Taxigewerbe in Berlin

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Taxistand am Flughafen Tegel
Taxistand am Bahnhof Friedrichstraße, 1957

Das Berliner Taxigewerbe besteht aus 7600 Taxis,[1] rund 3000 Taxi-Unternehmen, mehreren Taxizentralen und vier Verbänden.

Da Berlin als größte Stadt und Hauptstadt Deutschlands eine bedeutende Messestadt und mit über 20 Millionen Übernachtungen pro Jahr ein wichtiges Tourismus-Ziel darstellt,[2] weist auch das Berliner Taxigewerbe im Unterschied zu anderen Großstädten Deutschlands einige Besonderheiten auf. So hat Berlin unter anderem Deutschlands größte Taxiflotte und eine überdurchschnittliche Taxidichte pro Einwohner.

Als ehemals geteilte Stadt gab es in Ost- und West-Berlin auch im Taxigewerbe getrennte Entwicklungen.

Allgemeines[Bearbeiten]

In deutschland- und weltweiten Umfragen belegen Berliner Taxifahrer wiederholt Spitzenplätze.[3][4]

Die Nachfrage nach Taxis unterliegt nach Jahreszeit, Wochentag, Uhrzeit und Wetter großen Schwankungen. Darüber hinaus gibt es häufig Auftragsspitzen während der großen Messen – wie der Grünen Woche, Fruit Logistica, IFA, Bread & Butter, ITB, Berlin Fashion Week, YOU, Berlin Air Show (ILA) und IAA – sowie an Heiligabend und Silvester. Ganzjährig kommt ein großer Teil der Bestellungen aus den großen Vier- und Fünf-Sterne-Hotels der Stadt.

Strukturdaten[Bearbeiten]

Quellen:[5], zu 2012:[6] zu 2014:[1] vor 1990 nur West-Berlin

Im März 2014 gab es in Berlin rund 7600 Taxis[1] (1960: 1172 Taxis, Januar 2012: 7397 Taxis, siehe Grafik) und etwa 18.000 Fahrer.[7]

Im Dezember 2012 hatte Berlin 3001 Taxi-Unternehmen, 2368 (79 %) besaßen ein Fahrzeug, 206 (6,8 %) zwei Fahrzeuge und 427 (14,2 %) drei oder mehr (durchschnittlich 9,8 Fahrzeuge). Bundesweit ist der Anteil von Zweiwagen-Unternehmen deutlich höher (13,8 %).[8] Die Anzahl der Taxiunternehmen lag 1960 bei 1136, in den folgenden Jahrzehnten lag sie meist zwischen 3000 und 4000.[9]

Im Vergleich mit anderen deutschen Städten hat Berlin mit 3,14 Einwohnern pro privatem Pkw eine relativ niedrige Pkw-Dichte.[10] Gründe dafür dürften neben der niedrigen Kaufkraft und geringen Parkmöglichkeiten insbesondere die gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmittel – inklusive Taxi – sein.[11]

Die deutschen Großstädte haben generell mehr Taxis pro Quadratkilometer und sogar mehr Taxis pro Einwohner als weniger dicht besiedelte Gebiete. So hat Berlin – ähnlich wie München, Düsseldorf und Frankfurt am Main – mit 484 Einwohnern pro Taxi eine sehr hohe Taxidichte, bundesweit teilen sich durchschnittlich mehr als dreimal so viele Einwohner ein Taxi.[10] Die Berliner Taxis machten damit in den letzten Jahrzehnten recht stabil gut 13 % der deutschen Taxis aus[5] (bei einem Bevölkerungsanteil von rund 4,3 % Ende 2011).[12][13]

Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband e. V. (BZP) schätzte 2005, dass rund 60 Prozent der Taxis in Deutschland Fahrzeuge von Mercedes-Benz sind.[14] Die Wirtschaftswoche berichtete 2014, dass in Berlin etwa die Hälfte der neu zugelassenen Taxis Autos von Mercedes-Benz und rund ein Drittel Hybridfahrzeuge von Toyota seien.[15]

Taxizentralen[Bearbeiten]

Taxizentralen besitzen in der Regel keine eigenen Fahrzeuge, so auch die Zentralen in Berlin. Sie vermitteln die angenommenen Aufträge an ein Fahrzeug, wenn der Unternehmer einen Funkvertrag mit der Zentrale abgeschlossen hat. Die Taxizentralen sind neben den Behörden auch Anlaufstellen für Fundsachen und Beschwerden über Taxifahrer.

Während sich die Auftragslage insgesamt wenig veränderte, stieg in den vergangenen Jahren der Anteil der Fahrten, die über eine Funkzentrale bestellt wurden.

