Royal Jordanian

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Royal Jordanian
Logo der Royal Jordanian
Airbus A320-200 der Royal Jordanian
IATA-Code: RJ
ICAO-Code: RJA
Rufzeichen: JORDANIAN
Gründung: 1963
Sitz: Amman, JordanienJordanien Jordanien
Drehkreuz:

Queen Alia International Airport

Heimatflughafen:

Queen Alia International Airport

Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Leitung: Amer Hadidi
(CEO & Präsident)
Mitarbeiterzahl: 4.400 (2008)
Fluggastaufkommen: 5,45 Mio. (2010) [1]
Allianz: oneworld
Vielfliegerprogramm: Royal Plus
Flottenstärke: 31 (+ 9 Bestellungen)
Ziele: National und international
Website: rj.com

Royal Jordanian (zuvor ALIA, arabisch ‏الملكية الأردنية‎, DMG al-Malakiyya al-Urdunniyya) ist die nationale jordanische Fluggesellschaft mit Sitz in Amman und Drehkreuz auf dem dortigen Queen Alia International Airport. Sie ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization und der Luftfahrtallianz oneworld.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten]

Eine ehemalige Lockheed L-1011 der ehemaligen ALIA im Jahr 1984 in Genf

Die im Dezember 1963 gegründete staatliche ALIA übernahm von der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Jordan Airways, eine private und selbständig operierende Tochtergesellschaft der Middle East Airlines, das Streckennetz und die aus zwei Douglas DC-7B bestehende Flotte.

Für den Einsatz auf Kurzstrecken beschaffte man zwei Handley Page H.P.R. 7 Dart Herald, die bis zur Ablösung durch Sud Aviation Caravelle im Jahre 1965 eingesetzt wurden. Mit Verfügbarkeit der Caravelle als vielseitiges Fluggerät ab dem 28. Juli 1965 konnte ALIA ihr Streckennetz auch zu weiter entfernten Zielen wie Rom und Paris ausdehnen. Als Unterstützung für die Caravelle mietete ALIA zwischen November 1966 und März 1967 einige viermotorige Vickers Viscount, die anschließend von ebenfalls gemieteten Fokker F-27 abgelöst wurden.

Im Februar 1968 erhielt ALIA dann ihre erste eigene F-27. Mit der weiteren Expansion des Streckennetzes zu entfernteren Zielen auf dem indischen Subkontinent beschaffte ALIA zwei Exemplare der Boeing 707-320, von denen die erste Maschine am 26. Januar 1971 übergeben werden konnte. Diesen Flugzeugen folgte am 30. November 1972 die erste, aus zweiter Hand erworbene Boeing 720-030B. Nachfolger der Caravelle auf den Mittelstrecken war die Boeing 727-200, das erste dieser Flugzeuge erhielt ALIA am 8. Juli 1974.

Die für den Einsatz auf Routen nach Westeuropa und Fernost beschafften und ab 13. April 1977 ausgelieferten Boeing 747-200B erwiesen sich als unwirtschaftlich, weswegen ab dem 11. September 1981 die kleineren Lockheed L-1011-500 TriStar zur Flotte stießen.

Als erste Transatlantikziele wurden ab 1984 New York City und Los Angeles, jeweils via Frankfurt am Main oder London angeflogen. Das Jahr 1986 leitete den Beginn einer umfassenden Unternehmenserneuerung ein, was sich im Dezember des Jahres in einem neuen Corporate Design inklusive der Lackierung der Flugzeuge und der Änderung des Firmennamens von ALIA in Royal Jordanian Airlines widerspiegelte.

Entwicklung seit den 1990er-Jahren[Bearbeiten]

Mit der Übernahme des ersten Airbus A310 beginnt das Unternehmen den Wechsel zu einer reinen Airbus-Flotte. Nachfolgemuster der Boeing 727-200 wurde der Airbus A320-200, die ersten beiden Maschinen wurden im Frühjahr 1990 ausgeliefert. Infolge des Zweiten Golfkrieges musste Royal Jordanian schwere finanzielle Verluste verkraften, weswegen ein Großteil der Flotte entweder fremdvermietet oder stillgelegt wurde.

Im März 1996 verließ die letzte Boeing 727 die Flotte, gefolgt von der TriStar im Jahre 1999. Im August 2000 erhielt Royal Jordanien ihren ersten von fünf Airbus A340-200, dieses Muster bildet seither das Rückgrat der Langstreckenflotte und wird erst voraussichtlich ab 2014 durch Boeing 787-8 abgelöst werden.

Im Februar 2001 erfolgte die Umwandlung der Royal Jordanian in eine Aktiengesellschaft und alle Unternehmensanteile wurden im Hinblick auf eine Teilprivatisierung an die neu gegründete staatliche Holding Royal Jordanian Investments (RJI) übertragen. Im Dezember 2007 wurden 71 Prozent der Anteile der Fluggesellschaft an die Börse gebracht. 29 Prozent der Anteile verbleiben bei verschiedenen Organisationen der jordanischen Regierung, weitere bei den Mitarbeitern. Das Unternehmen war damit die erste Fluggesellschaft der Levante, die in so großem Umfang privatisiert wurde.

Seit April 2007 ist Royal Jordanian Vollmitglied der Luftfahrtallianz oneworld.

Flugziele[Bearbeiten]

Royal Jordanian bedient neben Zielen im Nahen Osten wie Dubai und Aden vorrangig europäische Destinationen wie Paris und Moskau sowie Ziele in Afrika, Asien und Nordamerika, darunter Bangkok, Tunis und Chicago. Die Tochtergesellschaft Royal Wings führt ergänzend Regional- und Zubringerflüge für Royal Jordanian durch.

Codeshare-Abkommen unterhält Royal Jordanian mit Aeroflot, Air Canada, Air Berlin, Iberia, Malaysia Airlines, SriLankan Airlines, Syrian Arab Airlines und Thai Airways International.

Flotte[Bearbeiten]

Ein Airbus A319-100 der Royal Jordanian in oneworld-Sonderlackierung

Mit Stand Oktober 2014 besteht die Flotte der Royal Jordanian aus 31 Flugzeugen[2] mit einem Durchschnittsalter von 8,5 Jahren[3]:

Bestellungen[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Royal Jordanian Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Royal Jordanian: Press release / RJ News: February 23, 2011 Abgerufen am 18. Juli 2011.
  2. ch-aviation.ch - Royal Jordanian (englisch) abgerufen am 8. Oktober 2014
  3. airfleets.net - Fleet age Royal Jordanian Airlines (englisch) abgerufen am 8. Oktober 2014
  4. Boeing: Boeing, Royal Jordanian Sign Order for Three Additional 787 Dreamliners 21. Juli 2010
  5. flightglobal.com - Royal Jordanian 787 delivery pushed nearly four years (englisch), 2. Mai 2011