Cogne

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Cogne
Wappen
Cogne (Italien)
Cogne
Staat Italien
Region Aostatal
Koordinaten 45° 36′ N, 7° 22′ OKoordinaten: 45° 36′ 0″ N, 7° 22′ 0″ O
Höhe 1534 m s.l.m.
Fläche 212 km²
Einwohner 1.350 (31. Dez. 2019)[1]
Fraktionen Veulla (chef-lieu), Boutillères, Champlong, Crétaz, Épinel, Gimillan, Moline, Montroz, Lillaz, Valnontey.
Postleitzahl 11012
Vorwahl 0165
ISTAT-Nummer 007021
Volksbezeichnung Cognini (italienisch)
Cogneins (französisch)
Schutzpatron Ursus von Aosta
Website Cogne

Cogne[2] ist eine italienische Gemeinde mit 1350 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) im Cogne-Tal, einem Seitental der Region Aostatal. Die Gemeinde liegt auf einer Höhe von 1534 m s.l.m. und hat eine Fläche von 212 km².

Cogne zählt zu den Tourismusorten in den Alpen, die sich im Programm Alpine Pearls zusammengeschlossen haben.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die traditionelle Sprache im Cognetal ist ein valdostanischer Dialekt des Frankoprovenzalischen. Seit dem 16. Jahrhundert war das Französische die offizielle Amtssprache, seit dem späten 19. Jahrhundert beide das Französische und das Italienische.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einem Gemeindegebiet von 213 Quadratkilometer ist Cogne die flächenmäßig größte Gemeinde des Aostatals. im Gebirge liegen fünf Seitentäler: Valnontey, Vallon de Grauson, Urtiertal, Valleille und Gimillantal.

Die Siedlungslandschaft besteht aus den Ortsteilen (frz. hameaux) Veulla (Hauptort), Boutillères, Champlong, Crétaz, Épinel, Gimillan, Moline, Montroz, Lillaz und Valnontey.

Der Wildbach Grant Eyvia ist der Hauptfluss im Tal und ein rechter Seitenfluss der Dora Baltea. Das Cogne-Tal weist ein ausgedehntes Gebirgsbecken im Gran Paradiso-Massiv auf, das durch eine lange Schlucht vom Haupttal der Dora Baltea getrennt ist. Im Tal liegt das kleine Städtchen Cogne, das durch den Erzbergbau an Bedeutung gewann. Der vergangene Eisenerzabbau ist im Alpinart[3] dokumentiert, einem Bergwerkmuseum in einer ehemaligen Knappensiedlung.

Die linke, südwestliche Talseite liegt im Areal des Nationalparks Gran Paradiso.

Die Nachbargemeinden von Cogne sind Aymavilles, Brissogne, Champorcher, Charvensod, Fénis, Gressan, Locana (TO), Noasca (TO), Ronco Canavese (TO), Saint-Marcel, Valprato Soana (TO) und Valsavarenche.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rue docteur César-Emmanuel Grappein

Cogne ist Ausgangspunkt für Wanderungen im Bereich des Gran Paradiso und auf dem Fernwanderweg Haute route no. 2. Cogne ist Teil des Nationalparks Gran Paradiso. Vom Ortsteil Valnontey erreicht man die Schutzhütte Rifugio Vittorio Sella, von Lillaz aus das Rifugio Sogno di Berdzé al Péradzà.

Bei Cogne liegt ein kleines Skigebiet, das mit einem Skibus, einer Seilbahn bei Laydatré und zwei Sesselliften erschlossen ist.

Die Gemeinde ist seit 2011 Mitglied des touristischen Netzwerks Alpine Pearls, das sich für umweltverträglichen Tourismus einsetzt.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Tal der Dora Baltea führt von Aymavilles aus eine Bergstrasse durch die Grant Eyvia-Schlucht nach Cogne.

Von 1923 bis 1979 war die Bergwerksbahn Cogne-Eaux-Froides in Betrieb.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vincenzo Perruchon, Skiläufer
  • Joëlle Cunéaz, Skiläuferin und Journalistin
  • César-Emmanuel Grappein, Arzt und Politiker
  • Léon-Clément Gérard (1810–1876), Geistlicher und Schriftsteller
  • Anselme Perret (1866–1907), Schriftsteller
  • Reine Bibois (1894–1976), Dialektdichterin
  • Ranjar Nordensten, Bergwerksdirektor

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Französische offizielle Aussprache /kɔɲ/, Italienische Aussprache /ˈkɔɲɲe/: siehe den Eintrag Cogne des Dizionario d’ortografia e di pronunzia.
  3. Alpinart
  4. https://www.alpine-pearls.com/die-urlaubsorte/ort/italien/cogne/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cogne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien