Metropolregion Rhein-Ruhr

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Karte
Metropolregion Rhein-Ruhr (in Dunkelblau) in Deutschland. Siehe auch Liste der Metropolregionen in Deutschland
Basisdaten Rhein-Ruhr
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Landschaftsverbände: Rheinland, Westfalen
Regierungsbezirke: Arnsberg, Münster,
Düsseldorf, Köln
Fläche: 7.110 km²
Einwohner: 9.962.985 (31. Dezember 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.401 Einwohner/km²
Höchster Punkt: 494 m ü. NN (Iserlohn)
Niedrigster Punkt: 20 m ü. NN (Wesel)
Nord-Süd-Ausdehnung: 126 km
West-Ost-Ausdehnung: 121 km
Geografische Lage: 50° 44′ – 51° 49′ n. Br.
6° 17′ – 7° 59′ ö. L.
Gliederung: 20 kreisfreie Städte, 11 Kreise

Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist ein im Landesentwicklungsplan festgelegter polyzentrischer Verdichtungsraum in Nordrhein-Westfalen, der sich an den namensgebenden Flüssen Rhein und Ruhr erstreckt. Von derzeit elf Metropolregionen in Deutschland ist sie mit knapp 10 Mio. Einwohnern[1] die bevölkerungsreichste.

Durch den Entwurf eines neuen Landesentwicklungsplans (Entwurf vom 25. Juni 2013) hat die Landesplanung Nordrhein-Westfalens die Absicht, das gesamte Staatsgebiet des Landes als Metropolregion Nordrhein-Westfalen auszuweisen.[2]

Struktur[Bearbeiten]

Der von der Metropolregion Rhein-Ruhr im Landesentwicklungsplan gesetzlich definierte Verdichtungsraum erstreckt sich entlang der Flüsse Rhein und Ruhr. Entlang der Ruhrachse verläuft der Teilraum Ruhrgebiet. Der Teilraum entlang des Rheins, etwa von Wesel bis Bonn, wird gemeinhin als Rheinschiene bezeichnet. Der Siedlungskörper innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr, der auch Siedlungsflächen links des Rheins, etwa im Kölner, Mönchengladbacher und Krefelder Raum, oder die Siedlungsflächen der rechtsrheinischen Großstädte Wuppertal, Remscheid und Solingen einschließt, ist nicht klar konturiert, sondern zeigt aufgrund ungleichmäßiger Besiedlungsdichte diffuse Ränder und innere Zäsuren.

Alternativ werden gelegentlich die Begriffe Ballungsraum Rhein-Ruhr oder Rhein-Ruhr verwendet. Häufig bleibt dabei aber unklar, ob damit nur der dichter besiedelte Kernbereich der Metropolregion gemeint ist, also der mehr oder weniger zusammenhängenden Siedlungskörper, der sich von Hamm im Osten bis nach Mönchengladbach im Westen sowie von Bonn im Süden nach Wesel im Norden erstreckt, oder ob auch Räume an den fließenden Grenzen ins Bergische Land, Sauerland und Münsterland begrifflich eingeschlossen sind.

Raumordnung[Bearbeiten]

Bereits 1952 hatte die Stadt Düsseldorf das Konzept einer Stadtlandschaft Rhein-Ruhr erstellt, das zur Darstellung der Lagegunst und Mittelpunktfunktion Düsseldorfs den Verdichtungsraum der Städte an Rhein und Ruhr in den Blick nahm.[3] Die Metropolregion in ihrer heutigen Bedeutung wurde von der deutschen Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) 1995 abgegrenzt und für die Verwendung in der Raumordnung empfohlen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat diese Empfehlung daraufhin in seinem Landesentwicklungsplan aufgegriffen und Planaussagen zur Europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr als Ziel der Raumordnung gesetzlich vorgegeben, um einen Verdichtungsraum mit besonderer zentralörtlicher Bedeutung für die öffentlichen und privaten Planungen zu kennzeichnen. Auf der europäischen Ebene der Raumordnung ist die Raumeinheit der Metropolregion Rhein-Ruhr in das Europäische Raumentwicklungskonzept eingeflossen.

Die Metropolregion ist im Landesentwicklungsplan gemeindescharf definiert, umfasst ein Gebiet von etwa 7000 km² mit ungefähr 10 Mio. Einwohnern und befindet sich vollständig im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Damit ist sie die mit Abstand bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Metropolregion in Deutschland und zählt zu den fünf größten Metropolregionen Europas. Das Rhein-Ruhr-Gebiet wird manchmal als Megastadt bezeichnet. Rhein-Ruhr liegt mitten im zentralen europäischen Wirtschaftsraum, der sogenannten Blauen Banane. Den höchsten Grad globaler Verflechtungen im Sinne einer Global City weist innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr die Landeshauptstadt Düsseldorf auf.

Kommunen[Bearbeiten]

Metropolregion Rhein-Ruhr nach Landesentwicklungsplan
Karte der Flächennutzung des Landes Nordrhein-Westfalen: Der Ballungsraum Rhein-Ruhr zeigt sich als unklar konturierte Verdichtung von Siedlungsflächen an Rhein und Ruhr.

Die folgende Auflistung gibt der offiziellen Definition entsprechend alle zur Metropolregion zählenden Gemeinden an. In einigen Kreisen gehören nur bestimmte Gemeinden der Region an.

Kreisfreie Städte
Gemeinde Einwohner
31. Dez. 2013
Fläche/
km²
Einwohner/
km²
Bochum (BO) 361.734 145,44 2.487,17
Bonn (BN) 311.287 141,22 2.204,27
Bottrop (BOT) 116.055 100,61 1.153,51
Dortmund (DO) 575.944 280,39 2.054,08
Duisburg (DU) 486.855 232,81 2.091,21
Düsseldorf (D) 598.686 217,01 2.758,79
Essen (E) 569.884 210,38 2.708,83
Gelsenkirchen (GE) 257.850 104,86 2.458,99
Hagen (HA) 185.996 160,36 1.159,87
Hamm (HAM) 176.048 226,26 778,08
Herne (HER) 154.417 51,41 3.003,64
Köln (K) 1.034.175 405,15 2.552,57
Krefeld (KR) 222.058 137,76 1.611,92
Leverkusen (LEV) 160.819 78,85 2.039,56
Mönchengladbach (MG) 255.430 170,45 1.498,56
Mülheim an der Ruhr (MH) 166.640 91,29 1.825,39
Oberhausen (OB) 209.097 77,04 2.714,14
Remscheid (RS) 108.955 74,60 1.460,52
Solingen (SG) 155.768 89,46 1.741,2
Wuppertal (W) 343.488 168,39 2.039,84
Summe/Durchschnitt 6.451.186 3.163,74 2.039,1
Kreise
kreisangehörige Stadt/Gemeinde Einwohner
31. Dez. 2013
Fläche/
km²
Kreis Mettmann (ME)
Erkrath 43.639 26,89
Haan 29.985 24,22
Heiligenhaus 25.419 27,47
Hilden 54.737 25,96
Langenfeld (Rheinland) 56.982 41,10
Mettmann 37.867 42,52
Monheim am Rhein 40.098 23,10
Ratingen 86.388 88,72
Velbert 80.572 74,90
Wülfrath 20.946 32,23
Kreis Unna (UN)
Bergkamen 48.209 44,80
Bönen 17.980 38,02
Fröndenberg/Ruhr 20.705 56,21
Holzwickede 16.721 22,36
Kamen 43.177 40,93
Lünen 84.775 59,18
Schwerte 46.198 56,20
Selm 25.553 60,34
Unna 58.856 88,52
Werne 29.448 76,08
Ennepe-Ruhr-Kreis (EN)
Ennepetal 29.825 57,42
Gevelsberg 30.949 26,29
Hattingen 54.358 71,39
Herdecke 22.572 22,40
Schwelm 27.898 20,50
Sprockhövel 24.989 47,79
Wetter 27.596 31,47
Witten 95.629 72,37
Märkischer Kreis (MK)
Hemer 34.678 67,56
Iserlohn 93.119 125,50
Menden (Sauerland) 53.354 86,06
Kreis Recklinghausen (RE)
Castrop-Rauxel 73.751 51,66
Datteln 34.332 66,08
Dorsten 75.547 171,19
Gladbeck 74.011 35,91
Herten 60.582 37,32
Marl 83.634 87,63
Oer-Erkenschwick 30.550 38,69
Recklinghausen 115.320 66,43
Waltrop 28.885 46,99
Rhein-Erft-Kreis (BM)
Brühl 44.029 36,12
Frechen 51.080 45,11
Hürth 57.230 51,17
Wesseling 35.224 23,37
Rhein-Kreis Neuss (NE)
Dormagen 62.498 85,41
Grevenbroich 61.891 102,46
Kaarst 42.165 37,40
Korschenbroich 32.305 55,26
Meerbusch 54.389 64,38
Neuss 152.252 99,48
Rhein-Sieg-Kreis (SU)
Alfter 23.003 34,77
Bornheim 46.437 82,71
Niederkassel 36.841 35,79
Sankt Augustin 54.285 34,23
Siegburg 39.563 23,46
Troisdorf 72.978 62,17
Rheinisch-Bergischer Kreis (GL)
Bergisch Gladbach 109.425 83,12
Burscheid 18.108 27,38
Leichlingen (Rheinland) 27.646 37,33
Kreis Viersen (VIE)
Kempen 34.618 68,81
Tönisvorst 29.181 44,33
Viersen 74.907 91,07
Willich 50.599 67,77
Kreis Wesel (WES)
Dinslaken 67.190 47,67
Kamp-Lintfort 36.973 63,16
Moers 103.108 67,69
Neukirchen-Vluyn 26.846 43,48
Rheinberg 30.610 75,15
Voerde 36.514 53,48
Wesel 60.070 122,53
Summe 3.511.799 3.946,69

