Japanische Rugby-Union-Nationalmannschaft

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Japan
Logo
Spitzname(n) Kirschblüten
Verband Japan Rugby Football Union (JFRU)
Nationalstadion Prinz-Chichibu-Rugbystadion, Tokio
Trainer NeuseelandNeuseeland Jamie Joseph
Kapitän Michael Leitch
WR-Kürzel JPN
WR-Rang 10. (79.29 Punkte)
(Stand: 10. Dezember 2020)
[1]
Heim
Auswärts
Meiste Länderspiele
Hitoshi Ono (98)[2]
Meiste erzielte Punkte
Ayumu Gorōmaru (711)[3]
Meiste erzielte Versuche
Daisuke Ōhata (69)[4]
Erstes Länderspiel
JapanJapan Japan 9:8 Kanada Kanada 1921Kanada
(31. Januar 1932)
Höchster Sieg
JapanJapan Japan 155:3 Taiwan Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh
(6. Juli 2002)
Höchste Niederlage
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 145:17 Japan JapanJapan
(4. Juni 1995)
Weltmeisterschaft
Teilnahmen: 9/9
Bestes Ergebnis: Viertelfinale 2019

Die japanische Rugby-Union-Nationalmannschaft (jap.ラグビー日本代表, Ragubī Nihon Daihyō) ist die Nationalmannschaft Japans in der Sportart Rugby Union und repräsentiert das Land bei allen Länderspielen (Test Matches) der Männer. Die organisatorische Verantwortung trägt die 1926 gegründete Japan Rugby Football Union (JRFU). Japan hat bislang an allen Weltmeisterschaften teilgenommen und erreichte bei der Weltmeisterschaft 2019 erstmals das Viertelfinale. Japan ist derzeit (September 2020) neunter auf der Weltrangliste von World Rugby.[5] Japan wird seit Mai 2020 von World Rugby zur ersten Stärkeklasse (Tier 1) gerechnet.[6]

Das Team nimmt an der jährlichen Pacific Nations Cup teil, wo man gegen Fidschi, Kanada, Samoa, Tonga und die Vereinigten Staaten spielt. Zuvor nahm Japan auch an der Asia Rugby Championship teil und gewann 25 Mal den Titel, bei weitem mehr als jede andere Mannschaft. Japan wird traditionell als stärkste Rugbynation in Asien angesehen und das Land nahm bisher an jeder Rugby-Union-Weltmeisterschaft seit 1987 teil; mit der Weltmeisterschaft 2019 wurde das Turnier in Japan und damit erstmals außerhalb der „traditionellen Rugbynationen“ ausgespielt.[7] Außerdem war Japan die erste Mannschaft der zweiten Stärkeklasse, die als Gastgeber einer Weltmeisterschaft auftrat und die Japanische Rugby-Union-Nationalmannschaft ist nur eine von zwei dieser Stärkeklasse (neben Kanada), die an bisher jeder Weltmeisterschaft teilnahm.

Die Geschichte des Rugbysports in Japan geht zurück auf das Jahr 1866, als der Sport erstmals in den Vertragshäfen gespielt wurde. 1899 wurden die ersten Teams an japanischen Universitäten gegründet und 1932 bestritt Japan sein erstes Test Match, gegen Kanada. Zu den denkwürdigen Spielen mit japanischer Beteiligung gehören ein Sieg über die Emerging All Blacks 1968 und eine knappe 3:6-Niederlage gegen England 1971. 1989 folgten ein 28:24-Erfolg über eine schottische Auswahl und 2013 ein 23:8-Sieg über Wales. Während der Weltmeisterschaft 2007 gelang Japan ein 12:12-Unentschieden gegen Kanada. 2011 verbesserten sie ihre Leistungen, als Japan beim Pacific Nations Cup 2011 gegen Fidschi, Samoa und Tonga gewann. 2014 verbesserte sich Japan nochmals, als man zehn aufeinanderfolgende Siege in Test Matches erzielen konnte (ein neuer Rekord für eine Mannschaft der zweiten Stärkeklasse) und erstmals unter den besten zehn Mannschaften der Weltrangliste war.[5] Diese Erfolgsserie wurde 2015 fortgesetzt, als man während Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2015 die Springboks aus Südafrika überraschenderweise mit 34:32 bezwingen konnte.[8][9][10]

Danach spielte Japan auch gegen andere Mannschaften der ersten Stärkeklasse und man konnte gut mithalten, was sich in einem Unentschieden gegen Frankreich und einer knappen Niederlage gegen Wales in Cardiff zeigte. Die zweite große Überraschung gelang Japan während der Gruppenphase der Heim-WM 2019, als man die damalige zweitbeste Mannschaft der Weltrangliste Irland mit 19:12 besiegen konnte.[11] Danach gelang ihnen ein 28:21-Erfolg gegen Schottland, woraufhin sich Japan erstmals für das Viertelfinale qualifizieren konnte, wo man jedoch dem späteren Weltmeister Südafrika mit 3:26 unterlag.[12][13]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verantwortlich für die Organisation für Rugby Union in Japan ist die Japan Rugby Football Union (JRFU). Die JRFU wurde am 30. November 1926 gegründet,[14] und wurde 1987, kurz vor der ersten Weltmeisterschaft, Vollmitglied des International Rugby Football Board (IRB; jetzt World Rugby). Die JRFU erhielt gleichzeitig einen Sitz im Ausführenden Rat des IRB.[15][16] Die JRFU ist außerdem Gründungsmitglied der Asian Rugby Football Union (ARFU).

Die Top League, an der 16 Mannschaften teilnehmen, ist die höchste Rugbyliga in Japan und wurde 2003 gegründet, um den Rugbysport in Japan zu entwickeln. Ein Großteil der für Japan antretenden Spieler speist sich seitdem aus dieser Liga. Zwischen 2016 und 2020 nahm mit den Sunwolves eine japanische Mannschaft an der Rugbyliga der Südhemisphäre, Super Rugby, teil.

Neben der eigentlichen Nationalmannschaft ruft die JRFU weitere Auswahlmannschaften zusammen. Junior Japan bilden die zweite Mannschaft von Japan und nehmen seit 2013 an der World Rugby Pacific Challenge teil, zusammen mit den zweiten Mannschaften aus Fidschi, Samoa und Tonga. Wie andere Rugbynationen verfügt Japan über eine U-20-Nationalmannschaft, die an den entsprechenden Weltmeisterschaften teilnimmt. Kinder und Jugendliche werden bereits in der Schule an den Rugbysport herangeführt und je nach Interesse und Talent beginnt dann die Ausbildung. Hinzu kommen die Japan Sevens, die Nationalmannschaft für Siebener-Rugby.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfangsjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Rugbyspiel in Japan, Harper’s Magazine, 1874
Ginnosuke Tanaka, eines der Gründungsmitglieder der Japan Rugby Football Union (JFRU)
Prinz Chichibu Yasuhito, der jüngere Bruder des Tennō Shōwa, war ein begeisterter Sportler und half bei der Verbreitung des Rugbysports in Japan

Der erste bekannte Rugbyverein in Japan wurde 1866 mit dem Yokohama Foot Ball Club gegründet. Spiele, vor allem zwischen Angestellten, wurden auf dem Garrison Parade Ground in Yamate, Yokohama, ausgetragen.[17] 1874 wurde über ein Rugbyspiel britischer Matrosen in Yokohama berichtet. In anderen Vertragshäfen wie Kōbe wurden ebenfalls Rugbyspiele zwischen länger verweilenden ausländischen Bewohnern und besuchenden Seeleuten und Garnisonen organisiert, jedoch selten mit japanischer Beteiligung. Als Jahr der ersten Teilnahme von Japanern an Rugbyspielen wird meist das Jahr 1899 genannt. Der in Yokohama geborene Professor Edward Bramwell Clarke stellte in jenem Jahr zusammen mit Ginnosuke Tanaka – beide Absolventen der University of Cambridge – die Sportart seinen Studenten an der Keiō-Universität vor. Das erste Länderspiel bestritt Japan daheim in Osaka am 31. Januar 1932 gegen Kanada und gewann es mit 9:8. Im zweiten Test Match elf Tage später in Tokio bezwang man Kanada mit 38:5.[18] Zu den wichtigsten Erfolgen in den darauf folgenden Jahrzehnten zählen der Sieg gegen die neuseeländische Jugendauswahl 1968 während einer Tour nach Neuseeland und die beiden knappen Niederlagen gegen England (3:6) 1971 und Wales (24:29) 1983. Einer der größten Erfolge Japans folgte am 28. Mai 1989, als man in Tokio gegen Schottland mit 24:28 denkbar knapp verlor. Die Schotten spielten ohne neun ihrer Schlüsselspieler, die zeitgleich mit den British and Irish Lions auf Tour in Australien waren. Schottland verschoss ungewohnt viele Strafstöße, da man sich weigerte, das angebotene Kickhütchen zu benutzen, wie Videoaufnahmen des Spieles zeigen. In etwa dieselbe japanische Mannschaft bezwang Simbabwe bei der Weltmeisterschaft 1991 mit 52:8.

Die ersten Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japan hat seit der Einführung der Rugby-Union-Weltmeisterschaft an allen Endrunden teilgenommen. 1995 sorgten sie für die höchste Niederlage, die je eine Mannschaft bei einer Rugby-Union-Weltmeisterschaft kassiert hat. Gegen Neuseeland ging das Spiel in der Vorrunde mit 17:145 verloren. Während der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2003 gelang es den Japanern, den höchsten Sieg in ihrer Geschichte zu feiern. Am 5. Juli 2002 schlug man Taiwan mit 155:3 und bewies so die Vorreiterrolle in Asien.[19] Allerdings sorgten sie auch weiterhin für Rekordsiege ihrer Gegner. So stellten Schottland mit 100:8 und Wales mit 98:0 ihre historischen Erfolge 2004 gegen Japan auf.

Unter Shogo Mukai (2001–2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Hirao vom Trainerposten zurücktrat, erhielt der damalige Trainer der Toshiba Brave Lupus, Shogo Mukai, im März 2001 den Auftrag, die japanische Mannschaft auf die Weltmeisterschaft 2003 in Australien vorzubereiten. Nach gemischten Resultaten in den ersten beiden Jahren zeigte Japan während des Turniers Durchhaltevermögen gegen die weitaus stärkeren Mannschaften Schottland und Frankreich; versäumten es aber, einen Sieg zu erzielen und verließen als Gruppenletzter das Turnier. Mukai trat nach dem Turnier von seinem Trainerposten zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu haben.

Unter Mitsutake Hagimoto (2004–2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der frühere japanische Premierminister Yoshirō Mori ist seit 2005 Vorsitzender der Japan Rugby Football Union

Nach dem Rücktritt Shogo Mukais versuchte die JRFU vergeblich, den früheren australischen Rugbyspieler Eddie Jones als Trainer anzustellen und gewann stattdessen Mitsutake Hagimoto, den Trainer des japanischen Meisters Kobe Kobelco Steelers, für den Posten. Mit Hagimoto als Trainer beschloss Japan, nachdem Mukai kritisiert wurde als er in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2003 zahlreiche nicht-Japaner nominierte, keine Ausländer mehr in die Nationalmannschaft aufzunehmen. Hagimotos erstes Spiel war ein enttäuschendes 19:19-Unentschieden gegen Südkorea in Tokio.[20]

Im Mai 2004 gewann Japan den zweiten Super Powers Cup, als man während des Turniers daheim in Tokio Russland mit 29:12 und Kanada mit 34:21 bezwang. Im Juli desselben Jahres verlor man mit 19:32 gegen Italien. Am 13. November 2004 verlor Japan mit 8:100 gegen Schottland im McDiarmid Park in Perth, ein Rekordsieg für die Schotten.[21] Eine Woche später, am 20. November, verlor man mit 10:25 gegen Rumänien im Steaua-Stadion in Bukarest; und am 26. November erlitt Japan eine enttäuschende 0:98-Niederlage gegen Wales im Millennium Stadium in Cardiff.[22] Für die Walliser war dies ein Rekordsieg, die Spielweise der Japaner wurde als „pathetisch“ und die Mannschaft als „ein Witz“ beschrieben, da einige der Schlüsselspieler nicht für die Europatour nominiert wurden.

Diese katastrophale Tour zwang Hagimoto zum Umdenken und 2005 wurden wieder ausländische Spieler für die Nationalmannschaft nominiert, nachdem man jedoch im Juni zweimal gegen Irland verlor, wurde Hagimoto entlassen. Japan gelangen nur fünf Siege in 15 Spielen, die schlechteste Bilanz in der japanischen Rugbygeschichte.

Unter Jean-Pierre Elissalde (2005–2006)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japan gegen Tonga im Honjo Athletic Stadium in Kitakyūshū, 2006
Japan gegen Australië A im Level-5 Stadium in Fukuoka, 2008

Nach dem Rücktritt Hagimotos Ende Juni 2005 wurde Jean-Pierre Élissalde, der nur drei Monate zuvor Trainer der Hintermannschaft wurde, zum ersten ausländischen Nationaltrainer Japans. Sein erstes Spiel war ein 44:29-Erfolg gegen Spanien am 5. November 2005. Am 16. April 2006 bezwang Japan Arabien mit 82:9. Eine Woche später besiegte Japan Südkorea im Prinz-Chichibu-Rugbystadion mit 50:14. Am 14. Mai 2006 bezwang Japan Georgien mit 32:7. In dem Test Match erzielte Daisuke Ōhata einen Hattrick und gleichzeitig den Weltrekord für die meisten Versuche in Test Matches. Er erreichte die Marke von 65 Versuchen, einen mehr als vom vorhergehenden Rekordhalter David Campese.

Das Eröffnungsspiel des Pacific Nations Cup gegen Tonga ging mit 16:57 verloren – trotz einer vielversprechenden ersten Halbzeit, die zugunsten Japans mit 15:13 endete. Nach einem enttäuschenden Turnierverlauf, bei dem Japan alle Spiele verlor, und einer zwischenzeitlichen deutlichen Niederlage gegen Italien wurde Jean-Pierre Elissalde trotzdem am 14. Juli 2006 als Nationaltrainer bestätigt und erhielt den Auftrag, die Mannschaft auf die Weltmeisterschaft 2007 vorzubereiten. Er wurde im September 2006 entlassen, nachdem er, ohne dies mit der JRFU abzusprechen, einen Posten beim französischem Verein Aviron Bayonnais annahm.[23] Daraufhin übernahm der Vizetrainer Osamu Ota für zwei Spiele während der Qualifikation zur Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 den Posten. Am 26. Oktober 2006 kündigte die JRFU an, dass John Kirwan ab 1. Januar 2007 den Posten als Nationaltrainer übernehmen wird.

Unter John Kirwan (2007–2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Australien gegen Japan während der Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich
John Kirwan während einer Pressekonferenz bei der Weltmeisterschaft 2011 in Neuseeland

John Kirwan is wurde am 25. Oktober 2006 von der JRFU als Nationaltrainer Japans zum 1. Januar 2007 angestellt. Zuvor war er bereits Ratgeber für die Nationalmannschaft. Sein erklärtes Ziel war die Entwicklung eines japanischen Rugbyspiels im „Geiste der Samurai“ und mindestens zwei Siege bei der Weltmeisterschaft 2007. Bei der Qualifikation im November 2006 besiegte Japan Hongkong mit 52:3 und Südkorea mit 54:0, womit man sich für das Turnier qualifizieren konnte.

Am 9. April 2007 erschien die Mannschaft in ihrem Trainingscamp in den Nachrichten der NHK, was als Zeichen des wachsenden Interesses in den Sport und der Nationalmannschaft galt. Kirwan erklärte in typischer Trainermanier: „Wir wollen das beste Team der Welt sein“. Die Mannschaft müsse sich auf seine Stärken, nämlich Schnelligkeit und Beweglichkeit, konzentrieren und Rugby spielen, „wie es große Mannschaften nicht mögen“. Das erste Spiel unter Kirwan am 22. April 2007 gegen Südkorea wurde mit 82:0 deutlich gewonnen, wobei sieben Spieler debütierten. James Arlidge erzielte zwei der 14 Versuche und erhöhte zehn weitere.

In der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2007 spielte man gegen Kanada Unentschieden, nachdem Shotaro Onishi in der letzten Minute einen Versuch erhöhte und so die Niederlagenserie bei Weltmeisterschaften, die 1991 begann, beenden konnte. Die Spiele gegen Wales und Australien gingen jedoch mit deutlichen Ergebnissen verloren. Das Gruppenspiel gegen Fidschi ging jedoch knapp verloren, so dass das Abschneiden bei dem Turnier als Erfolg gewertet wurde und Kirwan sein Konzept zunächst weiterführen konnte. Japans Ergebnisse verbesserten sich nach der Weltmeisterschaft und Japan erreichte unter Kirwan den 13. Platz auf der Weltrangliste.[5] 2008 gewann Japan souverän die erste Austragung der Asian Five Nations durch Siege über Südkorea, Kasachstan, Hongkong und eine arabische Auswahl. 2011 gewann Japan erstmals die Pacific Nations Cup, nachdem man Fidschi in Fidschi bezwingen konnte.

Trotz vielversprechender Ergebnisse nach der Weltmeisterschaft 2007 verlief die Weltmeisterschaft 2011 enttäuschend, nachdem man mit 18:31 gegen Tonga, die Japan in den vier Test Matches zuvor besiegen konnte, verlor, und wieder gegen Kanada Unentschieden spielte, nachdem Japan Kanada 2009 mit 46:8 und 27:6 bezwingen konnte; woraufhin Japan wieder keinen Sieg bei einer Weltmeisterschaft erzielen konnte. Kirwan geriet unter Druck und er verließ den Trainerposten, nachdem sein Vertrag zum Jahresende nicht verlängert wurde.

Die Amtszeit Kirwans war geprägt von zahlreichen Entwicklungsspielern, die er für die Nationalmannschaft nominierte. Neuseeländische Spieler wie James Arlidge, Bryce Robins, Shaun Webb, Ryan Nicholas, Luke Thompson oder Tongaische Spieler wie Alisi Tupuailei und Sione Vatuvei spielten unter Kirwan für Japan. Die hohe Anzahl ausländischer Spieler in der Nationalmannschaft führe auch zu Kritik gegenüber Kirwan. Obwohl die japanische Mannschaft unter Kirwan bei Weltmeisterschaften keinen Sieg erzielen konnte, erzielte seine Mannschaft eine Gewinnbilanz von 58,18 % in 55 Spielen, womit er als einer der erfolgreichsten Trainer Japans gilt.

Unter Eddie Jones (2012–2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japan gegen Samoa beim Pacific Nations Cup 2012

Die JRFU ernannte Eddie Jones zum Nachfolger Kirwans.[24] Der japanischstämmige Jones hatte bereits in den 1990ern Erfahrungen in Japan gesammelt und unmittelbar zuvor drei Jahre lang den japanischen Proficlub Suntory Sungoliath trainiert. Jones erklärte, er wolle Japan unter die zehn besten Mannschaften bringen, und sie einen Spielstil entwickeln müssten, um gegen Mannschaften wie Schottland und Wales gewinnen zu können.

Jones erstes Spiel als Nationaltrainer Japans war bei den Asian Five Nations 2012 gegen Kasachstan. Von 22 Spielern nominierte er zehn Debütanten und ihnen gelang ein 87:0-Sieg. Ihnen gelang ein noch deutlicherer Sieg gegen die Vereinigten Arabischen Emirate, wobei der 18-jährige Yoshikazu Fujita einen neuen Asienrekord für die meisten Versuche in einem Spiel erzielte, als er sechs davon legte. Dies war auch sein Debütspiel.[25]

Bei den Asian Five Nations 2013 gewann Japan seinen sechsten Titel hintereinander, nachdem Japan einen Rekordsieg von 121:0 gegen die Philippinen erzielte. Beim Pacific Nations Cup 2013 verlor Japan jedoch beide Spiele gegen Tonga und Fidschi. Darauf empfing Japan Wales für zwei Test Matches. Japan verlor das erste knapp mit 18:22, konnte das zweite jedoch mit 23:8 gewinnen, womit die Testserie Unentschieden verlief. Dies war der erste Sieg Japans gegen die Waliser.

Am 16. Oktober 2013 wurde Jones mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert, das er jedoch zwei Tage später wieder verlassen konnte.[26][27] Nachdem er das Krankenhaus wieder verlassen konnte, wurde angekündigt, dass Jones Japans Spiele bei den End-of-year Internationals 2013 gegen Neuseeland, Schottland Gloucester, Russland und Spanien verpassen wird, und der frühere australische Skills Coach und technischer Berater Japans, Scott Wisemantel, für die Spiele als Interimstrainer übernehmen wird.[28]

Japan gelang am 19. September 2015 bei der Weltmeisterschaft in ihrem ersten Gruppenspiel eine der größten Überraschungen in der Rugbygeschichte, als Karne Hesketh in der letzten Minute einen Versuch legen konnte. Das Endergebnis war 34:32 zugunsten Japans, was die BBC „als die wohl größte Überraschung in der Rugbygeschichte“ bezeichnete.[29] Am 3. Oktober 2015 bezwang Japan Samoa mit 26:5 und am 11. Oktober die USA mit 28:18.[30] Trotz der drei Siege gelang Japan nicht die Qualifikation für das Viertelfinale; damit schied erstmals eine Mannschaft mit drei Siegen während der Gruppenphase aus einer Weltmeisterschaft aus. Japan verließ das Turnier aufgrund der Punktedifferenz nach der hohen Niederlage gegen Schottland.[31]

Unter Jamie Joseph (seit 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japan nach dem Sieg bei der Asian Rugby Championship 2016

Nach der Weltmeisterschaft 2015 folgten einige Interimstrainer auf Eddie Jones und seit 2016 wird Japan von Jamie Joseph trainiert. Er bereitete Japan auf die Weltmeisterschaft 2019 im eigenen Land vor. Bei den Mid-year Internationals 2018 erzielte Japan ein Unentschieden in der Testserie gegen Italien, nachdem man das erste Test Match mit 34:17 gewinnen konnte, jedoch im zweiten Test Match mit 22:25 unterlag. Japan bezwang danach Georgien im Toyota-Stadion mit 28:0. Japan gewann die Pacific Nations Cup 2019 nach Siegen über Fidschi, Tonga und die USA. Japan war Gastgeber der ersten Weltmeisterschaft in Asien und außerhalb der „traditionellen“ Rugbynationen. Dem Gastgeber gelang die Wiederholung des Überraschungssieges von 2015, als man den zweitplatzierten der Weltrangliste, Irland, mit 19:12 im Shizuoka-Ecopa-Stadion in Fukuroi bezwingen konnte.[32][33] Japan qualifizierte sich erstmals für das Viertelfinale, als man Schottland mit 28–21 im Internationalen Stadion Yokohama bezwang, das die Nacht zuvor vom Taifun Hagibis getroffen wurde.[34][35] Japans Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft endete jedoch im Viertelfinale, als man dem späteren Weltmeister aus Südafrika mit 26:3 unterlag.[36]

Trikot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japans Trikot bei der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019 in Japan
Japanische und Walisische Fans bei der Weltmeisterschaft 2007

Japan spielt traditionell in weiß-rot-gestreiften Trikots (mit einem weißen Kragen und Manschetten) mit einer aufgedruckten Sakura auf der Brust, weißen Hosen und weißen Socken mit roten Streifen. Zwischen 2003 und 2011 war das Trikot vor allem in rot mit zwei parallelen weißen Streifen auf der Brust und weißen Farbakzenten, teilweise mit schwarzen oder dunkelblauen Socken und Hosen, gehalten.

Am 4. Juli 2019 stellte die Japan Rugby Football Union das Trikot für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019 vor: Das Shirt zeigt ein Samurai-Helmmotiv, das für die Tradition des japanischen Kriegergeistes steht. Die Kombination aus Samurai und Sakura ist seit Jahrhunderten in der japanischen Kultur bekannt.

Das Auswärtstrikot besteht meist aus einem dunkelblauen Shirt mit weißen oder dunkelblauen Hosen und dunkelblauen Socken, manchmal mit weißen Streifen oder Paneelen oder schwarzen Farbakzenten.

Seit den 1960er Jahren ist Canterbury der Trikotausrüster der japanischen Mannschaft. Derzeit sind Lipovitan D (Vorderseite) und Toshiba (Rückseite) Trikotsponsoren. Zwischen 1997 und 2000 war Epson Trikotsponsor.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Prinz-Chichibu-Rugbystadion in Tokio, traditionelles Heimatstadion der japanischen Rugby-Union-Nationalmannschaft

Japans traditionelles Heimatstadion für den Rugbysport ist das Prinz-Chichibu-Rugbystadion in Tokio, wo auch die Japan Rugby Football Union ihren Hauptsitz hat. Das Stadion wurde 1947 errichtet und, um seiner Unterstützung des Rugbysport in Japan zu gedenken, 1953 nach dem verstorbenen Prinzen Chichibu Yasuhito, dem jüngeren Bruder des damaligen Tennō Shōwa, benannt. Zwischen 2016 und 2020 war das Stadion neben dem Nationalstadion Singapur das Heimatstadion der Sunwolves, Japans Super Rugby-Mannschaft. Das Prinz-Chichibu-Rugbystadion fand während der Weltmeisterschaft in Japan keine Verwendung und soll für die Olympischen Sommerspiele 2020 abgerissen und durch ein Baseball-Stadion ersetzt werden.[37]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Test Matches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japans Position in der World-Rugby-Weltrangliste seit dem 10. Oktober 2003

Japan hat 200 seiner 327 Test Matches gewonnen (Stand Ende Juli 2020), was einer Gewinnquote von 61,16 % entspricht. Japans Statistik der Test Matches gegen alle Nationen, alphabetisch geordnet, ist wie folgt (Stand September 2020):[38]

Land Spiele Gewonnen Unent-
schieden
Verloren % Siege
GCC Flag.svg Arabien 3 3 0 0 100
ArgentinienArgentinien Argentinien 6 1 0 5 16,67
AustralienAustralien Australien 5 0 0 5 0,00
Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Chinesisch Taipeh 17 17 0 0 100
EnglandEngland England 2 0 0 2 0,00
FidschiFidschi Fidschi 18 4 0 14 22,22
FrankreichFrankreich Frankreich 4 0 1 3 100
GeorgienGeorgien Georgien 6 5 0 1 83,33
HongkongHongkong Hongkong 36 31 1 4 86,11
IrlandIrland Irland 8 1 0 7 12,50
ItalienItalien Italien 8 2 0 6 25,00
KanadaKanada Kanada 25 15 2 8 60,00
KasachstanKasachstan Kasachstan 6 6 0 0 100
MalaysiaMalaysia Malaysia 6 6 0 0 100
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 4 0 0 4 0,00
NiederlandeNiederlande Niederlande 1 0 0 1 0,00
PhilippinenPhilippinen Philippinen 2 2 0 0 100
RumänienRumänien Rumänien 6 5 0 1 83,33
RusslandRussland Russland 7 6 0 1 85,71
SamoaSamoa Samoa 17 5 0 12 29,41
SchottlandSchottland Schottland 7 1 0 6 14,29
SimbabweSimbabwe Simbabwe 1 1 0 0 100
SingapurSingapur Singapur 8 8 0 0 100
SpanienSpanien Spanien 3 3 0 0 100
Sri LankaSri Lanka Sri Lanka 10 10 0 0 100
SudafrikaSüdafrika Südafrika 3 1 0 2 33,33
Korea SudSüdkorea Südkorea 41 33 1 7 80,49
ThailandThailand Thailand 9 9 0 0 100
TongaTonga Tonga 18 9 0 9 50,00
UruguayUruguay Uruguay 3 2 0 1 66,67
Wales Wales 10 1 0 9 10,00
Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate 3 3 0 0 100
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 24 10 1 13 41,67
Total 327 200 6 121 61,16

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft 2019 gegen Russland in Chōfu

Japan hat, seit deren Einführung 1987, an jeder Weltmeisterschaft teilgenommen. Mit nur einem Sieg über Simbabwe 1991 und jeweils einem Unentschieden gegen Kanada 2007 und 2011 zeigte ihre Teilnahme bis zur Weltmeisterschaft 2015 jedoch nur wenig Entwicklung. 2015 bezwangen sie überraschenderweise Südafrika mit 34:32, seit 1991 ihr erster Sieg bei einer Weltmeisterschaft, worauf Siege gegen Samoa und die Vereinigten Staaten in derselben Gruppen folgten, trotzdem gelang ihnen nicht die Qualifikation für das Viertelfinale.

Japan war 2019 erstmals Gastgeber einer Weltmeisterschaft und die Nationalmannschaft wurde zusammen mit Irland, Russland, Samoa und Schottland in die Gruppe A gelost. Nach einem 30:10-Sieg über Russland im Eröffnungsspiel,[39] bezwang Japan Irland mit 19:12, was als große Überraschung angesehen wurde.[40] Ihr drittes Gruppenspiel gegen Samoa endete in einem 38:19-Sieg, wobei sie sich auch den Bonuspunkt für vier oder mehr Versuchte sicherten.[41]

Im mit Spannung erwarteten letztem Gruppenspiel gegen Schottland benötigten beide Mannschaften den Sieg, um sich noch für das Viertelfinale zu qualifizieren. Japan bezwang Schottland mit 28:21 und erzielte seinen zweiten Überraschungssieg während des Turniers. Außerdem wurden sie die erste Mannschaft Asiens, die als Gruppensieger endete und sich die Qualifikation für das Viertelfinale sicherte.[42]

Im Viertelfinale traf Japan auf Südafrika. In der ersten Hälfte konnten sie noch mit den Springboks mithalten, nach jedoch zwei Versuchen und drei Straftritten in der zweiten Hälfte unterlag der Gastgeber jedoch mit 3:26.[43]

Asienmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die japanische Nationalmannschaft nahm zwischen 1969 und 2017 an Rugby-Asienmeisterschaften teil und gewann in diesem Zeitraum 25 Turniere, zuzüglich fünf zweite Plätze. Japan erreichte bei Asienmeisterschaften bislang immer das Finale. 2018 nahm Japan nicht an der Asienmeisterschaft teil, die damit als Qualifikationsturnier für die Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2019 dienen konnte. 2019 nahm Japan als Vorbereitung auf die Heim-WM an der Pacific Nations Cup teil.

  • Turniersiege Nationalmannschaft (25): 1969, 1970, 1972, 1974, 1976, 1978, 1980, 1984, 1992, 1994, 1996, 1998, 2000, 2004, 2006–07, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017

Pacific Nations Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japan wurde bisher elfmal zur Teilnahme am Pacific Nations Cup, dem jährlichem Turnier zwischen den drei Rugbynationen Fidschi, Samoa und Tonga, eingeladen. Japan gelangen dabei drei Turniersiege.

  • Turniersiege Nationalmannschaft (3): 2011, 2014, 2019

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Spieler bilden den Kader während der Weltmeisterschaft 2019:[44]

Hintermannschaft (backs)

Spieler Position Mannschaft Länderspiele
Yutaka Nagare Gedrängehalb Suntory Sungoliath 44
Kaito Shigeno Gedrängehalb Toyota Verblitz 9
Fumiaki Tanaka Gedrängehalb Canon Eagles 70
Rikiya Matsuda Verbinder Panasonic Wild Knights 19
Yū Tamura Verbinder Canon Eagles 57
Timothy Lafaele Innendreiviertel Kubota Spears 17
Ryōto Nakamura Innendreiviertel Suntory Sungoliath 18
Will Tupou Innendreiviertel Coca-Cola Red Sparks 9
Kenki Fukuoka Außendreiviertel Panasonic Wild Knights 33
Lomano Lemeki Außendreiviertel Honda Heat 11
Ataata Moeakiola Außendreiviertel Kobelco Steelers 3
Kōtarō Matsushima Schlussmann Suntory Sungoliath 33
Ryōhei Yamanaka Schlussmann Kobelco Steelers 13

Stürmer (forwards)

Spieler Position Mannschaft Länderspiele
Takuya Kitade Hakler Suntory Sungoliath 0
Atsushi Sakate Hakler Panasonic Wild Knights 16
Shōta Horie Hakler Panasonic Wild Knights 61
Keita Inagaki Pfeiler Panasonic Wild Knights 28
Koo Ji-won Pfeiler Honda Heat 7
Yusuke Kizu Pfeiler Toyota Verblitz 3
Isileli Nakajima Pfeiler Kobelco Steelers 2
Asaeli Ai Valu Pfeiler Panasonic Wild Knights 8
Uwe Helu Zweite-Reihe-Stürmer Yamaha Jubilo 13
James Moore Zweite-Reihe-Stürmer Munakata Sanix Blues 2
Luke Thompson Zweite-Reihe-Stürmer Kintetsu Liners 66
Wimpie van der Walt Zweite-Reihe-Stürmer NTT DoCoMo Red Hurricanes 12
Kazuki Himeno Flügelstürmer Toyota Verblitz 12
Michael Leitch (C)Kapitän der Mannschaft Flügelstürmer Toshiba Brave Lupus 62
Pieter Labuschagné Flügelstürmer Kubota Spears 2
Amanaki Mafi Flügelstürmer NTT Communications Shining Arcs 24
Yoshitaka Tokunaga Flügelstürmer Toshiba Brave Lupus 11
Hendrik Tui Flügelstürmer Suntory Sungoliath 44

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daisuke Ōhata (2015)

Zwei japanische Spieler wurden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen:[45]

Spieler Position Aufnahme
Yoshihiro Sakata Außendreiviertel 2012
Daisuke Ōhata Außendreiviertel, Innendreiviertel 2016

Ebenfalls in die Hall of Fame aufgenommen wurde Shiggy Konno (für seinen Einfluss auf den Sport).[46]

Spielerstatistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yukio Motoki (2013)
Fumiaki Tanaka (2014)
Michael Leitch (2014)

Nachfolgend sind die wichtigsten Statistiken aufgelistet, die Spieler Japans betreffen. Die mit * markierten Spieler sind noch aktiv und können sich weiter verbessern.

(Stand: September 2020)

Meiste Spiele im Nationalteam[47]
Rang Name Zeitraum Spiele
01 Hitoshi Ono 2004–2016 98
02 Hirotoki Onozawa 2001–2013 81
03 Yukio Motoki 1991–2005 79
04 Kensuke Hatakeyama 2008–2016 78
05 Fumiaki Tanaka * 2008–2019 75
06 Luke Thompson * 2007–2019 71
07 Takashi Kikutani 2005–2014 68
08 Michael Leitch * 2008–2019 68
09 Shota Horie * 2009–2019 66
10 Yū Tamura * 2012–2019 63
Meiste Spiele als Kapitän[48]
Rang Name Zeitraum Spiele
01 Takuro Miuchi 2002–2008 45
02 Takashi Kikutani 2008–2013 35
03 Michael Leitch * 2014–2019 33
04 Toshiaki Hirose 2012–2013 18
05 Andrew McCormick 1998–1999 16
06 Masahiro Kunda 1993–1998 15
07 Yukio Motoki 1996–1997 13
08 Seiji Hirao 1989–1991 12
09 Toshiyuki Hayashi 1986–1987 10
10 Akira Yokoi 1970–1974 10
Meiste erzielte Punkte[49]
Rang Name Zeitraum Punkte
01 Ayumu Gorōmaru 2005–2015 711
02 Keiji Hirose 1994–2005 422
03 Toru Kurihara 2000–2003 347
04 Daisuke Ōhata 1996–2006 345
05 James Arlidge 2007–2011 286
06 Hirotoki Onozawa 2001–2013 275
07 Yū Tamura 2012–2019 273
08 Shaun Webb 2008–2011 198
09 Ryan Nicholas 2008–2012 193
10 Takashi Kikutani 2005–2014 160
Meiste erzielte Versuche[50]
Rang Name Zeitraum Versuche
01 Daisuke Ōhata 1996–2006 69
02 Hirotoki Onozawa 2001–2013 55
03 Takashi Kikutani 2005–2014 32
04 Terunori Masuho 1991–2001 29
05 Yoshikazu Fujita 2012–2017 26
06 Kenki Fukuoka * 2013–2019 25
07 Koliniasi Holani 2008–2016 22
08 Kotaro Matsushima * 2014–2019 22
09 Alisi Tupuailei 2009–2011 21
10 Toru Kurihara 2000–2003 20

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Kirwan (2013)
Eddie Jones (2009)
Jamie Joseph (2018)

Japan ernannte 1930 mit Shigeru Kayama erstmals einen Trainer. Aktuell ist Jamie Joseph japanischer Nationaltrainer, nachdem er 2016 angestellt wurde.

