Schamhaarentfernung

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Mont de Venus.jpg Shaved Genitals (Male) b.JPG
Genitalregion mit entfernter Schambehaarung bei der Frau (links) und beim Mann (rechts)

Die Schamhaarentfernung ist die vollständige oder partielle Entfernung des Schamhaars im Genitalbereich. Sie ist ein weitverbreitetes Schönheitsideal.

Es wird unterschieden zwischen:

Körperregionen[Bearbeiten]

Genitalbereich[Bearbeiten]

Zum Genitalbereich, auf dem Schamhaare wachsen, gehören

Das Perineum sowie der Bereich des Anus gehören auch zum Genitalbereich. Sie sind bei Männern in der Regel behaart, bei Frauen ist diese Behaarung unterschiedlich ausgeprägt.

Bikinizone[Bearbeiten]

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Schamhaare der „Bikinizone“
Bikinihose mit rasierter Bikinizone

Als „Bikinizone“ wird im Zusammenhang mit Haarentfernung umgangssprachlich die von Schamhaaren bewachsene Zone bezeichnet, die von einer Bikinihose nicht bedeckt wird. Da Größe und Form von Bikinihosen jedoch stark variieren, ist der Bereich nicht eindeutig definiert. Im Wesentlichen umfasst er die untere Bauchwand oberhalb der Schambeinfuge und Teile der Leisten beziehungsweise Teile der Oberschenkel.

Geschichte[Bearbeiten]

Antike Hochkulturen[Bearbeiten]

Schon im Altertum war es in verschiedenen Kulturen üblich, sich die Schambehaarung zu entfernen.[1]

In den frühen Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten war die Entfernung von Körperhaaren bekannt.[1] Vor 4000 bis 3000 v. Chr. wurden Haarentfernungsmittel aus Harzen, Pflanzenextrakten, Eselsfett, Fledermausblut und Pech verwendet. Auch geschliffene Steine und Muscheln wurden zur Haarentfernung verwendet.

Antikes Ägypten[Bearbeiten]

Im alten Ägypten gehörte ein haarloser Körper zum Schönheitsideal.[2] Frauen entfernten sich die Augenbrauen sowie die Körperbehaarung einschließlich der Schamhaare. Die Menschen rasierten sich eine Glatze und trugen aufwändige Perücken. Auch praktische Gründe spielten eine Rolle. Ohne Körperbehaarung war es für Parasiten wie Läuse oder Milben schwieriger, sich festzusetzen.

Auf ägyptischen Grabmalereien aus der Amarna-Zeit befinden sich Darstellungen von schamhaarlosen, nur mit Schmuck bekleideten Sklavinnen. Zur Haarentfernung wurden damals Bronzemesser oder Bienenwachs verwendet.

Antikes Griechenland[Bearbeiten]

Im antiken Griechenland wurde die Schambehaarung mittels Epilation entfernt.[2] Auch einige antike griechische Vasenmalereien zeigen nackte, bis auf das Haupthaar völlig unbehaarte Menschen. Aufzeichnungen aus der Zeit um 590 v. Chr. belegen, dass Freudenmädchen geschminkt und an der Scham epiliert waren. Man nutzte dazu unter anderem arsenhaltiges Orpiment. Einigen Quellen zufolge soll bei Männern während der klassischen Epoche eine ausgeprägte Abscheu gegenüber Schamhaaren bei Frauen vorgeherrscht haben, mit der Folge, dass diese sich die Schambehaarung durchweg vollständig entfernten.[3] Jedoch finden sich auch Darstellungen in der griechischen Kunst der Epoche, die Frauen mit Schamhaaren darstellen. Dass zumindest eine teilweise Schamhaarentfernung weit verbreitet war, wird jedoch als wahrscheinlich angesehen.[4]

Antikes Rom[Bearbeiten]

Die im großen Stil angelegten Badeanlagen im antiken Rom waren Zentren der Körperpflege. Römische Frauen entfernten sich Bein-, Achsel- und Schambehaarung.[5] Die Augenbrauen wurden mit Pinzetten ausgezupft. Der hygienische Aspekt wurde auch im Altertum von Ärzten beschrieben. Über die Verbreitung bei Bürgerinnen ist wenig bekannt. Neben oben beschriebenen Enthaarungsmethoden wurden die Haare auch mit groben Handschuhen oder sandpapierähnlichen Scheiben abgerieben. Ebenso waren andere, gesundheitsschädliche Methoden verbreitet, wie die Benutzung von Kalklauge oder arsenhaltigen Mitteln.

Durch die Eroberungen des antiken Rom gelangte die römische Bade- und Körperkultur in weite Teile Europas, Nordafrikas und den Orient.[6][7]

Mittelalterliches und frühneuzeitliches Abendland[Bearbeiten]

Allegorie der Wahrheit.jpg Milano, Castello sforzesco - Donna impudica sec. XII - da Porta Tosa - Foto Giovanni Dall'Orto 6-gen-2007 - 01.jpg
Epilation des Schamhaars, Holzschnitt von Peter Flötner, frühes 16. Jahrhundert
Frau bei Intimrasur, Skulptur im Castello Sforzesco, 12. Jahrhundert

In der hochmittelalterlichen Buchmalerei sind unbekleidete Männer und Frauen regelmäßig ohne Körperbehaarung dargestellt. Ob und in welchem Ausmaß deren Entfernung üblich war, lässt sich daraus nicht schließen. Eine Reliefdarstellung aus dem 12. Jahrhundert, die eine Frau beim Schneiden der Schambehaarung mit einer Schere darstellt, zeigt jedoch, dass die Praxis der Schamhaarentfernung zumindest bekannt war.[8] Ab dem 15./16. Jahrhundert erlangte die Entfernung der Schambehaarung in Europa noch eine andere Bedeutung. Mit der zunehmenden Hexenverfolgung wurden verschiedene Methoden entwickelt, welche die Verdächtigen „überführen“ sollten. Für die sogenannte Nadelprobe suchte man ein Zeichen am Körper, das der Teufel hinterlassen haben sollte, z. B. einen Leberfleck oder eine Narbe. Die Delinquentinnen wurden am ganzen Körper epiliert oder rasiert. Da vor allem auf den Brüsten und in der Schamgegend das Teufelsmal zu erwarten war, wurden die Frauen am ganzen Körper eingehend untersucht. Anschließend wurden die Opfer nackt vor Gericht geführt. Aber auch bei anderen Hexenproben wurden den Frauen alle Körperhaare entfernt, da man glaubte, ihnen dadurch die Zauberkraft nehmen zu können.

Islam[Bearbeiten]

Der sich seit dem Mittelalter ausbreitende Islam schreibt seinen Anhängern Sauberkeit und Körperpflege vor. Die Entfernung der Schamhaare gehört entsprechend der Fitra zur natürlichen Veranlagung des Menschen, womit die gottgewollten Veränderungen am menschlichen Körper gemeint sind (weiterhin Beschneidung, Entfernung der Achselhaare sowie Schneiden der Nägel). Muslime (Männer und Frauen) müssen sich nach den islamischen Reinlichkeitsregeln alle 40 Tage enthaaren. Frauen tun dieses aber in der Regel häufiger.[9]

Im trockenen Wüstenklima, wo Wasser zu kostbar zum Waschen ist, ist eine stark reduzierte Schambehaarung von Vorteil. Auch wenn ursprünglich hygienische Gründe die Ursache für diese religiöse Reinlichkeitsregel waren, so entwickelte sich daraus auch ein Schönheitsideal, das in den islamischen Ländern, speziell im arabischen Raum und im osmanischen Reich beziehungsweise der heutigen Türkei verbreitet ist.[10] Bassano de Zara, ein im osmanischen Reich lebender Italiener, schrieb um 1530, dass dort Schamhaare verabscheut würden.[11]

Abgesehen davon übernahmen die Araber teilweise auch die römische Badekultur und errichteten Bäder, die sogenannten Hamams. Neben dem Baden und Schwitzen wurde in den Hamams auch viel für die Schönheitspflege getan. Die Männer nutzten die Gelegenheit, um sich zu rasieren; die Frauen epilierten sich oder färbten sich die Haare.