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bis in die 1960er Jahre hinein war das Ruhrgebiet, geprägt durch die Montanindustrie, das unbestrittene wirtschaftliche Zentrum von Nordrhein-Westfalen. Nach dem einsetzenden Strukturwandel durch die Kohlekrise erlangte der Bildungs-/Forschungs- und Dienstleistungssektor immer mehr an Gewicht. Die Arbeitslosigkeit stieg nach der Wiedervereinigung bis Ende 2005 stetig an und die Arbeitslosenquoten von Städten wie Dortmund und Gelsenkirchen zählen zu den höchsten in Deutschland.

Die Rheinschiene wurde vom Strukturwandel weniger stark getroffen. Bonn konnte, nachdem die Bundesregierung und einige Ministerien nach Berlin umgezogen waren, statistisch jeden dadurch verloren gegangenen Arbeitsplatz ausgleichen. Köln konnte sich als Messe- und Dienstleistungsstandort behaupten. Düsseldorf ist nach dem BIP pro Kopf die wirtschaftsstärkste Stadt der Metropolregion und belegt nach Frankfurt Platz 2 in Deutschland; die Zentralität ist die höchste in ganz Deutschland.

Die Arbeitslosenquoten der Städte reichen von 7,0 % im Kreis Mettmann bis zu 15,4 % in Gelsenkirchen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Namensgeber der Metropolregion: Mündung der Ruhr in den Rhein in Duisburg-Ruhrort

Die Metropolregion ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt für alle Verkehrsarten.

Straße[Bearbeiten]

In Rhein-Ruhr treffen sich zahlreiche kontinental bedeutende Autobahnen wie die Bundesautobahnen A 1 (Heiligenhafen – Hamburg – Köln – Saarbrücken), A 2 (Oberhausen – Hannover – Magdeburg – Berlin), A 3 (Emmerich – Köln – Frankfurt am Main – Nürnberg – Passau) und A 4 (Aachen – Köln – Dresden – Görlitz). Die A 3 im Raum Köln gilt als die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Am Kölner Ring treffen zudem die A 1, A 3 und A 4 aufeinander. Am Autobahnkreuz Oberhausen treffen sich A 2 und A 3 und am Kamener Kreuz bei Dortmund treffen sich A 1 und A 2.

Überregional und regional bedeutende Autobahnen in Rhein-Ruhr sind die A 31 (Bottrop – Leer – Emden), A 40 (Ruhrschnellweg: Venlo (NL) – Essen – Dortmund), A 42 (Emscherschnellweg: Kamp-Lintfort – Duisburg – Dortmund), A 43 (Wuppertal – Bochum – Münster), A 44 (Aachen – Mönchengladbach – Kassel), A 45 (Sauerlandlinie: Dortmund – Siegen – Seligenstadt), A 46 (Heinsberg – Wuppertal – Bestwig / Hagen – Iserlohn – Hemer), A 52 (Roermond (NL) – Düsseldorf – Marl), A 57 (Nimwegen – Krefeld – Köln), A 59 (Dinslaken – Duisburg – Düsseldorf – Bonn) und A 61 (Venlo (NL) – Koblenz – Hockenheim).

Verdichtet wird das Fernstraßennetz durch die kleineren, 3-stelligen Autobahnen A 443 (Iserlohn – Unna), A 445 ((Hamm) – Werl – Arnsberg), A 516 (AK Oberhausen – Oberhausen-Eisenheim), A 524 (AD Breitscheid – AK Duisburg-Süd), A 535 (Sonnborner KreuzVelbert), A 540 (Jüchen-Grevenbroich), A 542 (Monheim – Langenfeld), A 544 (AK Aachen – Aachen-Europaplatz), A 553 (AK Bliesheim – Brühl), A 555 (Köln-Süd – Bonn), A 559 (AD Köln-Porz – Köln-Deutz), A 560 (Hennef – Sankt Augustin), A 562 (AK Bonn-Ost – Bonn-Friesdorf) und A 565 (Meckenheim – Bonn).

Obwohl es zahlreiche Autobahnen im Rhein-Ruhr-Raum gibt, sind die Autobahnen außergewöhnlich stauanfällig. Insbesondere der Transitverkehr von den Niederlanden und Belgien in den osteuropäischen Raum belastet die Autobahnen.

Schiene[Bearbeiten]

In der Metropolregion liegen sechs Bahnhöfe der Kategorie 1, drei von ihnen zählen zu den zehn meistfrequentierten Bahnhöfen Deutschlands:

Bahnhof Fernverkehrszüge Nahverkehrszüge S-Bahnen Züge u. S-Bahnen Reisende
Köln Hauptbahnhof 243 521 466 1.230 ≈280.000
Köln Messe/Deutz  ?  ?  ?  ?  ?
Düsseldorf Hauptbahnhof 169 423 550 1.142 ≈250.000
Dortmund Hauptbahnhof 195 485 302 982 ≈130.000
Duisburg Hauptbahnhof 150 351 142 844 ≈90.000
Essen Hauptbahnhof 123 198 403 799 ≈170.000
alle Angaben pro Tag

Zur Bahnhofskategorie 2 zählen die Bahnhöfe Bochum, Bonn, Düsseldorf Flughafen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Mönchengladbach, Neuss, Oberhausen, Siegburg/Bonn, Solingen und Wuppertal.

Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs ist die Metropolregion in drei Verkehrsverbünde aufgeteilt. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist für den ÖPNV im Ruhrgebiet, im Bergischen Städtedreieck sowie am mittleren und unteren Niederrhein zuständig, der Verkehrsverbund Rhein-Sieg im Köln-Bonner Raum. Der Kreis Unna, der Märkische Kreis und Hamm sind der VRL zugeordnet. Bis Mitte der 2020er Jahre ist vorgesehen, den Regionalverkehr im Ballungsraum durch die schrittweise Einführung des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) zu verbessern, so dass im Kernbereich zwischen dem Hauptbahnhof Düsseldorf und dem Hauptbahnhof Duisburg alle zehn Minuten ein RRX zum Nahverkehrspreis fährt.

