Autostrada A14

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Autostrada A14 in Italien
Autostrada A14
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Karte
Verlauf der A14
Basisdaten
Betreiber:
  • Autostrade per l'Italia
Gesamtlänge: 743,4 km

Regionen:

Die Autostrada A14 (italienisch für ‚Autobahn A14‘), auch Autostrada Adriatica (ital. für „Adria-Autobahn“) genannt, ist eine italienische Autobahn, die den Norden des Landes mit dem äußersten Südosten verbindet. Sie beginnt bei Bologna, führt über Großstädte wie Ancona, Pescara und Bari, und endet bei Tarent. Die A14 ist wie die meisten Autobahnen in Italien auf ihrer ganzen Länge mautpflichtig und mit einer Länge von 743,4 km die zweitlängste Autobahn des Landes.

Die A14 kreuzt sich auf ihrem Weg mit insgesamt fünf weiteren Autobahnen. Dies sind im Einzelnen von Norden nach Süden: Die A1, A13, A24, A25 sowie die A16.

Verlauf[Bearbeiten]

Die A14 ist die zweitlängste Autobahn Italiens und, neben der A1, die wichtigste Nord-Süd-Verbindung Italiens. Sie führt nahezu in ihrer gesamten Strecke entlang der italienischen Adriaküste.

Abschnitt Bologna-Rimini[Bearbeiten]

Die A14 bei Forlì

Die Autobahn führt in diesem Abschnitt am Rand der Poebene Richtung Osten bis an die Adriaküste. Dies ist einer der wenigen Abschnitte der A14, der nicht dem Verlauf der Adria folgt. Hier verbindet sie auch die Touristenorte Rimini und Riccione mit Bologna.

Die A14 beginnt westlich der Hauptstadt der Emilia-Romagna, Bologna, im Norden Italiens. Hier zweigt sie von der A1 (Autostrade del Sole) ab. Nach wenigen Kilometern mündet der erste Autobahnzweig der A14 ein, der eine Anbindung an die A1 (Richtung: Florenz) ermöglicht. Hier bildet die A14 die Stadtumfahrung Bolognas. Außerdem enthält sie Parallelfahrbahnen für den Nahverkehr, die jedoch mautfrei sind. Bei Archoveggio mündet die A13 aus Padua ein.

Die Autobahn führt Richtung Osten entlang den Ausläufern des Apennins. In diesem Abschnitt liegt sie nahe der alten Römerstraße Via Emilia, die heute als Strada Statale 9 klassifiziert ist. Vorbei an den Städten Castel San Pietro Terme und Imola zweigt bei Faenza ein Autobahnzweig nach Ravenna ab. Weitere Städte auf diesen Abschnitt sind Forlì, Cesena und Santarcangelo di Romagna. Bei Rimini erreicht die A14 die Adria.

Abschnitt Rimini-Pescara[Bearbeiten]

Der Knoten mit der A25 bei Pescara

Dieser ca. 230 km lange Abschnitt liegt in den italienischen Regionen Marken und Abruzzen. Hier führt die A14 fast direkt am Meer entlang, parallel zur Strada Statale 16 Adriatica, die vor dem Bau der A14 die wichtigste Straße in diesem Abschnitt darstellte.

Nach der Regionsgrenze zur Emilia-Romagna verläuft die Autobahn an den Städten Pesaro, Fano und Senigallia vorbei bis in die Hauptstadt der Marken, Ancona. Bei Fano zweigt die SS 73bis ab, die bei Fossombrone in die Strada Statale 3 Via Flaminia einmündet und bis nach Rom führt. In Ancona zweigt die SS 76 ab, die bis nach Perugia verläuft. Südlich von Ancona verlässt die Autobahn für kurze Zeit die Adriaküste und verläuft landeinwärts. Bei Civitanova Marche erreicht sie wieder das Meer. Zwischen Civitanova Marche und San Benedetto del Tronto, wo der Fluss Tronto auch die Grenze zur Region Abruzzen bildet, verläuft die A14 direkt an der Adria.

Nach Passieren der Ortschaften Alba Adriatica, Giulianova und Pineto erreicht sie die Hafenstadt Pescara, wo sie als Umfahrung weiter landeinwärts verläuft. Hier zweigt die A25 ab, die über Torano und die A24 nach Rom führt.