Frau in Ägypten, um 1900

Traditionell wurden im arabischen Raum den Frauen einen Tag vor der Hochzeit alle Haare bis auf die Kopfhaare und Augenbrauen im Rahmen einer Zeremonie entfernt (teilweise ist diese Tradition auch heute noch lebendig). Der haarlose Körper galt als Symbol der Unbeflecktheit und Ergebenheit. Zur Haarentfernung benutzte man im Orient Halawa,- eine warme Paste aus karamellisiertem Zucker und Zitronensaft, die bis heute in dieser Region ein gängiges Mittel der Haarentfernung ist, oder man riss sich die Haare mittels Fäden durch schnelle Bewegungen heraus.

Nach der Haarentferung wird häufig eine als rusma bezeichnete Paste mit Calciumoxid aufgetragen, die das Nachwachsen der Haare reduziert. Bei regelmäßiger Anwendung führt dies nach einigen Jahren zu einer dauerhaften Entfernung der Schambehaarung.[10] Mitunter wird der enthaarte Genitalbereich mit Henna gestaltet.[12]

Indigene Kulturen[Bearbeiten]

In vielen indigenen Völkern ist die Entfernung der Körper- beziehungsweise Schambehaarung eine verbreitete kulturelle Tradition. In der Hochkultur der Azteken entfernten sich Frauen und Männer generell die komplette Körperbehaarung mit metallenen Pinzetten (Priester verwendeten goldene); die Schädel wurden kahlgeschoren.

Bei vielen afrikanischen Ethnien ist die Haarentfernung üblich,- auch in der Genitalregion. Oftmals werden die Haare durch Auszupfen epiliert.[13] Bei den Nuba in Afrika ist die Entfernung der Schambehaarung bei beiden Geschlechtern verbreitet.

Die Frauen der Huaorani in Südamerika reiben sich dazu die Stellen, an denen sie keine Haare wünschen, mit Asche ein, um die Haare anschließend leichter entfernen zu können.[14] In Teilen Südamerikas werden die weiblichen Schamlippen als vertikales Lächeln der Frauen bezeichnet, das nicht durch die Schambehaarung versteckt werden soll. Schamhaare werden als animalisch betrachtet.[12]

Der portugiesische Geschichtsschreiber Pero Vaz de Caminha, der zusammen mit Pedro Álvares Cabral im Jahr 1500 Brasilien erkundete, dokumentierte in seinen Berichten, dass die Einheimischen im Intimbereich haarlos seien und sich dementsprechend ihrer Nacktheit nicht schämen würden. („…suas vergonhas tão altas e tão çarradinhas e tão limpas das cabeleiras que de as nós muito bem olharmos não tínhamos nenhuma vergonha“)[15]

Entwicklung seit dem 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Aktfotografie des frühen 20. Jahrhunderts

In den 1920er Jahren erfuhr die Intimrasur bei Frauen innerhalb der Bohème eine gewisse Beliebtheit.[16] Dies endete mit der Zeit Nationalsozialismus, wobei die „deutschen Frau“ dem Ideal entsprechend volle Schambehaarung zu tragen hatte.[16] Auch in den folgenden Jahrzehnten war die Entfernung der Schambehaarung wenig verbreitet: eine im Jahr 1968 durchgeführte Befragung in Australien ergab, dass nur 10 % der Frauen sich die Schamhaare vollständig entfernten, jedoch war das Stutzen der Schamhaare üblich.[2] In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, die vom Einfluss der Hippie-Bewegung und deren Hang zur Natürlichkeit geprägt waren, wurde Körperbehaarung generell aufgewertet; üppige Schambehaarung war wieder üblich.

Erst in den 90er Jahren setzte eine gegenläufige Entwicklung hin zu weniger Schamhaaren ein. Brazilian Waxing wurde 1994 in den USA eingeführt und Ende der 90er Jahre durch Medienberichte bekannt. Im Jahr 2000 wurde Brazilian Waxing in einer Episode der beliebten HBO-Fernsehserie Sex and the City thematisiert, wobei sich eine Hauptdarstellerin (gespielt von Sarah Jessica Parker) einem Waxing unterzieht. Die Schamhaarentfernung wurde wiederholt in der Serie besprochen und auch in den breiteren Medien zunehmend als Thema behandelt.[17] Der Trend zu immer weniger Schamhaar bis hin zu dessen vollständiger Entfernung lässt sich im Verlauf gut an Aktfotografien und erotischen Fotografien der letzten Jahrzehnte nachvollziehen.[18] Im September 2001 veröffentlichte der Playboy mit Fotos von Dalene Kurtis erstmals ein Playmate mit vollständig haarlosem Intimbereich, dessen Darstellung dort mittlerweile Normalität ist.[19] Die zunehmende Verbreitung und leichtere Zugänglichkeit von Erotika und Pornografie seit den 1990er Jahren wird für den Trend zur Haarlosigkeit als mitverantwortlich betrachtet.[20] Durch die damit einhergehende öffentliche Sichtbarkeit der Genitalien wird die Grundlage für gesellschaftliche Schönheitsnormen geschaffen. Auch die zunehmend liberaler gewordene Sexualmoral mit häufiger wechselnden Geschlechtspartnern führt zu einer Etablierung ästhetischer Normen für den Intimbereich.[21]

Generell lässt sich sagen, dass eine zunehmende Akzeptanz der öffentlichen Zurschaustellung bestimmter Körperbereiche bei Frauen eine Enthaarung jener nach sich zog. Dies gilt für Achseln und Beine genauso wie für den Genitalbereich. Knapper werdende Badebekleidung sowie die starke Präsenz von Nacktheit in den Medien tragen ihren Teil dazu bei, dass sich das ästhetische Empfinden auch für diesen Bereich verändert und Haare als störend empfunden werden.[22]

Gegenwart[Bearbeiten]

Gesellschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

Schamhaarentfernung in der Gegenwart: FKK in Florida, 2014

Bei beiden Geschlechtern hat die Entfernung der Schambehaarung in den letzten Jahren eine gewisse Verbreitung gefunden. Während noch bis in die 1990er Jahre hinein Schamhaare als normal angesehen wurden, stellt der enthaarte weibliche Intimbereich nach zwei Studien – zumindest in den Ländern dieser Studien – heute weitgehend eine soziale Normalität dar und wird vom Sexualpartner, insbesondere bei Frauen, vielfach erwartet.[23][24] Auch werden diese Ansichten aus finanziellen Gründen von industrieller Seite gefördert.

Im westlichen Kulturkreis war die Verbreitung der Schamhaarentfernung periodischen Schwankungen unterworfen, stellte jedoch bis in die 1990er Jahre hinein kein Massenphänomen dar. Infolge zunehmender medialer Präsenz von Nacktheit setzte sich, dem Trend zur Enthaarung von Beinen und Achseln folgend, die Schamhaarentfernung in den USA und Europa durch. Auch das Bekenntnis zahlreicher prominenter Frauen, im Genitalbereich „haarlos“ zu sein, trug seinen Teil zur Popularität bei. Wegen der Totalrasur des Gentialbereichs durch bekannte Schauspielerinnen in Hollywood wird dies auch Hollywood-Style genannt.[25][26][27]

Anfangs auf den Bereich der Bikinizone (auch Bikini Cut genannt) beschränkt, folgte bald die Mode, nur einen schmalen Streifen über den Schamlippen (auch Brazilian Cut genannt) stehen zu lassen. Als Erklärung für die heute üblichere Haarlosigkeit im weiblichen Schambereich sieht der sich mit dem Thema befassende Sozialwissenschaftler Elmar Brähler verstärkte Schönheitsideale für diese Körperregion:[28]

Venushügel und äußere Schamlippen nach Entfernung der Behaarung

Speziell für den Bereich der Intimrasuren bei Frauen lässt sich sagen, dass es die ‚neue‘ Sichtbarkeit der äußeren weiblichen Genitalien ist, die dazu führt, dass sich auch hier Schönheitsnormen herausbilden: Erstmals entwickelt sich eine allgemeingültige – für weite Schichten der Bevölkerung – verbindliche Intimästhetik. Eine bis dato primär zur Privatsphäre zählende Körperregion – die Schamregion – unterliegt fortan einem Gestaltungsimperativ.

Elmar Brähler
Anteil der enthaarten Körperregionen, nach Geschlechtern aufgeteilt. (basierend auf einer Erhebung an Studenten im Alter von 18–25 Jahren, Universität Leipzig, 2008)

Eine Studie der Universität Leipzig unter rund 300 Studentinnen und Studenten ergab im Jahr 2008, dass sich 88 % der weiblichen Befragten und 67 % der männlichen Befragten (Durchschnittsalter 23 Jahre) regelmäßig Schambehaarung entfernen.[29][30][31] Eine im Juli 2009 vorgestellte repräsentativere Studie derselben Forschungsgruppe mit 2512 Teilnehmern, die diesmal nicht nur Studierende umfasste, ergab folgendes Bild: in der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren entfernen 81,6 % der Frauen und 32,4 % der Männer Körperhaar, 55,2 % respektive 22,6 % der Befragten entfernen Schamhaare; in der Altersgruppe ab 31 Jahren sinken diese Werte stark.[32][33]

Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Universität Hamburg von 2009 befragte 160 Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren bezüglich dem Themen Körper und Sexualität. Die Studie ergab, dass sich 94 % der weiblichen und 81 % der männlichen Jugendlichen die Schamhaare entfernen.[34]

Eine nicht repräsentative Onlineumfrage der deutschen Zeitschrift Glamour unter über zehntausend ihren Leserinnen ergab im Sommer 2012 auf die Frage „Rasieren Sie sich im Intimbereich?“ folgende Werte: „Ja, komplett.“ 69 %, „Ja, aber nur teilweise.“ 15 %, „Ja, aber nur im Sommer die Bikinizone.“ 4 %, „Nur, wenn ich einen Sexpartner habe.“ 5 %, „Ich benutze andere Enthaarungsmethoden.“ 4 % und „Nein, ich mag es natürlich.“ 2 %.[35]

Deutlich wird auch die Einstellung Jüngerer, wenn man die unzähligen Gruppen zu diesem Thema in sozialen Netzwerken wie StudiVZ betrachtet, wo Mitglieder ihre eigene Haarlosigkeit wie selbstverständlich darstellen oder diesbezügliche Anforderungen an den Partner oder die Allgemeinheit äußern.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Medien wie dem Playboy wider: Im Rahmen einer systematischen, sozialwissentschaftlichen Untersuchung zur Darstellung des weiblichen Genitalbereichs in den Medien wurden Fotos im (amerikanischen) Playboy untersucht. Die Analyse aller Centerfolds von 1953 bis 2007 zeigte sich eine deutliche Abnahme der Schambehaarung. Eine weitere Analyse in der gleichen Veröffentlichung untersuchte 185 Fotos des Playboy (Printausgabe und Website) der Jahre 2007 und 2008: dabei hatten 61,2 % der Frauen die Schamhaare vollständig entfernt, 19,5 % teilweise und 18,9 % befanden sich im natürlichen Zustand.[18]

Das aus Brasilien stammende Brazilian Waxing setzt sich mittlerweile, über die USA kommend, auch in Europa durch. Dabei wird die Schambehaarung mit Heißwachs entfernt. Auch die dauerhafte Entfernung durch Laser-, Foto- oder Nadelepilation wird populärer.[36]

Altersunterschiede[Bearbeiten]

Anteil Schamhaarentfernung nach Altersgruppe bei Frauen zwischen 18–68 Jahren, Quelle: Pubic hair removal among women in the United States: Prevalence, methods and characteristics. (2010)

Die Verbreitung variiert stark zwischen den Altersgruppen – die Schamhaarentfernung ist bisher unter jungen Frauen weitaus stärker verbreitet. So ergab eine US-amerikanische Umfrage von den Zeitschriften Esquire und Marie Claire, dass der Anteil sich umgekehrt proportional zum Alter verhält. Während unter den 40- bis 50-jährigen Frauen 45 % ihr Schamhaar in natürlichem Zustand beließen, lag der Anteil unter den 20- bis 30-Jährigen bei lediglich 16 %.[37] Laut einer kanadischen Studie aus dem Jahr 2010, ist es für Gynäkologen in städtischen Regionen inzwischen ungewöhnlich, bei unter 30-jährigen Frauen Schamhaare vorzufinden.[38] Eine deutsche Gynäkologin bestätigte in einem Interview, bei den Unter-30-Jährigen seien 90 % ihrer Patientinnen dort nahezu komplett enthaart. Erst bei den Über-40-Jährigen seien es deutlich weniger.[39]

Diese Befunde ließen sich in wissenschaftlichen Studien bestätigen. Eine 2005 in Großbritannien erstellte Studie ergab, dass sich 85,7 % der befragten Frauen die Schambehaarung ganz oder teilweise entfernen. Bei Frauen und Mädchen unter 20 Jahren lag der Anteil jedoch bei 91 %, Frauen über 50 Jahre taten dies immer noch zu 68 %.[40] Ähnliche Ergebnisse, wenn auch etwas geringere Anteile, zeigten sich bei einer Studie in den USA im Jahr 2010. Der Anteil der Frauen, die ihre Schamhaare entfernen, lag in der Altersgruppe 18–24 Jahre bei 87,6 %, in der Altersgruppe der Über-50-Jährigen bei 48,3 % (siehe Grafik). Die Autoren führen als Erklärung für die Altersunterschiede folgende Gründe an:[2]

  • Junge Menschen sind statistisch im Vergleich zu älteren sexuell aktiver und haben auch eher wechselnde Partner. Dies kann dazu beitragen, der Ästhetik im Genitalbereich eine höhere Wichtigkeit zu geben.
  • Einen Kohorteneffekt: die stärkere Verbreitung bei jungen Menschen ist primär ein Effekt des Geburtsjahrgangs und nur sekundär altersbedingt. Da die Entfernung der Schambehaarung erst seit den 1990ern üblich wurde, hat dies den größten Einfluss in den darauffolgenden Generationen. Das heißt, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die heute die Schamhaare entfernen, werden das auch in höherem Alter weiterhin tun.

Geschlechterunterschiede[Bearbeiten]

Frauen entfernen statistisch betrachtet öfter die Schamhaare als Männer

Weltweit und historisch ist die Entfernung der Schamhaare bei Frauen weitaus häufiger zu finden als bei Männern. Erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt es auch bei Männern einen stark zunehmenden Trend in diese Richtung,[41] vor allem in den USA, aber auch zunehmend in Europa. Einer – nicht repräsentativen – Umfrage eines Männermagazins im Jahr 2005 zufolge entfernen sich 61 % der Männer die Schamhaare,[42] eine Studie der Universität Leipzig (siehe oben) im Jahr 2008 kam auf 67 % der befragten 95 Studenten, die sich vor allem die Achselhöhlen, den Genitalbereich oder den Oberkörper rasieren.[43]

Eine repräsentative Umfrage zur Körperhaarentfernung im Jahr 2009 mit 2512 Deutschen zwischen 14 und 94 ergab: „Vor allem Jüngere bekennen sich zur Körperenthaarung (Frauen: Achselhöhlen, Beine und der Genitalbereich; Männer: Achseln und Genitalien): 66,7 Prozent der 14- bis 17-jährigen Frauen, um die 80 Prozent der 18- bis 30-jährigen. Bei den Männern zwischen 18 und 30 Jahren mag es demnach nur ein Drittel enthaart, bei den 14- bis 17-jährigen sind es knapp 20 Prozent. Bei den 31- bis 60-jährigen Frauen stutzen indes 67,3 Prozent regelmäßig Körperhaare, bei den Männern 20,2 (ohne Barthaare). Als Hauptgründe geben die Befragten das eigene Schönheitsideal und Hygiene an.“[44]

Frisieren des Schamhaars[Bearbeiten]

In den 1990er Jahren kam der Trend zu Frisuren auf. Häufige Frisuren sind ein vertikaler Strich/Balken in der Mitte (als Irokese oder Iro, Strichcode oder französische Intimrasur bezeichnet), ein Dreieck, ein Pfeil mit der Spitze nach unten, eine Raute, ein Blitz oder andere, meistens geometrische Muster, oftmals vertikal symmetrisch.

Bei Frauen ist der vertikale Irokese dabei eine der beliebtesten Formen, da die Wirkung unabhängig von der Dichte der Schamhaare ist. Bei dieser Frisur sind meistens die Schamlippen rasiert und damit sichtbar. Der vertikale „Iro“ wird entweder gekürzt oder als kompletter Streifen bis herunter zu den Schamlippen getragen. Flächige Formen wie Dreieck, Herz oder V sind nur bei dichter, sehr dunkler oder gegebenenfalls gefärbter Schambehaarung wirkungsvoll.

Man kann das stehengelassene Haar auch tönen oder dauerhaft färben, beispielsweise mit Henna oder dauerhaften Haarfärbemitteln. Da die Schamhaare in ihrer ursprünglichen Farbe nachwachsen, müssten sie sodann nach einigen Wochen jedoch immer eine nachgefärbt werden. Die dauerhafte Färbung bietet sich auch dann an, wenn Unterschiede zwischen gefärbtem Haupthaar und Schamhaar vermieden oder bewusst ein farblicher Kontrast erzeugt werden soll. Oft wird zusätzlich zur Schamhaarfrisur ein Piercing getragen. Vor allem in den USA und in Frankreich, aber zunehmend auch in deutschen Großstädten spezialisieren sich einige Friseure auf die Schamhaarfrisur.

Verfahrensübersicht[Bearbeiten]

Es existieren verschiedene Verfahren zur Entfernung der Schamhaare. Die „Intimrasur“ (also die Haarentfernung mittels Rasierer) ist am üblichsten und am weitesten verbreitet, gefolgt von der temporären Epilation (mittels elektrischem Epilierer oder Brazilian Waxing).[2] Die unterschiedlichen Methoden gehen jeweils mit Vor- und Nachteilen einher. Die erreichbare Qualität und Glätte nach der Enthaarung und Dauer bis zum Nachwachsen der Haare unterscheiden sich wesentlich; ebenso gehen die Verfahren mit unterschiedlichen Kosten einher und können unter Umständen mit Schmerzen oder anderen Problemen verbunden sein:

Ergebnis Dauerhaftigkeit Schmerzhaftigkeit gesundheitliche Risiken geschätzte Kosten*
Rasur Pubic hair Shaving.jpg nur unmittelbar nach der Rasur glatt nach wenigen Stunden erste Stoppeln, tägliche Anwendung nötig keine bis leicht Möglichkeit der Verbreitung eventuell vorhandener Infektionen (z. B. HPV) – unter Umständen trockene Haut, leichte Rötung, Pickel oder eingewachsene Haare je nach System und Häufigkeit, 1–10 € im Monat
Enthaarungscreme Enthaarungsspatel.jpg nur unmittelbar nach der Anwendung vollständig glatt, Produktqualität variiert nach wenigen Stunden erste Stoppeln, tägliche Anwendung nötig keine enthält reizende Wirkstoffe, kann allergische Reaktionen auslösen, Schleimhäute irritieren und bei Augenkontakt zu Erblindung führen je nach Produkt und Häufigkeit, 5–15 € im Monat
temporäre Epilation Epileertoestel.JPG zirka einen Monat lang vollständig glatt 1 bis 1,5 Monate bis zum Nachwachsen der Haare mit dünner, weicher Spitze (keine Stoppeln), danach ist Übergangsphase von etwa einer Woche nötig, bis die Haare die notwendige Länge haben (2–4 mm) vom Verfahren abhängig siehe Rasur bei Halawa und Brazilian Waxing bei Heimanwendung sehr gering (wenige Euro im Monat), Kaltwachsstreifen 10 € im Monat, bei einem Epiliergerät einmalig 40–100 €; bei Anwendung in einem Studio sind höhere Preise zu erwarten
dauerhafte Epilation Using laser on legs.jpg dauerhaft vollständig glatt; Nachteil: lässt sich nicht rückgängig machen dauerhaft, allerdings oft mehrmalige Anwendungen (3–6) in etwa zweimonatigem Abstand nötig mittel siehe Rasur einmalig 300–600 € (pro Behandlung 100 €, zirka 3-6 Behandlungen in monatlichem Abstand nötig)
eher vorteilhaft mittel bzw. vom Verfahren abhängig eher nachteilig

Anmerkung: *die genannten Kosten sind als Richtwerte zu verstehen und sind abhängig von Anbieter oder Studio sowie von Stärke und Ausmaß der Schambehaarung

Mögliche Probleme[Bearbeiten]

Eine Funktion der Schambehaarung ist die Unterstützung der Verdunstung der Duftdrüsen-Sekrete (Pheromone). Die Schamhaarentfernung kann deshalb die sexuelle Anziehungskraft auf Sexualpartner vermindern, die den Intimgeruch als stimulierend empfinden.

Bei der Nassrasur besteht die Gefahr von Schnittverletzungen. Eine Folge der Intimrasur kann die Bildung von Entzündungen, Pusteln und eingewachsenen Haaren in den Folgetagen nach der Rasur sein. In Extremfällen können durch derartige Entzündungen auch Abszesse entstehen. Diese Probleme treten vor allem bei der erstmaligen Rasur auf, sowie bei der Rasur nach längerer Unterbrechung. Sie reduzieren sich bei vielen Menschen von selbst bei regelmäßiger Nachrasur. Dies ist aber nicht in allen Fällen so, da entstandene Pickel durch das „Nachrasieren“ wieder geöffnet werden können und anfangen können zu bluten. Hilfreich sei auch die Anwendung von beruhigenden Substanzen (wie Lotionen oder Babypuder) oder heilfördernden Substanzen (wie Dexpanthenol) direkt nach der Rasur, da dadurch die rasierte Haut besser heilen kann und Juckreiz, Reibung sowie Pickelbildung verhindert werden können. Alkohol- und/oder zusatzstoff-haltige Öle oder Cremes können zu Jucken, Hautreizungen, Entzündungen und eingewachsenen Haaren führen. Speziell entwickelte Rasieröle, Rasierseifen und Cremes sollen das Auftreten kleiner Verletzungen und Pickel verringern. Auch können Produkte zur medizinischen Haut- und Schleimhautdesinfektion verwendet werden, beispielsweise Produkte mit dem Wirkstoff Octenidin. Diese sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Der Hauptnachteil bei allen Formen der Epilation, sei es beim Brazilian Waxing oder mit einem Epilierer, liegt in den damit einhergehenden Schmerzen. Die Schmerzempfindung kann zwischen Personen stark variieren. Sie können zwar durch Auftragen von anästhetisch wirkender Creme reduziert werden, gleichwohl wird die Prozedur von den meisten Menschen zumindest als unangenehm empfunden. Der Vorteil liegt dafür in weitaus längerer Haarlosigkeit, mit der Zeit abnehmenden Haaren und keinen Stoppeln.

Nach Entfernen der Körperbehaarung im Schambereich, den Achseln und zwischen den Gesäßbacken kann es bei körperlicher Betätigung (z. B. Fußmärschen) unter Umständen zu Hautreizungen kommen, da das Scham- beziehungsweise Achselhaar verhindert, dass Haut auf Haut reibt (Friktionsschutz). Ein gelegentlich unterstellter Zusammenhang zwischen Intimrasur und Vaginalpilzen oder bakteriellen Infektionen besteht jedoch nicht.[45]

Bei vielen gynäkologischen Operationen (beispielsweise Gebärmutterentfernung durch die Scheide) werden die Schamhaare entfernt, um das Operationsgebiet besser desinfizieren und abdecken zu können. Außerdem können lange Schamhaare die Sicht behindern oder versehentlich in Operationswunden eingenäht werden. Diese Rasur sollte erst kurz vor der Operation stattfinden. Aus organisatorischen Gründen wird sie im Krankenhaus oft schon am Vorabend vorgenommen. Das hat den Nachteil, dass sich mikroskopisch kleine Hautschnitte innerhalb der nächsten Stunden infizieren können. Diese Entzündungen verschlechtern die Antisepsis des Operationsfeldes. So empfiehlt das Robert-Koch-Institut die Haarkürzung bei allen Operationen durch spezielle Schneidgeräte auf ca. einen halben Millimeter Länge. In vielen Kliniken hält sich stattdessen aber noch die gegenteilige Praxis, eine Rasur auch dann durchzuführen, wenn sie eigentlich nicht notwendig ist, beispielsweise vor einer Ausschabung.

Einstellungen gegenüber der Schamhaarentfernung[Bearbeiten]

Geschlechterspezifische Präferenzen[Bearbeiten]

Befunde aus psychologischen Studien deuten darauf hin, dass für Männer und Frauen unterschiedlich starke normative Erwartungen für die Haarentfernung vorliegen. Im Vergleich zu Frauen berichten Männer von einer geringeren Erwartungshaltung bezüglich der Schamhaarentfernung. Entsprechend wird weniger sozialer Druck empfunden, diese auch entfernen zu müssen, um als attraktiv zu gelten.[46] Während weibliche Schambehaarung, insbesondere unter Jugendlichen, vielfach als unhygienisch betrachtet wird, ist männliche Schambehaarung in der allgemeinen Einstellung weniger tabuisisert.[47] Männer hingegen zeigen stärker eine klar ablehnende Haltung gegenüber weiblicher Schambehaarung. Die Befunde gelten für junge Erwachsene („Undergraduate“, 19–24 Jahre), inwiefern sie auf ältere Menschen übertragbar sind, ist unklar.[48] Studien weisen darauf hin, dass sich die Vorliebe für Körperhaare im Alter ändern kann (so zeigen alte Frauen (nach den Wechseljahren) eine Präferenz für männliche Körperbehaarung, jüngere Frauen hingegen für Haarlosigkeit).[49]

Einer Umfrage der Männer- und Lifestylezeitschrift GQ aus dem Jahr 2005 zufolge bevorzugen 46 % der Männer bei Frauen einen haarlosen Genitalbereich, 29 % akzeptieren einen schmalen Strich (Landing Strip) und 11 % ein Dreieck auf dem Venushügel. Individuelle Muster werden von 6 % der Männer geschätzt und 8 % mögen natürliche Schambehaarung.[50] Umgekehrt mögen 70 % der Frauen einen vollständig enthaarten Intimbereich, 27 % bevorzugen gestutzt und nur 3 % mögen natürliche Schambehaarung.[51] Laut einer Umfrage an Männern und Frauen im Jahr 2010, erwarteten 65 % einen vollständig haarlosen Intimbereich, unrasierte Schamhaare werden von 75 % der Befragten „komplett abgelehnt“.[52]

Aus 2011 von TNS Infratest erhobenen, repräsentativen Studiendaten ging hervor, dass 64 % der Frauen bei Männern einen haarfreien Intimbereich wünschen, 83 % der Männer lehnen Schamhaare bei Frauen ab.[53]

Motive für die Schamhaarentfernung[Bearbeiten]

Die Schamhaare werden überwiegend aus ästhetischen Gründen entfernt, das heißt um eigenen oder fremden Schönheitsvorstellungen zu entsprechen. Viele Frauen geben an, sich ohne Schambehaarung femininer und attraktiver zu fühlen.[40] Auch Hygiene und Sauberkeit wird mit der Schamhaarentfernung verbunden: obwohl keine objektive, medizinische Notwendigkeit für eine Entfernung der Schambehaarung vorliegt, werden Schamhaare vielfach subjektiv als unhygienisch empfunden.[17] Auch gesellschaftliche und soziale Normen spielen als Motiv eine Rolle.[48]

In einer wissenschaftlichen Erhebung in Australien unter dem Titel: „Why are Australian women choosing permanent pubic hair removal?“ wurden Frauen nach ihren Gründen für die Enthaarung befragt. Dabei gaben 75 % ästhetische Gründe an, 71 % sahen hygienische Vorteile und 17 % nannten kulturelle Gründe. Auch auf die Sexualität fanden sich positive Einflüsse: 60 % spürten ohne Schamhaare mehr beim Sex. Als möglicher Grund wird der direktere Hautkontakt ohne Schamhaare gesehen.[54]

Die bei der Schamhaarentfernung zurückbleibende glatte, haarlose Haut wird mitunter als angenehm beziehungsweise auch als erotisch angesehen.[55] Daneben wird oft angegeben, dass das Gefühl beim Geschlechtsverkehr, besonders beim Oralverkehr, ohne Intimbehaarung angenehmer sei. Es kann auch das Rasieren an sich durch den Partner als erotisch empfunden werden. In einer Befragung unter sexuell aktiven amerikanischen Frauen korrelierte die teilweise oder vollständige Entfernung mit einem positiveren genitalen Selbstbild und erfüllterer Sexualität.[2][56] Auf einen Zusammenhang zwischen der Intimrasur und dem Körpergefühl beim Geschlechtsverkehr deutet die Korrelation mit sexueller Aktivität hin: ein glatter Intimbereich wird vom Sexualpartner als angenehmer erlebt und es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Geschlechtverkehrs und der Schamhaarentfernung.[57]

Motive gegen die Schamhaarentfernung[Bearbeiten]

Einige Menschen fühlen sich durch die empfundene soziale Erwartungshaltung unter Druck gesetzt, dem gesellschaftlichen Ideal entsprechen zu müssen. Sie sehen Körper- und Schamhaare als Teil ihrer Natur an, die es gegen kulturelle Einflüsse zu verteidigen gilt. So finden sich auch heute Frauen und Männer, die auf Haarentfernung verzichten. In der „Bear Community“ (dt. „Bärengemeinde“) hat sich eine eigene Subkultur herausgebildet, die sich stolz ihrer Körperbehaarung zuwenden und einen Kult um diese entwickeln.[58] Unter dem Motto „Mein Busch gehört mir!“ wird Toleranz gegenüber Menschen mit Schamhaaren eingefordert.[59]

Auch wird die Schambehaarung selbst mitunter als ästhetisch empfunden. Dem Fotografen Dian Hanson zufolge sähen vollständig enthaarte Frauenkörper zu sehr „nach 1990er-Jahre-Stil“ aus; der ungezwungene Umgang von Frauen mit der Schönheit ihrer Schambehaarung wird als Rückkehr zur Normalität empfohlen.[60] Die Schauspielerin Christine Kaufmann bekundete in einem Interview:

Ich möchte eine Lanze für mehr Schamhaar brechen, weil ich es ästhetisch finde.

Christine Kaufmann[61]

Aufgrund der Tatsache, dass in der modernen Pornografie fast ausschließlich Menschen mit haarlosem Genitalbereich gezeigt werden, hat sich ein Nischenmarkt für Schamhaarfetischismus gebildet, in dem sich auf Frauen mit natürlicher Schambehaarung spezialisiert wird,[62] während bis in die frühen 1990er Jahre umgekehrt vollständig rasierte Genitalien der Fetischpornografie angehörten.

Kritik an der gesellschaftlichen Norm der Enthaarung[Bearbeiten]

Nachdem schon Jahrzehnte zuvor die weibliche Bein- und Achselbehaarung eine gesellschaftliche Missbilligung erfahren hat, vollzieht sich momentan bezüglich der Schambehaarung ein ähnlicher Prozess. Schamhaare werden vor allem von vielen jüngeren Menschen als eklig, unhygienisch und störend empfunden.[23][63] Als beispielsweise bei einer Unterwäsche-Kampagne der Modemarke American Apparel Schamhaare zu sehen waren, wurde dies als „provokant“ gewertet:

Nicht die Freizügigkeit der Kampagne provozierte das große Medienecho, sondern die Tatsache, dass das Model Schamhaare hat. Die Norm der Haarlosigkeit ist inzwischen so weit durchgesetzt, dass Haare an Frauenkörpern zu Empörung, Ekel und Ablehnung führen.

Silja Matthiesen & Jasmin Mainka[64]
Frau mit Schambehaarung in der Öffentlichkeit (beim WNBR in San Francisco)

Wenn auch für Frauen diese Norm stärker ausgeprägt ist, gilt es auch unter Männern zunehmend als gepflegter, sich die Schamhaare zu entfernen.[58] In einer Umfrage gaben über die Hälfte aller Männer und Frauen zwischen 20 und 35 Jahren an, sie würden davon ausgehen, dass mögliche Sexualpartner einen enthaarten Intimbereich erwarten.[65] In einer wissenschaftlichen Studie zeigten Männer eine klare Präferenz für unbehaarte Frauen, Frauen mit Körperbehaarung wurden nicht nur als unattraktiver, sondern auch als weniger intelligent, unhygienisch und ungesellig angesehen.[66] Mitunter wird eine vornehmlich „US-amerikanische Angst vor behaarten Frauenkörpern“ postuliert, für die entweder Homophobie oder die übertriebene Angst vor Krankheitserregern verantwortlich sei.[60] Mitunter werden abwertende Kommentare von Sexualpartnern oder kritische Blicke, beispielsweise in der Sauna, als Auslöser angegeben, die zur Entfernung der Schambehaarung führten.[67]

Vor allem die Kritik von feministischer Seite hält der weiblichen Intimenthaarung vor, sie stelle eine Unterwerfung der Frauen gegenüber männlichen Wünschen und Erwartungen dar. So wird die Etablierung der Schamhaarentfernung in breiten Gesellschaftsschichten als ein Ausdruck der zunehmenden Sexualisierung und Pornografisierung der Gesellschaft interpretiert. Die Entfernung der Schamhaare wird aus feministischer Sicht von den Frauen nicht selbst gewünscht, sondern sei eine Übernahme patriarchalisch-chauvinistischer Zwänge, die von Männern gezielt als Mittel der Unterdrückung eingesetzt werde. Auch wird unterstellt, dass die Genitalien vorpubertärer Kinder nachgeahmt werden sollen. So behauptete etwa Regula Stämpfli Anfang 2008 in einem Artikel der feministischen Zeitschrift Emma:

Kindermösen an erwachsenen Frauen sind also nicht einfach chic, hip, Mode, bequem, geil, lockeres Schönheitshandeln, sondern sie sind die am eigenen Körper vollzogene herrschende politische Philosophie. Die Schamrasur wird Teil dessen, was Frauen in einer entmenschlichten Warengegenwart unhinterfragt kopieren, nur um zu gefallen. Die entblößenden Kindermösen erwachsener Frauen sind unreflektierte Kopien globalisierter und anatomisierter, enterotisierter und entweiblichter (Waren-)Körperhandlungen.

Regula Stämpfli[68]

Es wird vor einem ähnlichen Hintergrund ein Zusammenhang zwischen der Schamhaarentfernung und der Pädophilie unterstellt:

Ich bin bestürzt, wie erwachsene Frauen aus sich präpubertäre Mädchen machen. Da darf man sich doch nicht wundern, dass manche Männer pädophil werden, weil sie nicht mehr unterscheiden können.

Christine Kaufmann[69]

Schamhaarentfernung wird im feministischen Diskurs nicht als private Angelegenheit verstanden, sondern als Aspekt in einem Geschlechterkampf, indem sie als Ausdruck männlicher Machtausübung gedeutet wird. Die Kritik daran wird entsprechend Teil einer allgemeinen Kapitalismus- und Genderkritik. Mitunter wird von Feministinnen die Schamhaarentfernung bei Frauen als symbolische Kastration durch das Patriarchat bezeichnet.[70] In weiten Teilen ähnelt die Argumentation der PorNO-Kampagne auf dem gleichen Umfeld, mit der sie auch ihre Pauschalität teilt. So wird ignoriert, dass sich auch viele Männer oder lesbische Frauen die Schamhaare rasieren.

Viele Frauen sehen sich durch die feministische Position nicht vertreten und fühlen sich auch nicht von Männern zur Schamhaarentfernung genötigt. Sie setzen der feministischen These der Übernahme eines gesellschaftlichen Schönheitsideals entgegen, dass es durchaus auch ein eigenes individuelles Schönheitsideal gebe, dem sie folgen. Der Versuch der Politisierung der Schamhaarentfernung wird von ihnen vielfach als Bevormundung und Einmischung in private, intime Angelegenheiten gesehen und strikt abgelehnt. Die Mehrzahl der Frauen gibt an, sich ohne Schamhaare schlichtweg besser zu fühlen und diese aus freier Entscheidung zu entfernen. Auch innerhalb des Feminismus gibt es im Rahmen des Sex-positiven Feminismus Stimmen, die der Thematik offener gegenüberstehen.[71][72]

Gruppendruck unter Jugendlichen[Bearbeiten]

Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird die Schamhaarentfernung nahezu selbstverständlich praktiziert, sie gilt als eine „Körpernorm“.[64] Laut Hans Wolff, Professor für Dermatologie und Leiter der Haarsprechstunde an der der Universität München, würden sich inzwischen nahezu alle Mädchen vollständig die Schamhaare entfernen, unter den Jungen tue dies rund die Hälfte.[73] In einer qualitativen Interviewstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die 2011 mit Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren durchgeführt wurde, gaben sogar 81% der männlichen und 94% der weiblichen Jugendlichen an, sich die Schamhaare zu entfernen:[64] Da viele Jugendliche mitunter seit Anbeginn des Wachstums die Haare entfernen, sind ihnen Schamhaare völlig unbekannt.[74]

Intimrasur ist für Jugendliche beider Geschlechter zu einem Standard der Körperpflege geworden. Fast jede/r führt sie durch, und dies wird nur von sehr wenigen kritisch hinterfragt. Viele gehen davon aus, dass es von anderen erwartet wird, und geben an, es selber hygienischer, hübscher oder praktischer zu finden.

Silja Matthiesen & Jasmin Mainka[64]

Mit zunehmender Selbstverständlichkeit der Schamhaarentfernung, auch und gerade unter Jugendlichen, kann es auch zu Gruppenzwang bezüglich der Anpassung an das Schönheitsideal kommen. Laut der Beratungsstelle für Sexualpädagogik Pro Familia wird insbesondere bei Mädchen Intimrasur zu „einem gefühlten Muss“.[75] Insbesondere bei Mädchen können Schamhaare zu Spott und sozialer Ausgrenzung führen.[55] So sind laut Pro Familia typische Aussagen Jugendlicher:[23]

Schamhaare sind eklig, die sind doch total unappetitlich.“ oder „Unrasiert bleiben geht gar nicht. Gerade im Intimbereich. Für die allermeisten ist es eine Sauberkeitsfrage. Alles andere ist unhygienisch.

Aussagen Jugendlicher in einer Studie von Pro Familia[23]

Dies kann bis hin zu Spott, Hänseleien und Ausgrenzung führen, so dass in jenen Fällen die Freiwilligkeit der Enthaarung fraglich ist. Allerdings trifft diese Kritik auch auf die Achsel- und Beinrasur beziehungsweise auf jegliche Form sozialer Konventionen zu.[76]

Einflussnahme der Kosmetikindustrie[Bearbeiten]

Weiterhin richtet sich die Kritik gegen den wirtschaftlichen Kontext. Sowohl Rasierklingen als auch Waxing haben hohe Wiederbeschaffungszyklen und machen große Gewinnspannen möglich. Es wird folglich der Kosmetikindustrie vorgehalten, körperbezogene Unsicherheiten und den damit einhergehenden, gesellschaftlichen Druck zur Enthaarung in ihrer Werbung zu nutzen und zu verstärken.[21][77]

Verstärkung des Trends zu genitalen Schönheitsoperationen[Bearbeiten]

Bei einigen Frauen stehen die inneren Schamlippen über die äußeren hervor, was von manchen Menschen mitunter als unästhetisch empfunden wird. Durch die Enthaarung in diesem Bereich tritt dies dann deutlicher hervor, was letztlich auch den Trend zur Labioplastik, insbesondere der Schamlippenverkleinerung, verstärkt.[78][79] Diese Entwicklung wird von zahlreichen Feministinnen kritisch bewertet.[80][81]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kerstin Steinbach: Beiträge zur Psychopathologie des modernen Alltagslebens. 3. Teil: Die Genitalrasur. In: System ubw 1/2005. Zeitschrift für klassische Psychoanalyse. 1/2005, ISBN 3-89484-708-5 / ISSN 0724-7923.
  • Ada Borkenhagen, Elmar Brähler (Hrsg.): Intimmodifikationen. Spielarten und ihre psychosozialen Bedeutungen. Psychosozial-Verlag, Gießen, 2010 ISBN 978-3-8379-2058-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schamhaarentfernung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Sara Ramsey (2009): Pubic Hair and Sexuality: A Review. In: The Journal of Sexual Medicine. Bd. 6, Nr. 8, S. 2102–2110, doi:10.1111/j.1743-6109.2009.01307.x.
  2. a b c d e f D. Herbenick, V. Schick, M. Reece, S. Sanders, J. D. Fortenberry: Pubic hair removal among women in the United States: Prevalence, methods and characteristics. In: The Journal of Sexual Medicine. (J Sex Med) Oktober 2010, Bd. 7, Nr. 10, S. 3322–3330, doi:10.1111/j.1743-6109.2010.01935.x.
  3. Philip E. Slater: The Glory of Hera: Greek Mythology and the Greek Family. Beacon Press, Boston 1971, ISBN 0807057959.
  4. M. Kilmer: Genital phobia and depilation. In: The Journal of Hellenic studies. (J Hell Stud) 1982, Nr. 102, S. 104-12, PMID 16437863.
  5. Zum Haare raufen – Eine haarscharfe Debatte. In: Der Freitag. vom 2. April 2013, zuletzt abgerufen am 7. April 2014.
  6. "Die letzte noch nicht kolonisierte Köperregion" Eine Psychologin über die Intimrasur (Version vom 5. August 2011 im Internet Archive). In: Märkische Allgemeine Zeitung. vom 16. August 2007.
  7. Sie lernen ihr Genital besser kennen. In: Deutschlandradio Kultur. Beitrag vom 5. August 2009, zuletzt abgerufen am 7. April 2014.
  8. TURBA DELIRANTIUM, Gunter Krebs: Medizin und Hygiene. Körperbehaarung. (Körperbehaarung im Mittelalter mit Darstellung einer mittelalterlichen Relief-Plastik zum Thema); Quelle: Massimiliano Mandel: Scissors. Magna Books, Wigston, Leicester (UK) 1990, ISBN 1854221825 Auf: turba-delirantium.skyrocket.de ; zuletzt abgerufen am 7. April 2014.
  9. Dauerhafte Haarentfernung: Schambehaarung. Auf: dermalisse.de , Publiziert am 13. März 2012, zuletzt abgerufen am 7. April 2014.
  10. a b Susan Aykut: Hairy politics. Hair rituals in Ottoman and Turkish society. Beitrag zur Annual Conference of the Australian Association for the Study of Religions. Sydney, Oktober 1999 (PDF-Datei; 318 kB)
  11. N. M. Penzer: The harem: inside the Grand Seraglio of the Turkish sultans. Dover, Mineola NY 2005, ISBN 0-486-44004-4.
  12. a b Wendy Cooper: Hair: sex, society, symbolism. Stein and Day, New York 1971, ISBN 0812814290.
  13. Kirsten Hansen: Hair or Bare?: The History of American Women and Hair Removal, 1914-1934. Senior Thesis in American Studies Barnard College, Columbia University, 2007 (PDF-Datei).
  14. Laura Rival: The attachment of the soul to the body among the Huaorani of Amazonian Ecuador. In: Ethnos: Journal of Anthropology. 2005, Bd. 70, Nr. 3, S. 285-310, doi:10.1080/00141840500294300.
  15. Jayme A. Sokolow: The Great Encounter: Native Peoples and European Settlers in the Americas, 1492-1800. Sharpe, Armonk NY 2002, ISBN 0765609827.
  16. a b Haarentfernung von 1900 bis heute – Kleine Rasurgeschichte – Fem
  17. a b Megdala Peixoto Labre: The Brazilian wax: New hairless norm for women? In: Journal of Communication Inquiry. (J Commun Inq) April 2002, Bd. 26, Nr. 2, S. 113-132, doi:10.1177/0196859902026002001.
  18. a b V. R. Schick, B. N. Rima, S. K. Calabrese: Evulvalution: The Portrayal of Women's External Genitalia and Physique Across Time and the Current Barbie Doll Ideals. In: Journal of sex research. (J Sex Res) Jan. 2011, Bd. 48, Nr. 1, S. 74-81, PMID 19916105, doi:10.1080/00224490903308404.
  19. Playboy's Waxing Nostalgic (Version vom 23. Juni 2010 im Internet Archive)
  20. Jedoch waren auch in der Pornografie bis in die 1980er Jahre Schamhaare üblich. Die Autorin Susan Cokal macht die technische Entwicklung der späten 1980er Jahre für einen Wandel der Ästhetik in Pornofilmen verantwortlich: durch die Einführung des Videorekorders konnten Pornos zuhause konsumiert werden (bis dahin lief Pornografie in Kinos), die Vorspul- und Pausefunktion ermöglichte einen selbstgestalteten Ablauf. Dies führte zu einem geringeren Fokus auf die Handlung eines Films und zu einer stärkeren Fixierung auf die Genitalien. Diese waren nun öfter und größer im Bild und somit ästhetischen Maßstäben stärker unterworfen. (Susann Cokal: Clean Porn: The Visual Aesthetics of Hygiene, Hot Sex, and Hair Removal. In: Ann C Hall, Mardia J Bishop: Pop-Porn: Pornography in American Culture. Praeger, Westport CONN 2007, ISBN 0275999203.)
  21. a b Meredith Suzanne Dault: The Last Triangle: Sex, Money and the Politics of Pubic Hair. A thesis project submitted to the Graduate Program in Cultural Studies in conformity with the requirements for the Degree of Master of Arts, Queen's University, Kingston, Ontario, Canada, Oktober 2011 (PDF-Datei; 728 kB).
  22. Tom Ford: «Knöpfen Sie Ihr Jackett wieder zu». (Version vom 3. Juni 2009 im Internet Archive) In: Die Weltwoche. vom 16. April 2008, Ausgabe 16/08.
  23. a b c d Intimrasur: Was Jugendliche darüber denken und sagen. Auf: profamilia.sextra.de ; abgerufen am 14. Juli 2011.
  24. Marika Tiggemann, Suzanna Hodgson: The Hairlessness Norm Extended: Reasons for and Predictors of Women’s Body Hair Removal at Different Body Sites. In: 'Sex Roles. Dezember 2008, Bd. 59, Nr. 11-12, S. 889-897.
  25. Scarlett Johansson unterzog sich einem Brazilian Wax - Vivano
  26. Eva Longoria’s Brazilian love-life – femalefirst
  27. Unten ohne durch den Sommer
  28. Fast alle Frauen und immer mehr Männer wollen von Körperhaaren nichts wissen. Doch das gilt nicht nur für Achsel- und Beinbehaarung. Auch im Genitalbereich kommen bei immer mehr Menschen die Haare unter die Klinge. – Medizinauskunft
  29. Intimrasur soll Sexualität steigern. In: Die Welt, Bild 258
  30. Körperhaarentfernung als deutlicher Modetrend – 97 Prozent der jungen Frauen und 79 Prozent der Männer rasieren sich
  31. Körperhaarentfernung bei immer mehr jungen Erwachsenen im Trend – Informationsdienst Wissenschaft der Universität Leipzig
  32. Repräsentative Studien der Universität Leipzig zur Schamhaarenfernung
