 1933 startete das "flämische Programm" von Radio Luxembourg, das in niederländischer Sprache aus Brüssel gesendet wurde. Seit 1966 nennt sich Radio Luxembourg, das sich als reines französischsprachiges Radio verselbstständigt hat, offiziell nur noch RTL.

1950er Jahre[Bearbeiten]

Das in den 1950er- und 1960er-Jahren überaus populäre deutschsprachige Programm von Radio Luxembourg startete am 15. Juli 1957 mit dem Moderator Peter Perleberg zunächst als Testprogramm.[4] Es wurde auf der Mittelwellenfrequenz 208 m/1439 kHz (später 1440 kHz) und auf der Kurzwellenfrequenz 6090 kHz im 49-m-Band ausgestrahlt. Produziert wurde es in der Villa Louvigny.[5] Auf Mittelwelle 208 m/1439 kHz hingegen startete ab 19:00 Uhr das englischsprachige Programm „2-0-8“ von Radio Luxemburg. Sendezeit des deutschsprachigen Programms war zunächst zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr, bereits im November 1957 wurde es auf vier Stunden verlängert.[6] Im Dezember 1962 kam der UKW-Kanal 33 (97,0 MHz) hinzu, sodass die zunächst „3 fröhlichen Wellen” bis weit nach Nordrhein-Westfalen hinein nun täglich von 6 bis 21 Uhr auch gut auf UKW zu empfangen waren. Bereits am 1. Januar 1960 wurde die Mittelwelle 208 Meter auf 600 Kilowatt verstärkt.[7] Als vierte fröhliche Welle kam im April 1967 dann noch der UKW-Kanal 6 (88,9 MHz) hinzu. Seit 1957 wurde als Erkennungsmelodie der Instrumentaltitel Belle of the Ball von Leroy Anderson verwendet und nach zehn Jahren am 27. September 1967 durch Happy Luxemburg von James Last ersetzt. Neben dieser stationsbezogenen Erkennungsmelodie besaßen auch einzelne Programmserien wie die Hitparade eigene Identifikationsmelodien.

Während die Sendezeit zunächst nur eine Stunde betrug, wurde sie bereits im November 1957 auf vier Stunden verlängert. Vorher sendete das flämische Programm, am Abend das englische. Eine der ersten deutschen Moderatorinnen war Lilibert (Elisabeth), Gattin des Schlagerproduzenten Hans Bertram. Im April 1958 kam der legendäre Camillo Felgen zum Sender und wurde dort Chefsprecher des deutschen Programms. Am 6. April 1958 sendete Felgen erstmals eine Hitparade in deutscher Sprache. Die ersten Löwen (eine 2,5 Kilogramm schwere Trophäe in Gold, Silber und Bronze) von Radio Luxemburg wurden am 30. April 1959 in der Essener Grugahalle verliehen.[6]

1960er und 1970er Jahre[Bearbeiten]

In den Teilen Deutschlands, wo die „4 fröhlichen Wellen“ von Radio Luxemburg wegen der Nähe zu Luxemburg empfangen werden konnten, erreichte der Sender bei den jüngeren Zuhörern Kultstatus. Da die ansonsten konkurrenzlosen öffentlich-rechtlichen Radiosender der ARD nur ein sehr konservatives Programm mit höherem kulturellen Anspruch und fast keine Popmusik ausstrahlten, war RTL-Radio Luxemburg für sie - neben BFBS, AFN, CFN oder Piratensendern - die einzige Möglichkeit, neue Popmusik zu hören. Wegen des wachsenden Erfolgs wurde das deutsche Nachmittagsprogramm zügig zum Ganztagsprogramm ausgebaut. Bereits Ende der 1960er Jahre sendete das deutsche Programm vom 6 bis 9 Uhr und von 12 bis 19.30 Uhr auf der bis weit nach Deutschland hineinreichenden Mittelwelle, die 1968 auf 1.200 Kilowatt verstärkt und somit einer der stärksten Mittelwellensender Europas wurde[8]; von 6 bis 1 Uhr war es zudem im näheren Umkreis des Großherzogtums über UKW zu empfangen.[9] Mehr als 15 Millionen deutsche Zuhörer verfolgten das Programm, das etwa 40 Millionen DM Werbeeinnahmen erbrachte.[10] Das flämische Programm schrumpfte unterdessen auf drei Stunden am Vormittag (9 bis 12 Uhr) und schließlich auf anderthalb bzw. in den 1970er Jahren nur noch eine halbe Stunde am frühen Abend (18 bis 19.30 Uhr bzw. 19 bis 19.30 Uhr) vor dem weiterhin sehr erfolgreichen englischen Programm, mit Sprechern wie z.B. Tony Prince. Hohe Einschaltquoten erreichten im deutschen Programm samstags vor allem „Die Großen Acht“ (u. a. moderiert von Camillo Felgen, Frank Elstner – ab 14. Januar 1964 beim Sender, ab Mai 1973 Leiter des deutschsprachigen Programms[8] –, Jochen Pützenbacher, Viktor Worms) und sonntags die „Hitparade“ (u. a. moderiert von Camillo Felgen, Frank Elstner, Oliver Spiecker, Thomas Gottschalk, Jörg Ebner). Zur Ermittlung der „Großen Acht“ wurden große Plattengeschäfte im deutschen Verbreitungsgebiet live in der Sendung abwechselnd angerufen und nach ihrer Single-Verkaufshitparade befragt. Man konnte in diesen Geschäften beobachten, dass beim Kauf einer Schallplatte tatsächlich eine Strichliste geführt wurde. Bei der „Hitparade“ stimmten die Hörer per Postkarte oder in ausgewählten Sparkassen per Stimmbox und Stimmzettel in Nordrhein-Westfalen ab. Als Anreiz wurden Preise ausgelobt, deren Gewinner in der Sendung gezogen wurden. Im Frühjahr 1968 verließ der legendäre Camillo Felgen den Sender, da er sich fortan dem Fernsehen widmen wollte.[8]

Von 1969 bis 1972 veranstaltete der Sender jährlich den Grand Prix RTL International, einen an den Grand Prix Eurovision der EBU angelehnten Musikwettbewerb.

1977 startete Radio Luxemburg die Kindertage, einer jährlichen Sendung, bei denen von 6 bis 18 Uhr Kinder das Programm machen konnten.[11]

1979 wurden von Wolfgang Rositzka die Sketchreihe Die Puhvogels erfunden, die er zusammen mit Axel Fitzke spielte.[12][13]

1980er Jahre[Bearbeiten]

Im September 1983 gab Radio Luxemburg die Gründung eines deutschsprachigen TV-Programms mit Namen RTLplus bekannt, dessen Testsendungen ab 3. Oktober 1983 begannen. Offizieller Start war am 2. Januar 1984.[14] Am 1. Januar 1988 zog der ehemalige Ableger RTLplus nach Köln, um im sich öffnenden deutschen Medienmarkt präsent zu sein.

Am 2. Mai 1988 wurde RTL-Radio Luxemburg erst zu RTL Hörfunk und schließlich am 1. Oktober 1990 neu gestartet, auf die 25- bis 45-jährigen fokussiert und in RTL Radio umbenannt.

1990er Jahre[Bearbeiten]

1990 entstand in Stuttgart das Network- und Regionalprogramm RTL Radio Baden-Württemberg, das auch andere Lokalsender in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit Programmstrecken belieferte. Das innovative Programm, bei dem durch Fernsteuerung jeweils die lokalen Kennungen und Werbungen ausgelöst werden konnten, wurde 1994 eingestellt, weil die Politik einem überregionalen privaten Rundfunk keine Zukunft einräumte. Bekannte Stimmen aus der Zeit in der Stuttgarter Heusteigstraße sind unter anderem Tobias Geißner, Unterhaltungschef des Senders, Jürgen Kaul, heute bei Bayern3; oder auch Kai Karsten, heute bei SWR3 erfolgreich. Dagegen sendet das 1991 gegründete Berliner Stadtradio 104.6 RTL auch heute noch.

Am 2. November 1992 wurde RTL Radio zu einem reinen Oldiesender[15] mit der Faustregel, ein Oldie sei alles, „was 14 Jahre und älter ist“, so dass jedes Jahr zum 1. Januar ein neuer Jahrgang hinzukam. Dementsprechend kamen ab 1994 auch die 80er hinzu, wodurch der vormalige Slogan Die größten Hits der 50er, 60er und 70er – RTL, der Oldiesender! zu RTL RADIO - Die größten Oldies! wurde.

Hauseigene Sketchserien des Oldiesenders, wie etwa Die Staumeiers oder Das Chaoskrankenhaus liefen in ganz Deutschland auf anderen Radiosendern mit den Stimmen der RTL-Radio-Moderatoren (zum Beispiel als Die Radio Hamburg Staumeiers), ohne dass bei anderen Sendern auf die Herkunft der Sketche hingewiesen wurde. Die Sketchreihe Raumschiff Sonderpreis (mit den Figuren Kpt. Kork, Mr. Spuck und dem notorisch betrunkenen Schiffsarzt Pulle) lief auf RTL Radio während der Zeit als Oldiesender jahrelang, bevor Michael „Bully“ Herbig die Reihe Unser (T)Raumschiff in seiner Bullyparade einführte.

Im Sommer 1996 benannte sich RTL – Der Oldiesender nach vier Jahren wieder in RTL RADIO um.[15]

Heute[Bearbeiten]

Vom Konzept des Oldiesenders rückten die Verantwortlichen aber vor ein paar Jahren wieder ab und senden seit Dezember 2002 neben den Oldies auch die besten Hits der 80er, 90er und von heute; Der Claim von RTL RADIO wurde nun erst Die besten Hits mit Gefühl, gegenwärtig lautet er Die besten Hits aller Zeiten.[15]

Vom 1. Januar 2005 bis 1. Mai 2011 sendete RTL RADIO ein digitales Versuchsprogramm auf der Kurzwellenfrequenz 6095 kHz und auf der Mittelwellenfrequenz 1440 kHz.[15]

Das Programm umfasst Musik von den 1960ern bis heute, Nachrichten aus aller Welt und Deutschland-Wetter, unterhaltsame Rubriken, Informationen zum Tagesgeschehen und Gewinnspiele.

Zum Moderationsteam gehören Julia Siegel, Kirsten Frintrop, Alex John, Helmer Litzke, Andree Werner und Andreas Radtke. (Stand: Januar 2014)

Zum Redaktionsteam gehören u. a. Frank Jaeger, Christian Runne, Mikael Hoffmann und Peter Fath. (Stand: Januar 2014)

Von Dezember 2008 bis Dezember 2013 sendete RTL RADIO auf den UKW–Frequenzen 93,3 und 97,0 rund um die Uhr ein eigenes Programm für Luxemburg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Ostbelgien und Lothringen (QuattroPole-Städtenetz). Das Programm umfasste ein moderneres "Hot AC" Programm mit Musik der 1980er bis heute, Informationen aus aller Welt und aus der Großregion, Veranstaltungstipps für die Großregion, regionale Sportinfos und Spezialsendungen, z.B. „TBB Trier - Basketball live“ mit Sportreporter und TBB-Hallensprecher Chris Schmidt oder „Menschen unserer Großregion“ mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Sendegebiet. Am 23. Dezember 2013 wurde das Regionalprogramm eingestellt und das bundesweite "RTL RADIO - die besten Hits aller Zeiten" kehrt wieder auf seine UKW-Frequenzen 93,3 und 97,0 zurück.

Nach einer ersten Entlassungswelle zum Jahreswechsel 2013/2014 wurden am 7. Februar 2014 die wenigen, verbliebenen Mitarbeiter von RTL RADIO darüber informiert, dass der Sender im September 2016 nach Berlin umziehen und seine Studios in Luxemburg aufgeben wird. Allen acht festangestellten Mitarbeitern wurde ein Umzug nach Berlin angeboten, die noch verbliebenen freien Mitarbeiter werden über September 2016 nicht weiterbeschäftigt. Damit endet nach 59 Jahren die Geschichte des deutschsprachigen RTL-Programms aus Luxemburg. [16]

Das Jubiläum zu 50 Jahre RTL-Radio Luxemburg[Bearbeiten]

Am 15. Juli 2007 um 15:00 Uhr, genau 50 Jahre nach der Aufschaltung von Radio Luxemburg (1957), feierten bis zu 350 ehemalige und derzeitige Mitarbeiter das große Jubiläum der „4 fröhlichen Wellen“. Die Feier wurde nach einem Treffen auf dem Kirchberg in der RTL-Group Zentrale, ab 20:00 Uhr auf dem Moseldampfer „MS Roude Léiw“ in Remich fortgesetzt.

Die Ehefrau von RTL Programm-Legende Camillo Felgen, Marianna, wurde an diesem Abend mit einem „außerordentlichen“ goldenen RTL-Löwen für das Lebenswerk ihres am 16. Juli 2005 verstorbenen Mannes ausgezeichnet. Überreicht wurde diese Auszeichnung vom derzeitigen RTL RADIO-Direktor Holger Richter.

Leiter[Bearbeiten]

Direktoren[Bearbeiten]

Zeitraum Direktoren
1957 bis 1964 Claude Fischer
1964 bis 1973 Helmut Stoldt
1973 bis 1983 Frank Elstner
1983 bis 1988 Helmut Thoma
1988 bis 1989 Arno Müller
1990 bis 1995 Bernd Britten
1995 bis 2014 Holger Richter
ab 1. September 2014 Frank Jaeger[17]

Programmleiter[Bearbeiten]

Zeitraum Programmleiter
1988 bis 1989 Hubert Terheggen
1990 bis 1999 Bernt von zur Mühlen
1999 Alain Berwick
seit 2000 Holger Richter

Studios[Bearbeiten]

Radio Luxemburg sendete überwiegend aus dem Studio 4 der Villa Louvigny im Parc Municipal in Luxemburg. Am 2. Januar 1976 wurde Studio Bonn gegründet[18], im Juli 1981 folgte ein Studio in Düsseldorf-Oberkassel[19] (Studioleiter: Max Schautzer), in dem insbesondere die Sendungen „Mister Morning“ und „Die großen Acht“ aufgenommen wurden. Der Verkehrswarnfunk von RTL-Radio Luxemburg, live aus dem Düsseldorfer Landesinnenministerium, galt als einer der Besten und wurde damals sogar vom „Stern“ ausdrücklich gelobt. Unterstützt von den Ford-Werken in Köln, ausgerüstet mit Autotelefonen, die auf Kosten des Senders betrieben wurden, berichteten Fahrer, die vom DRK eingesetzt wurden, live über den Sender von den Autobahnen über Verkehrsstaus und beschafften nähere Informationen direkt von den Polizeidienststellen vor Ort.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Spitzenzeiten hatte Radio Luxemburg täglich mehr als 21 Millionen Hörer, hauptsächlich in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Mit dem „weißen Wagen“ von RTL-Radio Luxemburg war man jeden Monat mit Promotion-Gewinnspielen bei Einkaufszentren, Verbrauchermärkten und Supermärkten live vor Ort. Die Werbeindustrie schaltete sämtliche Spots und Gewinnspiele auf den „4 fröhlichen Wellen“ von Radio Luxemburg über die Werbeagentur IPA in Frankfurt am Main.

RTL-Radio Luxemburg hatte auch einen eigenen Radio- und TV-Club, den man „Hallo RTL“ nannte und dessen Clubheft monatlich seit Oktober 1977 kostenlos erschien.[11] RTL-Radio Luxemburg war auch regelmäßig bei der Düsseldorfer Messe „boot“ und bei der Berliner Funkausstellung mit Stand und Live-Sendungen vertreten. Die RTL-Löwenverleihung lockte alljährlich über 15.000 Hörer in die Dortmunder Westfalenhalle zur Preisverleihung. Weitere populäre Sendungen waren die „Funkkantine“ und der „Fröhliche Wecker“ sowie „RTL 12 Uhr mittags“, die „RTL-Torparade“ und die „Hits von der Schulbank“ sowie „Ein Tag wie kein anderer“.

Moderatoren[Bearbeiten]

Die beliebtesten und bekanntesten Moderatoren der 4-fröhlichen Wellen waren Camillo Felgen, „Franz“ (Enno Spielhagen), „Ferdy“ (Waldemar Müller), Frank Elstner, Dieter Thomas Heck, Helga Guitton, Jochen Pützenbacher, „Metty“ Matthias Krings, Lou van Burg, Thomas Gottschalk, Monika Georges, Brigitte Kiefer, Désirée Nosbusch, Anke Engelke, Rolf Zuckowski, Georg Bossert, Reinhard Münchenhagen, Barbara Gansauge, Klaus A. „Charly“ Heller, Felix Parbs, Kristina Hertel, Achim Graul, Rolf Röpke, Klaus Bungert, Rainer Holbe, Patrick Lynen, „Onkel Acki“ Axel Fitzke, Benno Weber, Hugo-Egon Balder und Inga Abel (Mahlzeit), Biggi Lechtermann und Tommi Ohrner, Björn-Hergen Schimpf, Edy Hildebrandt, Oliver Spiecker, Günter Meyer, Michael Wirbitzky, Thomas Germann, Viktor Worms, Carlheinz Hollmann, Iff Bennett, Martin Schwarze, Peter Trunk, Wolfgang Rositzka, Hans Meiser, Ulf Posé, Heinz Siebeneicher, Willy Knupp, Haidy Jacobi, Monika Georges, Walter Freiwald, Carlheinz Hollmann, Fritz Walter, Geert Müller-Gerbes und Dave Christian.

In den Sommermonaten zur Urlaubszeit moderierten u. a. auch Ulla Norden, Jürgen Marcus sowie Volker Lechtenbrink als Vertretung. James Last produzierte im Jahre 1967 eigens für die 4-fröhlichen Wellen die Erkennungsmelodie Happy Luxemburg. Das Studio-Orchester Peter Orloff produzierte für die Sendung RTL- 12 Uhr mittags das Indikativ. Rückblickend gesehen erwies sich die Tätigkeit bei den 4-fröhlichen Wellen von RTL-Radio Luxemburg für einige von ihnen als Sprungbrett zu ihrer späteren Hörfunk- und Fernsehkarriere in Deutschland. Erst als die ARD-Rundfunkanstalten im Verbreitungsgebiet, allen voran der Südwestfunk mit seinem Programm SWF3 auch die jüngeren Zuhörer entdeckten, schwand die Popularität von RTL-Radio Luxemburg.

Radio Luxemburg (Die 4-fröhlichen Wellen) hatte eine wachrüttelnde Auswirkung auf die Radiolandschaft in seinem Sendegebiet. Der lockere und persönlichere Stil im Radio ging von diesen Gebieten aus und prägte auch andere Programme - zunächst in diesem Gebiet z.B. bei SWF3.

Empfang[Bearbeiten]

Heute wird die Mittelwellenfrequenz 1440 kHz zeitweise noch immer von dem deutschsprachigen RTL RADIO benutzt, spielt jedoch für die Mehrzahl der Hörer keine Rolle mehr. Ansonsten nutzten Radio China International sowie verschiedene Missionswerke die Mittelwellenfrequenz.

Das für Deutschland gesendete Programm von RTL RADIO (rtlradio.de) ist neben der Mittelwelle auch über folgende Wege zu empfangen:

  • ASTRA 19.2, digital Transponder: 111, Frequenz: 12,604 GHz[20]
  • deutschlandweit in den Kabelnetzen.
  • über die RTL RADIO App (Apple, Android)

Neben dem Programm "RTL RADIO" ist über Satellit auch ein "RTL 1440" genanntes Programm zu empfangen, das bis auf Radio China International dem Mittelwellenprogramm mit den religiösen Sendungen entspricht.

Vom 1. Dezember 2008 bis 23. Dezember 2013 sendete RTL RADIO auf den UKW–Frequenzen 93,3 und 97,0 unter dem Namen RTL Radio 93.3 und 97.0 ein Regionalprogramm für die Großregion rund um das Quattropole-Städtenetz Luxemburg, Trier, Metz und Saarbrücken. Man konnte es aber auch in der Wallonie und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens empfangen. Das Empfangsgebiet reichte ca. von Verdun im Westen bis Mainz im Osten sowie Köln im Norden und Nancy im Süden. Dieses Programm hatte keinerlei programmliche Verbindung zu RTL RADIO. Mitte Dezember 2013 wurde bekannt, dass dieses Programm zum 23. Dezember 2013 eingestellt wurde und ab 19 Uhr nach fünf Jahren wieder RTL RADIO aufgeschaltet wurde. Eine Entscheidung, die bei den regionalen Hörern von RTL RADIO weitgehend auf negative Resonanz gestoßen ist. [21]

Auf der Mittelwellenfrequenz 1440 kHz wird das deutschsprachige RTL RADIO mit Stand vom August 2014 täglich von 5 bis 8 Uhr sowie von 13 bis 19:30 Uhr verbreitet.[22] In der übrigen Zeit senden Radio China International sowie religiöse Veranstalter, vorrangig das schweizerische Missionswerk Freundesdienst und das deutsche Missionswerk Werner Heukelbach. Hierzu wird das RTL-Programm mit dem Hinweis "RTL RADIO - Sie hören nun das religiöse Programm" unterbrochen.

Sendeanlagen[Bearbeiten]

Die Sendeanlagen von RTL RADIO stehen in Marnach (Mittelwelle), in Düdelingen und in Hosingen (UKW). Von 2008 bis 2013 wurden die UKW-Frequenzen vom neu geschaffenden RTL Radio 93.3 und 97.0 genutzt. Zwischen 2008 und 2013 wurde RTL RADIO ausschließlich über die Mittelwelle terrestrisch verbreitet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2014/luxemburg.html
  2. Das bekannteste Beispiel für diese, das laufende Programm kennzeichnenden Werbesendungen war The League of Ovaltineys (für Ovomaltine), ausgestrahlt immer sonntags um 17.30 Uhr, ab dem Jahr 1934, und mit Kriegsunterbrechnungen bis in die 1950er Jahre. Siehe dazu den englischen Wikipedia-Artikel über Ovaltine.
  3. Andrew Crisell: An Introductory History of British Broadcasting, Chapman & Hall 2002, S. 47 f.
  4. RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 4. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  5. RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 9. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  6. a b RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 12. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  7. RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 14. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  8. a b c RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 19. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  9. RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 15. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  10. DER SPIEGEL Nr. 37/1968 vom 9. September 1968, Mit doppelter Kraft, S. 126
  11. a b RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 27. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  12. http://www.radio-journal.de/luxi/rtlradio-chronik/1979/1979-2.htm
  13. http://www.radio-journal.de/interviews/radiomacher/wolfgang-rositzka/story.htm
  14. RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 36. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  15. a b c d RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 38. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  16. Luxemburger Tageblatt: RTL-Radio zieht nach Berlin um. 7. Februar 2014, abgerufen am 7. Februar 2014.
  17. Radioszene: Holger Richter verlässt RTL RADIO. 9. August 2014, abgerufen am 13. August 2014.
  18. RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 25. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  19. RTL Radio: Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007, Seite 31. Abgerufen am 21. Dezember 2013.
  20. http://www.digitalfernsehen.de/RTL-Radio-wechselt-Frequenz-auf-Astra-19-2-Grad-Ost.106153.0.html
  21. Luxemburger Wort: RTL Radio stellt Fensterprogramm für Großregion ein. 3. Dezember 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013.
  22. Kai Ludwig: China zehn Stunden täglich auf 1440 kHz. radioeins Medienmagazin, 25. September 2013, abgerufen am 21. Dezember 2013.

49.6377536.163716Koordinaten: 49° 38′ 16″ N, 6° 9′ 49″ O