Argentinische Rugby-Union-Nationalmannschaft

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Argentinien
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Spitzname(n) Los Pumas
Verband Unión Argentina de Rugby
Trainer ArgentinienArgentinien Mario Ledesma
Kapitän Pablo Matera
WR-Kürzel ARG
WR-Rang 10. (78,31 Punkte)
(Stand: 4. Februar 2020)
[1]
Heim
Auswärts
Meiste Länderspiele
Agustín Creevy (89)[2]
Meiste erzielte Punkte
Nicolás Sánchez (748)[3]
Meiste erzielte Versuche
José María Núñez Piossek (29)[4]
Erstes Länderspiel
Free Use British and Irish Lions flag.PNG British Lions 28:3 Argentinien ArgentinienArgentinien
(12. Juni 1910)
Höchster Sieg
ParaguayParaguay Paraguay 0:152 Argentinien ArgentinienArgentinien
(1. Mai 2002)
Höchste Niederlage
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 93:8 Argentinien ArgentinienArgentinien
(21. Juni 1997)
Weltmeisterschaft
Teilnahmen: 9/9
Bestes Ergebnis: 3. Platz 2007

Die argentinische Rugby-Union-Nationalmannschaft ist die offizielle argentinische Nationalmannschaft im Rugby Union und repräsentiert das Land bei allen Länderspielen („Test Matches“) der Männer. Sie wird meist als Los Pumas (dt.: Die Pumas) bezeichnet und gilt als beste Mannschaft Amerikas.

Die organisatorische Verantwortung trägt die Unión Argentina de Rugby (UAR) und die Heimspiele werden üblicherweise im Estadio José Amalfitani in Buenos Aires ausgetragen. Die Nationalmannschaft ist aktuell (Juni 2020) auf dem zehnten Platz der World-Rugby-Weltrangliste.[5] Argentinien ist gegenüber all den anderen Nationalmannschaften Amerikas unbesiegt, nur gegen Kanada verlor man bisher drei Spiele. Argentinien nimmt seit 2012 an jährlich an der Rugby Championship teil und die „Pumas“ spielen dort gegen die „Wallabies“ aus Australien, die „All Blacks“ aus Neuseeland und die „Springboks“ aus Südafrika. Vier ehemalige Spieler wurden in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen.

Argentinien erstes Test Match fand 1910 gegen die British Lions statt. Der Weltverband World Rugby betrachtet Argentinien als eine „Tier One“-Rugbynation. Die Pumas haben der Einführung der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1987 an bisher jedem Turnier teilgenommen und das beste Ergebnis erreichte man bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 mit dem dritten Platz. Nach einem überraschenden Sieg gegen den damaligen Gastgeber Frankreich erreichte Argentinien den vierten Platz auf der Weltrangliste.[5] In der Gruppenphase blieben die Pumas unbesiegt und nach einem Sieg über Schottland im Viertelfinale mit 19:13 erreichte man erstmals das Halbfinale. Dort wurde Argentinien jedoch vom späteren Weltmeister Südafrika mit 37:13 bezwungen, doch im Spiel um Platz 3 konnte Argentinien die Überraschung aus der Gruppenphase wiederholen und Frankreich zum zweiten Mal besiegen. Nach dem Ende des Turniers erreichten die Pumas den dritten Platz auf der Weltrangliste.[5]

Ihre verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und die verbesserten Leistungen in den 2000ern und die Lage in der Südhemisphäre sorgten dafür, dass Argentinien die beste Nationalmannschaft („Tier One“) ohne jährliches Turnier war; daraufhin plädierte unter anderem der damalige Mannschaftskapitän der Pumas, Agustín Pichot,[6] dafür, dass Argentinien an den Six Nations in Europa teilnehmen kann. Argentinien wurde während einer Sitzung am 23. November 2011 offiziell Teil der Tri Nations, die damit zum Rugby Championship wurde.[7] Gleich beim ersten Turnier 2012 rangen die Pumas im zweiten Spiel den Springboks ein Unentschieden ab und spielten 16:16.

Während der Rugby Championship 2014 erzielte Argentinien seinen ersten Sieg und bezwang die Wallabies mit 21:17.[8] 2015 war das bisher erfolgreichste Jahr für den argentinischen Rugby, als die Pumas während der Rugby Championship 2015 erstmals Südafrika bezwangen (37:25 in Durban) und bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2015 zum zweiten Mal das Halbfinale erreichten. Während der Rugby Championship 2016 verloren die Pumas ihr erstes Spiel gegen die Springboks, gewannen jedoch das zweite in Salta mit 26:24 am 27. August 2016. Nachdem die Pumas bei der Rugby Championship 2017 keinen Sieg verzeichnen konnten, war man bei der Rugby Championship 2018 gleich zweimal erfolgreich und bezwang sowohl Australien als auch Südafrika im selben Kalenderjahr. 2019 verlief für die Pumas jedoch nicht so erfolgreich, als sie beim Rugby Championship keinen Sieg davontragen konnten und auch während der Weltmeisterschaft bereits in der Gruppenphase ausschieden.

Auch wenn der Rugbysport in Argentinien bisher nicht in der Beliebtheit mit Fußball mithalten kann, erlebte der Sport, in einer Zeit, als Argentinien mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, als Folge der guten Leistungen der Pumas seit der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1999 zunehmende Beliebtheit. Argentinien sorgte in der Vergangenheit bereits für viele Überraschungen auf dem Rugbyfeld und die Pumas sind gerade bei Heimspielen in Buenos Aires ein starker Gegner. Argentinien ist auch regelmäßig in der Lage, um Mannschaften des Six-Nations-Turniers zu besiegen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verantwortlich für die Organisation von Rugby Union in Argentinien ist die Unión Argentina de Rugby (UAR). Die UAR wurde am 10. April 1899 als River Plate Rugby Union gegründet und trat 1949 dem International Rugby Board (IRB), heute World Rugby, bei. Die Unión Argentina de Rugby besteht aus 25 Regionalverbänden, die größtenteils mit den Provinzen Argentiniens übereinstimmen. Die höchste Rugby-Union-Liga in Argentinien ist Nacional de Clubes, an der 16 Mannschaften, acht aus Buenos Aires und acht aus den Provinzen, teilnehmen.

Neben der eigentlichen Nationalmannschaft ruft die UAR weitere Auswahlmannschaften zusammen. Die Pumitas bilden die U-20-Nationalmannschaft und nehmen an den entsprechenden Weltmeisterschaften teil. Kinder und Jugendliche werden bereits in der Schule an den Rugbysport herangeführt und je nach Interesse und Talent beginnt dann die Ausbildung. Die zweite Nationalmannschaft Argentiniens bilden die Jaguares, die jedoch nicht mit der gleichnamigen Mannschaft im Super Rugby zu verwechseln ist.

Der nationalen Meisterschaft übergeordnet ist die zusammen mit Mannschaften aus Australien, Neuseeland und Südafrika ausgetragene internationale Meisterschaft Super Rugby. Da sich die Spielzeiten nur wenig überschneiden, kommen zahlreiche Spieler in beiden Ligen zum Einsatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

R. Cooper, 1928-Kapitän der Pumas
Die erste Argentinische Mannschaft vor dem Spiel gegen die British Lions, 1910

Rugby wurde erstmals 1873 in Argentinien gespielt, nachdem das Spiel durch britische Einwanderer mit nach Argentinien gebracht wurde. 1899 wurde die River Plate Rugby Union in Buenos Aires von vier Rugbyklubs gegründet.

1910 besuchte eine Mannschaft der University of Oxford — die als eine englische Nationalmannschaft betrachtet wurde, obwohl drei Schotten in der Mannschaft spielten — Argentinien: die Argentinier nannten die Mannschaft „zusammengestellte Britten“ oder auch „Großbritannien“. Argentinien debütierte auf der internationalen Bühne gegen diese Britische Mannschaft am 12. Juli in Buenos Aires, verlor jedoch mit 3:28.

1927 besuchten die British and Irish Lions Argentinien und gewannen alle neun Spiele; dennoch lohnte sich diese Tour finanziell für die Argentinier. Während dieser Tour wurden vier Test Matches gespielt, die Argentinien alle mit mehr als 30 Punkten unterschied verloren hatte. Alle Spiele wurden in Buenos Aires bestritten.

Fünf Jahre später statteten Südafrikas Junior Boks Argentinien den nächsten Besuch ab und spielten 1932 zwei Spiele gegen die Pumas. Argentinien verlor beide Test Matches.

1936 besuchten die British and Irish Lions wieder Argentinien und gewannen während der Tour alle zehn Spiele, nachdem sie lediglich neun Punkte zuließen. Während dieser Tour wurde nur ein Test Match abgehalten, das Argentinien mit 0:23 verlor. Im folgenden Monat verließen die Pumas erstmals Argentinien um ihre ersten Test Matches in einem anderen Land zu spielen – gegen Chile in Valparaíso. Argentinien gewann das erste Test Match mit 29:0 und das zweite mit einem ähnlichen Ergebnis. Zwei Jahre später Empfing Argentinien Chile und gewann mit 30 Punkten Unterschied.

Nachkriegsjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die argentinische Mannschaft, die 1951 die erste südamerikanische Meisterschaft gewann
Argentinien gegen Frankreich, Titelbild von El grafico, 1954

In den späten 1940er Jahren besuchte eine zusammengestellte Mannschaft von Oxford und Cambridge Argentinien. Die Argentinier verloren beide Spiele gegen diese englische Auswahl. 1949 besuchte die bis dahin wichtigste Rugbynation Argentinien: Frankreich. Obwohl Argentinien wieder beide Test Matches verlor, waren die Endergebnisse diesmal weniger deutlich.

1951 wurde die erste Rugby-Südamerikameisterschaft in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires abgehalten, an der neben dem Gastgeber Brasilien, Chile und Uruguay teilnahmen. Argentinien dominierte das erste Turnier und lediglich Chile stellte eine Herausforderung dar. Die Argentinier gewannen jedoch mit 13:3 gegen Chile, gegen Brasilien (72:0) und Uruguay (62:0) waren die Ergebnisse noch deutlicher, wodurch Argentinien seine dominierende Rolle im südamerikanischen Rugby bewies.

1952 empfing Argentinien die zweite Auswahl Irlands in Buenos Aires. Argentinien verlor das erste Spiel noch mit sechs Punkten unterschied, konnte den Iren im zweiten Spiel jedoch ein 3:3-Unentschieden abringen. Dies war das erste Mal, das Argentinien eine Niederlage gegen eine der Rugbynationen Europas vermeiden konnte, was in Argentinien wie ein Sieg gefeiert wurde.

Als Folge der irischen Tour konnte es sich die UAR im folgenden Jahr finanziell nicht leisten, die Auswahl der Universitäten Oxfords und Cambridges zu empfangen. 1954 besuchte Frankreich abermals Argentinien und wie bereits 1949 waren die Franzosen den Argentiniern überlegen und die Pumas verloren beide Test Matches mit 8:22 und 3:30.

1956 empfing Argentinien dann die Auswahl der Universitäten Oxford und Cambridge, verlor beide Spiele jedoch mit 6:25 und 3:11. Darauf folgten Siege über Peru (4:0) und Uruguay (50:3).

Während der zweiten Rugby-Südamerikameisterschaft 1958 bezwang Argentinien Uruguay mit 50:3 und Peru mit 44:0. Trotz eines Trinkgelages vor dem Spiel gegen den Gastgeber Chile gelang den Pumas ein 14:0-Sieg in Santiago de Chile.

1959 kehrten die Junior Boks für zwei Spiele nach Buenos Aires zurück und gewannen mit 14:6 und 20:6.

Sechsziger, Siebziger und Achtziger Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die argentinische Mannschaft während der 1965-Tour nach Rhodesien und Südafrika
Die erste Reihe 1970: García Yáñez, Handley und Foster
Marcelo Pascuals Versuch gegen die Junior Boks 1965
Der frühere Nationalspieler Angel Guastella war während der 1965-Tour Nationaltrainer der Pumas
Die Pumas, die 1979 Australien daheim in Buenos Aires bezwingen konnten

1960 besuchte Frankreich Argentinien für drei Test Matches in Buenos Aires. Die Gastgeber konnten noch keinen Sieg gegen die Franzosen erringen und man wurde in allen drei Spielen besiegt: 3:37, 3:12 und 6:29.

Im folgenden Jahr bewies Argentinien wieder seine Dominanz im südamerikanischen Rugby, als man die Rugby-Südamerikameisterschaft 1961 in Montevideo mit Siegen über Brasilien (60:0), Uruguay (36:3) und Chile (11:3) gewann.

Die Rugby-Südamerikameisterschaft 1964 in São Paulo wurde wieder durch Argentinien nach Siegen über Uruguay (25:6), Brasilien (30:5) und Chile (30:8) gewonnen.

In den späten 1960er Jahren begannen die vier Home Nations mit Touren nach Argentinien. Nachdem sich Wales 1967 in beiden Test Matches in Buenos Aires schwer tat, wurde es deutlich, dass es schwierig sein würde eine Testserie in Argentinien gewinnen zu können. Schottland wurde die erste Mannschaft, die dies zu spüren bekam, als die Pumas 1968 das erste Test Match gewinnen konnte. Die Schotten konnten jedoch zwei Wochen später das zweite Test Match gewinnen.

Den ersten Besuch auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans absolvierte Argentinien 1965 in Südafrika und Rhodesien. Während dieser Tour erhielten die Argentinier den Spitznamen „Pumas“, nachdem der rhodesische Journalist Wackley Farmer den Jaguar auf dem argentinischem Trikot für einen Puma hielt und den Spitznamen nach einer Niederlage der Argentinier gegen eine Mannschaft aus Salisbury in einem Zeitungsbericht verwendete. Nach Niederlagen gegen Salisbury und Nordtransvaal gelang den Argentiniern der erste Sieg während der Tour über Westtransvaal, gefolgt von Siegen über Südwestafrika Distrikte und die Südlichen Universitäten. Wichtiger war jedoch der erste Sieg der Pumas über die Junior Boks (11:6). Die Mannschaft wurde von einer großen Menschenmenge in Buenos Aires empfangen, nachdem sie während der Tour elf Siege erzielte, einmal unentschieden spielte und vier Spiele während der zwei Monate im südlichen Afrika verloren.

Danach spielte man gegen die französischen Meister Section Paloise. Das Spiel blieb jedoch für den Aufruhr und das Fehlverhalten beider Mannschaften als durch den argentinischen Sieg in Erinnerung. Danach besuchte die Auswahl der Universitäten Oxford und Cambridge Argentinien, gegen die die Pumas bisher noch nicht gewinnen konnten. Das erste Spiel endete mit 19:19 Unentschieden und das zweite gewann die Studentenauswahl mit 9:3. Das Jahr 1965 wurde mit einem 23:11-Sieg über Chile abgeschlossen.

1966 besuchten die Gazelles Argentinien. Die Gazelles waren eine Art Junior Springbok-B-Auswahl. Die Südafrikaner konnten zwei Siege erzielen: 9:3 und 20:15.

Im September 1967 war Argentinien Gastgeber der Rugby-Südamerikameisterschaft in Buenos Aires und man erzielte Siege gegen Uruguay (38:6) und Chile (18:0).

1968 empfing man Wales in Buenos Aires für zwei Test Matches und den Pumas gelang erstmals der Seriensieg über eine andere Rugbynation, nachdem Argentinien das erste Spiel mit 9:6 gewinnen konnte und im zweiten mit 9:9 Unentschieden spielte.

Die erfolgreiche Dekade für den argentinischen Rugbysport wurde mit dem Besuch Schottlands 1969 abgeschlossen. Im ersten Test Match gelang den Gastgebern ein deutlicher Sieg mit 20:3, während im zweiten Test die Schotten mit 6:3 gewannen.

In den 1970er Jahren setzte Argentinien seinen Aufstieg zu einer „Top Tier“-Mannschaft mithilfe des ersten Weltklassespielers, dem Verbindungshalb Hugo Porta, fort.

Im Juni–Juli 1971 unternahm Argentinien für eine Serie von 14 Spielen eine zweite Tour nach Südafrika, spielte jedoch nicht gegen die Springboks, die zu dem Zeitpunkt zu Gast in Australien waren. Stattdessen spielten sie gegen die Gazelles, die U-23-Auswahl Südafrikas. Ursprünglich war auch ein Spiel in Rhodesien geplant, dieses wurde jedoch auf Druck der argentinischen Regierung abgesagt. Argentinien gewann neun Spiele und wurde viermal besiegt.

Zwei Jahre später unternahmen die Pumas im Oktober und November eine Tour nach Irland und Schottland, wo sie acht Spiele bestritten, davon zwei Test Matches, jeweils eines gegen Irland und Schottland. Argentinien gewann lediglich zwei Spiele, verlor vier und spielte zweimal Unentschieden. Das Test Match gegen Irland am 10. November ging mit 8:21 verloren und das Test Match gegen Schottland 14 Tage später mit 11:12.

Im Oktober 1975 unternahmen die Pumas eine zweite Tour nach Europa und man bestritt sieben Spiele in Frankreich. Argentinien gewann drei Spiele, verlor jedoch vier, davon zwei gegen Frankreich (6:29 und 21:36). Ein Jahr später besuchten die Pumas Wales und Engeland für sechs Spiele. Während dieser Tour waren die Pumas kurz vor dem historischen Sieg über Wales im Cardiff Arms Park, damals die dominierende Mannschaft der Nordhemisphäre. Lediglich ein Strafstoß von Phil Bennett nach einem Foul durch Gabriel Travaglini kurz vor Spielende sicherte den Walisern den Sieg mit 20:19. Argentinien spielte insgesamt sechs Spiele, davon gewann man drei und verlor auch drei. Die Pumas spielten unter anderem gegen Klubmannschaften wie Cardiff Aberavon.

Zwei Jahre später tourte Argentinien wieder nach Europa und man besuchte England, Irland und Italien. Gegen eine zweite Auswahl Englands spielte man mit 13:13 Unentschieden, danach verloren die Pumas im ersten Test Match gegen Italien mit 6:19. Argentinien spielte auch gegen die zweite Auswahl von Wales, wurde jedoch mit 17:14 besiegt. Der Tourkapitän Hugo Porta spielte in allen neun Spielen, erzielte 94 der insgesamt 157 Punkte während der Tour, wodurch er fortan als ein Spieler von Weltklasse betrachtet wurde.

1979 tourten die Pumas erstmals nach Neuseeland und man bestritt dort neun Spiele. Argentinien gewann sechs Spiele und verlor drei. Am 18. September spielte Argentinien erstmals gegen die All Blacks. Neuseeland gewann das Test Match in Carisbrook mit 18:9. Das zweite Test Match eine Woche später wurde abermals von Neuseeland gewonnen, diesmal mit 15:6.

Im selben Jahr tourten erstmals die Wallabies nach Argentinien. Im Oktober und November bestritt Australien eine Serie von sieben Spielen. Im ersten Test Match am 27. Oktober besiegte Argentinien die Wallabies mit 24:13 im Estadio Arquitecto Ricardo Etcheverry. Im zweiten Test Match am 3. November wurden die Pumas mit 17:12 besiegt.

1980 wurden die Jaguars ins Leben gerufen um gegen das wegen seiner Apartheidspolitik isolierte Südafrika anzutreten. Diese Auswahlmannschaft wurde von Argentinien dominiert und trat zu acht Spielen gegen die Springboks an, wobei ihnen 1982 ein Sieg in Bloemfontein gelang.

Spätes 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pumas erzielten am 2. November 1985 ein 21:21-Unentschieden gegen die All Blacks
Hugo Porta spielte 19 Jahre lang für die Pumas und erzielte 590 Punkte

Zwischen den späten 1960er bis in die frühen 1990er Jahren verlor Argentinien nie zwei Spiele derselben Serie in Buenos Aires, einschließlich Serien gegen Rugbynationen wie Frankreich, England, Australien und ein 21:21-Unentschieden gegen die All Blacks. Das Unentschieden gegen Neuseeland wird als das wohl wichtigste Ergebnis in der argentinischen Rugbygeschichte angesehen und wurde vor allem durch das herausragende Spiel von Hugo Porta ermöglicht, der alle Punkte für die Pumas erzielte.

Zu Beginn der ersten Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1987 war Argentinien voller Selbstvertrauen und Zuversichtlich, das zumindest das Viertelfinale erreichbar war. Eine unerwartete Niederlage gegen Westsamoa verhinderte jedoch die Qualifikation für die K.O.-Phase.

In den darauffolgenden Jahren beendeten zahlreiche wichtige Spieler der Pumas ihre Karrieren. Andere gingen nach Übersee um mit professionellem Rugby ihr Geld zu verdienen – in Argentinien ist Rugby noch immer größtenteils ein Amateursport und damals verhinderten die Regularien der UAR, dass Spieler, die auf die ein oder andere Weise professionelles Rugby spielten, für die Nationalmannschaften spielen konnten. Daraus resultierte, das vor allem Spieler mit wenig Spielerfahrung für die Nationalmannschaft spielten, was zu den enttäuschenden Abschneiden bei den Weltmeisterschaften 1991 und 1995 führte. 1995 besaßen die Pumas zumindest eine Reihe leistungsstarker Stürmer, die von der internationalen Presse gelobt wurde. Der argentinische Prop Patricio Noriega und der Hakler Federico Méndez spielten nach der Weltmeisterschaft in Australien bzw. Südafrika. Noriega schaffte es sogar in die Nationalmannschaft der Wallabies.

Während der Weltmeisterschaft 1999 gelang einer mehr erfahrenen und zu Turnierbeginn unterschätzten argentinischen Nationalmannschaft die Qualifikation für das Viertelfinale, nachdem in einem herausragenden Gruppenspiel Irland mit 28:24 bezwungen wurde. Die Pumas wurden jedoch von den Franzosen mit 47:28 im Viertelfinale besiegt.

Die ersten Jahre der 2000er[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Agustín Pichot spielte zwischen 1995 und 2007 bei vier Weltmeisterschaften für die Pumas
Die Pumas besiegten im November 2006 England im Londoner Twickenham Stadium

Im April 2000 wurde Marcelo Loffreda neuer Nationaltrainer Argentiniens.

Bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2003 gelang den Pumas nicht die Qualifikation für das Viertelfinale, nachdem man in einem knappen Gruppenspiel gegen Irland mit 15:26 verlor. Während der Weltmeisterschaft musste Argentinien vier Spiele in zwei Wochen absolvieren, während Irland für dieselbe Anzahl Gruppenspiele vier Wochen zur Zeit hatte. In einigen Kreisen war man der Ansicht, dass Irland als große Rugbynation einen ähnlichen Zeitplan nicht akzeptieren würde und dies eine Rolle für das Spielergebnis hatte.

Seitdem erzielten die Pumas gute Ergebnisse und besiegten unter anderem im Juni 2004 Wales in Argentinien. Im November 2004 besiegte man gar die damals führende Six-Nations-Mannschaft Frankreich mit 24:14 in Marseille, wo die Franzosen zuvor noch nie verloren hatten. Während derselben Tour verloren die Pumas mit 19:21 gegen Irland, nachdem die Iren in den letzten Minuten mithilfe eines Dropgoals den Sieg davontrugen. Nach ihrer Rückkehr nach Argentinien verloren die Pumas jedoch mit 7:39 gegen die Springboks, gegen die sie bisher noch keinen Sieg erzielen konnten.

Eine der besten Leistungen der letzten Jahre der Argentinier war das Spiel gegen die British and Irish Lions am 23. Mai 2005 in Cardiff, vor der Lions-Tour nach Neuseeland. Die Pumas waren gezwungen um Spieler zweiter und dritter Auswahl zu nominieren (der Prop Mauricio Reggiardo, der später zum Spieler des Matches ernannt wurde, musste wieder für die Pumas spielen, nachdem er seine Rugbylaufbahn bereits beendet hatte), da 25 Spieler aufgrund der laufenden Klubsaison nicht für die Nationalmannschaft verfügbar waren. Ein gutes Spiel der Pumas und ein eher lustloses Auftreten der Lions sorgte beinahe für einen historischen Sieg der Südamerikaner. Lediglich ein Strafstoß von Jonny Wilkinson in der Nachspielzeit besiegelte das 25:25-Unentschieden.

Als die Springboks im November desselben Jahres wieder Argentinien besuchten, trafen sie auf eine wesentlich stärkere Mannschaft, die über die meisten Spieler mit Spielpraxis aus den europäischen Ligen verfügte. Die Pumas führten im Estadio José Amalfitani zur Halbzeit mit 20:16. Obschon sie in der zweiten Hälfte zurückfielen, wurden sie nicht gedemütigt, und das Spiel endete 34:23 zugunsten Südafrikas. In der darauffolgenden Woche brachen die Pumas zum Murrayfield Stadium in Edinburgh auf, um gegen Schottland zu spielen, wo sie in einem engen Spiel mit 23:19 obsiegten. Dies war der fünfte aufeinanderfolgende Sieg für die Pumas über Schottland seit 1990. Die Woche darauf gelang ihnen noch ein Sieg über eine Six-Nations-Mannschaft, nachdem sie Italien mit 39:22 in Genua bezwangen.

Während der Mid-year Internationals 2006 empfingen die Pumas Wales für eine Serie von zwei Test Matches. Den Pumas gelang der Seriensieg, der erste Über Wales überhaupt. Die Waliser hatten jedoch lediglich zwei ihrer Spieler erster Wahl dabei. Die meisten Spieler in der walisischen Mannschaft waren von der A-Mannschaft oder der U-21, da mehr als 20 Waliser nicht verfügbar oder verletzt waren. Das erste Test Match am 11. Juni konnte knapp durch die Pumas mit 27:25 gewonnen werden. Das Spiel war historisch, da dies das erste Spiel der Argentinier war, das in Patagonien stattfand. Die Gastmannschaft wurde herzlich von der Gemeinschaft in Puerto Madryn empfangen, eine der größeren Städte in einem Gebiet, in dem sich in den 1860er Jahren eine größere Anzahl Waliser ansiedelten und wo die Walisische Sprache bis heute gepflegt wird. Im zweiten Test Match am 17. Juni im Estadio José Amalfitani führten die Pumas mit 45:13, bevor die Walliser zwei Versuche legen konnten und das Endergebnis auf 45:27 verkürzten. Wales’ schwache Disziplin und Mangel an Erfahrung trugen zur Serienniederlage bei.[9] Danach trafen die Pumas im Estadio José Amalfitani auf eine der führenden Rugbymannschaften, die All Blacks, und verloren mit 19:25; die All Blacks mussten jedoch schwere Attacken am Malfeld abwehren.

Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argentiniens Corleto auf dem Weg einen Versuch zu legen beim Eröffnungsspiel der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 gegen Gastgeber Frankreich
Argentinien gegen Irland währen der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich. Die Pumas gewinnen gegen Irland mit 30:15

Am 9. Juli 2006 besiegte Argentinien während der amerikanischen Gruppe der Qualifikationsrunde 3a Uruguay mit 26:0. Nach dem zweiten Sieg in der Qualifikationsrunde qualifizierte sich Argentinien direkt für das Turnier und traf in der Gruppe D auf den Gastgeber Frankreich und abermals auf Irland.

Die Pumas wurden vom belgischen Rugbyverband eingeladen um ihre Spiele während eines möglichen jährlichen Turniers in Belgien zu bestreiten.[10] Kurz danach erhielt man außerdem Einladungen aus Spanien, der Schweiz, Frankreich und Portugal.[11]

Im Februar 2007 berichtete die Londoner Sunday Times, das der IRB bereits mit der SANZAR (dem Organisationskomitee der Tri Nations) über einen möglichen Beitritt der Pumas bereits im Jahr 2008 beim Turnier der Südhemisphäre verhandelte. Aufgrund logistischer Überlegungen, vor allem der große geografische Abstand zwischen Argentinien und Europa und der bereits damals großen Anzahl von Rugbyspielen in der Nordhemisphäre waren die Six Nations nicht bereit Argentinien aufzunehmen. Die IRR waren eher davon überzeugt, das die Tri Nations ein geeigneteres Turnier für eine Mannschaft der Südhemisphäre wäre und wurde dabei von Südafrika unterstützt. Australien war dem scheinbar auch nicht abgeneigt. Das größte Hindernis war eher die UAR selbst, da einige Mitglieder am Amateurstatus des Rugby in Argentinien hingen.[12]

Die Pumas begannen ihre Vorbereitung auf die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 mit zwei Test Matches gegen die Besucher aus Irland, ihrem späteren Gruppengegner in Frankreich. Im ersten Test Match am 26. Mai 2007 in Santa Fe gewannen die Pumas mit 22:20, nachdem Felipe Contepomi in der letzten Spielminute ein Dropgoal erzielte. Beide Mannschaften spielten experimentelles Rugby und mehrere irische Stars wie Brian O’Driscoll, Ronan O’Gara, Paul O’Connell und Gordon D’Arcy wurden nicht für die Tourmannschaft nominiert, aber auch die Pumas mussten auf einige erfahrene Spieler verzichten, die noch die letzten Spielen der Saison in der Top 14 in Frankreich absolvierten.[13][14] Im zweiten Test Match am 2. Juni gewannen die Pumas im Estadio José Amalfitani mit 16:0.[15] Am 9. Juni begannen die Pumas ihre Mid-year Internationals 2007 und gewannen in Mendoza mit 24:6 gegen Italien. In den letzten beiden Vorbereitungsspielen gewann man am 4. August mit 70:14 gegen Chile im Club Atlético San Isidro in Buenos Aires und verlor am 18. August im Millennium Stadium gegen Wales mit 20:27.

Für die Weltmeisterschaft wurden die Pumas in die sogenannte „Todesgruppe“ mit zwei der bestplatzierten Mannschaften auf der Weltrangliste gelost: Irland und den Gastgeber Frankreich. Daneben war ihr erstes Spiel das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber im Stade de France, zum dritten Mal in Folge spielten die Pumas im Eröffnungsspiel einer Weltmeisterschaft. Wider aller Erwartungen gelang den Argentiniern mit 17:12 ein Überraschungssieg.[16] Danach gewann man im Stade de Gerland, Lyon, mit 33:3 gegen Georgien und mit 63:3 gegen Namibia, damals der höchste Sieg während einer Weltmeisterschaft. Darauf folgte noch ein Sieg mit 30:15 über Irland und man schloss die Gruppenphase als Tabellenerster ab.

Im Viertelfinale bezwangen die Pumas Schottland mit 19:13 im Stade de France. Der Weg zum Webb Ellis Cup wurde jedoch durch eine deutliche Niederlage mit 13:37 gegen die späteren Weltmeister aus Südafrika beendet. Die Pumas erreichten dennoch den dritten Platz, nachdem man den Gastgeber Frankreich mit 34:10 wie im Eröffnungsspiel bezwang. Der dritte Platz war das bisher beste Ergebnis für Argentinien bei einer Weltmeisterschaft. Dies war das erste Mal, dass eine Mannschaft weder von den Six Nations noch von den Tri Nations bis zum Halbfinale einer Weltmeisterschaft vordrang; dies gab den Wunsch Argentiniens, in eines der beiden jährlichen Turniere aufgenommen zu werden, Auftrieb.

Während der Weltmeisterschaft wurden die Pumas im allgemein fußballverrückten Argentinien so sehr unterstützt, das selbst Superclásico, das Derby zwischen den Fußballvereinen Boca Juniors und River Plate verschoben wurde um nicht zeitgleich mit dem Viertelfinale der Pumas statt zu finden.[17] Als einzige Mannschaft aus einem spanischsprachigen Land genossen die Pumas zudem Unterstützung aus Spanien, Uruguay und anderen lateinamerikanischen Ländern.

Nach der Weltmeisterschaft 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pumas beim Aufwärmen vor einen Spiel gegen England in Old Trafford, Manchester, 2009

Im November 2007, unter Eindruck der argentinischen Leistungen während der Weltmeisterschaft 2007, wurde die zukünftige Lage der Pumas während einer Sitzung des IRB über das weitere weltweite Wachstum des Rugbysports debattiert. Dabei wurde für die argentinische Nationalmannschaft folgendes beschlossen:[18]

  • Die Anzahl der jährlichen Test Matches für die Pumas soll erhöht werden, von den bisherigen sechs pro Jahr auf bis zu zehn gegen 2010. Die Mannschaft wird vier Test Matches während der jährlichen Mid-year Internationals, drei im November und zwei während der Six-Nations-Saison im Februar und März bestreiten.
  • Zwischen 2008 und 2010 wird Argentinien eine lokale professionelle Infrastruktur einrichten, damit die meisten argentinischen Spielers daheim professionelles Rugby spielen können. Gegen 2012 werden die Pumas „vollständig in der hochklassigen Struktur der Südhemisphäre integriert sein“ (sprich: die „Tri Nations“).

Am 13. März 2008 wurde Santiago Phelan der neue Nationaltrainer Argentiniens und löste Marcelo Loffreda ab.[19] Am 7. Juni 2008 konnten die Pumas Schottland mit 21:15 in Rosario bezwingen und damit ihren dritten Platz in der Weltrangliste verteidigen.[5]

Im Juni 2009 berichtete die britische Presse, dass Argentinien die British and Irish Lions gebeten habe, während ihrer 2013-Tour nach Australien Argentinien einen Besuch für Spiele und Test Matches abzustatten,[20] was jedoch nicht geschah.

Argentinien konnte unter Phelan keinen Sieg in Test Matches erzielen, ihnen gelang 2008 nur ein Unentschieden gegen Schottland und 2009 eines gegen England, bevor sie 2010 eine Testserie gegen Schottland mit 0:2 verloren.

Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pumas spielen während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011 in Neuseeland gegen England
Felipe Contepomi, argentinischer Mannschaftskapitän während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011

Die Vorbereitungsspiele der Pumas für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011 begannen mit einem 1:1-Unentschieden in der Testserie gegen die französischen Barbarians, einem 78:15 Sieg über eine südamerikanische Auswahlmannschaft und einem 21:15-Sieg über die Aviva-Premiership-Mannschaft Worcester Warriors. Im einzigen Test Match wurden die Pumas von Wales mit 13:28 in Cardiff besiegt.

Die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2011 begann für die Pumas mit einer 9:13-Niederlage gegen England, obwohl Argentinien 60 Minuten lang führte. Im folgenden Gruppenspiel gewann mat mit 43:8 gegen Rumänien. Das nächste Spiel gegen Schottland sollte für den weiteren Turnierverlauf beider Mannschaften entscheidend sein. Ein später Versuch des eingewechselten Schlussmannes Lucas González Amorosino und die Erhöhung ließ die Pumas mit 13:12 gewinnen. Im letzten Spiel konnte Argentinien Georgien mit 25:9 besiegen und endete somit als Gruppenzweiter.

Argentiniens letztes Spiel während des Turniers war das Viertelfinale gegen den Gastgeber und späteren Weltmeister Neuseeland. Während der überraschend engen ersten Halbzeit führten die Pumas nach 30 Minuten mit 7:6, nachdem Julio Farías Cabello ein Versuch legen konnte, der erhöht wurde. In der zweiten Hälfte übernahmen jedoch die All Blacks die Zügel und gewannen schließlich mit 33:10.

Obwohl die Weltmeisterschaft 2011 nicht so erfolgreich verlief wie 2007, wurde Argentiniens Leistung dennoch als Erfolgreich angesehen, nachdem man aus einer starken Gruppe mit England und Schottland das Viertelfinale erreichen konnte, und danach beinahe mit den Favoriten All Blacks mithalten konnte. Dies war das erste Mal, das die Pumas zweimal hintereinander das Viertelfinale erreichten.

The Rugby Championship seit 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argentinien gegen Italien in Rom, 2013

2012 konnte Argentinien wieder eine Testserie gegen Frankreich unentschieden abschließen.

2012 markierte einen großen internationalen Durchbruch für Argentinien, als die Pumas in das Tri-Nationen-Turnier aufgenommen wurden, das damit zur Rugby Championship wurde, bestehend aus Argentinien, Australien, Neuseeland und Südafrika. Dies war das erste Mal, dass die Pumas an einem jährlichem Turnier mit „Tier One“-Mannschaften teilnehmen konnten.

Argentinien spielte sein erstes Spiel während der The Rugby Championship 2012 am 18. Augustus gegen die Springboks in Kapstadt, man verlor jedoch mit 6:27. Die Pumas konnten sich jedoch zügig erholen und den Springboks eine Woche später in Mendoza ein 16:16-Unentschieden abringen, das erste Unentschieden zwischen Argentinien und Südafrika. Argentinien konnte auch gegen die Wallabies mithalten und verlor beide Spiele knapp mit 19:23 bzw. 19:25 und sicherte sich zumindest jeweils den defensiven Bonuspunkt. Argentinien hielt auch gegen die All Blacks in Neuseeland stand, als sie das Ergebnis zur Halbzeit auf ein 5:6 beschränkten, bevor sie das Spiel doch noch mit 5:21 verloren. Trotz des vierten Platzes in der Tabelle mit nur vier Punkten und ohne Sieg in ihrem ersten Turnier taten sich die anderen drei Mannschaften schwer darin, Argentinien daheim zu besiegen.

Bei den End-of-year Rugby Union Internationals 2012 konnte Argentinien Wales im Millennium Stadium in Cardiff besiegen, verlor jedoch die folgenden Spiele gegen Frankreich und Irland. Im Juni 2013 verloren die Pumas beide Spiele gegen England in Argentinien, konnten jedoch die „Tier Two“-Mannschaft Georgien besiegen.

Argentinien verlor eine Testserie im Jahr 2013 2:0 gegen England, einschließlich einer Rekordniederlage im ersten Spiel mit 3:32 im Eröffnungsspiel, die höchste Niederlage für die Pumas auf eigenen Boden. Argentinien konnte sich erholen und dann Schottland mit 9:6 im Murrayfield Stadium in Edinburgh und später Wales mit 26:12 im Millenium Stadium in Cardiff besiegen, wobei letztere Mannschaft zu dem Zeitpunkt Six-Nations-Grand-Slam-Champion war.

2013 begann das zweite Turnier für Argentinien mit einer 13:73-Rekordniederlage gegen Südafrika. Dies war der höchste Sieg Südafrikas gegen Argentinien.[21] Im Heimspiel in Runde 2 zeigte Argentinien seine Fähigkeiten als starke Mannschaft, verlor jedoch knapp mit 17:22 gegen Südafrika. In Runde 3 stand man Neuseeland gegenüber und wurde von den All Blacks mit 28:13 besiegt. In Runde 4 verloren die Pumas in Perth mit 14:13 gegen Australien. Im nächsten Heimspiel verlor Argentinien mit 54:17 gegen Australien, eine Rekordniederlage gegen die Wallabies daheim.[22] Dies war das zweite Jahr in Folge, in dem Argentinien den letzten Tabellenplatz belegte, nachdem man diesmal alle Spiele des Turnieres verloren hatte.

Am 21. Oktober 2013 trat Phelan ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages als Nationaltrainer der Pumas zurück.[23] In den 45 Spielen unter Phelan konnten die Pumas 13 Siege, 31 Niederlagen und ein Unentschieden erzielen.

Daniel Hourcade wurde im Oktober 2013 als neuer Nationaltrainer der Pumas angestellt. Im November 2013 wurden die Pumas in Twickenham und Cardiff von England bzw. Wales besiegt und gewannen später in Rom gegen Italien. In den Mid-year Internationals 2014 wurde Argentinien von Irland und Schottland bezwungen.

Am 5. Oktober 2014 konnten die Pumas ihren ersten Sieg im Rugby Championship verbuchen, als sie Australien im Estadio Malvinas Argentinas in Mendoza mit 21:17 besiegten, ihr erster Sieg gegen die Wallabies in 17 Jahren. Trotz dieser Leistung belegte Argentinien in der Rugby Championship 2014 zum dritten Mal in Folge den dritten Platz.

Bei den End-of-year Rugby Union Internationals 2014 wurde Argentinien von Schottland besiegt, konnte jedoch Italien und Frankreich bezwingen.

Während der Rugby Championship 2015 konnten die Pumas zum ersten Mal die Springboks mit 37:25 besiegen. Während der Rugby Championship 2016 konnte Argentinien diese Leistung wiederholen, als man zu Hause mit 26:24 gegen Südafrika gewann. In der Rugby Championship 2017 belegten die Pumas den letzten Platz ohne Siege. Während der Rugby Championship 2018 konnte Argentinien zwei Siege gegen Südafrika (32:19 daheim) und Australien (23:19 auswärts) verbuchen, belegte aber immer noch den letzten Platz. In der Rugby Championship 2019 wurden die Pumas von allen drei Gegnern besiegt und belegten den letzten Platz.

Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pumas gegen die All Blacks während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2015 im Wembley-Stadion

Argentinien hielt mit seiner wachsenden Wettbewerbsfähigkeit bei Rugby-Union-Weltmeisterschaften mit einer starken Leistung während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2015 Schritt, nachdem man zum zweiten Mal das Halbfinale erreichen konnte. Argentinien begann sein Turnier mit einem engen Spiel gegen den Favoriten Neuseeland und führte in der ersten Halbzeit mit 13:12, verlor aber nach zwei aufeinanderfolgenden Versuchen mit 26:16. Die Pumas setzten ihre überzeugende Leistung fort und erreichten nach Siegen über Georgien, Tonga und Namibia das Viertelfinale. Ein charakteristisches Merkmal des argentinischen Rugbys während der Rugby-Weltmeisterschaft 2015 war das flüssige, unterhaltsame und angriffslustige Spiel, das 22 Versuche in der Gruppenphase ermöglichte.

Im Viertelfinale gegen Irland erzielte Argentinien in den ersten zehn Minuten zwei Versuche und setzte sich später mit 17:0 durch. Irland reagierte mit zwei Versuchen und verkürzte in der frühen zweiten Hälfte auf 20:17. Die Argentinier Juan Imhoff und Joaquín Tuculet konnten jedoch in der späten Phase des Spieles zwei Versuche legen den 43:20-Sieg Argentiniens sichern. Anschließend erreichten die Pumas ihr zweites Halbfinale und trafen auf Australien.

In den ersten zehn Minuten des Halbfinales erzwangen die Wallabies zwei Versuche und führten nach 30 Minuten mit 19:6. Argentinien dominierte in der zweiten Halbzeit sein Territorium und den Ball, was es ihnen ermöglichte, Strafstöße zu erzwingen, wodurch Australiens Führung schrumpfte. Das Spiel war in einem guten Gleichgewicht und Australien war nach 70 Minuten bei 22:15, aber der australische Flügelspieler Drew Mitchell überwand vier argentinische Verteidiger und passte den Ball an Adam Ashley-Cooper, der den entscheidenden Versuch legte. Australien gewann damit das schnelle und unterhaltsame Spiel mit 29:15. Im Spiel um den dritten Platz wurde Argentinien von den Springboks geschlagen und somit Vierter.

Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019 wurde Argentinien mit England und Frankreich in die sogenannte „Todesgruppe“ gelost und begann seine Saison 2019 in einem engen Spiel gegen die französischen Hähne, das die Pumas mit 21:23 verloren. Argentinien konnte Tonga mit 28:12 deutlich besiegen. Der Rivale Frankreich schlug sich jedoch ebenfalls gut und somit wurde das dritte Gruppenspiel gegen England das „Alles oder Nichts“-Spiel. Die rote Karte gegen den Argentinier Tomás Lavanini entschied das Spiel jedoch in der 17. Minute und England konnte Argentinien mit 39:10 bezwingen. Damit konnte Argentinien zum ersten Mal seit 2003 nicht mehr in das Viertelfinale vorrücken. Ihr Trostpreis war die direkte Qualifikation für die bevorstehende Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2023 in Frankreich.

Trikot, Logo und Spitzname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die argentinische Mannschaft am 31. Juli 1927, die im Spiel gegen die British and Irish Lions erstmals die weiß-blauen Trikots trug
Der Jaguar, mit seinem Habitat im nordöstlichen Argentinien, dient seit 1941 als Logo der argentinischen Nationalmannschaft
Die argentinische Nationalmannschaft wurde nach dem Puma benannt, dessen Habitat sich über den größten Teil Argentiniens erstreckt

Argentinien trug während der ersten Test Matches 1910 abwechselnd blaue und weiße Trikots. 1927 schlug Mr. Abelardo Gutiérrez vom Gimnasia y Esgrima de Buenos Aires vor, dass die Mannschaft das Spiel gegen die British and Irish Lions in einem himmelblau-weiß-gestreiften Trikot bestreiten solle. Der Vorschlag wurde übernommen und Argentinien spielte erstmals im gestreiften Trikot.[24]

Die Pumas bestreiten seitdem ihre Test Matches in einem Trikot in den Farben der Flagge Argentiniens (und Sportfarben) himmelblau und weiß, mit weißen Hosen und Socken in himmelblau und weiß. 2011 unterzeichnete die UAR einen Vertrag mit Nike, der daraufhin der alleinige Hersteller der Trikots für die Herren- und Jugendmannschaften wurde, einschließlich der der Pampas XV.[25] Das erste von Nike hergestellte Trikot verzichtete auf das traditionelle himmelblau-weiße Streifenmuster, und war stattdessen in himmelblau mit weißen Schultern gehalten, die Pumas machten jedoch bekannt, dass man während der Rugby Championship 2012 wieder das traditionelle Trikot tragen werde.[26]

Im September 1941 schlug Abelardo Gutiérrez (der 14 Jahre zuvor das himmelblau-weiße Trikot für die Mannschaft vorschlug) ein Logo mit einem Löwen als Symbol vor. Das Logo war in blau gehalten (wie beim Buenos Aires Cricket & Rugby Club, wo das erste Rugbyspiel in Argentinien stattfand). Der Löwe wurde später durch ein in Argentinien einheimisches Tier ersetzt und der Jaguar wurde wegen seiner „Beweglichkeit“ und seines „Mutes“ ausgewählt.[24] Interessanterweise ist die argentinische Mannschaft Jaguares, die seit 2016 am Super Rugby teilnimmt, nach dem Jaguar benannt.

Der Spitzname „Puma“ für die Nationalmannschaft entstand durch eine Fehlinformation von Carl Köhler, einem Journalisten des damaligen Die Transvaler in Südafrika, der 1965 die argentinische Mannschaft bei ihrer Tour durch das südliche Afrika begleitete. Er versuchte, der Mannschaft einen ebenso griffigen Namen wie All Blacks, Springboks und Wallabies, zu geben. Er bat Isak van Heerden, den damaligen Trainer der Rugbymannschaft von Natal, der von der vom South African Rugby Board beauftragt wurde, die Tour zu begleiten, um Vorschläge. Sie sahen ein Bild eines löwenähnlichen Tieres mit Flecken auf dem Logo der UAR. Köhler war sich dessen bewusst, das sowohl Jaguare als auch Pumas in Amerika vorkommen, und nachdem er unter Zeitdruck war um seinen Zeitungsartikel einzureichen, wagte er einen Rateversuch und nannte die Mannschaft Pumas, anstelle des eigentlichen Jaguars. Der fälschliche Spitzname brannte sich ein und wurde später von den Argentiniern selbst übernommen (obwohl das UAR-Logo immer noch einen Jaguar zeigt).[27] Der argentinische Spieler Agustín Silvera erinnerte sich wie folgt an die Begegnung mit dem Journalisten Carl Köhler:

“We were walking after stepping off the plane when a journalist (who resulted to be Carl Köhler) asked me about the yaguareté. Because of I didn't speak English fluently, I told him the animal was a ‚puma‘.”

„Wir liefen, nachdem wir aus dem Flugzeug gestiegen waren, als mich ein Journalist (der sich Carl Köhler nannte) nach dem Yaguareté fragte. Da ich nicht fließend Englisch sprach, sagte ich ihm, das Tier sei ein ‚Puma‘.“

Agustín Silvera[28]

Heimatstadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sociedad Sportiva Argentina war 1910 das erste Heimatstadion der argentinischen Rugby-Union-Nationalmannschaft
Das Estadio José Amalfitani eines der heutigen Stadion in Buenos Aires, in dem die Pumas ihre Heimspiele bestreiten

Wie in den Rugbynationen Australien, Frankreich, Neuseeland und Südafrika gibt es in Argentinien kein offizielles „Nationalstadion“, vielmehr absolvieren die Pumas in zahlreichen verschiedenen Orten Argentiniens ihre Heimspiele. Eines der am Meisten benutzten Stadien für Test Matches ist das Estadio José Amalfitani, Heimat des CA Vélez Sarsfield in Buenos Aires. Als die British and Irish Lions 1910 Argentinien besuchten, absolvierte die Nationalmannschaft das Spiel gegen die Lions im Stadion des Sociedad Sportiva Argentina im Vorort Palermo. Dieses Test Match war das erste Spiel der argentinischen Rugby-Union-Nationalmannschaft.[29][30]

Als die Britten 1927 wieder nach Argentinien zurückkehrten, spielte die Nationalmannschaft ihre Heimspiele erstmals im GEBA und dem Buenos Aires Cricket Club Ground. Das GEBA diente in den folgenden Jahrzehnten regelmäßig als Heimatstadion, nach den 1960er Jahren fanden dort jedoch nur noch drei Test Matches statt, als die Pumas dazu übergingen, ihre Heimspiele in größeren Stadien zu absolvieren; das letzte Test Match der Pumas im GEBA fand 1993 statt.[31] Auf dem Buenos Aires Cricket Club Ground wurden ebenso mehrere Test Matches bestritten, bis der Cricket Club Ground 1948 bei einem Brand zerstört wurde.[32][33]

1997 wurde von BACRC Argentiniens erstes reines Rugbystadion in Los Polvorines, Gran Buenos Aires, eröffnet. Insgesamt neun Test Matches wurden bis zu dessen Verkauf 2005 in dem Stadion absolviert.[34]

In den 1970er und 1980er Jahren absolvierten die Pumas Heimspiele, unter anderem gegen Irland, Neuseeland, Frankreich und Australien, auch im Ferro Carril Oeste-stadion.[35][36]

Während den Mid-year Internationals 2007 absolvierte die argentinische Mannschaft Test Matches auch im Estadio Brigadier General Estanislao López in Santa Fe, Estadio Malvinas Argentinas in Mendoza und im Estadio Gigante de Arroyito in Rosario gespeel. Früher bestritten die Pumas auch Test Matches im Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti, und 2006 spielte man im Estadio Raúl Conti in Puerto Madryn gegen Wales.

Andere Stadien, in denen Argentinien bereits Heimspiele absolvierte, sind das Estadio del Bicentenario in San Juan (hier bestritten die Pumas 2017/18 Test Matches gegen England und Wales),[37] Estadio Brigadier General Estanislao López in Santa Fe (2017), Estadio Centenario in Resistencia (2014), Estadio Monumental José Fierro in San Miguel de Tucumán (2012 und 2014), Estadio Mario Alberto Kempes in Córdoba (2012) und Estadio José María Minella in Mar del Plata (2008).

Neben Italien ist Argentinien das einzige „Tier One“-Land, das bisher noch kein Spiel während einer Weltmeisterschaft anbieten konnte, obwohl man sich in der Vergangenheit bereits für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2027 bewarb, diese Bewerbung zugunsten Australien jedoch wieder zurücknahm.[38][39]

Test Matches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argentiniens Position in der World-Rugby-Weltrangliste seit dem 10. Oktober 2003

Bis Ende Juli 2020 hat Argentinien 215 seiner 409 Test Matches gewonnen, was einer Gewinnquote von 52,57 % entspricht.[40]

Argentinien konnte bisher alle Test Matches gegen andere südamerikanische Nationalmannschaften gewinnen; so gewann man 37 Mal gegen Uruguay, 35 Mal gegen Chile, 18 Mal gegen Paraguay und 11 gegen Brasilien. Im Gegensatz dazu gelang noch kein Sieg gegen Neuseeland; das beste Ergebnis gegen die All Blacks bisher war ein Unentschieden.

Land Spiele Gewonnen Unent-
schieden
Verloren % Siege
AustralienAustralien Australien 32 6 1 25 18,75
BrasilienBrasilien Brasilien 11 11 0 0 100
British and Irish Lions British and Irish Lions 7 1 0 6 14,29
ChileChile Chile 35 35 0 0 100
EnglandEngland England 24 4 1 19 16,67
FidschiFidschi Fidschi 4 3 0 1 75,00
FrankreichFrankreich Frankreich 52 14 1 37 26,92
GeorgienGeorgien Georgien 5 5 0 0 100
IrlandIrland Irland 18 6 0 12 33,33
ItalienItalien Italien 22 16 1 5 72,72
JapanJapan Japan 6 5 0 1 83,33
KanadaKanada Kanada 9 6 0 3 66,67
NamibiaNamibia Namibia 3 3 0 0 100
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 29 0 1 28 0,00
ParaguayParaguay Paraguay 18 18 0 0 100
PeruPeru Peru 1 1 0 0 100
RumänienRumänien Rumänien 8 8 0 0 100
SamoaSamoa Samoa 4 1 0 3 25,00
SchottlandSchottland Schottland 18 9 0 9 50,00
SpanienSpanien Spanien 4 4 0 0 100
SudafrikaSüdafrika Südafrika 30 3 1 26 10,00
TongaTonga Tonga 2 2 0 0 100
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 9 9 0 0 100
UruguayUruguay Uruguay 37 37 0 0 100
VenezuelaVenezuela Venezuela 1 1 0 0 100
Wales Wales 18 5 0 13 27,78
World XV 2 2 0 0 100
Total 409 215 6 188 52,57

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argentinien hat bisher an jeder Rugby-Union-Weltmeisterschaft teilgenommen und erreichte bei zwei Turnieren das Halbfinale, verlor jedoch jeweils gegen Südafrika (2007) und Australien (2015). Damit ist Argentinien nach den drei Weltmeistern Australien, Neuseeland und Südafrika die erfolgreichste Rugby-Mannschaft der Südhemisphäre. Danach kam Argentinien zwei weitere Male bis zum Viertelfinale, verlor aber gegen Frankreich (1999) bzw. Neuseeland (2011). Bei all den anderen Weltmeisterschaften schied Argentinien jeweils in der Vorrunde aus.

The Rugby Championship[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das einzige jährliche Turnier der Pumas ist die seit 2012 ausgetragene The Rugby Championship gegen Australien, Neuseeland und Südafrika. Vor der Aufnahme Argentiniens im Jahr 2012 war das Turnier als Tri Nations bekannt. Den Argentiniern gelang bisher kein kein Turniersiege. Im Rahmen der Rugby Championship spielen die Pumas gegen die Wallabies um die Puma Trophy (seit 2000).

Mannschaftsstatistik bei der Rugby Championship (seit 2012)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus-
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
Neuseeland Neuseeland 42 36 2 4 1423:751 + 672 26 174 06
Südafrika Südafrika 42 19 4 19 1048:974 + 74 19 103 01
Australia Australien 42 19 3 20 952:1088 − 136 9 91 01
Argentinien Argentinien 42 5 1 36 766:1376 − 610 11 33 00


Die Punkte werden wie folgt berechnet: 4 Punkte bei einem Sieg, 2 Punkte bei einem Unentschieden, 0 Punkte bei einer Niederlage (vor möglichen Bonuspunkten), 1 Bonuspunkt für vier oder mehr erfolgreiche Versuche, 1 Bonuspunkt bei einer Niederlage mit weniger als sieben Punkten Unterschied.

Weitere Test Matches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Amateur-Ära tourten die Pumas zum Teil monatelang ins Ausland, um gegen andere Nationalteams sowie gegen Regionalauswahlen und Vereinsmannschaften anzutreten. Ebenso waren sie Gastgeber von durch Argentinien tourenden Nationalteams.

Die Touren nach alter Tradition kamen um das Jahr 2000 zum Erliegen. Heute stehen für Test Matches gegen Teams der nördlichen Hemisphäre jedes Jahr zwei Zeitfenster zur Verfügung. Bei den Mid-year Internationals im Juni kommen Teams aus Europa nach Argentinien, bei den End-of-year Internationals im November kommen die Argentinier nach Europa. Dabei spielen die Pumas seit 2012 gegen Irland um den Admiral Brown Cup.

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Spieler bilden den Kader während der Weltmeisterschaft 2019:[41]

Hintermannschaft (backs)

Spieler Position Verein Länderspiele
Tomás Cubelli Gedrängehalb Jaguares 72
Felipe Ezcurra Gedrängehalb Hindú Club 5
Nicolás Sánchez Verbinder Stade Français 77
Benjamín Urdapilleta Verbinder Castres Olympique 12
Jerónimo de la Fuente Innendreiviertel Jaguares 50
Juan Mallía Innendreiviertel Jaguares 4
Lucas Mensa Innendreiviertel Club Pucará 1
Matías Moroni Innendreiviertel Jaguares 43
Matías Orlando Innendreiviertel Jaguares 41
Emiliano Boffelli Außendreiviertel / Schlussmann Jaguares 25
Santiago Carreras Außendreiviertel / Schlussmann Jaguares 1
Bautista Delguy Außendreiviertel / Schlussmann Jaguares 11
Ramiro Moyano Außendreiviertel / Schlussmann Jaguares 34
Joaquín Tuculet Außendreiviertel / Schlussmann Jaguares 55

Stürmer (forwards)

Spieler Position Verein Länderspiele
Juan Figallo Pfeiler Saracens 30
Santiago Medrano Pfeiler Jaguares 14
Enrique Pieretto Pfeiler Jaguares 23
Nahuel Tetaz Chaparro Pfeiler Jaguares 54
Mayco Vivas Pfeiler Jaguares 4
Agustín Creevy Hakler Jaguares 85
Julián Montoya Hakler Jaguares 55
Santiago Socino Hakler Jaguares 4
Tomás Alemanno Zweite-Reihe-Stürmer Jaguares 57
Tomás Lavanini Zweite-Reihe-Stürmer Jaguares 53
Guido Petti Zweite-Reihe-Stürmer Jaguares 49
Rodrigo Bruni Dritte-Reihe-Stürmer Jaguares 3
Marcos Kremer Dritte-Reihe-Stürmer Jaguares 24
Juan Manuel Leguizamón Dritte-Reihe-Stürmer Jaguares 86
Tomás Lezana Dritte-Reihe-Stürmer Jaguares 34
Pablo Matera Dritte-Reihe-Stürmer Jaguares 62
Javier Ortega Desio Dritte-Reihe-Stürmer Jaguares 54

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier argentinische Spieler wurden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen. Es sind dies Felipe Contepomi, Fairy Heatlie, Agustín Pichot und Hugo Porta.

Spielerstatistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felipe Contepomi (2012)
Hugo Porta (2007)

(Stand: Ende 2019)

Meiste Spiele im Nationalteam[42]
Rang Name Zeitraum Spiele
1 Agustín Creevy 2005–2019 89
2 Felipe Contepomi 1998–2013 87
3 Juan Manuel Leguizamón 2005–2019 87
4 Lisandro Arbizu 1990–2005 86
5 Rolando Martín 1994–2003 86
Meiste Spiele als Kapitän[43]
Rang Name Zeitraum Spiele
1 Agustín Creevy 2014–2018 51
2 Lisandro Arbizu 1992–2003 48
3 Hugo Porta 1977–1990 38
4 Agustín Pichot 2000–2007 30
5 Felipe Contepomi 2007–2013 25
Meiste erzielte Punkte[44]
Rang Name Zeitraum Punkte
1 Nicolás Sánchez 2010–2019 748
2 Felipe Contepomi 1998–2013 651
3 Hugo Porta 1971–1990 590
4 Gonzalo Quesada 1996–2003 486
5 Santiago Mesón 1987–1997 365
Meiste erzielte Versuche[45]
Rang Name Zeitraum Versuche
1 José María Núñez Piossek 2001–2008 29
2 Diego Cuesta Silva 1983–1995 28
3 Gustavo Jorge 1989–1994 24
4 Rolando Martín 1994–2003 18
5 Facundo Soler 1996–2002 18

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcelo Loffreda (1994)
Mario Ledesma (2009)
  • 1932: Edmundo Cundo Stanfield
  • 1936: Luis Cilley, Edmundo Stanfield und C. Huntley Robertson.
  • 1954: Juan C. Wells.
  • 1956: Dermot Cavanagh und Horacio Savino.
  • 1959: Jorge Merelle.
  • 1960: Robert Galarga.
  • 1960: Saturnino Racimo.
  • 1965: Izaak Van Heerden, Alberto Camardón und Ángel Guastella.
  • 1965–66: Alberto Camardón und Ángel Guastella.
  • 1967–70: Alberto Camardón, Ángel Guastella und Jorge Merelle.
  • 1971: Ángel Guastella und Eduardo Poggi.
  • 1972–73: Ángel Guastella, Eduardo Poggi und Oscar Martínez Basante.
  • 1974: Carlos Villegas, Emilio Perasso und Jorge Merelle.
  • 1975: Eduardo Poggi und Eduardo Scharenberg.
  • 1976–77: Carlos Villegas und Emilio Perasso.
  • 1978: Ángel Guastella, Aitor Otaño und José L. Imhoff.
  • 1979–80: Luis Gradín und Aitor Otaño.
  • 1981–83: Rodolfo O’Reilly.
  • 1984: Héctor Silva und Aitor Otaño.
  • 1985–86: Héctor Silva, Aitor Otaño und Ángel Guastella.
  • 1987: Héctor Silva und Ángel Guastella.
  • 1988–90: Rodolfo O’Reilly und Raúl Sanz.
  • 1990–91: Luis Gradín und Guillermo Lamarca.
  • 1992: Luis Gradín und John Hart.
  • 1993–94: Héctor Méndez und José J. Fernández.
  • 1995: Alejandro Petra und Ricardo Paganini.
  • 1995: Alejandro Petra und Emilio Perasso.
  • 1996: José Luis Imhoff, José J. Fernández, Héctor Méndez und Alex Wyllie.
  • 1997: José Luis Imhoff, Héctor Méndez und Alex Wyllie.
  • 1998: José Luis Imhoff und Alex Wyllie.
  • 1999: José Luis Imhoff und Alex Wyllie, später Héctor Méndez und Wyllie, dann Wyllie alleine.
  • 2000–2007: Marcelo Loffreda und Daniel Baetti.
  • 2008–13: Santiago Phelan und Fabián Turnes.
  • 2013–18: Daniel Hourcade.
  • seit 2018: Mario Ledesma.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Argentinische Rugby-Union-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Rugby Rankings. world.rugby, 4. Februar 2020, abgerufen am 26. November 2019.
  2. Most matches. ESPNscrum, abgerufen am 24. Juni 2020 (englisch).
  3. Most points. ESPNscrum, abgerufen am 24. Juni 2020 (englisch).
  4. Most tries. ESPNscrum, abgerufen am 24. Juni 2020 (englisch).
  5. a b c d World Rugby Rankings. World Rugby, abgerufen am 24. Juni 2020 (englisch).
  6. Six Nations would be magnificent seven with us, pleads Pichot. Western Mail, 19. Juni 2006, abgerufen am 19. Juni 2006.
  7. Deges, Frankie: Argentina is now part of Rugby Championship. Buenos Aires Herald, abgerufen am 13. Dezember 2011.
  8. Wallabies defeated 21–17 by Argentina. The Australian, 4. Oktober 2014, abgerufen am 6. Oktober 2014.
  9. Argentina 45–27 Wales. (Nicht mehr online verfügbar.) BBC, 17. Juni 2006, archiviert vom Original am 1. April 2019; abgerufen am 13. Dezember 2019 (englisch).
  10. Oferta para ser local en Bélgica. (Nicht mehr online verfügbar.) Clarín, 27. November 2011, archiviert vom Original am 28. November 2017; abgerufen am 13. Dezember 2019 (spanisch).
  11. A la UAR le llueven ofertas para la concentración de Los Pumas previa al Mundial. (Nicht mehr online verfügbar.) Clarín, 26. Januar 2007, archiviert vom Original am 28. November 2017; abgerufen am 13. Dezember 2019 (spanisch).
  12. Nick Cain: Ambitious Argentina poised to secure TriNations place. The Sunday Times, 25. Februar 2007, abgerufen am 26. Februar 2007.
  13. First Test Preview: Argentina v Ireland. Irish Rugby Football Union, 25. Mai 2007, abgerufen am 26. Mai 2007.
  14. Argentina 22–20 Ireland. (Nicht mehr online verfügbar.) BBC, 26. Mai 2007, archiviert vom Original am 9. Oktober 2019; abgerufen am 13. Dezember 2019 (englisch).
  15. Argentina 16–0 Ireland. (Nicht mehr online verfügbar.) BBC, 2. Juni 2007, archiviert vom Original am 9. Oktober 2019; abgerufen am 13. Dezember 2019 (englisch).
  16. Coach asks Argentina to stay calm. (Nicht mehr online verfügbar.) BBC, 8. September 2007, archiviert vom Original am 5. November 2019; abgerufen am 13. Dezember 2019 (englisch).
  17. PA Sport: Contepomi's field of dreams. (Nicht mehr online verfügbar.) Sportal.co.nz, 9. Oktober 2007, archiviert vom Original am 11. Oktober 2007; abgerufen am 9. Oktober 2007.
  18. Rugby lays foundations for continued growth. (Nicht mehr online verfügbar.) World Rugby, 30. November 2007, archiviert vom Original am 2. Dezember 2007; abgerufen am 3. Dezember 2007.
  19. Phelan named new Argentina coach. (Nicht mehr online verfügbar.) BBC, 13. März 2008, archiviert vom Original am 8. Dezember 2019; abgerufen am 13. Dezember 2019 (englisch).
  20. Brendan Gallagher: Lions 2009: Argentina look for future tour While the British and Irish Lions play in front of apathetic half-empty stadiums in South Africa, Argentina look on with growing frustration and anger. (Nicht mehr online verfügbar.) The Daily Telegraph, 13. Juni 2009, archiviert vom Original am 8. Dezember 2019; abgerufen am 13. Dezember 2019 (englisch).
  21. Springboks power to record victory over Pumas. (Nicht mehr online verfügbar.) ESPNscrum, 17. August 2013, archiviert vom Original am 8. Dezember 2019; abgerufen am 13. Dezember 2019 (englisch).
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