Niederentzen

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Niederentzen
Niederentzen (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (68)
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Ensisheim
Gemeindeverband Centre du Haut-Rhin
Koordinaten 47° 57′ N, 7° 23′ OKoordinaten: 47° 57′ N, 7° 23′ O
Höhe 201–209 m
Fläche 8,81 km²
Einwohner 738 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 84 Einw./km²
Postleitzahl 68127
INSEE-Code

Rathaus- und Schulgebäude

Niederentzen (deutsch Niederenzen) ist eine französische Gemeinde mit 738 Einwohnern (1. Januar 2020) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Thann-Guebwiller und zum Kanton Ensisheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Niederentzen liegt an der Ill, etwa 15 Kilometer südlich von Colmar. Im Westen reicht das Gemeindegebiet bis an die Alte Thur, im Süden geht das bebaute Areal nahtlos in das Gebiet der Gemeinde Oberentzen über.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1276 hieß der Ort Nidern Enszheim (Nieder-Ensisheim). Die Siedlung war im 13. Jahrhundert der Fürstabtei Murbach unterstellt.

1358 wurde das Dorf den Herren von Hattstatt als Lehen übergeben. Nach deren Aussterben ging Niederenzen 1585 auf die Truchsess von Rheinfelden über und blieb bis zur Französischen Revolution in deren Besitz. Die Gebeine des 1694 verstorbenen Johann-Melchior Truchsess von Rheinfelden ruhen im Chor der Kirche.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Niederenzen als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Gebweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2013 2018
Einwohner 249[1] 207 226 263 312 320 322 363 594 718

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chor der Pfarrkirche St. Agathe stammt aus dem 15. Jahrhundert, das Schiff aus dem frühen 18. Jahrhundert. Der achteckige Glockenturm wurde 1828 errichtet. 1859 folgten weitere Umbauten und Erweiterungen, 1940 erneuerte man die Deckenmalereien, und 1967 wurde die Kirche grundlegend saniert. Die Kirche wurde 1995 als Monument historique klassifiziert.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 368–370.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niederentzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kreis Gebweiler. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900
  2. Eintrag Nr. PA00135158 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)