Buhl (Haut-Rhin)

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Buhl
Buhl (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Guebwiller
Gemeindeverband Région de Guebwiller
Koordinaten 47° 56′ N, 7° 11′ OKoordinaten: 47° 56′ N, 7° 11′ O
Höhe 313–842 m
Fläche 8,76 km²
Einwohner 3.354 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 383 Einw./km²
Postleitzahl 68530
INSEE-Code
Website http://www.ville-buhl.fr/

Mairie Buhl

Buhl (deutsch Bühl) ist eine französische Gemeinde mit 3354 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Mitglied des Gemeindeverbandes Région de Guebwiller.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buhl liegt am Flüsschen Lauch im Regionalen Naturpark Ballons des Vosges. Als Départementsstraße dient die D 430. Sie durchquert eine Florival genannte Talschaft, die sich in Richtung Südosten nach Guebwiller erstreckt. Buhls Nachbardörfer sind Murbach im Südwesten (dazwischen liegt der Ortsteil Rimlishof), die Siedlung Hugstein mit Burgruine im Südosten und Schweighouse (Ortsteil von Lautenbach) im Norden. Auf beiden Seiten ist das Gebiet stark bewaldet, im Osten durch einen Ausläufer des Forêt communal de Orschwihr (Gemeindewald von Orschwihr).

Der Bahnhof Buhl lag an der Bahnstrecke Bollwiller–Lautenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buhl wurde das erste Mal schriftlich unter dem Namen Bühele erwähnt im Jahr 1135. Spätere Schreibweisen waren Buohele, Buohile, Bühel, seit dem 16. Jahrhundert dann Bühl.

1227 ließ Hugo von Rothenburg, Abt des Klosters Murbach, eine Burg errichten, um den Eingang zum Murbachtal zu schützen.

1349 brach die Pest aus. Diese Pandemie kehrte in den Jahren 1439, 1502, 1556, 1564 und 1628 wieder.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bühl als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Gebweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.[1]

Anzahl Einwohner
Jahr 17951826185118611905193619621968197519821990199920062017
Einwohner 5619751.7322.0903.3522.6352.9312.9453.0482.6742.7553.0793.1903.310
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot eine silberne Triangel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der neoromanischen Kirche Saint-Jean-Baptiste (Johannes der Täufer), die 1868–1878 erbaut wurde, weil die Vorgängerkirche zu klein geworden war, ist der Bühler Flügelaltar, ein Altarretabel aus der zweiten Hälfte der 1490er Jahre, zu sehen, der von Nachfolgern und Nachahmern des Martin Schongauer stammt. Er wurde während der Französischen Revolution aus einem Colmarer Kloster nach Buhl gebracht, um ihn vor Zerstörung zu schützen. Seit 1841 ist der Altar ein Monument historique. In der Kirche befindet sich seit 1892 auch eine Orgel, die von Heinrich Johann Koulen gebaut wurde und seit 2012 ebenfalls ein Monument historique ist.

Am Eingang zum Murbachtal steht die Ruine der Burg Hugstein aus dem 13. Jahrhundert. Ihre Überreste befinden sich nicht nur auf dem Gemeindegebiet von Buhl, sondern auch auf dem von Guebwiller, denn die Grenze zwischen den beiden Gemeinden verläuft genau durch die Mitte des Bergfrieds.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maurice Koechlin (1856–1946), ein französischer Ingenieur, der maßgeblich am Bau des Eiffelturms beteiligt war, ist in Buhl geboren.
  • Jean Martin (1868–1922), elsässisch-deutscher Politiker (SPD Elsaß-Lothringen), ist in Buhl geboren.
  • Alexandre Bida (1813–1895), Zeichner, Illustrator und Radierer, lebte ab 1871 in Buhl, wo er auch verstarb und beigesetzt ist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 471–475.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Buhl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Gebweiler
  2. Jean-Marie Nick: Le Hugstein auf chateauxforts-alsace.org, Zugriff am 17. November 2011.