Randstad Holding

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RANDSTAD HOLDING nv
Randstad Logo.svg
Rechtsform Naamloze Vennootschap
ISIN NL0000379121
Gründung 1960
Sitz Diemen, Niederlande
Leitung Ben Noteboom, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 581.700 (2012)[1]
Umsatz 17,1 Mrd (2012)[1]
Branche Personaldienstleistung
Website www.randstad.com

Die RANDSTAD HOLDING nv ist ein internationaler Personaldienstleister mit Sitz in Diemen bei Amsterdam. Der Name geht auf das gleichnamige Ballungsgebiet im Westen der Niederlande zurück, wo das Unternehmen gegründet wurde. Randstad ist heute in über 40 Ländern[2] mit 4.500 Niederlassungen vertreten, darunter auch in Deutschland mit der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG.[1]

Im Jahr 2012 erzielte der Konzern mit rund 29.300 internen Mitarbeitern einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro. Damit ist die Randstad Holding der zweitgrößte Personaldienstleister weltweit.

Geschichte[Bearbeiten]

1960 gründete Frits Goldschmeding das Unternehmen Randstad in Amstelveen – damals unter dem Namen „Uitzendbureau Amstelveen“, 1964 wurde es in „Randstad Uitzendbureau“ umbenannt. 1965 begann die Ausweitung nach Belgien, wenig später erfolgte die Erschließung der Märkte in England und Deutschland. 1978 wurde der Unternehmensname in „Randstad Holding nv“ geändert. Zwanzig Jahre nach der Gründung lag der Konzernumsatz bei 500 Millionen Niederländischen Gulden (umgerechnet: 226 Millionen Euro).

Zum 25-jährigen Bestehen 1985 war die Randstad Holding mit 257 Ablegern in vier Ländern (1.600 innerbetriebliche Mitarbeiter, 35.000 Zeitarbeitnehmer) aktiv. Fünf Jahre später folgte die Erstnotierung der Randstad Holding an der Euronext Amsterdam. Das Nettoeinkommen betrug mehr als 90 Millionen Niederländische Gulden (40 Millionen Euro). Im selben Jahr eröffnete der neue Hauptsitz in Diemen.

Die Übernahme der „Flex Group“ im Jahr 1992 war die bis dato größte Akquisition der Randstad Holding, ein Jahr später folgen die Personaldienstleister „Temp Force“ und „Jane Jones“ und der damit verbundene Eintritt in den amerikanischen Markt. Zur Unterstützung der Olympischen Sommerspiele in Atlanta 1996 setzte das Unternehmen 16.000 Mitarbeiter ein.[3]

1998 übernahm Hans Zwarts die Position des Vorstandsvorsitzenden und löste damit den Gründer Frits Goldschmeding ab. Im Jahr 2000 feierte der Konzern sein 40-jähriges Bestehen, der Umsatz betrug 13 Milliarden Niederländische Gulden (umgerechnet 5,8 Milliarden Euro). Zwei Jahre darauf wurde Cleem Farla zum Vorstandsvorsitzenden, der bereits ein Jahr später (2003) aus gesundheitlichen Gründen von Ben Noteboom abgelöst wurde.

2004 begann das Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in Polen, mit der Übernahme von „Intersource“ und „Job Net“ wurde Randstad dort zum Marktführer. 2005 übernahm Randstad „Galilei“ in Belgien, „Gamma Dienstverlening“ in den Niederlanden und „Martin Ward Anderson“ in Großbritannien, ein Jahr später kamen unter anderem „Bindan“ und Teccon in Deutschland, „Team4U“ in Indien und „Talent Shanghai“ in China hinzu. Im Folgejahr erwarb das Unternehmen „Vedior“.[4]

Struktur[Bearbeiten]

Mit 68 Prozent bildete 2010 das Segment der Leiharbeit („Staffing“) den größten Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns. Das Segment der Rekrutierung von Führungskräften („Professionals“) folgt mit 18 Prozent. Die verbleibenden 14 Prozent entfallen auf sogenannte „Inhouse Services“, bei denen Mitarbeiter von Randstad die Koordination und Betreuung der Zeitarbeitnehmer beim Kundenunternehmen vor Ort übernehmen.[5]

Kritik[Bearbeiten]

In der Sendung „Monitor“ (ARD)[6] vom 24. November 2011 wird der Umgang mit „Arbeitszeitkonten“ bei Randstad kritisiert. Entgegen dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) § 11 Abs. 4[7] wälze Randstad hier das Risiko einsatzfreier Zeiten auf den Mitarbeiter ab.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Randstad International Geschäftsdaten zum Unternehmen aus 2012
  2. Über Randstad Eintrag auf randstad.de
  3. Stellenausschreibung in der Calhoun Times and Gordon County News vom 20. Dezember 1995
  4. „history“ auf randstad.com
  5. Geschäftsbericht 2010 Abgerufen am 22. März 2011 (PDF; 5,2 MB)
  6. Ausweichmanöver: Die neuen Tricks der Zeitarbeitsbranche Sendung vom 24. November 2011
  7. § 11 Abs. 4 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz - AÜG