American Airlines
| American Airlines | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | AA | |
| ICAO-Code: | AAL | |
| Rufzeichen: | AMERICAN | |
| Gründung: | 1934 | |
| Sitz: | Fort Worth, |
|
| Drehkreuz: |
Dallas-Fort Worth, Chicago-O’Hare, Miami-International, New York-John F. Kennedy |
|
| Heimatflughafen: | Dallas-Fort Worth | |
| Leitung: | Thomas Horton (CEO) | |
| Mitarbeiterzahl: | 85.200 (2007) | |
| Umsatz: | 19,9 Mrd. US-Dollar (2009)[1] | |
| Fluggastaufkommen: | 86,129 Mio. (2010)[2] | |
| Allianz: | oneworld | |
| Vielfliegerprogramm: | AAdvantage | |
| Flottenstärke: | 896 (+ 513 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und international | |
American Airlines, kurz AA, ist eine US-amerikanische Fluggesellschaft im Besitz der AMR Corporation mit Sitz in Fort Worth, Texas. Sie ist Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz oneworld und war lange Zeit gemessen an den Passagierzahlen die größte Fluggesellschaft der Welt, ehe sie von Southwest Airlines, und nach der Fusion mit Northwest Airlines von Delta Air Lines überholt wurde. Ihr Tochterunternehmen für regionale Zubringerflüge in den Vereinigten Staaten heißt American Eagle. Sie hat durch das Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten die Bezeichnung Major carrier erhalten. Im November 2011 hat die Gesellschaft nach hohen Verlusten Insolvenz angemeldet.[3]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
American Airlines entstand als Verbund von zahlreichen unabhängigen Fluggesellschaften in den 1920er Jahren. Am 25. Januar 1930 bildeten sie eine gemeinsame Gesellschaft, die American Airways, mit Flugstrecken von Boston und New York nach Chicago, von dort nach Dallas, und zwischen Dallas und Los Angeles. 1934 erwarb E.L. Cord die Fluglinie und benannte sie in American Air Lines um. Erster CEO war C. R. Smith.
Im Zweiten Weltkrieg absolvierte die Airline viele Truppentransporte. Die Gesellschaft gehört auch heute noch zu den Linien- und Charterfluggesellschaften, die vom US-Militär für Truppentransporte genutzt werden.
Das erste Turboprop-Flugzeug war eine Lockheed L-188 Electra. Am 25. Januar 1959 wurde dann die Boeing 707 in Betrieb genommen. Die erste Boeing 747 wurde am 2. März 1970 gekauft. 1984 trat American Airlines als Großkunde für 67 Flugzeuge und weitere 100 Optionen für die MD-82 auf, nachdem man 1983 dieses Muster eingeführt hatte. American Airlines ist mit Abstand der größte und wichtigste Betreiber der MD-80-Serie. American Airlines ist darüber hinaus Erstkunde der Douglas DC-2, DC-3, DC-6, DC-7 und DC-10.
In den frühen 1960ern entwickelte American Airlines zusammen mit IBM das erste elektronische Buchungssystem Sabre. AA führte 1981 das Vielfliegerprogramm mit Bonusmeilen-System als Marketinginstrument ein: Das AAdvantage-Programm hat auch heute noch die meisten Teilnehmer weltweit. Auch beim Management von Auslastung, Kosten und Verkaufspreisen revolutionierte AA mit einem ausgeklügelten Ertragsmanagement die Luftfahrtbranche.
1999 war American Airlines Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz oneworld. Im April 2001 wurde die in Konkurs gegangene Trans World Airlines (TWA) aufgekauft.
Zusammen mit United Airlines, US Airways, Delta Air Lines, Continental Airlines und Boeing hat American Airlines eine Klageschrift gegen FBI und CIA aufgrund der Anschläge vom 11. September 2001 eingereicht. Ziel ist die Klärung der Frage, ob die Airline-Branche eine Mitschuld an den Terroranschlägen von 9/11 trägt und/oder ob ihre Reaktionen richtig und angemessen waren.[4]
Am 25. August 2009 landete der letzte Flug mit einem Airbus A300-600R auf dem John F. Kennedy International Airport. Die A300 war 21 Jahre im Dienst der American Airlines und war der einzige Airbus-Flugzeugtyp im Einsatz bei American Airlines. Die Strecken der A300 wurden von Maschinen des Typs Boeing 757 übernommen.[5]
Am 29. November 2011 meldeten American Airlines, deren Mutterkonzern AMR und mehrere Tochtergesellschaften Insolvenz nach Chapter 11 an. Der Flugbetrieb wird vorerst aufrechterhalten. Ziel des Schritts ist es, sich von hohen Schulden zu befreien, um weiterarbeiten zu können. American Airlines erwirtschaftete seit langem hohe Verluste. Alleine in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 war ein Minus von 884 Millionen Dollar angefallen. Der Fluglinie machen nach eigenen Angaben die hohen Kerosinkosten und die scharfe Konkurrenz zu schaffen. Zudem hat American Airlines Probleme mit den Mitarbeitern, die eine hohe Bezahlung fordern.[6][7]
[Bearbeiten] Ziele
Wichtige Drehkreuze sind Dallas/Ft.Worth, Chicago O'Hare, Miami, San Juan und New York Kennedy. American Airlines fliegt fast alle US-Bundesstaaten und Puerto Rico an. Interkontinental werden Europa, Südamerika und Tokio angeflogen. Ein dichtes Netz besteht vor allem in der Karibik und Mittelamerika; Kanada wird ebenfalls angeflogen. In Deutschland wird Frankfurt am Main jeweils einmal täglich mit Dallas mit einer Boeing 767 verbunden. Chicago wurde bis November 2010 ab Frankfurt ebenfalls mit einer Boeing 767 verbunden. In der Schweiz wird Zürich einmal täglich mit New York-John F. Kennedy mit einer Boeing 767 verbunden.
[Bearbeiten] Codesharing
American Airlines arbeitet darüber hinaus mit zahlreichen Codeshare-Partnern zusammen, darunter British Airways, Finnair und Qantas Airways. Mit der Fluggesellschaft GOL besteht ein Codeshare-Abkommen für Destinationen in Brasilien und Lateinamerika. Im Zuge deren geplanten Beitritts zur oneworld besteht seit 2010 auch eine Codesharing-Vereinbarung mit Air Berlin.
[Bearbeiten] Flotte
Mit Stand Februar 2012 besteht die Flotte der American Airlines aus 600 Flugzeugen[8] mit einem Durchschnittsalter von 15 Jahren.[9] Darüber hinaus werden weitere knapp 300 Flugzeuge von Tochter- und Partnergesellschaften für Regional- und Zubringerflüge im Namen und Auftrag von American Airlines betrieben.
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt[10] | Anmerkungen | Sitzplätze[11] |
|---|---|---|---|---|
| Airbus-A320-Familie | 260 | + 365 Optionen; Auslieferung ab 2013; davon 130 neo-Versionen zur Auslieferung ab 2017[12] | -offen- | |
| Boeing 737MAX | 100 | + 40 Optionen; Auslieferung vsl. ab 2017 | -offen- | |
| Boeing 737-800 | 169 | 138 | Erste Auslieferung am 7. Februar 1999; + 80 Optionen | 148 |
| Boeing 757-200 | 115 | Erste Auslieferung am 17. Juli 1989 | 188 | |
| Boeing 767-200ER | 15 | Erste Auslieferung am 4. November 1982 | 168 | |
| Boeing 767-300ER | 58 | Erste Auslieferung am 19. Februar 1988 | 225 | |
| Boeing 777-200ER | 47 | 6 | 224 / 247 | |
| Boeing 777-300ER | 7 | - offen - | ||
| McDonnell Douglas MD-82 | 113 | American Airlines ist weltweit größter Betreiber der MD-82 | 140 | |
| McDonnell Douglas MD-83 | 83 | American Airlines ist weltweit größter Betreiber der MD-83 | 140 | |
| Summe American Airlines | 600 | 513 | ||
| American Eagle[13][14] | 281 | Tochtergesellschaft der AA für Regional- und Zubringerflüge | ||
| American Connection[15] | 15 | Marke der Chautauqua Airlines für Regional- und Zubringerflüge im Auftrag der AA | ||
| Gesamt | 896 | 513 |
[Bearbeiten] Zwischenfälle
American Airlines verzeichnete in ihrer Geschichte bisher 13 schwere Zwischenfälle mit insgesamt 1433 Toten. Die schwersten davon waren:
- 25. Mai 1979 – American-Airlines-Flug 191: Beim Start in Chicago reißt ein Triebwerk der McDonnell Douglas DC-10 ab und das Hydrauliksystem wird beschädigt, wenige Sekunden später stürzt die Maschine unkontrollierbar geworden ab. 271 Menschen an Bord und zwei am Boden sterben. Bis heute ist dies der schwerste Einzel-Flugunfall über amerikanischem Boden.
