Pernod Ricard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pernod Ricard
Logo
Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000120693
Gründung 1975
Sitz FrankreichFrankreich Frankreich, Paris
Leitung Pierre Pringuet (CEO)
Mitarbeiter 18.800[1]
Umsatz 8,215 Mrd. Euro[1]
Gewinn 2,114 Mrd. Euro[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Getränke
Produkte Wein, SpirituosenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website pernod-ricard.com
Stand: 30. Juni 2012 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2012

Pernod Ricard ist ein französischer Wein- und Spirituosen-Konzern, der im Dezember 1975 aus der Fusion der Unternehmen Pernod und Ricard, die für ihre gleichnamigen Anisée bekannt sind, entstanden ist.

Pernod gelangte ursprünglich durch die Herstellung von Absinth zu Bekanntheit. Seit der Aufhebung des entsprechenden Verbotes in den Staaten der Europäischen Union wird auch wieder ein Absinth produziert. Der Hauptsitz in Deutschland befindet sich in Köln.

Geschichte[Bearbeiten]

Vertreten auf vier Kontinenten, rangiert Pernod Ricard hinter Diageo auf dem zweiten Platz der internationalen Spirituosen-Produzenten. 1988 kaufte das Unternehmen Irish Distillers und kam damit in den Besitz aller damals produzierenden irischen Whisky-Brennereien. 1998 wurde die Yerevan Brandy Company übernommen. 2001 übernahmen sie die Spirituosensparte von Seagram und am 5. Juli 2005 erfolgte die Eingliederung des Spirituosen-Konzern Allied Domecq. Damit das Kartellamt zustimmte, musste sich Pernod Ricard von einigen Marken (u. a. Ardmore, Bushmills, Laphroaig, Tullamore Dew) trennen. Ende 2005 ging deshalb Glen Grant für 115 Millionen Euro an die Campari-Gruppe. Fortune Brands erwarb die Marken Canadian Club, Clos du Bois, Courvoisier, Harvey's Bristol Cream, Laphroaig, Marker’s Mark und Sauza. Im April 2008 übernahm man den Absolut-Vodka-Hersteller Vin & Sprit für 5,6 Mrd. Euro.

Nach der Übernahme von Vin & Sprit musste sich Pernod Ricard verpflichten, andere Marken zu verkaufen. Wie am 8. April 2009 bekannt gegeben wurde, sollen die Whiskey-Marke Wild Turkey, der Likör American Honey, eine Destillerie in Kentucky und Bourbon-Vorräte bis zum 30. Juni 2009 für 575 Mio. Dollar an die Davide Campari-Milano S.p.A. verkauft werden.[2] Am 18. August 2012 verstarb der Geschäftsführer von Pernod Ricard, Patrick Ricard im Alter von 67 Jahren an einem Herzinfarkt in Paris.[3]

Produkte[Bearbeiten]

Im Portfolio befinden sich neben anderen wichtigen Whisky-Marken:

noch diverse Spirituosen von internationalem Rang, u. a.:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Annual Report 2011/2012. Pernod Ricard, 17. Oktober 2012, abgerufen am 24. August 2013 (englisch, PDF; 14,56 MB).
  2. Handelsblatt: Pernod Ricard verkauft Whiskey an Campari vom 8. April 2009
  3. N24: Chef des Pastis-Herstellers Pernod Ricard ist tot, vom 18. August 2012

48.86832.294Koordinaten: 48° 52′ 5,9″ N, 2° 17′ 38,4″ O