Die größte Berliner Taxizentrale ist Taxi Berlin, eine Funkzentralen-Gemeinschaft aus Taxifunk Berlin, Würfelfunk, Cityfunk und Quality Taxi. Mit über 5500 Fahrzeugen[16] ist sie die mit Abstand größte Taxizentrale Deutschlands. Zweitgrößte Berliner Zentrale ist die WBT Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Taxibesitzer eG (kurz: WBT), die nach eigenen Angaben über rund 2000 angeschlossene Fahrzeuge verfügt.[17]

Alle Fahrzeuge von Taxi Berlin werden per Datenfunk vermittelt und sind dafür entweder mit einem PDA oder einem fest eingebauten digitalen Vermittlungsgerät ausgestattet. Die Fahrzeuge der WBT werden noch überwiegend per Sprachfunk vermittelt. Beide Zentralen verwenden das Flottenmanagement-System Austrosoft FMS.

Taxi-Rufsäule am Axel-Springer-Haus

Die WBT betreibt die 145 Berliner Taxi-Rufsäulen.[18] Jede Rufsäule hat eine eigene Telefonnummer. Wählt man die Nummer der nächstgelegenen Rufsäule, kann man den dort eventuell wartenden Fahrer zu sich bestellen. Im Jahr 2006 schrieb die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin einen Antrag, da die WBT Gebühren verlange, „ohne [in] nachvollziehbarer Weise abzurechnen“.[19] Die Zahl und Bedeutung der Rufsäulen hat durch die Verbreitung von Handys und der automatischen Vermittlung abgenommen.

Verbände[Bearbeiten]

In Berlin gibt es vier Verbände für Taxiunternehmer: Die Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. (kurz: Innung), TaxiDeutschland – Landesverband Berlin e. V. (ehemals: TVD), den Taxiverband Berlin Brandenburg e. V. (TVB) und die Berliner Taxivereinigung e. V. (BTV).

Wiederkehrende Forderungen der Verbände beschäftigen sich mit Schwarzarbeit, den Problemen um den Flughafen Berlin Brandenburg (siehe unten), der Zahl der Taxis und dem Taxitarif. Die Berliner Taxivereinigung tritt beispielsweise für eine Liberalisierung der Tarife und eine zusätzliche Ausbildung der Taxifahrer unabhängig von der Ortskunde ein.[20] TaxiDeutschland – Landesverband Berlin fordert eine Begrenzung der Taxikonzessionen, zusätzliche Ausbildung der Fahrer, sowie eine Farbfreigabe und veränderte Regeln zur Werbung.[21]

Die Zeitschrift RAL 1015 taxi news erscheint zehnmal im Jahr. Sie enthält Nachrichten für Berliner Taxifahrer und Mitteilungen der Verbände und Funkzentralen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rückkehr des „Eisernen Gustav“, 1928
Die erste Berliner Kraftdroschke, 1899

Anfänge[Bearbeiten]

Die im frühen 17. Jahrhundert in Paris eingeführten Sänften – „Portechaise“ genannt – kamen Ende des Jahrhunderts durch Friedrich Wilhelm von Brandenburg nach Berlin.

Mit der Verbesserung der Straßen verbreiteten sich im 18. Jahrhundert die Pferdedroschken. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Alexander Mortier in Berlin ein Monopol darauf. Die Qualität und Zahl der Fahrzeuge, sowie die Arbeitsbedingungen für Mensch und Tier veränderten sich immer wieder stark, zwischenzeitlich gab es in der Stadt gar keine Droschken mehr.[22]

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Automobile auf. 1896 war Berlin die erste Stadt, die ein Taxameter vorschrieb.

Um die Jahrhundertwende gab es noch viele kleine Fahrzeughersteller und viele experimentierten auch mit Elektromotoren, so baute beispielsweise Henschel in Berlin ein Elektrotaxi. Die Siemens-Schuckertwerke stellten 1905 in Berlin – unter anderem für den Taxiverkehr – die „Elektrische Viktoria“ her.

Im Jahr 1911 gab es in Berlin 2000 Taxis,[22] rund fünfzig Jahre später waren es in West-Berlin 1172[5] (siehe Abschnitt Strukturdaten).

Ein historisch bekannt gewordener Berliner Fahrer ist Gustav Hartmann (der „Eiserne Gustav“), der 1928 aus Protest gegen die zunehmenden Automobile und die Zustände im Droschkengewerbe von Berlin nach Paris fuhr und dessen Geschichte von Hans Fallada literarisch verarbeitet wurde.

Elli Blarr begann im Jahr 1929 in Berlin ihre Arbeit als erste Taxifahrerin Deutschlands.

Der bekannte Berliner Kriminalkommissar Ernst Gennat klärte 1938 mit Hilfe der ersten Fernsehfahndung den Mord an einem Taxifahrer auf.

Teilung und Wiedervereinigung[Bearbeiten]

Die Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. wurde 1956 in ihrer heutigen Form gegründet, Vorläufervereine gab es allerdings bereits seit 1900.[23]

Die erste Taxizentrale in West-Berlin – der Taxifunk Berlin eG (Ackermann-Funk) mit der Telefonnummer 6902 – wurde im September 1959 in Betrieb genommen. Im Jahr 1968 kam eine weitere genossenschaftliche Zentrale hinzu: der Würfelfunk, der 2005 in eine kleine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.[24]

Anfangs waren Taxis in Deutschland schwarz, in der DDR waren sie später blau. 1971 wurde in der damaligen Bundesrepublik die Farbe Hellelfenbein (RAL 1015) für Taxis vorgeschrieben (§ 26 BOKraft). Dies gilt in Berlin nach wie vor, in sechs anderen Bundesländern jedoch nicht mehr.[25]

Ein typisches Taxi-Modell in der DDR war der GAZ 24 Wolga. In West-Berlin waren die Mercedes-Baureihen /8 und 123 weit verbreitet. Nach 1990 stieg die Vielfalt der verwendeten Marken und Modelle (siehe Abschnitt Strukturdaten), bis hin zu Exoten wie dem „London Taxi“ (LTI TX4).[26]

Im April 1975 wurde die Taxi-Vermittlung Cityfunk in West-Berlin gegründet. Der Cityfunk ging aus der 1966 gegründeten Mietwagen-Vermittlung ISAR-Funk hervor. Ebenfalls 1975 wurde der Taxi Verband Berlin Brandenburg e. V. (TVB, damals noch ohne Brandenburg im Namen) gegründet.[27]

Ost-Berliner Taxi (GAZ 24 Wolga) bei der ersten Fahrt nach dem Mauerfall nach West-Berlin, Ende Dezember 1989

Bis zum Ende der DDR war West-Berlin eine politische Insel. Für Taxifahrer bedeutete dies, dass es keine Fahrten ins Umland wie in anderen Städten gab und die zurückgelegten Entfernungen nie sehr groß sein konnten.

Besonderes Aufsehen erregte die Entführung des Juristen Walter Linse aus West-Berlin am 8. Juli 1952, die „Aktion Lehmann“. Stasi-Agenten stahlen eigens dafür ein West-Taxi, das für die Entführung in den Ostteil der Stadt verwendet wurde. Einige Monate später wurde er in Moskau hingerichtet.[28]

Taxis und Vermittlung waren im Osten, mit wenigen Ausnahmen,[29] im VEB Taxi organisiert, der dem VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) unterstand. Der VEB Taxi betrieb auch in Prenzlauer Berg die einzige Fahrschule Ost-Berlins.

Während des Kalten Kriegs waren Taxis ein wesentlich wichtigeres Verkehrsmittel für die Bevölkerung, da die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich schlechter ausgebaut waren als nach 1990 und teilweise sogar schlechter als vor dem Zweiten Weltkrieg (siehe beispielsweise: Zweiter Reichsbahnerstreik 1980). Weitere Gründe waren die niedrigeren Kosten für Taxis und die geringere Verbreitung von Privatfahrzeugen insbesondere in der DDR.

Da es in der DDR insgesamt nur wenige Fahrzeuge gab, waren auch Taxis Mangelware. Darüber hinaus flüchteten vor dem Bau der Berliner Mauer zahlreiche Fahrer mit ihren Fahrzeugen in den Westen. Dies führte teilweise zu langen Warteschlangen von Fahrgästen an den Taxihalteplätzen, was das Fahren zu einem einträglichen Geschäft machte. Die zahlreichen inoffiziellen „Schwarz-Taxis“ versuchten dabei möglichst den offiziellen Taxis nicht in die Quere zu kommen und verlangten keinen Fahrpreis von den Fahrgästen.[30][31]

Am 40. Jahrestag der DDR, dem 7. Oktober 1989, demonstrierten zehntausende Menschen gegen die DDR-Diktatur (Näheres siehe: Chronik der DDR). Die DDR-Führung reagierte mit brutaler Unterdrückung und Massenverhaftungen, weshalb viele Ost-Fahrer Adressen der SED und staatlicher Organe boykottierten.[30]

Die wirtschaftliche Lage der West-Berliner Fahrer war gut, unter anderem aufgrund der Berlinzulage und niedriger Treibstoffkosten: So lag der Ölpreis inflationsbereinigt vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Ölkrise 1973 deutlich unter 40 US-Dollar pro Barrel (2011/2012: durchschnittlich über 100 US-Dollar pro Barrel). Viele Studenten arbeiteten als Taxifahrer.[32] Nach 1990 sank der Verdienst[33] und der Anteil von Geringqualifizierten und Migranten unter den Fahrern stieg.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde allen Taxifahrern in beiden Teilen Berlins ohne zusätzliche Prüfung das Fahren im gesamten Stadtgebiet gestattet,[32] obwohl sich die Fahrer in der jeweils anderen Hälfte kaum auskannten. Im Ostteil wurde Hellelfenbein ebenfalls die vorgeschriebene Taxi-Farbe.

Erdgas-Taxis: Projekt TUT[Bearbeiten]

Logo von TUT

Am 30. Oktober 2000 wurde das Projekt TUT – Tausend Umwelt-Taxis für Berlin gestartet, das eintausend Erdgas-Taxis und einhundert Erdgas-Fahrschulautos auf den Berliner Straßen zum Ziel hatte. Unterzeichnet wurde die Erklärung vom damaligen Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne), Vertretern von Berliner Senatsverwaltungen und Vertretern der Gas-Wirtschaft.

Das Budget wurde auf 22,5 Millionen Mark (inflationsbereinigt rund 14.194.000 Euro) festgelegt, davon rund ein Drittel aus Mitteln des Bundesumweltministeriums, der Rest sollte von der Gaswirtschaft finanziert werden. Die Förderungen fanden in Form von Treibstoff-Nachlässen, Tankstellen-Förderung und Zuschüssen für Fahrzeug-Anschaffungen (bis zu 6000 Mark) statt.[34]

Im November 2006 fand die Abschlussveranstaltung statt, bei der eine positive Bilanz gezogen wurde.[35]

Taxizentralen nach 1990[Bearbeiten]

Im Jahr 1990 wurde aus dem VEB Taxi die Taxizentrale Taxiruf Spreefunk. Anfang 2000 wurde der Spreefunk mit dem West-Berliner Ackermann-Funk zusammengelegt. Damit entstand eine große Taxizentrale mit Abdeckung im gesamten Stadtgebiet: TaxiFunk Berlin. 2006 und 2007 entstand in Kooperation mit dem Würfelfunk, dem Cityfunk und der erst 2004 gegründeten Vermittlung Quality Taxi die Arbeitsgemeinschaft Berliner Taxizentralen, Taxi Berlin.

Im Anschluss wurde die Kommunikation zwischen den Zentralen und den Taxis schrittweise auf eine automatische Vermittlungstechnik per GPS und Internetverbindung umgestellt. Der Sprachfunk verlor seine Bedeutung für die Vermittlung, existiert aber weiterhin. Auch die Bestellung ist nun möglich, ohne mit einem Call-Center-Agent zu sprechen, beispielsweise per automatischer telefonischer Bestellung (Telebooking),[36] Rufautomat (beispielsweise in Hotels), Internetbestellung oder Taxi-App.

Flughäfen[Bearbeiten]

Wie in anderen Städten auch, ist der Verkehr von und zu den Flughäfen in Berlin eine der wichtigsten Einnahmequellen für das Taxigewerbe. Für 2010 schätzte die Berliner Taxivereinigung den Umsatzanteil der Flughafenfahrten mit Hilfe von Zahlen der Berliner Flughafengesellschaft und des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP) auf 30 %.[37]

Der Berliner Flughafen Tempelhof wurde 2008 geschlossen, die Flughäfen Tegel und Schönefeld sollen ebenfalls geschlossen werden. Letzterer und der benachbart liegende neue Flughafen Berlin Brandenburg liegen außerhalb Berlins im Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald.

Berliner Taxis dürfen sich jedoch nur in ihrem Pflichtfahrgebiet an einen Taxistand stellen, eigentlich dürften sich daher nur die wenigen Taxis aus dem Landkreis Dahme-Spreewald in Schönefeld anstellen. Da diese den Flughafentransfer nicht allein bewältigen können, gehört Schönefeld mit zum Berliner Pflichtfahrgebiet, andersherum dürfen Schönefelder Taxis an Berliner Flughäfen laden.[38]

Derzeit gilt die Vereinbarung, dass sich in Schönefeld abwechselnd Taxis aus dem Landkreis Dahme-Spreewald und aus Berlin anstellen dürfen, was eine Bevorzugung der wenigen Taxis aus Schönefeld darstellt. Die Brandenburger Taxis haben einen höheren Tarif. Dies führte zu Streit und unter anderem zu Forderungen nach einem einheitlichen Pflichtfahrgebiet und Tarif.[39]

Diskutiert werden auch zwei identische Tarife für alle Taxis, je nachdem ob die Fahrt in Berlin oder Schönefeld begonnen wurde. Dann wäre eine Fahrt in die City teurer als der Rückweg auf der gleichen Strecke. Von Verbänden wird dabei kritisiert, dass eine Umschalt-Möglichkeit auf den teureren Flughafen-Tarif innerhalb Berlins neue Betrugsmöglichkeiten eröffnen würde.[40]

Die Einfahrt zur Taxi-Warteschlange am Flughafen Tegel ist seit Januar 2010 nur noch mit einem speziellen Transponder möglich. Pro Durchfahrt werden knapp 50 Cent fällig, die als Flughafen-Zuschlag – wie in manchen anderen Städten auch üblich – an den Taxikunden weitergereicht werden. Mit den Einnahmen sollten Qualitätsstandards überwacht werden, beispielsweise die Sauberkeit der Fahrzeuge und die Möglichkeit der Kreditkartenzahlung.[41]

Die Einführung des Zuschlags führte zu Protest- und Boykott-Aufrufen unter Taxifahrern.[42] Juristische Schritte gegen den Flughafen-Zuschlag blieben weitestgehend erfolglos. Das Landgericht Berlin befand jedoch im Juni 2010, dass die Fahrer keine Kreditkartenzahlung akzeptieren müssten.

Die Taxi-Innung kritisierte, von der Qualitätsoffensive sei „nicht mehr viel übrig“, die Verkehrsexpertin der Grünen – Claudia Hämmerling – bezeichnete das Vorhaben als „gescheitert“. Im Juli 2010 hatte rund die Hälfte der Berliner Taxis einen Flughafen-Transponder.[43]

Gesetze und Verordnungen[Bearbeiten]

Zeichen 229 – Taxenstand

Für alle Taxis in Deutschland gelten unter anderem die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), das bundesweite Personenbeförderungsgesetz (PBefG) und die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft). Fast alle Vorschriften der BOKraft dürfen durch die Bundesländer außer Kraft gesetzt werden (§ 43 BOKraft).

Einige Dinge – zum Beispiel der Taxi-Tarif – sind jedoch nicht bundesweit einheitlich geregelt (§ 51 PBefG), hierfür gibt es Verordnungen der Bundesländer und Kommunen. In Berlin sind das die Verordnung über Beförderungsentgelte im Taxenverkehr (TaxTarifO) vom 10. Dezember 2010 und die Verordnung über den Verkehr mit Taxen (Taxenordnung, kurz: TaxO) vom 31. August 2004.

In Berlin gibt es keine Farbfreigabe (siehe Geschichte) und wie in Hamburg gibt es auch keine Zulassungsbeschränkung der Taxikonzessionen.[44] Letzteres wäre laut § 13, Absatz 4 PBefG möglich, wenn „das örtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsfähigkeit bedroht wird.“

Taxenordnung[Bearbeiten]

Berliner Taxis dürfen nur an ausgeschilderten Taxiständen für Fahrgäste bereitgehalten werden, dies gilt nicht zwischen 20 und 6 Uhr und bei öffentlichen Veranstaltungen (§ 3 TaxO).

Den Fahrgästen steht die Wahl des Fahrzeugs frei (§ 4). Eine Abschrift beider Berliner Verordnungen muss neben einer Kurzfassung des Tarifs, Kartenmaterial und einer ausreichenden Anzahl von Fahrpreisquittungsvordrucken in jedem Taxi mitgeführt werden (§ 6). Jedes Taxi muss mindestens 180 Schichten von mindestens sechs Stunden Dauer im Jahr bereitgehalten werden (§ 7 TaxO).

Tarif[Bearbeiten]

Seit dem 19. Februar 2014 beträgt der Einstiegspreis 3,40 Euro, die ersten sieben Kilometer kosten 1,79 Euro pro Kilometer, danach fallen 1,28 Euro pro Kilometer an.[45] Der Fahrgast zahlt dabei immer den gleichen Preis, egal ob er an einem Taxistand einsteigt, bei einer Taxizentrale einen Wagen zu sich ruft oder einen fahrenden Wagen heranwinkt. Die Option Kurzstrecke – pauschal 4 Euro für bis zu zwei Kilometer – gibt es allerdings nur im letzten Fall (Winketarif). Sollte die Fahrt länger werden, holt das Taxameter nach zwei Kilometern zum regulären Tarif auf.

Darüber hinaus gibt es Gebühren für Wartezeit, mehr als vier Personen, bargeldlose Zahlung, sperrige Gepäckstücke und Einstieg am Flughafen Tegel.[46]

Zur Euro-Einführung 2002 betrug der Grundpreis 2,50 Euro, die ersten sieben Kilometer kosteten jeweils 1,53 Euro, jeder weitere Kilometer 1,02 Euro. Eine Kurzstrecke kostete 3,00 Euro. Nach mehr als sechs Jahren gab es 2007 eine Erhöhung des Tarifs: 3,00 Euro Grundpreis und 1,58 Euro beziehungsweise 1,20 Euro pro Kilometer (Kurzstrecke: 3,50 Euro).[47]

Im Jahr 2009 wurde der Grundpreis auf 3,20 Euro erhöht, der Kilometer kostete 1,65 Euro beziehungsweise 1,28 Euro (Kurzstrecke: 4,00 Euro).[48] Zuletzt wurde der Tarif 2014 verändert.[45]

Ortskundeprüfung[Bearbeiten]

Jeder Taxifahrer benötigt einen Führerschein zur Fahrgastbeförderung (FzF, auch „P-Schein“) für Taxis. Um am Vermittlungssystem der Taxizentralen teilnehmen zu können, ist darüber hinaus ein Funkkurs erforderlich, der bei den Zentralen belegt werden kann.

Der Führerschein zur Fahrgastbeförderung wird in größeren Orten nur bei bestandener Ortskundeprüfung ausgestellt. Diese Prüfung wird in Berlin nicht von Behörden, sondern von privaten Verbänden durchgeführt. Bis Ende 2014 machen das die Taxi-Innung und der TVB. Ab dem 3. November 2014 wird die Prüfung allerdings nur noch von DEKRA und TÜV abgenommen.[49] Die Prüfungsgebühr beträgt aktuell 55 Euro. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, in einem schriftlichen Test werden die Grundlagen und im mündlichen Teil Zielfahrten geprüft. Eine praktische Fahrprüfung oder über die Ortskunde hinausgehendes Wissen wird nicht verlangt.

Zu den Grundlagen in der schriftlichen Prüfung gehört das Wissen der zwölf Berliner Bezirke und ihrer Nachbarbezirke, sowie der 96 Ortsteile und einiger Siedlungen und in welchem Bezirk sie liegen. Darüber hinaus werden Angaben zu Plätzen, wichtigen Straßen, und Objekten wie Hotels, Krankenhäusern und Botschaften usw. verlangt. Die mündliche Prüfung besteht aus Zielfahrten. Dabei wird Start und Ziel vorgegeben, die Strecke muss Straße für Straße mit Richtungsangaben aufgesagt und alle wichtigen Plätze auf der Strecke benannt werden. Außerdem können Zusatzfragen – wie die Seitenstraßen vom Kurfürstendamm, Unter den Linden oder der Friedrichstraße – gefragt werden. Aufgrund der extremen Vielzahl theoretisch möglicher Fahrstrecken, die der Prüfling beherrschen muss, gilt die Berliner Ortskundeprüfung als „eine der härtesten Europas“.[50]

Mit dem Spezialatlas zum Taxischein für Berlin existiert ein Kartenwerk, das sich speziell an zukünftige Berliner Taxifahrer wendet und auf die Eigenheiten der mündlichen Prüfung eingeht.[51]

Prominente Taxifahrer[Bearbeiten]

Zu Gustav Hartmann (der „Eiserne Gustav“) und Elli Blarr, die in ihrer Funktion als Taxifahrer bekannt wurden, siehe Geschichte.

Weitere bekannte (ehemalige) Berliner Taxifahrer sind unter anderem:

Rezeption[Bearbeiten]

Die Figur des – meist frechen, schlagfertigen und stark berlinernden – Berliner Taxifahrers findet sich an vielen Stellen.

So mimte Wolfgang Gruner den Kalle Bräsicke 14-täglich beim SFB-Hörfunk bzw. Fritze Flink in der ZDF-Sendung Der Große Preis. Der fiktive Berliner Tatort-Ermittler Till Ritter (gespielt von Dominic Raacke) war zuvor Taxifahrer.

Taxi Kasupke ist eine im Berliner Dialekt geschriebene Kolumne der Berliner Morgenpost.

Literatur[Bearbeiten]

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Filme:

Dokumentationen:

TV-Serien, deren Thema das Berliner Taxigewerbe ist:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Taxis in Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Auskunft des LABO Berlin im März 2014
  2. Übernachtungszahlen: Berlin stellt historischen Touristen-Rekord auf. Berliner Morgenpost, 16. Dezember 2010, abgerufen am 15. Mai 2011 (hinter einer Paywall).
  3. Deutsche Touristen finden Berliner Taxifahrer am freundlichsten. Hotels.com, 29. Juni 2009, abgerufen am 15. Mai 2011.
  4. ADAC Test 2011: Taxifahren in europäischen Großstädten. ADAC e. V., 6. Oktober 2011, abgerufen am 22. Juli 2012.
  5. a b c Zahlen über den Taxi- und Mietwagenverkehr. Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e. V. (BZP), 2011, S. 90, abgerufen am 29. März 2012 (PDF, 926 KB).
  6.  Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): Bericht über die Sondererhebung zum Taxen- und Mietwagenverkehr, Stand: 31. Dezember 2012. 30. Oktober 2013 (http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Strasse/bericht-ueber-die-sondererhebung-zum-taxen-und-mietwagenverkehr.pdf).
  7. Die Freundlichkeitsoffensive. Inforadio, 5. März 2014, abgerufen am 15. März 2014.
  8. „Zahlen über den Taxi- und Mietwagenverkehr“ des BZP, Seite 94, „Anzahl der Betriebe mit 1, 2, 3 und mehr Taxen“
  9. ebenda: Seite 96, „Anzahl der Taxiunternehmen zwischen 1960 und 2008“
  10. a b ebenda: Seite 93, „Strukturdaten Taxi und Mietwagen“
  11. GfK Kaufkraft 2011: Anstieg dank glimpflich verlaufener Krise. In: GfK Kaufkraft Deutschland 2011. GfK Geomarketing, abgerufen am 3. April 2012: „Zusammen mit Brandenburg liegt Berlin etwa zehn Prozent unter dem Bundesdurchschnitt […]“
  12. Bevölkerung – Deutschland (Bevölkerung am Monatsende). In: statistik-portal.de. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 21. März 2012, abgerufen am 29. März 2012.
  13. Bevölkerungsstand in Berlin am 30. November 2011 nach Bezirken. In: statistik-berlin-brandenburg.de. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 19. März 2012, abgerufen am 29. März 2012 (PDF, 7 KB).
  14. Taximarkt: Das Schrumpfen der Sterne. In: Spiegel Online. 30. Dezember 2005, abgerufen am 28. Februar 2014.
  15. Toyotas Hybridautos jagen Mercedes Marktanteile ab. In: Wirtschaftswoche. 15. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014.
  16. Taxi Berlin (Startseite). Abgerufen am 15. März 2014.
  17. Über uns – Die Flotte. WBT Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Taxibesitzer eG, abgerufen am 15. Mai 2011.
  18. Rufsäulen nach Stadtbezirk finden. WBT eG, abgerufen am 29. März 2012.
  19.  Martin Lindner, Klaus-Peter von Lüdeke (FDP-Fraktion): Für einen fairen Taxi-Rufsäulen-Betrieb. Drucksache 15/5180. In: 15. Wahlperiode. Abgeordnetenhaus von Berlin, 31. Mai 2006 (PDF, 21 KB, abgerufen am 29. März 2012).
  20. Welche Ziele hat die BTV? Berliner Taxivereinigung e. V., abgerufen am 19. Mai 2011.
  21. Der Verband. TaxiDeutschland – Landesverband Berlin e. V., abgerufen am 19. Mai 2011.
  22. a b Christiane Tovar: Taxi - Chauffeur für alle Fälle. In: Planet Wissen. WDR / SWR / BR-alpha, 1. Juni 2009, abgerufen am 2. April 2012.
  23. Wolfgang Wruck: Zur Geschichte der Innung des Berliner Taxigewerbes e. V. Innung des Berliner Taxigewerbes e. V., abgerufen am 15. Mai 2011.
  24. Amtsgericht Charlottenburg, Neueintragung vom 2. August 2005: Taxi-Ruf Würfelfunk „0800-CABCALL“ AG
  25. Das sind Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, laut Taxi mit Totalbranding. In: Planusblog. Veröffentlicht am 18. August 2008. Abruf am 29. März 2012.
  26. London Taxi LTI TX4: Brit-Exil in Berlin. In: Stern. 26. Juni 2007, abgerufen am 8. August 2013.
  27. Herzlich willkommen beim TVB. Taxi Verband Berlin Brandenburg e. V., abgerufen am 19. Mai 2011.
  28. Benno Kirsch: Schurkenstück der Stasi mit tödlichem Ausgang. In: Deutschlandfunk. 2. Juli 2007, abgerufen am 10. August 2013.
  29.  Mercedes statt Wolga. In: Der Spiegel. Nr. 8, 1990, S. 124 (online).
  30. a b Ewald König: Widerstand mit Taxameter. In: EurActiv. 6. Oktober 2009, abgerufen am 10. August 2013.
  31. Schwarztaxi. In: 40-Jahre-DDR.de. 8. September 2007, abgerufen am 10. August 2013.
  32. a b Sören Kittel: Was Taxifahrer einte und was sie trennte. Berliner Morgenpost, 1. November 2009, abgerufen am 5. April 2012 (hinter einer Paywall).
  33. Julia Haak: Ein Fünfer pro Stunde. In: Berliner Zeitung. 9. Juli 2013, abgerufen am 8. August 2013.
  34. Gemeinsame Absichtserklärung. In: Förderprojekte – Tausend Umwelt-Taxis. Bundesumweltministerium, 30. Oktober 2000, archiviert vom Original am 8. Juli 2012, abgerufen am 29. März 2014.
  35. Astrid Klug: Erdgas hat den Weg für Biogas geebnet. In: Pressemitteilungen – 16. Legislaturperiode – Nr. 282/06. Bundesumweltministerium, 1. November 2006, abgerufen am 5. April 2012.
  36. Durch die Rufnummernübertragung eines Festnetzanschlusses wird dabei an die entsprechende Adresse ein Taxi bestellt. Die Adresse und Festnetz-Rufnummer müssen dafür bei der Funkzentrale gespeichert sein.
  37. Wolfgang Jäschke, Richard Leipold: Berliner Flughäfen – Umsatzmotor für das Taxigewerbe? Berliner Taxivereinigung e. V., 9. September 2011, abgerufen am 25. Juli 2012 (abgedruckt in RAL 1015 taxi news, Nr. 7, September 2011, S. 31–33).
  38. Senat regelt Pflichtfahrgebiet für Flughafen Berlin-Schönefeld. In: Pressemitteilungen des Landes Berlin. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, 6. Dezember 2005, abgerufen am 15. April 2012.
  39. Claus-Dieter Steyer: Streit um Tarife: Taxifahrer schließen Frieden in Schönefeld. Der Tagesspiegel, 26. Juli 2010, abgerufen am 15. Mai 2010.
  40. Taxifahrten: Eine Strecke, zwei Preise. Berliner Morgenpost, 4. Februar 2012, abgerufen am 5. Februar 2012 (hinter einer Paywall).
  41. Taxi-Qualitätsoffensive in Tegel: Ab Januar 2010 Zufahrt zum Nachrückplatz nur noch mit Transponder. Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, 16. Oktober 2009, abgerufen am 22. Oktober 2013.
  42. Taxifahrer boykottieren Tegeltarif. Der Tagesspiegel, 2. Juli 2009, abgerufen am 15. Februar 2012.
  43. Markus Falkner: Gerichtsurteil: Berliner Taxifahrer dürfen Kreditkarten ablehnen. In: Berliner Morgenpost. 23. Juli 2010, abgerufen am 2. Oktober 2012.
  44. Einkommensteuerrecht: Taxigewerbe: Schätzung und Benennungsverlangen. In: Urteil des Dritten Senats, 3 K 13/09. Finanzgericht Hamburg, 7. September 2010, abgerufen am 31. März 2012: „In Hamburg wird die Zahl der Taxikonzessionen, wie auch in Berlin, aber im Unterschied zu allen anderen deutschen Kommunen, nicht beschränkt.“
  45. a b Senat ändert Taxitarife. Berlin.de, 19. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014.
  46. Berlin.de – Taxi. Berlin.de – Das offizielle Hauptstadtportal, abgerufen am 15. Mai 2011.
  47. Moderate Anhebung der Taxitarife nach sechs Jahren. Berlin.de – Das offizielle Hauptstadtportal, 27. Februar 2007, abgerufen am 28. Februar 2014.
  48. Änderung der Taxitarife zum 1. Juli 2009. Berlin.de, 1. Juli 2009, abgerufen am 28. Februar 2014.
  49. Berlin.de, abgerufen am 20. August 2014
  50. Hannah Frühauf, Alexander Maier: Taxifahrt im Klassenzimmer. In: die tageszeitung. 7. November 2011, abgerufen am 8. August 2013.
  51. Spezialatlas zum Taxischein für Berlin. Axel Rühle, abgerufen am 7. September 2012.