Tessa Worley

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Tessa Worley Ski Alpin
Tessa Worley, Semmering 2008
Tessa Worley im Dezember 2008
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 4. Oktober 1989
Geburtsort Annemasse
Größe 158 cm
Gewicht 60 kg
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Slalom
Verein EMHM Le Grand Bornand
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
Gold Garmisch-Partenk. 2011 Mannschaft
Bronze Garmisch-Partenk. 2011 Riesenslalom
Gold Schladming 2013 Riesenslalom
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze Formigal 2008 Riesenslalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 4. Februar 2006
 Weltcupsiege 8
 Gesamtweltcup 11. (2011/12, 2012/13)
 Abfahrtsweltcup 39. (2011/12)
 Super-G-Weltcup 22. (2012/13)
 Riesenslalomweltcup 2. (2010/11)
 Slalomweltcup 27. (2011/12)
 Kombinationsweltcup 23. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 8 0 4
letzte Änderung: 17. Dezember 2013
Tessa Worley bei der Siegerehrung des Riesenslaloms von Semmering am 28. Dezember 2010

Tessa Worley (* 4. Oktober 1989 in Annemasse) ist eine französische Skirennläuferin. Sie ist auf die Disziplinen Riesenslalom und Slalom spezialisiert. Ihr bisher größter Erfolg ist der Riesenslalom-Weltmeistertitel 2013.

Biografie[Bearbeiten]

Worley ist die Tochter einer Französin und eines Australiers. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie abwechslungweise in Frankreich und in Neuseeland (im jeweiligen Winter). Als sie sieben Jahre alt war, trat sie dem Skiclub in Le Grand-Bornand bei. Ihre sportliche Karriere begann im November 2004 mit Einsätzen in FIS-Rennen und Europacup-Rennen. 2005 war sie Teilnehmerin des European Youth Olympic Festival in Monthey, wo ein fünfter Platz im Riesenslalom ihr bestes Ergebnis war. Nachdem sie im Januar 2006 erstmals ein FIS-Rennen gewonnen hatte, bestritt sie am 4. Februar 2006 in Ofterschwang ihr erstes Weltcup-Rennen und fuhr im Riesenslalom auf Platz 29.

Erste Achtungserfolge feierte Worley im März 2007 bei der Juniorenweltmeisterschaft in Flachau, als sie Neunte im Riesenslalom wurde. Bei den französischen Meisterschaften in Val-d’Isère im selben Monat wurde sie Dritte im Riesenslalom und Fünfte im Super-G. Zum Auftakt der Saison 2007/08 überraschte Worley bei ihrem vierten Weltcup-Einsatz mit einem fünften Platz im Riesenslalom von Sölden. Dieses Ergebnis bestätigte sie mit mehreren weiteren Top-20-Ergebnissen. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2008 in Formigal gewann sie die Riesenslalom-Bronzemedaille. Außerdem gewann sie Ende der Saison ihren ersten französischen Meistertitel.

Überraschend gewann Worley am 29. November 2008 beim Riesenslalom im amerikanischen Aspen ihr erstes Weltcuprennen. Im Verlaufe der Weltcupsaison 2008/09 hatte sie Mühe, an diesen Erfolg anzuknüpfen und erzielte lediglich eine weitere Top-10-Platzierung. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val-d’Isère wurde sie im Riesenslalom als beste Französin Siebte. Den zweiten Weltcupsieg feierte Worley am 12.  Dezember 2009 im Riesenslalom von Åre. Allerdings gelang es ihr wie im Vorjahr nicht, konstant gute Ergebnisse einzufahren. Dieser Sieg blieb in der Saison 2009/10 ebenfalls ihr einziges Top-10-Ergebnis. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver kam sie im Riesenslalom nicht über Platz 16 hinaus.

Endgültig an der Weltspitze etablieren konnte sich Worley in der Saison 2010/11. Am 27. November 2010 gewann sie ihr drittes Weltcuprennen, den Riesenslalom in Aspen. Die Siege vier und fünf folgten im Dezember 2010 bei den Riesenslaloms von St. Moritz und Semmering. Bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen gewann sie die Bronzemedaille im Riesenslalom sowie die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. Am Ende der Saison, in der sie auch vermehrt in Slaloms und Super-Gs angetreten war, belegte sie in der Riesenslalomwertung Platz zwei.

Worley gehörte auch in der Saison 2011/12 zu den erfolgreichsten Riesenslalomläuferinnen. Sie gewann zwei weitere Rennen in Kranjska Gora und Soldeu. Da sie aber auch zwei Ausfälle zu verzeichnen hatte, ergab dies lediglich den dritten Platz in der Disziplinenwertung. Im Dezember 2012 gelang ihr in St. Moritz die erste Top-10-Platzierung in einem Super-G, ihr bisher bestes Abfahrtsergebnis gelang ihr im März 2013 mit Platz 12 beim Weltcupfinale in Schladming. Zwar fuhr Worley in der Saison 2012/13 in Riesenslaloms einmal auf dem zweiten und dreimal auf den dritten Platz, doch gehörte sie vor der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming nicht zum engeren Favoritenkreis. Dort gewann sie mit Bestzeit in beiden Durchgängen den Riesenslalom-Weltmeistertitel.

Am 15. Dezember 2013 konnte Worley in St. Moritz den insgesamt achten Sieg in einem Weltcup-Riesenslalom feiern. Zwei Tage später stürzte sie im Slalom von Courchevel schwer und zog sich dabei einen Kreuzbandriss sowie Meniskusschäden im rechten Knie zu. Sie fällt somit für die restliche Saison 2013/14 aus.[1]

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Winterspiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

12 Podestplätze, davon 8 Siege:

Datum Ort Land Disziplin
29. November 2008 Aspen USA Riesenslalom
12. Dezember 2009 Åre Schweden Riesenslalom
27. November 2010 Aspen USA Riesenslalom
12. Dezember 2010 St. Moritz Schweiz Riesenslalom
28. Dezember 2010 Semmering Österreich Riesenslalom
21. Januar 2012 Kranjska Gora Slowenien Riesenslalom
12. Februar 2012 Soldeu Andorra Riesenslalom
15. Dezember 2013 St. Moritz Schweiz Riesenslalom

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tessa Worley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tessa Worley verpasst Olympische Spiele. Schweizer Radio und Fernsehen, 17. Dezember 2013, abgerufen am 17. Dezember 2013.