Rick Santorum

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Rick Santorum (2011)

Richard John „Rick“ Santorum (* 10. Mai 1958 in Winchester, Virginia) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei, der den Bundesstaat Pennsylvania in beiden Kammern des Kongresses vertrat. 1990 wurde er erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt, 1994 in den Senat. Zuletzt war er Vorsitzender der Senate Republican Conference, die dritthöchste Hierarchiestufe für republikanische Senatsmitglieder.

Santorum vertritt – auch im Vergleich zu anderen Republikanern – sehr konservative und christlich-fundamentalistische[1][2][3][4][5] Standpunkte, besonders zu gesellschaftspolitischen Themen wie Abtreibung und Homosexualität, was mehrfach zu öffentlichen Kontroversen führte.

2006 trat er erneut als Kandidat für einen Sitz im Senat an, scheiterte aber deutlich. Sein Herausforderer Bob Casey gewann mit einem Vorsprung von 18 Prozentpunkten, was die höchste Niederlage eines amtierenden Senators seit 30 Jahren war.[6] Für seine Niederlage wurden, neben einer für die Republikaner allgemein ungünstigen politischen Stimmung (gegen George W. Bush und den Irakkrieg) verschiedene umstrittene Entscheidungen und Äußerungen verantwortlich gemacht.[7]

Vor dieser Niederlage galt Santorum als möglicher Kandidat bei den US-Präsidentenwahlen 2008.[8]

2011 kündigte er seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im November 2012 an. Er beteiligte sich an den Vorwahlen der Republikaner, wobei er in den Staaten Alabama, Colorado, Iowa, Kansas, Louisiana, Minnesota, Mississippi, Missouri, North Dakota, Oklahoma und Tennessee siegreich war. Am 10. April 2012 zog er seine Kandidatur zurück.[9][10]

Persönlicher Hintergrund[Bearbeiten]

Sein Vater Aldo Santorum (1923–2011) stammt aus Riva del Garda und wanderte aus Italien in die USA ein. Seine Mutter Catherine (* 1918) hat italienische und irische Vorfahren. Beide Eltern waren in Gesundheitsberufen tätig. Santorum erhielt einen Bachelor-of-Arts-Abschluss von der Pennsylvania State University 1980 und einen Master of Business Administration der University of Pittsburgh 1981. Nach dem Studium war er bis zum Jahr 1986 Mitarbeiter von J. Doyle Corman, einem Staatssenator aus Virginia. Seine Ehefrau Karen Garver Santorum ist Autorin eines Buchs über gutes Benehmen für Kinder. 1986 erhielt er seinen Juraabschluss von der Dickinson School of Law, wurde als Rechtsanwalt zugelassen und eröffnete eine Kanzlei in Pittsburgh.

Er wurde 1990 im Alter von 32 Jahren in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt, wobei er den seit 1977 amtierenden Demokraten Doug Walgren besiegte. Nach zwei Amtszeiten wurde er für Pennsylvania in den US-Senat gewählt und schlug dabei Amtsinhaber Harris Wofford. Im Senat saß Santorum unter anderem im Geschäftsordnungsausschuss. Santorum verlor sein Senatsmandat bei den Wahlen am 7. November 2006 an Bob Casey. Er und seine Frau haben sieben Kinder: Elizabeth Anne, Richard John („Johnny“) Jr., Daniel James, Sarah Maria, Peter Kenneth, Patrick Francis und Isabella. Ihr Sohn Gabriel Michael (1996) war mit nur 20 Wochen Schwangerschaft eine Frühgeburt und starb zwei Stunden nach seiner Geburt. Rick und seine Frau nahmen das Kind mit nach Hause, um gemeinsam mit ihren anderen Kindern (damals vier, sechs, und acht Jahre alt) von ihm Abschied zu nehmen. Obwohl bei einer Totgeburt empfohlen wird, Zeit mit dem toten Kind zu verbringen, wurde Santorum deshalb im Wahlkampf von zwei Kommentatoren verspottet.[11] Karen schrieb ein Buch über ihre Erfahrung: Letters to Gabriel: The True Story of Gabriel Michael Santorum.[12]

Santorum ist Mitglied einer römisch-katholischen Kirchengemeinde in der Nähe von Washington. Zu dieser Gemeinde gehören auch der ehemalige Chef des FBI, Louis Freeh, und der Richter am Supreme Court, Antonin Scalia. Er und seine Frau wurden am 12. November 2004 als Ritter und Dame in den Malteserorden aufgenommen.

Politische Standpunkte[Bearbeiten]

Erziehung[Bearbeiten]

Rick Santorum mit dem ehemaligen polnischen Präsidenten Lech Wałęsa

Santorum versuchte 2001 erfolglos, den Gesetzentwurf „No Child Left Behind“ des Präsidenten dahingehend abzuändern, dass „ein volles Spektrum der Ansichten“ über die Ursprünge der Menschheit in Schulklassen zu unterrichten sei. Dieser „Santorum-Änderungsantrag“ hätte die Lehre der biologischen Evolution relativiert. Demnach wären öffentliche Schulen in den USA verpflichtet gewesen, die Kontroversen über wissenschaftliche Theorien anhand des Beispiels der Evolution zu diskutieren. Vielfach wurde befürchtet, dass damit für den Schulunterricht auch die ausführliche Behandlung von Erklärungen, die rein weltanschaulich bzw. religiös begründet sind und nicht als wissenschaftlich anerkannt werden (wie Intelligent Design), vorgeschrieben worden wäre. Eine abgeschwächte Version des Änderungsantrags wurde jedoch vom Senat angenommen; zwei Kongressabgeordnete aus Ohio argumentierten anschließend, dieser Antrag schreibe vor, dass die Bundesstaaten Intelligent Design in den Lehrplänen aufnehmen müssten.

Religion am Arbeitsplatz[Bearbeiten]

Santorum und der demokratische Senator John Kerry aus Massachusetts haben gemeinsam den Entwurf eines Workplace Religious Freedom Act (WRFA) in den Senat eingebracht. Dieser Gesetzentwurf würde Arbeitgeber dazu verpflichten, den religiösen Bräuchen ihrer Mitarbeiter entgegenzukommen, solange dies für den Arbeitgeber keine unzumutbare Härte darstelle. So sollten Arbeitgeber zum Beispiel flexiblere Schichtarbeit anbieten, damit religiöse Feiertage oder Kleidungsvorschriften eingehalten werden können. Ähnliche Gesetzesentwürfe wurden schon 1997, 2000, und 2003 eingebracht, aber bislang hatte keiner von ihnen Erfolg.

Rentenversicherung[Bearbeiten]

Santorum ist auch aktiver Unterstützer der Teilprivatisierung der nationalen Rentenversicherung (Social Security), die er bevorzugt mit dem Begriff „Personalisierung“ bezeichnet. Nach der Präsidentenwahl 2004 hielt Santorum viele Diskussionsveranstaltungen in Pennsylvania ab, um die öffentliche Meinung zum Thema einzuschätzen und um die Argumente zugunsten einer Veränderung darzustellen.

Schwangerschaftsabbruch[Bearbeiten]

Santorum ist ein Vertreter der Lebensrechtsbewegung. Er lehnt Schwangerschaftsabbruch ab und hat deshalb als Senator Gesetzesentwürfe unterstützt, die das Leben ungeborener Kinder schützen sollen. So stimmte er für den Unborn Victims of Violence Act; durch diesen wird eine Gewalttat, die zum Tod eines ungeborenen Kindes führt, als eigenes Verbrechen bestraft.

Ebenso stimmte er für ein Gesetz zum Verbot der Partial Birth Abortion. Diese Art des Schwangerschaftsabbruchs wurde in dem Gesetzentwurf definiert als Tötung des Kindes durch Einleitung einer Geburt, um es dann noch vor Vollendung der Geburt zu töten, wenn es sich also erst teilweise (partially) außerhalb des Körpers der Mutter befindet.[13]

Im Zusammenhang mit der Frage des rechtlichen Status von Schwangerschaftsabbrüchen sprach er sich dafür aus, Ärzte, die Abtreibungen vornehmen – selbst in Fällen von Vergewaltigungen oder Inzest –, strafrechtlich zu verfolgen, nicht aber die Frauen.[14]

Eherecht[Bearbeiten]

Obwohl er nicht als Sponsor der Terri-Schiavo-Sondergesetzgebung genannt wird, spielte er dennoch eine wichtige Rolle dabei, den Gesetzentwurf durch den Senat zu bringen, über den am 20. März 2005 abgestimmt wurde. Santorum hat mehrmals ausgesagt, er glaube nicht an ein Recht auf Privatsphäre in der Verfassung, auch nicht innerhalb der Ehe. Deshalb ist er ein besonderer Kritiker der Entscheidung des Supreme Court im Fall Griswold v. Connecticut aus dem Jahr 1965, in dem das Recht von Ehepaaren, Verhütungsmittel zu erwerben und zu benutzen, festgestellt wurde.

Sexualmoral und Homosexualität[Bearbeiten]

Santorum löste durch ein Interview mit der Associated Press (AP), welches am 7. April 2003 stattfand und am 20. April 2003 veröffentlicht wurde, eine Kontroverse aus. Im Interview ging es um den damals viel diskutierten sexuellen Missbrauch von Kindern durch römisch-katholische Priester. Santorum wurde gefragt, wie dieser Missbrauch am besten zu verhindern wäre. Santorum antwortete, dass die Priester sich „in einer grundsätzlich homosexuellen Beziehung“ mit „postpubertären Männern“ befinden würden und führte aus, er habe grundsätzlich „ein Problem mit homosexuellen Handlungen“. Seine Antwort wurde von manchen Beobachtern so interpretiert, dass sich seiner Meinung nach das Recht auf Unversehrtheit der Privatsphäre nicht auf die Sexualität erstrecke. In diesem Zusammenhang stellte er gleichgeschlechtliche Sexualpraktiken zusammen mit Ehebruch, Polygamie, Pädophilie und Zoophilie als „Antithese zur gesunden, traditionellen Familie“ dar. Seiner Meinung nach existierten zu Recht (damals noch) Sodomiegesetze, um Taten zu verhindern, welche „die Grundzüge unserer Gesellschaft und der Familie unterminieren“.

Santorum lehnt gleichgeschlechtliche Ehen und Partnerschaften ab und ist der Auffassung, ein Vater im Gefängnis sei einem homosexuellen Vater vorzuziehen.[15][16] Santorum fühlte sich von der Homosexuellengemeinschaft in den USA verfolgt. Diese würde einen schwulen Dschihad gegen ihn führen[17].

Als Reaktion auf Äußerungen Santorums aus dem Jahr 2003 rief der Blogger Dan Savage zu einer Neudefinition des Begriffs santorum auf; schließlich wurde der Neologismus „santorum“ (in der Bedeutung „Nebenprodukt von Analsex“) gestreut,[18] um gegen die als homophob empfundenen Äußerungen Santorums zu protestieren. Die Wortneuschöpfung erlangte dauerhafte Bekanntheit als eine der erfolgreichsten Google-Bomben in den USA und wurde im Rahmen seiner Bewerbung als republikanischer Präsidentschaftskandidat 2012 diskutiert.[19][20]

Irak-Krieg und Islam[Bearbeiten]

Im Februar 2009 nahm er im Rahmen seiner Vorlesungsreihe an einer Veranstaltung der University of Nebraska teil, in der er den anwesenden Studenten aus seiner Sicht von den Gründen für den Irakkrieg berichtete. Seiner Meinung nach machte die Regierung von George W. Bush einen großen Fehler, indem sie den Amerikanern nicht die Wahrheit über den Krieg im Nahen Osten sagte, und dass dieser Fehler von der Regierung Obama wiederholt würde: „Is that true, are we really fighting terrorists?“.

Er habe den Krieg unterstützt, weil nicht zu kämpfen bedeutet hätte, die westliche Zivilisation zu gefährden. Er glaube, dass Moslems die Feinde Amerikas seien, da sie ihre Religion wörtlich nehmen und aus dem historischen Zusammenhang reißen würden: „Eine Demokratie kann nicht existieren, da Mohammed bereits das perfekte Gesetz geschaffen hat.“[21]

Iran[Bearbeiten]

Rick Santorum kündigte an, er würde im Falle eines Wahlsieges den Iran dazu auffordern, Waffeninspekteure zuzulassen, oder andernfalls den Iran bombardieren lassen.[22]

Kritik an Israel[Bearbeiten]

Im Jahre 2003 kündigte Santorum an, dass er eine Initiative der sogenannten „ideological diversity“ einbringen möchte. Demnach sollten Lehranstalten, die eine israelkritische Weltsicht vertreten, keine öffentlichen Mittel mehr zur Verfügung bekommen. Die Initiative, die de facto das Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten hätte, wurde von Gegnern als Gedankenkontrolle und McCarthyismus kritisiert und wurde nicht weiterverfolgt.[23]

Umweltschutz[Bearbeiten]

Rick Santorum hält die Warnung von Wissenschaftlern, die Durchschnittstemperatur der Erde würde sich durch menschlichen Einfluss erhöhen, für Unsinn. Diese Annahme sei Teil einer Verschwörung und daher müssten keine Maßnahmen dagegen getroffen werden.[24] Weiterhin ist er ein Befürworter neuer Öl- und Gasbohrungen – und dies ohne Einschränkungen.[25] Um „Amerikas eigene Energiegewinnung zu entfesseln“ schließt Santorum auch einen Ausbau der Kernenergie nicht aus. Er befürwortet zudem einen radikalen Abbau aller Subventionen und Steuererleichterungen im Energiesektor, insbesondere im Fall „nicht marktreifer [...] Technologien zur CO2-Reduktion“.[26]

Todesstrafe[Bearbeiten]

Santorum tritt grundsätzlich für die Todesstrafe ein, hat diese Position aber inzwischen offenbar stark eingeschränkt. Zum letzten Mal äußerte er sich 2005 zu der Frage:

„Ich war sehr beunruhigt über Fälle, in denen jemand fälschlich verurteilt worden sein könnte. DNA-Beweise sollten, wenn möglich, definitiv verwendet werden. Ich stimme mit dem Papst überein, dass in der zivilisierten Welt ... die Anwendung der Todesstrafe beschränkt sein sollte. Ich würde dem definitiv zustimmen. Ich würde sicherlich vorschlagen, dass es wahrscheinlich weitergehende Beschränkungen ihres Gebrauchs geben sollte.“[27]

Einwanderung[Bearbeiten]

Santorum ist ein Befürworter des Grenzzauns zwischen Mexiko und den USA. Die Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte hält er für "schädlich, sowohl in ökonomischer als auch in sozialer Hinsicht"[28][29].

Waffenkontrolle[Bearbeiten]

Santorum spricht sich für das Waffenrecht aus. Er erklärte unter anderem er sei gegen das Verbot von Feuerwaffen oder eines UN-Kontrollvertrages.[30][31]

Präsidentschaftswahlkampf 2012[Bearbeiten]

Im April 2011 gab Santorum bekannt, dass er ein Konto eingerichtet habe, um Spenden für einen eventuellen Präsidentschaftswahlkampf zu sammeln.[32]

Bei den ersten Vorwahlen am 3. Januar 2012 im Bundesstaat Iowa lieferte er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg mit seinem Mitbewerber Mitt Romney. Dabei schien es zunächst so, als sei er diesem unterlegen, doch eine Neuauszählung ergab, dass Santorum 34 Stimmen mehr erhielt. Da aber aus acht Wahlbezirken eindeutige Ergebnisse bei der Überprüfung nicht festgestellt werden konnten, galt für die Vorwahl in Iowa vorerst ein Unentschieden zwischen Romney und Santorum. Nachdem die Stimmen noch einmal nachgezählt wurden, ist er seit dem 20. Januar mit 24,6 % und sieben Delegiertenstimmen offiziell der Sieger.[33]

Bei den folgenden Vorwahlen in New Hampshire[34] (10. Januar), South Carolina[35] (21. Januar), Florida[36] (31. Januar) und Nevada[37] (4. Februar) blieb er, teils deutlich, unter der 20-Prozent-Marke und sicherte sich somit insgesamt nur von drei Delegierten die Stimmen.

Am 7. Februar konnte er bei allen drei Vorwahlen des Tages in den Staaten Minnesota, Missouri und Colorado etwas überraschend gegen den Favoriten Romney mit deutlichem Vorsprung gewinnen, was ihm die Stimmen von 40 Delegierten in Colorado und Minnesota brachte.[38] In Missouri wurden die Delegierten erst am 17. März verteilt, es ist jedoch aufgrund des dortigen komplizierten Wahlsystems nicht bekannt, wer wie viele Stimmen bekommt, was sich erst am Wahlparteitag Ende August zeigen wird.[39]

In Maine, wo die Vorwahlen in einem Zeitraum von insgesamt acht Tagen vom 4. Februar bis zum 11. Februar stattfanden, betrieb er nur wenig Wahlkampf und kam auf knapp 18 % und drei Delegiertenstimmen.[40]

Bei den drei Vorwahlen Ende Februar unterlag er in Michigan (28. Februar) und Wyoming (29. Februar) gegen Romney knapp und in Arizona (28. Februar) etwas deutlicher, konnte sich aber 24 Delegierte sichern. Bemerkenswert ist das gute Ergebnis in Michigan, dem Heimatstaat Romneys, in welchem dieser nur dank einer mehrere Millionen teuren Werbekampagne gewinnen konnte.[41][42]

In Washington am 3. März wurde Santorum mit 24 % und 10 Delegiertenstimmen zwar nur Dritter hinter Romney und Paul[43], konnte jedoch am 6. März, dem Super Tuesday, immerhin in 3 von 10 Staaten (North Dakota, Oklahoma und Tennessee) gewinnen und blieb in Ohio nur denkbar knapp hinter Romney zurück. In diesen vier Staaten konnte er insgesamt 70 Delegiertenstimmen für sich gewinnen. In den anderen sechs Staaten, in denen an diesem Tag abgestimmt wurde (Alaska, Georgia, Idaho, Massachusetts, Vermont und Virginia), reichte es nur für 13 weitere Delegiertenstimmen.[44] In Virginia durfte er nicht kandidieren, da er zuvor die benötigte Anzahl an Unterschriften nicht vorweisen konnte.[45]

Nach einem deutlichen Sieg in Kansas[46] am 10. März mit 52 % und 33 Delegiertenstimmen, setzte er sich am 13. März ebenfalls in den beiden Südstaaten Alabama und Mississippi durch, wo zuvor Erfolge sowohl von Mitt Romney als auch von Newt Gingrich für möglich gehalten wurden; in Hawaii hingegen unterlag er Romney und sicherte sich so insgesamt weitere 36 Stimmen von Delegierten an diesem Tag.[47]

Bei den Abstimmungen in den US-Territorien Amerikanische Jungferninseln, Guam und Nördliche Marianen (10. März), sowie Amerikanisch-Samoa (13. März) und Puerto Rico (18. März), wo er zuvor auch noch die Puerto-Ricaner verärgert hatte, unterlag er deutlich und konnte keine Delegiertenstimmen für sich gewinnen.[48][49]

Am 20. März unterlag er in Illinois[50] erwartungsgemäß gegen Mitt Romney und sicherte sich bloß zehn Delegierte, wohingegen er in Louisiana am 24. März deutlich siegen konnte.[51]

Bei den Vorwahlen am 3. April in Maryland, Washington, D.C. und Wisconsin erreichte Santorum jeweils nur den zweiten Platz hinter Romney [52]. Dennoch kündigte Santorum in einer Rede in der Wahlnacht an, weiterhin um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu kämpfen. [53]

Am 10. April 2012 erklärte Santorum, aus dem Rennen der republikanischen Präsidentschaftsbewerber auszusteigen.[54] Offiziell "ruhte" sein Wahlkampf nur, was es ihm rechtlich ermöglichte, weiter Spenden zu sammeln um durch Wahlkampfkosten entstandene Schulden zu begleichen.[55] Im August 2012 wurde dann Mitt Romney offiziell als republikanischer Präsidentschaftskandidat nominiert, er unterlag aber im November dem Amtsinhaber Barack Obama.

Weitere Karriere[Bearbeiten]

Im Juni 2013 erklärte Santorum, dass er CEO der EchoLight Studios werden würde, um familienorientierte Spielfilme zu drehen[56].

Schriften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kurier: "US-Glaubenskrieger auf dem Vormarsch", vom 28. Februar 2012
  2. Die Taz: "Hauptsache religiös und radikal", vom 6. März 2012
  3. Süddeutsche Zeitung: "Biedermann auf Stimmenfang", vom 20. Februar 2012
  4. 20 Minuten: "Nichts als Porno-Bildchen im Kopf", vom 23. Februar 2012
  5. N-TV: "Gong zur nächsten Runde", vom 7. März 2012
  6. US-Wahlinfo der Landeszentrale für politische Bildung BaWü abgerufen am 8. März 2012
  7. National Journal Does Santorum's 2006 Loss Prove He's Unelectable? Six reasons why he lost
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKandidatensuche in den USA. n-tv, 6. März 2007, abgerufen am 8. Februar 2012.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRick Santorum wirft das Handtuch. 10. April 2012, abgerufen am 10. April 2012 (deutsch).
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRick Santorum Drops Out: GOP Presidential Candidate Suspends 2012 Campaign. 10. April 2012, abgerufen am 10. April 2012 (englisch).
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatPeter Wehner: Partisan Politics and Vicious Assaults. Commentary, 5. Januar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMatthias Rüb: Der Underdog. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. März 2012, abgerufen am 11. April 2012 (deutsch).
  13. Rick Santorum - Abortion. PoliGu.com, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMeet the Press transcript for June 12, 2011. 12. Juni 2011, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHannah Beitzer: Santorum und der Analsex. Süddeutsche Zeitung, 7. Januar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMichael A. Memoli, Mark Z. Barabak: Rick Santorum focuses on gay marriage. Los Angeles Times, 6. Januar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  17. NY Daily news (engl.)
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSpreading Santorum. 3. Januar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatChris Rovzar: Does Rick Santorum Really Have a Google Problem? New York, 7. September 2010, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSteve Peoples: Santorum Talks About Longtime Google Problem. Roll Call, 16. Februar 2011, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNicole Gatz: Santorum speech excites crowd. Daily Nebraskan, 17. Februar 2009, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  22. Associated Press: Santorum: US wrong to condemn Iran scientist death. In: The Guardian. Vom 14. Januar 2012
  23. Free Press (engl.)
  24. The Rick Santorum Interview. In: rushlimbaugh.com vom 8. Juni 2011, abgerufen am 15. Februar 2012
  25. Rick Santorum on energy and oil http://www.issues2000.org, abgerufen am 7. März 2012
  26. Santorum's Website zur Energiepolitik, abgerufen 8. März 2012
  27. Santorum on Capital Punishment In: 2012.republican-candidates.org, abgerufen am 8. März 2012
  28. Santorum on Immigration abgerufen am 8. März 2012
  29. LZPB BaWü
  30. http://gunowners.org/ricksantorum-2012.htm
  31. Santorum argues gun control on 'This Week'. In: UPI, 20. Januar 2013.
  32. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAlex Katz: Santorum Makes Move Toward Presidential Run. RealClearPolitics, 14. April 2011, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
  33. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSebastian Fischer: Gingrich kann auf Sieg in South Carolina hoffen. spiegel.de, 21. Januar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012.
  34. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRomney siegt haushoch in New Hampshire. zeit.de, 11. Januar 2012, abgerufen am 19. März 2012.
  35. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNewt Gingrich gewinnt deutlich. stern.de, 22. Januar 2012, abgerufen am 19. März 2012.
  36. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDer schmutzige Sieg des Mitt Romney. focus.de, 1. Februar 2012, abgerufen am 19. März 2012.
  37. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRomney punktet erstmals bei Tea-Party-Leuten. spiegel.de, 5. Februar 2012, abgerufen am 19. März 2012.
  38. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAußenseiter Santorum gewinnt drei US-Vorwahlen. spiegel.de, 8. Februar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012.
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMissouri Republican Caucuses 2012: Markt für die Tonne? wahlfieber.at, 16. März 2012, abgerufen am 19. März 2012.
  40. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRomney holt in Maine seinen vierten Sieg. tagesschau.de, 12. Februar 2012, abgerufen am 3. März 2012.
  41. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRomney gewinnt in Arizona und Michigan. maerkischeallgemeine.de, 1. März 2012, abgerufen am 3. März 2012.
  42. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRomney gewinnt Vorentscheid in Wyoming. zeit.de, 1. März 2012, abgerufen am 3. März 2012.
  43. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVorwahl der Republikaner ist wie Wasserfolter. focus.de, 4. März 2012, abgerufen am 14. März 2012.
  44. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRomney gewinnt sechs Staaten, Santorum drei. zeit.de, 7. März 2012, abgerufen am 14. März 2012.
  45. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVirginia hat Perry und Gingrich nicht auf dem Zettel. handelsblatt.com, 24. Dezember 2011, abgerufen am 14. März 2012.
  46. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRick Santorum spaziert zum Sieg. stern.de, 11. März 2012, abgerufen am 14. März 2012.
  47. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSantorum mit Doppelsieg in Südstaaten – Romney gewinnt im Pazifik. abendblatt.de, 14. März 2012, abgerufen am 14. März 2012.
  48. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatTOTAL DELEGATES. cnn.com, 14. März 2012, abgerufen am 14. März 2012.
  49. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMitt Romney kann in Puerto Rico punkten. stern.de, 19. März 2012, abgerufen am 19. März 2012.
  50. Romney gewinnt in Illinois, Zeit.de, abgerufen am 2. April 2012
  51. Santorum siegt in Louisiana, Zeit.de, abgerufen am 26. März 2012
  52. Santorum abgehängt SZ, 4. April 2012
  53. The clock starts tonight Washington Post online, April 4 2012
  54. Santorum macht Weg für Romney frei
  55. Rick Santorum suspends presidential campaign USA today, April 10. 2012
  56. Rick Santorum is new CEO of EchoLight Studios. EchoLight.com. 24. Juni 2013. Abgerufen am 18. Oktober 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rick Santorum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Rick Santorum – Zitate (Englisch)
 Wikinews: Rick Santorum – in den Nachrichten