Abschnitt Pescara-Taranto[Bearbeiten]

Südlich des Knotens mit der A25 wendet sich die A14 wieder der Adriaküste zu und verläuft vorbei an den Städten Ortona und Vasto bis zur Regionsgrenze zur Region Apulien. Im kurzen Abschnitt, die die A14 in Molise verläuft, führt sie an der Hafenstadt Termoli vorbei. In Apulien wendet sich die A14 landeinwärts und verläuft durch die Ebenen Apuliens vorbei an den Städten San Severo, Foggia und Cerignola bis nach Canosa, wo sie auf die A16 trifft. In ihrem letzten Abschnitt führt sie an den Städten Barletta, Bisceglie, Molfetta, wieder nahe dem Meere bis nach Bari. Hier wendet sie sich wieder landeinwärts und führt bis zu ihrem Endpunkt bei Tarent. Hier mündet sie in die SS 7 ein.

Ausbauzustand[Bearbeiten]

Die A14 weist großteils vier Fahrstreifen auf. Nur das nordwestliche Ende zwischen der A1 bei Bologna und der Anschlussstelle Rimini-Nord ist sechsstreifig. Zurzeit wird sie sechsstreifig bis Pescara ausgebaut. Die Umfahrung Bolognas hat zudem zusätzliche Parallelfahrbahnen für den Nahverkehr.

Die A14 führt, speziell zwischen Rimini und Pescara, auch durch hügeliges Land, weswegen zahlreiche Brücken und Tunnel errichtet werden mussten. Richtung Tarant sind 19.162 m in Tunnel geführt, Richtung Bologna sind es 19.691 m.[1]

Bauprojekte an der A14[Bearbeiten]

Entlang der A14 sind einige wichtige Bauprojekte geplant. Das wichtigste Bauprojekt ist der sechsspurige Ausbau zwischen Rimini und Porto Sant’Elpidio.

Sechsspuriger Ausbau Bologna B.go Panigale - Bologna San Lazzaro[Bearbeiten]

Zwischen km 8 und 14 ist die A14 die Tangenziale von Bologna. In diesem Abschnitt erfolgte der sechsspuriger Ausbau zwischen 2003 und 2007. Die Eröffnung und Übergabe an den Verkehr erfolgte im Januar 2008. Die Baukosten von 59,4 Millionen Euro beinhalteten die Errichtung von einer neuen Anschlussstelle (Bologna Fiera) und die Errichtung von 9 km Lärmschutzwänden.[2]

Sechsspuriger Ausbau Rimini/Nord - Porto Sant’Elpidio[Bearbeiten]

Zwischen Rimini/Nord und Porto Sant’Elpidio auf insgesamt 154.7 km, ist eine Generalsanierung des Abschnittes derzeit in Bau bzw. bereits vollendet. Die Autobahn wird hier mit Standstreifen ausgebaut. Die Bauarbeiten beinhalten die Errichtung von fünf neuen Anschlussstellen (Pesaro Centro, Fano Nord, Marina di Montemarciano, Ancona Ovest und Porto Sant’Elpidio) und die Errichtung von 95,8 km Lärmschutzwänden. Die Gesamtkosten betragen 2,444 Millionen Euro.

Derzeit sind in Bau

  • Baulos 1B Rimini Nord - Cattolica(27,8 km): Eröffnung 2013
  • Cattolica - Fano (28,3 km): Eröffnung 2013
  • Senigallia - Ancona Nord (18,9 km): Eröffnung 2013
  • Ancona Nord - Ancona Sud (17,2 km): Eröffnung 2016
  • Ancona Sud - Porto S. Elpidio 2. Phase (3,3 km): Eröffnung Ende 2013

Am 29. Juli 2011 wurde die neue Ausfahrt Porto Sant’Elpidio eröffnet.

Bereits fertiggestellt ist der Abschnitt zwischen

  • Baulos 1A Rimini Nord (1,2 km) - Cattolica: Die Bauarbeiten wurden zum 30. November 2012 beendet.[3]
  • Ancona Sud - Porto Sant’Elpidio 1. Phase (37,0 km)
  • Fano - Senigallia (21,0 km): Eröffnung 2011

Am 20. Dezember 2011 wurde der 10,4nbsp;km lange Abschnitt zwischen Cattolica und Pesaro für den Verkehr freigegeben. [3]

Weitere Pläne[Bearbeiten]

Auf 34,1 km zwischen Bologna/San Lazzaro und der Abzweigung der A14dir nach Ravenna, soll die Autobahn achtspurig ausgebaut werden.[4] Zwischen Cesena Sud und Rimini Nord ist eine neue Anschlussstelle, Rubicone, geplant. [5]

Geschichte[Bearbeiten]

Verkehrsnetz Bolognas 1960:Gerade erst fertiggestellte A1, ohne A13 und A14

Anfang der 1960er Jahre begannen die Bauarbeiten an einer Stadtumfahrung von Bologna. Die Autostrada del Sole (A1) zwischen Mailand und Bologna wurde 1959 eröffnet, 1960 der Abschnitt zwischen Bologna und Florenz. Das Gesetz 729 von 1961 (Plan zur Errichtung eines Grundnetzes an Autobahnen) sah den Bau der A13 und der A14 vor, die 1966 zwischen Bologna-Padua (A13) und Bologna-Cesena (A14) eröffnet wurden. 1967 folgte die Fertigstellung der Tangenziale (Stadtumfahrung, 24,6 km lang) gemeinsam mit den Knoten zwischen der A1, A13 und A14.

Der gesamte erste Abschnitt zwischen Bologna und Ancona wurde am 31. Mai 1969 eröffnet. Der Abschnitt zwischen Ancona und Pescara folgte am 14. April 1973, gemeinsam mit dem Abschnitt Lanciano - Canosa. 1973 war die Autobahn zwischen Bologna und Bari komplett befahrbar (inklusive des Abschnittes der A17. Die A17 ist heute Teil der A14 und A16). Die Eröffnung der Verlängerung bis zum heutigen Endpunkt bei Tarant erfolgte am 6. Dezember 1975.[6]

Autobahnzweig nach Ravenna A14dir[Bearbeiten]

Hauptartikel: A14dir (Italien)

Autobahnzweig Ramo Casalecchio[Bearbeiten]

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Autostrada A14 in Italien
Autostrada A14
Basisdaten
Betreiber:
  • Autostrade per l'Italia
Gesamtlänge: 5 km

Regionen:

Verkehrsnetz Bolognas mit diesen Autobahnzweig (Ramo Casalecchio)

Der Autobahnzweig verbindet die A14 mit der A1 bei Casalecchio di Reno.

Er hat die Aufgabe, den von Padua (A13) nach Florenz (A1) führenden Verkehr, direkt zu leiten. Ansonsten wäre ein ca. 15 km langer Umweg nötig. Der Verkehr nach Mailand, von Padua kommend, fährt über die A14 direkt zur A1.

Er ist vierspurig mit Standstreifen ausgebaut.

Autobahnzweig Bari[Bearbeiten]

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Autostrada A14 in Italien
Autostrada A14
Basisdaten
Betreiber:
  • Autostrade per l'Italia
Gesamtlänge: 4,6 km

Regionen:

Dieser Autobahnzweig, der noch Teil der A14 ist, jedoch mautfrei ist, ist 4,5km lang und befindet sich in Bari.

Er verbindet die Ausfahrt Bari/Nord mit der 8. Anschlussstelle der vierspurig ausgebauten Tangenziale di Bari. Dieser Autobahnzweig besitzt 2 Anschlussstellen. Als die A14 noch nicht bis Tarant führte, stellte dieser Ast das Ende der damals als A17 klassifizierten Autobahn dar.

Er ist außerdem unter den Namen D94 bekannt.[7] Auf Hinweistafeln ist er jedoch immer als Teil der A14 ausgeschildert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Autostrada A14 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bauwerke entlang der A14
  2. Projektinformationen Bologna
  3. a b Projektinformationen Rimini-Porto San't Elpidio
  4. Projekte in Planung
  5. Neue Anschlussstelle Rubicone
  6. Eröffnungsdaten
  7. Teonline-autostrade. Bezeichnung für Autobahnzweig Bari