Intesa Sanpaolo

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  Intesa Sanpaolo S.p.A.
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Staat Italien
Sitz Turin und Mailand
Rechtsform S.p.A.
ISIN IT0000072618
BIC BCITITMMXXX[1]
Gründung 1998
Website www.intesasanpaolo.com
Geschäftsdaten Vorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Daten veraltetVorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Jahr fehlt
Mitarbeiter 98.000 (2011)
Leitung

Unternehmensleitung

Carlo Messina (CEO), Gian Maria Gros-Pietro

Intesa Sanpaolo ist eines der größten italienischen Kreditinstitute mit Firmensitz in Turin. Das Unternehmen ist im Finanzindex FTSE MIB gelistet.

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Im August 2006 wurde angekündigt, dass die Sanpaolo IMI S.p.A. und die italienische Banca Intesa fusionieren werden. Mit der Fusion Ende 2006 entstand das zweitgrößte Kreditinstitut Italiens, das den Namen Intesa Sanpaolo erhielt.[2]

Die Banca Intesa entstand im Jahr 1998 durch eine Fusion der Mailänder Sparkasse Cassa di Risparmio delle Provincie Lombarde (CaRiPLo) mit dem Banco Ambroveneto. 1999 wurde auch die traditionsreiche Banca Commerciale Italiana übernommen. Banca Intesa war an etlichen italienischen Banken beteiligt, darunter an der Sparkasse Parma und an der Bank für Trient und Bozen. Im Ausland kontrollierte Banca Intesa u.a. die kroatische PBZ, die slowakische VÚB, die serbische Banca Intesa Beograd (die zweitgrößten Banken der jeweiligen Länder), die ungarische CIB und die russische KMB Bank. Das Unternehmen hatte 2004 knapp 57.000 Mitarbeiter.

Die neue Bank gehört zu den größten Instituten in Europa und wurde 2010 von CNBC zu den sichersten Banken der Welt gezählt.[3] Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 18 Mrd. Euro (2011) rangiert Intesa Sanpaolo unter den 50 größten Unternehmen Europas und ist gegenwärtig im EuroStoxx 50 mit ca. 1,22 % Gewichtung vertreten.

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Nach der Fusion operiert Intesa Sanpaolo mit sechs Divisionen:[4]

  1. Banca dei Territori - Retail- und Privat-Banking-Kunden sowie SMEs und gemeinnützige Organisationen werden in Italien betreut.
  2. Corporate and Investment Banking - Große Firmenkunden und Financial Institutions werden weltweit betreut. Der Bereich deckt M&A, Structured Finance und Capital Markets-Aktivitäten ab. Das Investmentbankgeschäft ist unter Banca IMI, einer eigenständigen Tochtergesellschaft gebündelt und unterhält Standorte in 29 Ländern weltweit.
  3. International Subsidiary Banks - Retailgeschäft der Intesa Sanpaolo in CEE und MENA.
  4. Public Finance - Die Tochtergesellschaft "Banca Infrastrutture Innovazione e Sviluppo" betreibt das Public-Finance-Geschäft der Gruppe und finanziert u.a. öffentliche Infrastrukturprojekte.
  5. Eurizon Capital - der führende Asset-Manager in Italien mit rund 140 Mrd. Euro AuM (2010).
  6. Banca Fideuram - ist der führende Finanzberater in Italien mit über 4000 Private Bankern und 97 Filialen (2010).

Das "Corporate Centre" der Gruppe ist eine weitere, nicht operative, (Overhead-)Einheit der Gruppe, in der u.a. das Treasuy und Proprietary Trading angesiedelt sind.

Internationale Präsenz und Systemrelevanz[Bearbeiten]

Obwohl Intesa Sanpaolo eines der wenigen großen Institute ist, welches auf der G-SIFI-Liste der G20 derzeit nicht berücksichtigt wird, verfügt die Bank über eine nennenswerte Präsenz an allen wichtigen Finanzzentren der Welt und darüber hinaus an weiteren, selektiven Standorten u.a. in Osteuropa und Afrika.[4][5]

In Europa betreibt das Unternehmen Filialen in London (European Hub), Amsterdam, Frankfurt/Main, Madrid und Paris. Repräsentanzen bestehen u.a. in Athen, Brüssel, Istanbul, Moskau, Warschau und Stockholm.