- 20. Dezember 1995 - American-Airlines-Flug 965: Eine Boeing 757-200 der American Airlines (N651AA) fliegt während des Landeanfluges durch einen Pilotenfehler in einen Berg nahe Cali, Kolumbien, wobei von 159 Menschen an Bord 155 ums Leben kommen.
- 1. Juni 1999 – American-Airlines-Flug 1420 von Dallas nach Little Rock verunglückte in Little Rock und forderte 11 Todesopfer. Das Unglücksflugzeug war eine MD-82.
- Im Rahmen der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA wurden neben zwei Flugzeugen der United Airlines auch eine Boeing 767-200ER (American-Airlines-Flug 11) und eine Boeing 757-200 (American-Airlines-Flug 77) der American Airlines entführt und in den Nordturm des World Trade Centers beziehungsweise das Pentagon geflogen und so zum Absturz gebracht.
- 12. November 2001 – American-Airlines-Flug 587 von New York John F. Kennedy International Airport , USA nach Santo Domingo, Dominikanische Republik): Der Airbus A300 flog durch Wirbelschleppen, die von einer zuvor gestarteten Boeing 747 erzeugt wurden. Der Copilot, der das Flugzeug zu diesem Zeitpunkt flog, reagierte mit einer Serie von Vollausschlägen des Seitenruders in beide Richtungen. Dadurch wurden die Betriebsgrenzen des Flugzeugs überschritten, woraufhin es zum Verlust des kompletten Seitenleitwerks kam. Das Flugzeug war nicht mehr zu kontrollieren und stürzte in eine Siedlung ab. Alle 260 Insassen sowie fünf Personen am Boden starben. Der Unfallbericht nannte Mängel in der Ausbildung als eine wesentliche Ursache für das Fehlverhalten des Copiloten. So waren die meisten Piloten der falschen Meinung, dass unterhalb der Manövergeschwindigkeit nicht nur ein isolierter Vollausschlag eines Ruders, sondern überhaupt alle Ruderbewegungen zulässig seien.[16]
- 22. Dezember 2009 – American-Airlines-Flug 331: Bei der Landung unter heftigen Witterungsbedingungen auf dem Flughafen Kingston (Jamaika) schoss die aus Miami kommende Boeing 737-800 über das Landebahnende hinaus. Das Flugzeug durchbrach die Flughafenumzäunung, überquerte eine Straße und kam auf dem Strand hinter dem Flughafen zum Stillstand. Eine Tragfläche und ein Triebwerk wurden vom Rumpf, welcher in drei Teile zerbrach, abgerissen. Von den 148 Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern an Bord wurden 44 verletzt, 4 davon schwer.[17]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Webpräsenz der American Airlines (englisch)
- Geschichte von American Airlines (englisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Wikinvest – AMR: Income Statements, recent and historical, for American Airlines (englisch) abgerufen am 20. März 2010
- ↑ IATA – Scheduled Passengers Carried (englisch) Stand: 2010
- ↑ American Airlines flüchtet in die Insolvenz. airliners.de, 29. November 2011, abgerufen am 30. November 2011.
- ↑ aerosecure.de: Airlines verklagen FBI und CIA 9. August 2007
- ↑ fliegerweb.de: Airbus A300 geht bei American Airlines in Pension 27. August 2009
- ↑ American Airlines melden Insolvenz an auf welt.de (29. November 2011)
- ↑ American Airlines flüchtet sich in die Insolvenz
- ↑ Flotte der American Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
- ↑ Flottenalter der American Airlines. airfleets.net, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
- ↑ boeing.com - Orders and delivieres (englisch) abgerufen am 8. Februar 2012
- ↑ American Airlines: Sitzplatzkonfiguration der Flotte
- ↑ American Airlines acquires 260 Airbus A320 Family aircraft
- ↑ Flotte der American Eagle. ch-aviation.ch, abgerufen am 18. Oktober 2011 (englisch).
- ↑ Flotte der Executive Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 18. Oktober 2011 (englisch).
- ↑ Flotte der Chautauqua Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 18. Oktober 2011 (englisch).
- ↑ http://www.ntsb.gov/publictn/2004/AAR0404.pdf Offizieller Unfallbericht der Flugunfalluntersuchungsbehörde NTSB
- ↑ The Aviation Herald – Accident: American B738 at Kingston (englisch) 23. Dezember 2009
Mitglieder: American Airlines | British Airways | Cathay Pacific | Finnair | Iberia | Japan Airlines | LAN | Qantas | Royal Jordanian | S7 Airlines
Beschlossene Beitritte: Kingfisher | Air Berlin | NIKI | Malaysia Airlines
Ehemalige Mitglieder: Aer Lingus | Canadian Airlines | Malév | Mexicana