Name Jahre
JapanJapan Shigeru Kayama 1930–1934
JapanJapan Chuji Kitajima 1936, 1956
JapanJapan Takenosuke Okumura 1952–1953
JapanJapan Kozo Nishino 1958
JapanJapan Tomoo Chiba 1959
JapanJapan Masao Wada 1959
JapanJapan Kasai Yasujiro 1963
JapanJapan Onishi Tetsunosuke 1966–1971
JapanJapan Hitoshi Oka 1972, 1975, 1985–1986
JapanJapan Hisashi Yokoi 1972, 1976, 1978–1979
JapanJapan Ryo Saito 1974, 1976–1978, 1980–1981
JapanJapan Hiroshi Hibino 1976, 1982–1984, 1987–1988
JapanJapan Katsumi Miyaji 1978, 1984, 1987
JapanJapan Ryozo Imazato 1979
JapanJapan Iwao Yamamoto 1980, 1982, 1996
JapanJapan Hiroaki Shukuzawa 1989–1991
JapanJapan Osamu Koyabu 1992–1995
JapanJapan Seiji Hirao 1997–2000
JapanJapan Shogo Mukai 2001–2003
JapanJapan Mitsutake Hagimoto 2004–2005
FrankreichFrankreich Jean-Pierre Élissalde 2005–2006
JapanJapan Osamu Ota 2006
NeuseelandNeuseeland John Kirwan 2007–2011
AustralienAustralien Eddie Jones 2012–2015
AustralienAustralien Scott Wisemantel 2013
JapanJapan Ryuji Nakatake April/Mai 2016
NeuseelandNeuseeland Mark Hammett Juni 2016
NeuseelandNeuseelandJapanJapan Jamie Joseph seit 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Japanische Rugby-Union-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alison Nish: Britain & Japan: Biographical Portraits. III Auflage. Japan Library, 1999, ISBN 1-873410-89-1, Britain's Contribution to the Development of Rugby Football in Japan 1874–1998.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Rugby Rankings. world.rugby, 10. Dezember 2020, abgerufen am 10. Dezember 2020.
  2. Most matches. ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  3. Most points. ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  4. Most tries. ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  5. a b c World Rugby Rankings. World Rugby, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  6. Japan set to become a Tier 1 Nation. Ultimate Rugby, 4. Mai 2020, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  7. England will host 2015 World Cup. BBC, 28. Juli 2009, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  8. Japan pull off greatest shock in World Cup history. ESPNscrum, 19. September 2015, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  9. Rugby World Cup: Japan’s Shocking Upset Commands Attention. The New York Times, 21. September 2015, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  10. Japan beat South Africa. The Guardian, 19. September 2015, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  11. Japan 19–12 Ireland: Shock victory 'will ignite Rugby World Cup'. BBC, 28. September 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  12. Joyous fans roar Japan to thrilling win and place in the knockouts. Rugby World Cup, 13. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  13. Springboks 'push the right buttons' to end Japan’s party. Rugby World Cup, 20. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  14. John R. Jones; Maurice Golesworthy: Encyclopedia of Rugby Union Football. Hrsg.: Robert Hale. London 1976, ISBN 0-7091-5394-5, S. 69.
  15. Huw Richards: A Game for Hooligans: The History of Rugby Union. Mainstream, Edinburgh 2007, ISBN 978-1-84596-255-5, S. 212.
  16. Richard Bath: Complete Book of Rugby. Seven Oaks, 1997, ISBN 1-86200-013-1, S. 69.
  17. Mike Galbraith Mike: 1866 and all that: the untold early history of rugby in Japan. The Japan Times, 15. März 2014, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  18. Keith Young: Complete Rugby Union Compendium. Arena Sport, Edinburgh 2015, ISBN 978-1-909715-34-9, Japan.
  19. Japan Times
  20. Japan Times
  21. Scotland 100–8 Japan. BBC, 13. November 2004, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  22. Wales 98–0 Japan. BBC, 26. November 2004, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  23. Elissalde sacked as Japan coach. BBC, 27. September 2006, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  24. Eddie Jones appointed coach of Japan. The Sydney Morning Herald, 26. Dezember 2011, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  25. Fujita in line for historic debut. (Nicht mehr online verfügbar.) Japan Rugby Football Union, 2. Mai 2012, archiviert vom Original am 10. Juli 2012; abgerufen am 10. Juli 2012 (englisch).
  26. Eddie Jones hospitalised after Japan rugby coach suffers suspected stroke. ABC, 16. Oktober 2013, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  27. Eddie Jones released from intensive care after stroke but will miss Japan's Test with All Blacks. The Daily Telegraph, 18. Oktober 2013, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  28. Scott Wisemantel is interim coach for Japan. (Nicht mehr online verfügbar.) 18. Oktober 2013, archiviert vom Original am 15. Dezember 2019; abgerufen am 19. Dezember 2019 (französisch).
  29. Rugby World Cup 2015: South Africa 32–34 Japan. BBC, 19. September 2020, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  30. Rugby World Cup 2015: Japan beat USA in final pool game. BBC, 11. Oktober 2015, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  31. Paul Rees: Japan sign off with third win of the tournament by beating the USA. The Guardian, 11. Oktober 2015, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  32. Justin McCurry; Jamie Doward: High fives and Guinness as Japan celebrates latest rugby shock. The Guardian, 28. September 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  33. Tom Cary; Ali Stokes: Sensation of Shizuoka: Japan shock Ireland with another historic Rugby World Cup upset. The Daily Telegraph, 28. September 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  34. Japan 28–21 Scotland: Gregor Townsend's side out of Rugby World Cup. BBC, 13. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  35. Robert Kitson: Japan hang on to reach Rugby World Cup last eight and send Scotland out. The Guardian, 13. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  36. South Africa 26–3 Japan: Springboks through to Rugby World Cup semi-finals. BBC, 20. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  37. Tokyo to rebuild iconic Jingu, Chichibunomiya stadiums. The Japan Times, 2. April 2015, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  38. International Rugby Union Statistics – Japan. ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  39. Matsushima stars as Japan beat Russia – relive hosts' World Cup win. BBC, 20. September 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  40. Japan 19-12 Ireland: Shock victory 'will ignite Rugby World Cup'. BBC, 28. September 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  41. Japan 38-19 Samoa: Hosts close to qualification for World Cup quarter-finals. BBC, 5. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  42. Japan 28-21 Scotland: Gregor Townsend's side out of Rugby World Cup. BBC, 13. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  43. South Africa 26-3 Japan: Springboks through to Rugby World Cup semi-finals. BBC, 20. Oktober 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  44. Thompson set for fourth Rugby World Cup. Rugby World Cup, 29. August 2019, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  45. Inductees. World Rugby, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  46. Shiggy Konno. In: World Rugby Hall of Fame. Abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  47. Total matches played (descending). ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  48. Total matches played as captain (descending). ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  49. Total points scored (descending). ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  50. Total tries scored (descending). ESPNscrum, abgerufen am 27. September 2020 (englisch).