In Asien ist die Bank in Dubai, Hong Kong (Asian Hub), Shanghai, Singapur und Tokio mit Filialen und in Beijing, Beirut, Ho Chi Minh City, Mumbai, Seoul und Teheran mit Repräsentanzen vertreten.

In Amerika betreibt die Bank vier Niederlassungen: Filialen in New York und George Town sowie Repräsentanzen in Santiago und Sao Paulo.

In Afrika hält sie - mit 70 Prozent - den Mehrheitsanteil an der Bank of Alexandria in Ägypten.

Finanzkrise[Bearbeiten]

Die Intesa Sanpaolo kam bis heute (Dez. 2011) vergleichsweise gut durch die Finanz- und Schuldenkrise. Dies ist auch ihrer konservativen Ausrichtung auf das Retailgeschäft in Italien und auf das kundenzentrierte internationale Firmenkundengeschäft und Investmentbanking zu verdanken. Im November 2011 veröffentlichte die Bank ein 9-Monats-Ergebnis (Net Income) von rund 1,9 Mrd. Euro und ein Ergebnis für das dritte Quartal von rund 500 Mio. Euro.[6] Obwohl das Ergebnis positiv von Steuereffekten beeinflusst wurde, reflektiert es die operative Stärke des Instituts. Gleichwohl ist Intesa die Bank mit dem größten Sovereign-Debt-Exposure in Italien. Abschreibungen auf italienische Staatsanleihen hatten das Ergebnis entsprechend negativ beeinflusst. Davon unbenommen besteht auch nach den Stresstests der European Banking Authority kein erhöhter Eigenkapitalbedarf. Unter Abschreibung der (insbes. italienischen) Staatsanleihen auf Marktwert läge die Core-Tier-One-Ratio der Intesa Sanpaolo noch über 9 % - dem Zielwert der EBA. Unter Ansetzung des Nominalwertes in der Bilanz liegt die Quote bei 10,2 %, was Intesa zu einer der solidesten Banken Europas macht. Viele andere europäische Großbanken, darunter der heimische Wettbewerber Unicredit sowie die Deutsche Bank und Commerzbank benötigen nach EBA-Richtlinien bis Mitte 2012 frisches Eigenkapital i.H.v. knapp 115 Mrd. Euro.[7][8]

Führungswechsel[Bearbeiten]

Durch die Übernahme der Regierungsgeschäfte in Italien durch eine Technokratenregierung unter Mario Monti wurde ein Führungswechsel an der Spitze von Intesa notwendig. Der langjährige CEO und Managing Director Corrado Passera wurde als Superminister für Industrie und Infrastruktur ins Kabinett Monti berufen. Nach wenigen Tagen bereits konnte die Intesa einen Nachfolger präsentieren. Enrico Cucciani, bisher für das Europa- und Südamerikageschäft der Allianz verantwortlich, trat den Posten als CEO am 22. Dezember 2011 an.[9] Analysten gehen davon aus, dass unter dem neuen Chef die konservative Strategie des Institutes beibehalten, jedoch die Expansion im Ausland vorangetrieben wird.

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Eintrag im BIC Directory beim SWIFT
  2. http://www.intesasanpaolo.com/portalIsir0/isInvestor/en_governance/en_Atto_fusione.pdf
  3. http://www.cnbc.com/id/38884707/The_World_s_Safest_Banks_2010
  4. a b http://www.group.intesasanpaolo.com/scriptIsir0/si09/salastampa/eng_biografie_new.jsp
  5. http://www.breakingviews.com/global-bank-capital-rules-add-%E2%80%9Cg-sifi-envy%E2%80%9D-to-mix/1620988.article
  6. http://www.theasianbanker.com/resultwatch/9151
  7. http://www.group.intesasanpaolo.com/scriptIsir0/si09/contentData/view/content-ref?id=CNT-04-0000000082162
  8. http://online.wsj.com/article/BT-CO-20111208-712003.html
  9. http://www.daf.fm/news/intesa-sanpaolo-allianz-manager-cucchiani-wird-neuer-vorstandschef-7988418.html

Weblinks[Bearbeiten]