Luft[Bearbeiten]

Die Region verfügt über zwei internationale und einen regionalen Flughäfen.

Beim Passagieraufkommen liegt Düsseldorf mit 20,3 Millionen Passagieren 2011 in Deutschland auf Rang 3 (nach Frankfurt am Main mit 56 Millionen und München mit 38 Millionen Passagieren), beim Frachtaufkommen liegt Köln/Bonn mit 0,7 Mio. t Luftfracht 2008 auf Rang 2 (nach Frankfurt am Main mit 2,1 Mio. t).

Flughafen Passagiere [2011] Fracht [2011] Kategorie
Flughafen Düsseldorf International 20,34 Mio. 81.794 t international
Flughafen Köln/Bonn 9,62 Mio. 742.372 t international
Flughafen Dortmund 1,82 Mio. 26 t regional

Wasser[Bearbeiten]

Der Rhein ist die bedeutendste Binnenwasserstraße Europas, der Duisburger Hafen der größte Binnenhafen der Welt und der Dortmunder Hafen ist der größte Kanalhafen Europas. Des Weiteren gibt es im Ruhrgebiet ein großes schiffbares Kanalnetz:

Politik[Bearbeiten]

Anders als im Falle des Rhein-Main-Gebiets mit Frankfurt am Main als eindeutig stärkstem Zentrum, liegen in Rhein-Ruhr zahlreiche vergleichbar große und bedeutende Städte. Diese Polyzentralität führt oftmals zu starken Rivalitäten zwischen diesen Städten. Außerdem gibt es konkurrierende Konzepte und Selbstverständnisse regionaler Identität selbst innerhalb des Ruhrgebiets und der Rheinschiene von Bonn bis Wesel. Diese Kirchturmpolitik hat bislang ein einheitliches Auftreten der Region verhindert. Das oft von der Politik verbal angestrebte Zusammenwachsen der Metropolregion bleibt auf lokale Initiativen beschränkt, wie zum Beispiel Fusionen der Verkehrsbetriebe oder der Hafenbetriebe von Düsseldorf und Neuss. Darüber hinaus verhindert die Verwaltungsstruktur des Landes Nordrhein-Westfalen eine einheitliche Planung und Verwaltung der Metropolregion. Allerdings haben die Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen mit der Aufstellung eines Regionalen Flächennutzungsplans eine neue Qualität der interkommunalen Zusammenarbeit in der Planung erreicht.

Die Ausweisung der Region zur Metropolregion wird vor allem durch die Landesregierung vorangetrieben. Im Landesentwicklungsplan wird ausdrücklich der Erhalt und Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion als vorrangiges Ziel aufgeführt.

Rechtsbegriff[Bearbeiten]

Landesplanungsrechtlich wird die Europäische Metropolregion Rhein-Ruhr im Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen (Teil A) räumlich bestimmt und sachlich in Form von textlich formulierten „Zielen“ unter dem Abschnitt B.I.2. behandelt.[4] Auf dieser Grundlage ist die rechtliche Bedeutung der Europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr als Planaussage der Raumordnung und Landesplanung zu bewerten. Fraglich bleibt, welche konkreten Rechtsfolgen die entsprechenden Planaussagen des Landesentwicklungsplans auslösen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Metropolregion Rhein-Ruhr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen: LEP NRW. Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen. Entwurf (Stand: 25. Juni 2013), S. 27, abgerufen im Portal nrw.de am 31. August 2013
  3. Abbildung 13 in: Werner Durth: Düsseldorf: Demonstration der Modernität. In: Klaus von Beyme u.a. (Hrsg.): Neue Städte aus Ruinen. Deutscher Städtebau der Nachkriegszeit. Prestel-Verlag, München 1992, ISBN 3-7913-1164-6, S. 243
  4. Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen[1], abgerufen am 30. April 2010