Aspach-le-Bas

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Aspach-le-Bas
Wappen von Aspach-le-Bas
Aspach-le-Bas (Frankreich)
Aspach-le-Bas
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Cernay
Koordinaten 47° 46′ N, 7° 9′ O47.7616666666677.1505555555556295Koordinaten: 47° 46′ N, 7° 9′ O
Höhe 289–340 m
Fläche 8,01 km²
Einwohner 1.302 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 163 Einw./km²
Postleitzahl 68700
INSEE-Code
Website http://www.aspach-le-bas.fr/

Mairie

Aspach-le-Bas (deutsch: Niederaspach) ist eine französische Gemeinde mit 1302 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Thann-Guebwiller, zum Kanton Cernay und zum 1993 gegründeten Kommunalverband Pays de Thann.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Aspach-le-Bas in der Metropolregion (Aire urbaine) Mülhausen liegt etwa 15 Kilometer westlich des Stadtkerns von Mülhausen am Fuß der Vogesen.

Das acht Quadratkilometer große Gemeindegebiet erstreckt sich von den Teichen am Stadtrand von Cernay über das mittlere Tal des Doller-Nebenflusses Baerenbach bis zum Michelbach und dem 80 Hektar großen Michelbach-Stausee (Barrage de Michelbach), dessen Ostende einschließlich Damm zu Aspach-le-Bas gehört.

Etwa 15 Prozent des Gemeindeareals sind bewaldet (Kreuzwald und Bruecklenwald im Süden sowie Moenchenwald im Nordosten), der weitaus größte Teil besteht aus Ackerflächen. Der höchste Punkt der Gemeinde wird im Südwesten nahe dem Michelbachweiher mit 340 Metern über dem Meer erreicht. Im Norden der Gemeinde erinnern zum Teil geflutete Bodenmulden an ehemalige Kiesgruben.

Am Michelbachweiher hat die Gemeinde einen Anteil am 1997 gegründeten, 121 Hektar umfassenden Réserve naturelle régionale du Plan d'eau de Michelbach, einem der 13 Naturreservate im Elsass.

Nachbargemeinden von Aspach-le-Bas sind Cernay im Norden, Schweighouse-Thann im Osten, Burnhaupt-le-Haut im Süden, Guewenheim im Südwesten, Michelbach im Westen sowie Aspach-le-Haut im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

1105 erstmals als Aspa erwähnt, taucht 1302 Aspach-le-Bas zusammen mit Aspach-le-Haut (Oberaspach) und dem heute verschwundenen Weiler Erbenheim als Aspach inferior (Niederaspach) auf. 1324 ging das Dorf von den Grafen von Ferrette in den Besitz der Habsburger über und unterstand der Jurisdiktion der nordwestlich liegenden Stadt Thann. Aus dem Jahr 1398 sind Rentenzahlungen Leopolds IV. an Vasallen in Aspach-le-Bas überliefert.

Im 18. Jahrhundert bestand in Aspach-le-Bas eine Ausspanne an der Poststraße von Straßburg nach Lyon. Die Ausspanne wurde im Ersten Weltkrieg zerstört.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 509 518 655 746 869 1080 1307

Seit den 1960er-Jahren hat sich die Einwohnerzahl von Aspach-le-Bas mehr als verdoppelt, was auf den Zuzug aus der nahen Großstadt Mülhausen und die optimale Verkehrsanbindung zurückzuführen ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Peter in Aspach-le-Bas

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Ort sind wenige kleine Handwerks- Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe ansässig. Bezogen auf die Einwohnerzahl spielt die Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Rolle. Aspach-le-Bas wird heute hauptsächlich von Pendlern der nahen Industriezonen um Vieux-Thann und Mülhausen als ruhiger Wohnort genutzt.

Verkehr[Bearbeiten]

An der westlichen Peripherie von Mülhausen gelegen, verfügt Aspach-le-Bas über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Alle nahegelegenen Städte können schnell auf zweistreifig ausgebauten Nationalstraßen (RN 66, RN 83, RN 466) und Autobahnen (A36) erreicht werden.

Durch das Gemeindegebiet von Aspach-le-Bas führt die Bahnlinie Train Thur Doller Alsace (TTDA) von Cernay nach Sentheim (gemeinsamer Haltepunkt Aspach in der Nachbargemeinde Aspach-le-Haut). Von Juni bis September verkehren dort jeweils am sonntags historische Dampf- und Dieselzüge.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aspach-le-Bas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien