Suchoi Su-30

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Suchoi Su-30
Suchoi Su-30MKA der Algerian Air Force
Suchoi Su-30MKA der Algerian Air Force
Typ:
Entwurfsland: RusslandRussland Russland (SowjetunionSowjetunion Sowjetunion)
Hersteller: Suchoi
Erstflug: 30. Dezember 1989
Indienststellung: 14. April 1992
Produktionszeit: Seit 1991 in Serienproduktion
Stückzahl: 500+

Die Suchoi Su-30 (russisch Сухой Су-30, NATO-Codename: Flanker-C) ist ein russisches Mehrzweckkampfflugzeug auf der Basis des zweisitzigen Trainingsflugzeugs Suchoi Su-27UB, dessen Entwicklung in den letzten Jahren der Sowjetunion begann.

Entwicklung[Bearbeiten]

Eine Suchoi Su-30K der indischen Luftwaffe
Eine indische Suchoi Su-30MKI
Die Su-30MKI war das erste russische Kampfflugzeug mit Entenflügeln und Schubvektorsteuerung in Serie
Schubvektorsteuerung der Su-30MKI
Su-30MKI im Landeanflug
Indien ist noch vor Russland und China der primäre Nutzer der Su-30
Die Steigleistungen der Su-30-Maschinen sind im Vergleich zum Ausgangsmuster Su-27 gesunken
Die Su-30K ersetzte in der indischen Luftwaffe viele der veralten MiG-21- und MiG-23-Jäger
Viele der indischen Su-30-Maschinen sind in Lizenz gebaut worden

Mit der Entwicklung der Su-30 wurde bei Suchoi Mitte der 1980er-Jahre begonnen. Noch bevor die Su-27 „Flanker“ in Dienst gestellt wurde, begann man bereits mit der Weiterentwicklung. Ziel war, eine ganze Serie von Flugzeugtypen zu schaffen, die aus einem Langstreckenabfangjäger, einem Luftüberlegenheitsjäger, einem taktischen Jagdbomber und einem Mehrzweckkampfflugzeug bestehen sollte. Diese Generation bezeichnete Suchoi als Serie 30.

Die Su-30, zunächst auch Su-27PU genannt, sollte in diesem Konzept den Langstreckenabfangjäger darstellen. Der erste Prototyp flog unter der Bezeichnung T-10PU-5 erstmals am 30. Dezember 1989. Der Prototyp war relativ frei von Problemen, weshalb recht schnell die Serienfertigung begann. Am 14. April 1992 flog die erste Su-30-Serienmaschine, und noch im gleichen Jahr wurde dieser Typ in Dienst gestellt. Im Einsatz war die Su-30 als Ergänzung für die MiG-31 „Foxhound“ vorgesehen, die dann primär zur Abwehr von Marschflugkörpern eingesetzt werden sollte. Die Su-30 sollte US-amerikanische B-1- und B-52-Bomber über dem Nordpol und dem Pazifik abfangen. Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion wurde dieses Konzept aber hinfällig, wodurch die Su-30 „arbeitslos“ wurde. Als Folge dessen gab es zunächst nur eine eingeschränkte Produktion von Su-30-Maschinen.

Daraufhin begann man bei Suchoi mit der Suche nach neuen Aufgaben für die Su-30. Nun wurde die F-15E „Strike Eagle“ zum Vorbild, und man begann damit, die Su-30 zu einem Mehrzweckkampfflugzeug umzubauen. Heraus kam die Su-30M, die vorwiegend für Jagdbomber-Einsätze vorgesehen ist. Entsprechend diesem Aufgabenspektrum wurden anstelle des Abfangradars ein neues Kampfelektronik- und ein Loran-Navigationssystem eingebaut. Gleichzeitig wurde die Heckpartie der Maschine überarbeitet und stabilisiert, um sie gegen Beschuss widerstandsfähiger zu machen. Für den Export wurde die Su-30MK bereitgestellt, die sich mehrfach gegen ihre US-amerikanischen und europäischen Konkurrenten auf dem asiatischen Markt durchsetzte. Infolge der massiven militärischen Aufrüstung Chinas und Indiens, die beide Unterversionen der Su-30MK beschafften, wird diese auf absehbare Zeit eines der meistproduzierten Kampfflugzeuge der Welt sein.[1]

Trotz ihrer Größe und ihres hohen Gewichts ist die Su-30 zu bemerkenswerten Flugleistungen fähig. Dazu gehört unter anderem das mit einer Su-27 erstmals demonstrierte und seitdem berühmte Kobramanöver. Im Vergleich zur Su-27 erreicht die Su-30 allerdings eine etwas geringere Steigleistung und Höchstgeschwindigkeit. Bei Manövern mit sehr abrupten Richtungsänderungen verliert sie enorm an Geschwindigkeit und somit auch Höhe, was vor allem bei Versionen mit Schubvektorsteuerung, welche die Wendigkeit der Maschine gegenüber Flugzeugen mit konventionellen Triebwerken stark erhöhen, besonders deutlich wird. Die Stärke der Su-30 liegt primär auf ihrer hohen Flexibilität, da sie beinahe für jede Art von Einsatz verwendet werden kann. Diese sogenannten „Multi-Role“-Fähigkeiten sind der größte Vorteil der Su-30MK auf dem Weltmarkt, da bisher nur die F-16 „Fighting Falcon“, F/A-18 „Hornet“ und JAS 39 „Gripen“ über eine ähnliche hohe Flexibilität verfügen, ohne aber die Flugleistungen der Su-30 zu erreichen. Dies könnte sich aber mit der Einführung der F-35 sowie der vollen Einsatzfähigkeit der französischen Rafale und des Eurofighter „Typhoon“ ändern.[2]

Die Su-30 verfügt über keine Tarnkappen-Eigenschaften und weist aufgrund ihrer Größe einen hohen Kerosinverbrauch auf, der durch die großen internen Tanks jedoch wieder ausgeglichen wird, sodass der Hersteller bislang auf eine Integration von abwerfbaren Zusatztanks verzichtet hat.

Radarsysteme[Bearbeiten]

Die Su-30 verwendet als Bordradar das NIIP N001 „Metsch“ (auch: RPLK-27, NATO-Code: „Slot Back“). Es wurde für die Su-27 entwickelt und sollte mindestens dieselbe Leistung wie das US-amerikanische AN/APG-65 aufweisen. Dies war aber zum Zeitpunkt der Entwicklung nicht realisierbar, so dass man Teile aus dem vorhandenen N019-Radar einsetzte (hauptsächlich die Parabolantenne und der TS100-Prozessor). Die Entwicklung war im März 1983 abgeschlossen. Bei den folgenden Tests lag die Reichweitenleistung deutlich unter den Erwartungen. So kann das Radar einen großen Bomber auf maximal 140 km statt der geplanten 200 km erfassen. Auch die Zuverlässigkeit war mit einem MTBF von nur fünf Stunden extrem niedrig. Daher wurde das Radar vorerst nicht akzeptiert, so dass es erneut überarbeitet wurde. Die endgültige Einführung fand im Jahre 1991 statt.

Die Parabolantenne des N001 hat einen Durchmesser von 1,075 m und sendet mit einer Durchschnittsleistung von 1 kW im X-Band (8–12 GHz).[3] Es gehört zur Gruppe der Doppler/Impuls-Radare, weshalb es auch über gute Look-Down/Shoot-Down-Fähigkeiten verfügt. Große Ziele können auf 140 km Entfernung erfasst werden, ein Ziel mit einem Radarquerschnitt von 3 m² auf 80 bis 100 km, wobei ein solches Ziel erst ab 65 km sicher verfolgt werden kann.[3][4] Das Radar verfügt auch über einen TWS-Modi und kann so zehn Ziele gleichzeitig verfolgen und zwei davon simultan bekämpfen.[4] Die chinesische Version der Su-30MK2 ist mit einem Schuk-MSE-Radar ausgestattet, mit dem bis zu zehn Ziele gleichzeitig verfolgt und vier simultan bekämpft werden können.

In der Su-30MKI und ihren Varianten kommt das N011M „Bars“ (auch: RLSU-30MK) als eines der aktuell leistungsfähigsten russischen Radargeräte für Kampfflugzeuge zum Einsatz. Es zeichnet sich besonders durch die PESA-Antenne aus, welche die Leistung in allen relevanten Parametern deutlich erhöht. Die Entwicklung begann Anfang der 1990er-Jahre, wobei als Testplattform zwei speziell konfigurierte Su-27M dienten. Während der Entwicklung traten Probleme mit der neuen Antenne auf, die bei einer elektronischen Schwenkung über 40° massiv an Leistung verlor. Daher wird die Antenne nun horizontal zusätzlich mechanisch ausgerichtet, so dass Scanwinkel von ±70° möglich sind, in der Höhe wegen der fehlenden mechanischen Ausrichtung nur ±40°.[3] Die Antenne selbst hat einen Durchmesser von einem Meter, wiegt 110 kg und sendet im X-Band. Hierbei erzielt sie eine Impulsleistung von 4–5 kW und eine Dauerleistung von 1,2 kW.[3] Der Antennengewinn beträgt 36 dB, die erste Nebenkeule fällt um −25 dB geringer aus, was zu einer durchschnittlichen Nebenkeulendämpfung von −48 db führt.[3] Der Öffnungswinkel liegt bei 2,4°, wobei zwölf unterschiedliche Strahlen erzeugt werden können.[3] Zur Signalverarbeitung kommt ein programmierbarer TS200-Prozessor zum Einsatz, der eine maximale Leistung von 75 MIPS erreicht.[3] Das Radar wird von drei separaten Prozessoren kontrolliert, die auf einen 16-MB-RAM zurückgreifen können.[3] Das komplette System wiegt 650 kg.[3]

Das N011M verfügt über diverse fortschrittliche Betriebsmodi, um eine breite Palette von Luft-, See- und Boden-Zielen effektiv bekämpfen zu können. Dazu gehören Ground Mapping (mit Dopplerschärfung), TWS (15 Ziele verfolgen, davon vier simultan bekämpfen[3]) und NCTI anhand spezifischer Eigenschaften von rotierenden Fan-Schaufeln.[3] Die Ortungsreichweite liegt bei etwa 140 km für einem RCS von 1 m².[5]

Versionen[Bearbeiten]