  33. Manfred Dworschak: Körperkultur: Das zweite Gesicht. In: Der Spiegel vom 13. Juli 2009
  34. Matthiesen, S. & Mainka, J. (2011): Intimrasur als neue Körpernorm bei Jugendlichen. in BZgA – Sexualaufklärung und Familienplanung Volltext
  35. Umfrage zur Intimrasur auf glamour.de. Abgerufen am 19. September 2012.
  36. Natasha Singer: The Revised Birthday Suit. In: The New York Times. vom 1. September 2005; zuletzt abgerufen am 8. Mai 2014.
  37. Dan Mangan: How we ‚do it‘.: New guys-vs. -gals sex survey proves that life is ‚lust‘ cause. Auf: nypost.com vom 17. Januar 2007. (Version vom 11. Januar 2009 im Internet Archive)
  38. Lenore Riddell, Hannah Varto, Zoe G. Hodgson: Smooth talking: the phenomenon of pubic hair removal in women. The Canadian Journal of Human Sexuality. 2010, Bd. 19, Nr. 3 (Volltext).
  39. Barbara Dötsch: Intimrasur auf dem Vormarsch. In: Gesund-Magazin – Fit und schön Auf: onmeda.de vom 10. Juli 2009; zuletzt abgerufen am 8. Mai 2014.
  40. a b Toerien, M., Wilkinson, S., & Choi, P. 2005. Body Hair Removal: The Mundane Production of Normative Femininity. In: Sex Roles. Bd. 52, Nr. 5-6, S. 399 – 406, doi:10.1007/s11199-005-2682-5.
  41. Intimrasur ist Mode -ZEIT online. 2005/46
  42. Jeder zweite zieht unten blank – Blick.ch
  43. Pressemitteilung (18. November 2008) von E. Brämer zum Thema Körperhaarentfernung bei immer mehr jungen Erwachsenen im Trend
  44. Artikel in www.stern.de
  45. Gesund trotz Intimrasur
  46. Gareth Terry, Virginia Braun: To let hair be, or to not let hair be? Gender and body hair removal practices in Aotearoa/New Zealand. In: Body Image. 2013, Bd. 10, Nr. 4, S. 599–606, doi:10.1016/j.bodyim.2013.07.001.
  47. Teenager finden sie eklig: Bei den Schamhaaren gilt bei Teenagern: Weniger ist mehr. Sie ekeln sich vor den gekräuselten Haaren und finden sich nach der Intimrasur nicht nur schön, sondern auch rein. – Fem.com
  48. a b Linda Smolak, Sarah K. Murnen: Gender, Self-Objectification and Pubic Hair Removal. In: Sex Roles. 2011, Bd. 65, Nr. 7-8, S. 506-517, doi:10.1007/s11199-010-9922-z.
  49. Die Psychologin Johanna Lass-Hennemann untersuchte 200 Frauen vor und nach den Wechseljahren. Ältere Frauen bevorzugten behaarte Männer, jüngere haarlose. In wiefern dieser Effekt auf hormonelle Änderungen oder einfach auf eine unterschiedliche Sozialisation zurückzuführen ist, bleibt unklar. Reife Frauen mögen Brustpelz Nur Jüngere finden haarlose Männerkörper attraktiv. – Bild der Wissenschaft
  50. Glatte Sache. (Version vom 6. Januar 2007 im Internet Archive) Auf: glamour.de
  51. Gentlemen’s Quarterly. Juli 2005.
  52. Intimrasur – Brazilian Waxing, Landing Strip & Co.. Auf: jolie.de abgerufen am 14. Juli 2011.
  53. Ist nur der nackte Affe schön? Ästhetik oder Ekel? Die Rodung der letzten Haare am Menschenkörper schreitet voran. Auf: heise.de abgerufen am 24. August 2011.
  54. Why are Australian women choosing permanent pubic hair removal? Auf: cosmeticphysicians.org.au vom 25. Mai 2007 (PDF; 52 kB).
  55. a b The New Full-Frontal: Has Pubic Hair in America Gone Extinct? – The Atlantic
  56. gemessen mit der Female Genital Self-Image Scale (FGSIS) beziehungsweise Female Sexual Function Index (FSFI)
  57. Immer mehr Menschen rasieren sich im Intimbereich: Was die Unterleibsglatze erstrebenswert macht. In: MMW – Fortschritte der Medizin. Bd. 155, Nr. 6, doi:10.1007/s15006-013-0319-0.
  58. a b Meredith Jones: Viva la muff. Auf: onlineopinion.com vom 4 January 2007, zuletzt abgerufen am 10. Aprol 2014.
  59. Mein Busch gehört mir! – Anschläge, das feministische Magazin
  60. a b Dian Hanson, in: Dian Hanson, Eric Kroll (Hrsg.): The New Erotic Photography. Taschen, Hongkong u.a. 2007, S. 68.
  61. Christine Kaufmann für "mehr Schamhaar". Tweet auf: News.at ; zuletzt abgerufen am 10. April 2014.
  62. Michael Castleman: Porn-star secrets. Going naked in front of the camera necessitates lots of hair-removal tricks. Auf salon.com vom 6. September 2000, zuletzt abgerufen am 10. April 2014.
  63. Unten ohne: Der neue Schönheitswahn unter der Gürtellinie – Kulturzeit-3Sat (abgerufen am 21. Januar 2011)
  64. a b c d Schönes Haar – aber bitte nicht da – Intimrasur. in: Jugendsexualität im Internetzeitalter. Eine qualitative Studie zu sozialen und sexuellen Beziehungen von Jugendlichen. S.223-232 – Bundeszentrale für gesundheitlich Aufklärung Volltext
  65. Einschätzung der Erwartungshaltung gegenüber der Intimrasur.Statista (abgerufen am 18. Januar 2011)
  66. S. A. Basow, A. C. Braman: Women and body hair: Social perceptions and attitudes. In: Psychology of Women Quarterly. Dezember 1998, Bd. 22, Nr. 422, S. 637-645, doi:10.1111/j.1471-6402.1998.tb00182.x.
  67. Schamlos – Eine Mode wird zur Norm: Alle rasieren sich. Und zwar überall. In ein paar Jahren wird uns Intimbehaarung bei Frauen und Männern völlig seltsam vorkommen. Eine neue Körpersprache, die Privates erzählt – und viel über unsere Gesellschaft verrät. – Süddeutsche Zeitung
  68. Regula Stämpfli: Die Scham ist vorbei (Version vom 11. Dezember 2008 im Internet Archive). In: Emma. Nr. 1, Januar/ Februar 2008.
  69. Christine Kaufmann & das Schamhaar. Auf emma.de ; zuletzt abgerufen am 8. April 2014.
  70. Jörg Djuren: Das Behaarte und das Unbehaarte Körperbehaarung und Geschlecht. Die Formierung des Leibes und Widerstandspraxen zu Beginn des 21ten Jahrhunderts. Auf: irrliche.org , Hannover 2004/ 2005, zuletzt aktualisiert am 30. Mai 2010, zuletzt abgerufen am 8. April 2014.
  71. Marty Klein: Women Who Diss Women Who Wax. Auf: ifeminists.net vom 16. Oktober 2007, zuletzt abgerufen am 8. April 2014.
  72. Johannes Siebold: Haare ab! Auf: jetzt.sueddeutsche.de vom 1. Mai 2008, zuletzt abgerufen am 8. April 2014.
  73. Von Scham- bis Nasenhaaren: "Körperbehaarung ist biologisch nicht notwendig" – Spiegel Online
  74. Ursula Herrmann: Statt Waxen: wachsen lassen!. Auf : Emma. vom 21. November 2012.
  75. Christian Rost: Pro Familia hilft aus. Sexualkunde als Lebenshilfe. In: Süddeutsche Zeitung. vom 17. Mai 2010, zuletzt abgerufen am 10. April 2014.
  76. mareike-blog: Alles, nichts oder... Auf: blog.de vom 2. Februar 2007, zuletzt abgerufen am 10. April 2014.
  77. Hannes-Caspar Petzold: Studie über Intimbehaarung: Deutschland ganz unten. In: Taz vom 14. Juli 2009 (auf taz.de zuletzt abgerufen am 8. April 2014).
  78. Die letzte noch nicht kolonisierte Körperregion – Märkische Allgemeine Zeitung
  79. Neuer Trend bei Schönheits-Operationen: Ich habe eine Intim-OP machen lassen – Bild.de
  80. Immer mehr Intim-Operationen bei Frauen: Der Trend geht zur "Designermöse" – TAZ
  81. Catherine Newmark: Die Ambivalenz der Designer-Vagina. Deutschlandradio Kultur, Beitrag vom 18. Januar 2011.