Su-30
Initialversion. Langstreckenabfangjäger auf Basis der Su-27UB. Unterscheidet sich von der Su-27UB durch umfassendere Ausrüstung, um den Einsatz einer Gruppe von Jägern koordinieren zu können.
Su-30K
Erste Serienversion der Su-30. 18 Stück wurden als Übergangslösung nach Indien exportiert. Russland verpflichtete sich, diese Maschinen zurückzunehmen, sobald ausreichender Ersatz in Form der Su-30MKI zur Verfügung stand. Die Maschinen wurden in einem Flugzeugreparaturwerk bei Minsk eingelagert. Über einen Weiterverkauf an weißrussische Luftstreitkräfte ist in den Jahren 2010-2012 mehrfach spekuliert worden, eine Übereinkunft konnte jedoch nicht erzielt werden. Stattdessen bestellte Angola im Rahmen eines umfassenden Rüstungsvertrags mit Russland diese Flugzeuge.[6]
Su-30KI
Luftüberlegenheitsjäger auf Basis der Su-27SKM für Indonesien. Der 1997 geschlossene Vertrag wurde wegen der Finanzkrise in Asien nicht umgesetzt. Die Maschine wurde wieder zur Su-27SKM umgerüstet. Im Jahr 2010 erhielt Indonesien dann das Modell Su-30MK2. Die einzige einsitzige Variante der Su-30.
Su-30KN
Modernisierungsversion für die russischen Marineluftstreitkräfte der Seekriegsflotte. Etwa 40 Maschinen Su-27UB sollten zur Su-30KN umgerüstet werden, das Vorhaben wurde jedoch zugunsten der Modernisierung der Su-27S aufgegeben.
Su-30M
Mehrzweckkampfflugzeug auf Basis der Su-30. Sechs Serienmaschinen wurden an die russischen Luftstreitkräfte ausgeliefert und dienten als Technologieträger. Basisversion, aus der die beiden wichtigen Zweige der Su-30-Familie entwickelt wurden: Su-30MK, Su-30MK2 und ihre Derivate auf der einen Seite sowie Su-30MKI und ihre Varianten auf der anderen.
Su-30MK
Serienversion der Su-30 als Mehrzweckkampfflugzeug auf Basis der Su-30M. Der Buchstabe „K“ in der Bezeichnung steht für „Kommertscheski“ (kommerziell, auf Exporte ausgerichtet). Bildet die Grundlage für einen der zwei Zweige der Su-30-Entwicklung seit Su-30M.
Su-30MKK
Exportversion der Su-30MK für die Volksrepublik China. 76 Maschinen wurden ausgeliefert.
Su-30MK2
Verbesserte Su-30MK. Diese Version besitzt zwei zusätzliche Aufhängungspunkte für Bewaffnung und ist in der Lage, AS-18 Kazoo-Flugkörper einzusetzen. Das Radar wurde verbessert und kann nach Wunsch alternativ durch Fasotron NIIR Schuk-Varianten ersetzt werden. 24 dieser Maschinen wurden von der chinesischen Volksmarine beschafft. Auch Libyen und Uganda (sechs Stück) haben Flugzeuge dieses Typs bestellt. Die ersten beiden Maschinen für Uganda wurden im Juli 2011 geliefert.
Su-30MK3
Vorschlag für eine für die chinesische Volksmarine modifizierte Su-30MK2. Letztendlich wurde auf die Einführung dieser Bezeichnung verzichtet und die Flugzeuge als Su-30MK2 nach China verkauft.
Su-30MKV
Exportversion der Su-30MK2 für Venezuela. 24 Maschinen wurden ausgeliefert.[7]
Su-30MK2V
Variante der Su-30MK2 für Vietnam.
Su-30M2
Su-30MK2 für die russischen Streitkräfte. Im Rahmen des Vertrags über die Lieferung von 48 Su-35 erwarb Russland u.a. auch 4 Su-30M2, die aus früheren Geschäftsbeziehungen bei KnAAPO übrig blieben. Weitere 16 wurden im Dezember 2012 bestellt.[8]
Su-30MKI
Spezielle Jagdbomberversion der Su-30M für die indische Luftwaffe. Die Flugzeuge bekamen Canards; spätere Baulose, die seit 2006 von Hindustan Aeronautics in Lizenz gefertigt werden, auch eine Schubvektorsteuerung. Serienmäßig mit dem N011M-Bars-Radar ausgerüstet, das bis zum Erscheinen der Su-35BM das leistungsfähigste Radar der gesamten T-10-Familie blieb. Kennzeichnend für Su-30MKI ist der hohe Anteil westlicher Avionik, weshalb sie als eine der fortschrittlichsten Varianten der Su-30 betrachtet wird. Begründet den zweiten wichtigen Zweig der Su-30-Entwicklung.
Su-30MKM
Exportversion der Su-30MKI für Malaysia. Die Maschinen wurden 2003 anstelle der F/A-18F „Super Hornet“ von Boeing bestellt. Lieferung wurde im August 2006 vereinbart und bis Ende 2007 waren sechs Maschinen im Bestand. Zwölf weitere Su-30MKM wurden 2008 an Malaysia ausgeliefert. Das Flugzeug besitzt Entenflügel sowie Schubvektorsteuerung und sieht äußerlich der indischen Su-30MKI sehr ähnlich.
Su-30MKA
Exportversion der Su-30MKI für die algerische Luftwaffe. In einer ersten Tranche sind 28 Maschinen ausgeliefert worden. Da die 2007 gelieferten 15 MiG-29SMT mit jahrzehntealten Rümpfen ausgeführt wurden und den Ansprüchen der algerischen Luftwaffe nicht genügten, wurden sie zurückgegeben und stattdessen wurden 16 Su-30 gefordert. Nachdem die algerische Luftwaffe festgestellt hatte, dass in deren Su-30MKA das Radar und Avioniksysteme israelischen Ursprungs verbaut sind, fordern sie deren Austausch gegen franko-russische Komponenten.
Su-30SM
Modifizierte Su-30MKI für die russischen Luftstreitkräfte, von denen im März 2012 30 und im Dezember desselben Jahres 30 weitere Maschinen bestellt wurden, die bis 2015 bzw. 2016 ausgeliefert werden sollen. Erstflug am 21. September 2012. 2013 bestellte auch die russische Marine vorläufig 5 Su-30SM, wobei der Umfang des Vertrags im Laufe des Jahres ebenfalls auf 30 Flugzeuge erhöht wurde.[9]

Militärische Nutzer[Bearbeiten]

44 × Su-30MKA.
18 Ex-indische Su-30K im Oktober 2013 bestellt. Vor der Auslieferung werden die Maschinen bei Suchoi generalüberholt und modernisiert.
73 × Su-30MKK
24 × Su-30MK2/MK3
149 × Su-30MKI. Der ursprüngliche Vertrag umfasst 230 Maschinen. Weitere 42 modernisierte Su-30MKI wurden zusätzlich bestellt.[10]
2 × Su-30MK
9 × Su-30MK2
18 × Su-30MKM.
29 Su-30SM, 14 Su-30M2 sowie weitere Technologieträger aus der Su-30-Entwicklung im Bestand. Insgesamt 90 Su-30SM und 20 Su-30M2 sind bestellt.[11][12][13]
  • UgandaUganda Uganda Ugandische Luftwaffe
6 × Su-30MK2.
  • VenezuelaVenezuela Venezuela Venezolanische Luftwaffe
24 × Su-30MKW im Bestand. 16 weitere Flugzeuge bestellt.
  • VietnamVietnam Vietnam Vietnamesische Luftwaffe
20 × Su-30MK2 in Besitz. Weitere 12 × Su-30MK2W werden bis 2015 ausgeliefert.

Technische Daten[Bearbeiten]

Dreiseitenriss
Kenngröße Daten der Su-30K Daten der Su-30MKI
Typ: Langstreckenabfangjäger Mehrzweckkampfflugzeug
Länge: 21,94 m 22,10 m
Flügelspannweite: 14,70 m 14,70 m
Flügelfläche: 62,04 m² 63,20 m²
Flügelstreckung: 3,48 3,42
Tragflächenbelastung:
  • minimal (Leergewicht): 285 kg/m²
  • norminal (normales Startgewicht): 396 kg/m²
  • maximal (maximales Startgewicht): 532 kg/m²
  • minimal (Leergewicht): 280 kg/m²
  • norminal (normales Startgewicht): 413 kg/m²
  • maximal (maximales Startgewicht): 614 kg/m²
Höhe: 6,36 m 6,38 m
Leergewicht: 17.700 kg 17.700 kg[14]
Normales Startgewicht: 24.550 kg[15] 26.090 kg
Maximales Startgewicht: 33.000 kg[15]
  • normal: 34.500 kg[14]
  • Überlastung: 38.800 kg[14]
Treibstoffkapazität: 9.400 kg[15] 9.640 kg[14]
g-Limits: −3/+8,5g[15] −3/+9g[14]
Höchstgeschwindigkeit:
  • Mach 2,35 (auf optimaler Flughöhe)[15]
  • Mach 1,12 auf Meereshöhe[15]
  • Mach 2 (auf optimaler Flughöhe)[14]
  • Mach 1,14 auf Meereshöhe[14]
Dienstgipfelhöhe: 17.500 m[15] 17.300 m[14]
Steigrate: 230 m/s 230 m/s auf Meereshöhe[14]
Flugreichweite:
  • auf optimaler Flughöhe: max. 3.000 km[15]
  • im Tiefflug: 1.270 km
  • mit einer Luftbetankung: 5.200 km[15]
  • auf optimaler Flughöhe: max. 3.000 km[14]
  • mit einer Luftbetankung: 5.200 km[14]
Benötigte Startstrecke: 550 m[15] 550 m bei norm. Startgewicht[14]
Benötigte Landestrecke: 700 m[15] 750 m mit Bremsschirm[14]
Besatzung: 2 Mann 2 Mann
Triebwerk: zwei Saturn/Ljulka AL-31FL-Mantelstromtriebwerke    zwei Saturn/Ljulka AL-31FP-Mantelstromtriebwerke
Schubkraft:
  • mit Nachbrenner: 2 × 122,58 kN
  • ohne Nachbrenner: 2 × 74,50 kN
  • mit Nachbrenner: 2 × 130,76 kN
  • ohne Nachbrenner: 2 × 79,43 kN
Schub-Gewicht-Verhältnis:
  • maximal (Leergewicht): 1,41
  • norminal (normales Startgewicht): 1,02
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,75
  • maximal (Leergewicht): 1,51
  • norminal (normales Startgewicht): 1,02
  • minimal (maximales Startgewicht): 0,69
Kraftstoffverhältnis: 0,34 0,35

Bewaffnung[Bearbeiten]

Festinstallierte Rohrwaffen-Bewaffnung im Bug
1 × 30-mm-Maschinenkanone Grjasew-Schipunow GSch-301 (9A-4071K) mit bis zu 150 Schuss Munition
Waffenzuladung von 8.000 kg an zwölf Außenlaststationen
Luft-Luft-Lenkflugkörper
  • 6 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27R (AA-10 „Alamo-A“) – halbaktiv radargelenkt für Mittelstrecken
  • 2 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27T (AA-10 „Alamo-B“) – infrarotgesteuert für Mittelstrecken
  • 6 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27ER1 (AA-10 „Alamo-C“) – halbaktiv radargelenkt für Langstrecken
  • 2 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27ET1 (AA-10 „Alamo-D“) – infrarotgesteuert für Langstrecken
  • 6 × AKU/APU-170-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-77/RWW-AE/RWW-SD (AA-12 „Adder“) – aktiv radargelenkt für Langstrecken
  • 6 × P-12-1-D-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-73R/E/M2 (AA-11 „Archer“) – infrarotgesteuert für Kurzstrecken
  • 2 × AKU/APU-470-Startschienen für je 1 × GosMKB Wympel R-27P/R-27EP1 (AA-10 „Alamo-E/F“) – passiv gelenkt zur Bekämpfung von EloKa-Flugzeugen
Marschflugkörper
Luft-Boden-Lenkwaffen
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
  • 4 × B-8-O/M1-Raketen-Startbehälter für je 20 × ungelenkte S-8-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 80 mm
  • 4 × B-13L-Raketen-Startbehälter für je 5 × ungelenkte S-13-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 122 mm
  • 4 × PU-O-25-Raketen-Startbehälter für eine ungelenkte S-25OFM-Luft-Boden-Rakete; Kaliber 340 mm
Gelenkte Bomben
  • 3 × BD-4-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-1500L-F (lasergelenkte 1.500-kg-Bombe)[16]
  • 3 × BD-4-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-1500S-E (satellitennavigationsgelenkte 1.500-kg-Bombe)
  • 3 × BD-4-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-1500TK/Kr (fernsehgelenkte 1.500-kg-Bombe)
  • 6 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-500D (lasergelenkte thermobarische 500-kg-Bombe)
  • 6 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-500L/LK/KR (lasergelenkte 500-kg-Bombe)
  • 6 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-500T/KR (fernsehgelenkte 500-kg-Bombe)
  • 6 × BD-3U-Aufhängung für je 1 × GNPP KAB-500S-E (satellitennavigationsgelenkte 500-kg-Bombe)
Freifallende Bomben
  • 8 × Basalt FAB-500M-62T (500-kg-Spreng-/Splitter-Freifallbombe)
  • 8 × SB-500 (500-kg-Brandbombe)
  • 8 × RBK-500 (500-kg-Streubombe)
  • 8 × ODAB-500 (thermobarische 500-kg-Bombe)
  • 8 × BETAB-500SHP (500-kg-Anti-Pisten-Bombe)
  • 3 × Basalt KMGU-2 (270-kg-Submunitionsbehälter für Kleinbomben und Minen)
  • 4 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 6 × Basalt FAB-250M-62 (250-kg-Freifallbombe, max. 28 Bomben)
  • 4 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 6 × OFAB-250-270 (250-kg-Freifallbombe, max. 28 Bomben)
  • 5 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 4 × RBK-250-275AO-1SCh (280-kg-Streubombe mit AO-10-Bomblets, max. 20 Bomben)
  • 4 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 6 × Basalt FAB-100 (100-kg-Freifallbombe, max. 28 Bomben)
  • 6 × Mehrfachbombenträger MBD3-U6-68 mit je 5–6 × Basalt OFAB-100-120 (100-kg-Freifallbombe, max. 32 Bomben)
  • 8 × P-50T-Übungsbomben


Externe Behälter
  • 1 × Tekon/Elektron-APK-9E-Datenübertragungsbehälter für Ch-29, Ch-59 und KAB-1500TK
  • 2 × Sorbzija /KNIRTI SPS-171 / L005S „Sorbzija-S“-Störbehälter
  • 1 × KNIRTI SAP-14-Störbehälter
  • 2 × KNIRTI SAP-518-Störbehälter

Selbstverteidigungssysteme[Bearbeiten]

Täuschkörperdispenser[Bearbeiten]

Zwischen den Triebwerken sind im Hecksporn zwei größere Batterien APP-50A-Täuschkörperwerfer für 14 Blöcke zu je 3 × 50-mm-Täuschkörpern und mittig auf dem Wulst des Hecksporns ein Gorizont-APP-50MA-Täuschkörperwerfer (rechteckiger Behälter für je 12 × 50-mm-Hitzefackel-Täuschkörper) eingebaut. Insgesamt sind 96 Täuschkörperpatronen vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. n-tv: Venezuela wird „Festung“, n-tv, 20. September 2006.
  2. Aviation Week and Space Technology Su-30MK Beats F-15C 'Every Time'
  3. a b c d e f g h i j k Overscan’s Guide to Russian Military Avionics
  4. a b Radar and Electronic Warfare Systems 2003.
  5. Air Power Australia: Flanker Radars in Beyond Visual Range Air Combat
  6. http://en.ria.ru/military_news/20131016/184180992/Angola-Inks-1Bln-Arms-Deals-With-Russia--Paper.html
  7. rian.ru: Chavez warns U.S. after getting Russian warplanes
  8. UAC-Jahresabschluss S.12 (PDF; 1,8 MB)
  9. UAC-Jahresabschluss 2013 S.43 (PDF; 2,0 MB)
  10. India to Buy 42 Upgraded Sukhois, Zugriff: 15. Dezember 2011.
  11. Russian Military to Get 30 More Su-30SM Fighter Jets, Zugriff: 17. Januar 2013.
  12. UAC-Jahresabschluss 2013 S.43 (PDF; 2,0 MB)
  13. [1]
  14. a b c d e f g h i j k l m Jane’s All The World’s Aircraft 2005. S. 443.
  15. a b c d e f g h i j k Jane’s All The World’s Aircraft 2005. S. 442.
  16. Yefim Gordon: Soviet/Russian Aircraft Weapons since World War Two. Midland Publications, 2004, S. 175.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sukhoi Su-30 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien