Dinklage

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Dinklage in Niedersachsen; zu weiteren Bedeutungen siehe Dinklage (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Dinklage
Dinklage
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dinklage hervorgehoben
Koordinaten: 52° 40′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Vechta
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 72,66 km2
Einwohner: 12.914 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49413
Vorwahl: 04443
Kfz-Kennzeichen: VEC
Gemeindeschlüssel: 03 4 60 003
Stadtgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1
49413 Dinklage
Webpräsenz: www.dinklage.de
Bürgermeister: Frank Bittner (parteilos)
Lage der Stadt Dinklage im Landkreis Vechta
Nordrhein-Westfalen Landkreis Cloppenburg Landkreis Diepholz Landkreis Oldenburg Landkreis Osnabrück Bakum Damme (Dümmer) Dinklage Goldenstedt Holdorf (Niedersachsen) Lohne (Oldenburg) Neuenkirchen-Vörden Steinfeld (Oldenburg) Vechta VisbekKarte
Über dieses Bild

Dinklage ist eine Stadt im Landkreis Vechta, Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinklage liegt in der Norddeutschen Tiefebene im so genannten Dinklager Becken, einem großen Niederungsgebiet etwa 100 km südlich der Nordseeküste, etwa 60 km östlich der niederländischen Grenze und fast auf halber Strecke zwischen Bremen und Osnabrück. Östlich und nordöstlich erstrecken sich größere Moorgebiete, im Nordwesten grenzt die Cloppenburger Geest an, südöstlich grenzen die Dammer Berge an, im Westen das Hasetal und weiter westlich und südwestlich die Ankumer Höhe.

Das Landschaftsbild ist vielgestaltig und wird durch zahlreiche Baumreihen und Wallhecken aufgelockert.

Geologie und Hydrogeologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinklage liegt in der Norddeutschen Tiefebene. Das Gebiet um Dinklage besteht hauptsächlich aus glazio-fluviatilen Sedimenten, die in erster Linie aus lehmigen und sandigen Ablagerungen des Pleistozäns bestehen. Bohrungen zeigten, dass die oberste Bodenschicht eine Stärke von ungefähr 5–7 m hat. Diese Schicht ist unterlagert von einer etwa 10 m starken lehmigen und marligen Sedimentschicht. Sandige Schichten in einer Tiefe von 25 bis 30 m bilden einen ertragreiche Aquifer für Grundwasserförderung. Der oberste Grundwasserleiter befindet sich in einer Tiefe von 2 bis 6 m.

Hydrologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mündung des Barkhoffbachs in den Dinklager Mühlenbach unmittelbar vor der Unterquerung der A 1 in Langwege

In Ost-West-Richtung fließen in der Nähe des Ortskerns von Dinklage mehrere Oberflächengewässer von rechts auf den Dinklager Mühlenbach[2] zu, und zwar (von Süden nach Norden) der Trenkampsbach,[3] die Dinkel[4] und der Hopener Mühlenbach.[5] Der Dinklager Mühlenbach ergießt sich in nördlicher Richtung bis zur Stadtgrenze Dinklages, wo er sich mit dem ebenfalls aus Richtung Osten kommenden Grenzbach Aue[6] zur Lager Hase vereinigt und gemeinsam mit dieser sein Wasser über die Hase und die Ems an die Nordsee abgibt. Von links fließt auf den Dinklager Mühlenbach der Bünner Bach zu.

Der Handorfer Mühlenbach[7] mündet, aus Richtung Südosten von der Dinklager Bauerschaft Langwege kommend, in den Bünne-Wehdeler Grenzkanal, der Dinklage und damit den Landkreis Vechta im Westen begrenzt. Dieser Kanal fließt nördlich von Quakenbrück in den Essener Kanal, einen Flussarm des Hase-Binnendeltas, der sich westlich von Essen (Oldenburg) mit der Lager Hase vereinigt.

Topografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gesamte Gebiet der Stadt Dinklage ist sehr flach, leicht abfallend von Südosten Richtung Nordwesten. Die höchste Erhebung (32 m ü. NN) befindet sich in der Nähe der südlichen Stadtgrenze in der Bauerschaft Langwege, in der Nähe der Bundesautobahn 1 und der Bundesstraße 214. Der niedrigste Punkte (24,8 m ü. NN) befindet sich im nordwestlichen Stadtgebiet in der Wulfenauer Mark. Der bebaute Stadtkern liegt etwa 26–28 m ü. NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortseingang Schwege

Die Stadt Dinklage umfasst einen geschlossenen Stadtkern (einschließlich der Stadtteile Wiek und Hörst), in dem etwa 85 Prozent der Bevölkerung wohnen, sowie sechs Bauerschaften : Bahlen, Bünne, Höne, Langwege, Schwege und Wulfenau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

* Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung bis zum Ortszentrum.

Quakenbrück (11 km) Essen (Oldb) (14 km) Bakum (10 km)
Badbergen (10 km) Windrose klein.svg Lohne (7 km)
Gehrde (14 km) Holdorf (8 km) Steinfeld (10 km)

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Dinklage 8,5–9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag.[8] Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

Monatliche Durchschnittsniederschläge für Dinklage
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Niederschlag (mm) 61,4 41,9 51,9 49,5 62,0 71,5 64,7 65,0 51,3 52,9 61,6 66,1 Σ 699,8
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61,4
41,9
51,9
49,5
62,0
71,5
64,7
65,0
51,3
52,9
61,6
66,1
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: www.dwd.de[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 980 wurde von den Gaugrafen von Calvelage (heute Brockdorf) eine Burg in Dinklage erbaut, die Ferdinandsburg. Sie war Wohnsitz der Gaugrafen Bernhard I (um 980), Hermann I (um 1020) Bernard II (um 1051) und Hermann II (um 1075) im damaligen Dersagau.

Dinklage wurde im Jahre 1231 erstmals urkundlich erwähnt (Thinclage, später Dynclage, ab 1270 Dinklage). 1231 kam die Burg in den Besitz der Familie des Johan von Dinklage, einem ehemaligen Verwalter im Dienst des früheren Gaugrafen.

Der Ortsname – besonders seine Endung (lage) – lässt auf eine Rodungssiedlung des 11. bis 12. Jahrhunderts, möglicherweise mit einer Gerichtsstätte (Thinc, Thing, Ding), schließen. Die Eigentümer des Grundes und Landes waren die Herren von Dincklage. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Dinklage auch ein eigenes Kirchspiel, zuvor gehörte es zum Kirchspiel Lohne.

Als die Herren von Dinklage um 1372 versuchten, eine eigenständige Herrschaft aufzubauen, wurden sie unter großen Anstrengungen des Bischofs von Münster, Florenz von Wevelinghoven, niedergerungen. Die bei der Belagerung zerstörte Burg (Ferdinandsburg) wurde bereits um 1400 durch vier neue Burgen an anderer Stelle ersetzt, von denen heute allerdings nur noch die Dietrichsburg in einem späteren Baustil erhalten ist. Die Burg ging 1588 in Privatbesitz der Familie Ledebur über. An die Johannsburg, die Herbordsburg (bis 1677) und die Hugoburg (bis 1840) erinnern nur noch die ehemalige Rentei und die Burgkapelle. Die erste Kirche wurde am 4. Juni 1349 eingeweiht. Dadurch wird die Pfarrei Dinklage von der Mutterpfarrei Lohne getrennt. Wolterus wird der erste Pfarrer in Dinklage. Die Pest wütete 1360 in Dinklage und der Region. Die Raubritterburg, Ferdinandsburg, wurde nach 15-wöchiger Belagerung erstürmt und am 17. September 1374 zerstört. 20 Jahre nach dem ersten Ausbruch der Pest kam sie 1380 noch einmal nach Dinklage, sowie in die Region, zurück. Die Vechtaer Amtleute fielen in die Kirchspiele Gehrde und Badbergen ein. Als sofortige Gegenreaktion gab es ab sofort Plünderungen in Dinklage. Eine große Pestepidemie wurde 1505 von Bremen eingeschleppt und hielt Jahre an.

Von der Reformation bis Ende des Dreißigjährigen Kriegs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann von Dinklage unterstützte im Jahre 1543 die Reformation von Martin Luther. Als Folge wurde Dinklage protestantisch. Eine große Missernte in der Region, verbunden in der Folgezeit mit einer Hungersnot, wurde 1556 ausgelöst. 1575 gab es einen Großbrand. Erneut brach die Pest 1557 in Dinklage und in der Region 1577 aus. 1613 war der Beginn der Gegenreformation der Großteil der Bevölkerung wurde wieder katholisch. Die Gegenreformation wurde von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung abgelehnt und fand nur zögernd statt.

Mansfeld kommt 1622 mit marodierende Truppen aus Ostfriesland in der Gegend an. Vom Herbst 1623 bis zum Frühjahr 1630 war Dinklage durch fremde Truppen besetzt. Tilly von Altenoythe vernichtete 1623 die Truppen von Mansfeld. 1630 berichtet der Generalvikar Nikolatius während seiner Inspektionsreise, dass der Zustand der Dinklager Kirche nach Abzug der Truppen sehr schlecht war. Kircheninsignien waren von den Kriegshorden gestohlen worden, die Böden der Kirchen waren zerstört, so dass die Kirche eher einer Scheune oder einem Stall glich. Die Tabernakel, einer war mit Lehm befestigt, standen weit offen. Über dem Altar hingen die Waffen der Herren von Dinklage, statt Heiligenbilder. Schweine weideten auf dem Kirchhof, und Skelett-Knochen lagen überall herum. Aufgrund der Kriegsumstände und des Verhaltens der Herren von Dinklage konnte die Kirche nicht repariert werden. Im Jahre 1641 schickte der Bischof von Münster den Vertrauten Heinrich von Galen nach Dinklage, der den Titel Drost von Vechta erhielt. Die Lateinschule wurde 1652 erstmals urkundlich erwähnt. Die schwedischen Truppen verließen als letzte Hinterlassenschaft des Dreißigjährigen Krieges das Amt Vechta. Einige Jahre (1655) nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche unter Regie der Grafen von Galen restauriert.

1667 brach die Pest erneut aus.

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Familie von Galen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clemens August Graf von Galen

1667 erwarb Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen die Dinklager Güter der verarmten Herren von Dinklage für seinen Bruder Heinrich von Galen, den Drosten von Vechta. Die Familie von Galen verlegte ihren Familiensitz in die Dietrichsburg. Die Herbordsburg wurde als Warenlager verwendet, während die Hugoburg aus einem Lagerraum, einen Gerichtsraum und zwei Verliese bestand. Im Jahre 1677 wird Dinklage und die Bauernschaft von Brockdorf vereint aus der das freie Territorium „Herrlichkeit“ entsteht, mit eigenem Gerichtsstand und eigener Verwaltung.

Der Ankauf eines adeligen Gutes erlaubte es der Familie von Galen, gleichberechtigt neben den einheimischen Adelsfamilien aufzutreten. 1671 wurden alle von Galenschen Besitzungen im Amt Vechta als Fideikommiss zusammengefasst; das bedeutete, dass diese Güter unveräußerlich und unteilbar in der Hand der Familie (des jeweiligen Familienoberhauptes) blieben. 1677 übertrug Christoph Bernhard von Galen die Rechte der von Galen in Enniger auf das Kirchspiel Dinklage mit dem Dorf Brockdorf und auf Esterwegen im Hümmling. Es entstand die so benannte Herrlichkeit Dinklage.

Innerhalb von wenigen Jahrzehnten war aus der langsam zerbröckelnden Herrschaft der Familie von Dinklage eine geschlossene Herrlichkeit unter den eigentlich ortsfremden von Galen geworden. Bestimmende Kraft bei diesem Umschwung war der starke münstersche Fürstbischof und Landesherr Christoph Bernhard von Galen. 1671 kamen Wulfenau und Teile des heutigen Bünne zum Kirchspiel. Unter ihm konnte sich seine Familie im münsterschen Niederstift festsetzen und eine starke Position einnehmen: Bis zum Ende der münsterschen Herrschaft im Jahre 1803 blieben die Reichsfreiherren (seit 1665) gleichzeitig Drosten des Amtes Vechta, noch Jahre darüber hinaus hielten sie die Sonderstellung in ihrer Herrlichkeit.

Dinklage ist die Geburtsstätte des Bischofs von Münster und Kardinals Clemens August Graf von Galen (Löwe von Münster). Die Wasserburg, in der er 1878 geboren wurde, ist seit 1949, als sein Neffe Christoph Bernhard Graf von Galen (1907–2002) sie dem Orden der Benediktinerinnen schenkte, das Kloster Burg Dinklage.

Herrlichkeit Dinklage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1677 entsteht auf dem Gebiet der heutigen Stadt Dinklage und dem benachbarten Dorf Brockdorf ein kleinstaatähnliches Gebilde, die so genannte Herrlichkeit Dinklage. Die Familie von Galen hatte in ihrer Herrlichkeit die Verwaltungshoheit und auch die Rechtsprechung inne; alle Steuern, Strafgelder und sonstigen Einnahmen verfielen der herrschaftlichen Kasse. Von einem wirklichen Kleinstaat trennte Dinklage die Lehnsbindung an das Fürstbistum Münster. Die Dinklage Kirche wurde 1720 erweitert. Der Ausbau war 1727 abgeschlossen. Am 17. März 1826 setzten Matthias Graf von Galen und der Oldenburgische Regierungsrat Carl Friedrich Ferdinand Suden Unterschrift und Siegel unter ein Vertragswerk, das für Dinklage das Ende der Herrlichkeit bedeutete.

Beginn der Oldenburger Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der französische Kaiser Napoleon Bonaparte die linksrheinischen deutschen Gebiete besetzt und annektiert hatte, suchten die weltlichen deutschen Fürsten einen Ausgleich für die ihnen verloren gegangenen Landesteile. Sie fanden ihn in den geistlichen Fürstentümern des alten Reiches, die im Regensburger Reichsdeputationshauptschluss 1803 aufgelöst und aufgeteilt wurden. Die Ämter Cloppenburg und Vechta – mit Dinklage – des Fürstbistums Münster wurden dem Herzog von Oldenburg zugesprochen.

Franzosenzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1810 besetzten Napoleons Truppen das Herzogtum Oldenburg und somit auch Dinklage. Die Leibeigenschaft wurde am 9. Dezember 1811 von der französischen Regierung aufgelöst, wird zunächst vom Herzog von Oldenburg rückgängig gemacht, später wurde sie endgültig aufgelöst. Ein Jahr später wurde es dem französischen Kaiserreich einverleibt. Dinklage gehörte ab sofort zu dem Departement der Oberen Ems und zum Arrondissement Quakenbrück. Es bildete zusammen mit den Kirchspielen Lohne und Steinfeld den Kanton Dinklage mit Sitz in Dinklage. Der ehemalige Kirchspielvogt wurde zum Bürgermeister (Maire) des Ortes. Für alle Einwohner galten nun die französischen Gesetze. Wie weit sie allerdings in Wirklichkeit durchgedrungen sind, lässt sich nur schwer beurteilen. Zumindest im Hinblick auf die Steuern und Abgaben scheinen die Franzosen sich rigoros durchgesetzt haben (siehe Beiträge zur Geschichte der Herrlichkeit Dinklage, von Vikar Hörstmann).

Neu und bedrückend war auch die Verpflichtung junger Männer zum Kriegsdienst. Manche Dinklager haben damals ihr Leben in den Kriegen des französischen Kaisers lassen müssen. Bereits im April 1811 mussten Bürger aus dem Kanton Dinklage bei den Truppen von Napoleon Militärdienst leisten. Er forderte Matrosen für seine Kriegsschiffe an. Am 7. Mai 1811 verlassen 25 junge Leute Lohne und reisten über Quakenbrück nach Antwerpen und dann nach Toulon, wo sie als Matrosen auf dem Admiralsschiff Commerce de Paris dienten. Die französische Armee forderte auch Soldaten an. Am 28. August 1811 stellte der Arrondissement Quakenbrück ein Kontingent von 303 Mann, darunter 30 Personen aus dem Kanton Dinklage.

Im Juni 1812 zog Napoleon in Richtung Russland mit der größten Armee in der Geschichte. Viele Männer versuchten zu flüchten. Deserteure wurden rücksichtslos bestraft. Diejenigen, die Deserteuren geholfen hatten, wurden für bis zu sechs Monate ins Gefängnis gesteckt.

Anton Tapehorn versteckte sich zusammen mit dem Landwirt Hugo Westendorf in Bünne, um sich dem Militärdienst zu entziehen. 1813 war die Franzosenzeit beendet. Gegen Ende des Jahres 1813 kehrte der Oldenburger Herzog zurück.[10] Die Zeit der Hörigkeit endete in Dinklage um 1850. Die Bauern konnten ihre Höfe gegen Geldbeträge vom Grundherren freikaufen. Die katholischen Bücherei Dinklage wird 1852 eröffnet.

Auswanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insbesondere im 19. Jahrhundert kam es zu einer Landflucht aufgrund großer Armut in den bäuerlichen Schichten der Tagelöhner und Heuerleute. Als Folge wanderten viele Dinklager nach Nordamerika aus. Dort siedelten sie sich insbesondere in den Bundesstaaten Ohio, Kansas, Michigan, Wisconsin und Illinois an.

Nach dem Ersten Weltkrieg wanderten auch einige Dinklager nach Brasilien, und dort insbesondere in die südlichen Bundesstaaten (Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Parana, Santa Catarina) aus.

Noch heute bestehen daher intensive Beziehungen von Dinklage nach Nord- und Südamerika.

Erster Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Dinklager Gemeinderat nahm seine Arbeit am 1. Mai 1856 auf. Ratsmitglieder waren Zeller Renze zu Bahlen, Zeller Többe-Schwegmann zu Schwege, Zeller Klöcker zu Langwege, Kötter Brunkenkel bei Dinklage, Wirt Hörstmann zu Dinklage, Zeller Diers-Bünnemeyer in Bünne, Zeller Böckmann bei Dinklage, Kötter kleine Sextro zu Langwege, Zeller Schulte zu Schwege, Zeller Hörstmann zu Schwege, Zeller Meyer zu Höne, Zeller gr. Bornorst in Bahlen, Kötter Niemann zu Höne, Zeller Hugo in Bünne, Apotheker Keppel aus Dinklage.

Der bisherige Gemeindevorsteher Johann Ostendorf wurde in seinem Amt bestätigt.

Industrielle Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die industrielle Entwicklung des Ortes setzte im 19. Jahrhundert ein. 1837 gab es in Dinklage vier Schnapsbrennereien, acht Brauereien, acht Ölmühlen, eine Tabakfabrik, eine Kerzenfabrik und drei Getreidemühlen. Es muss sich hierbei um kleine Familienbetriebe gehandelt haben. Die „Private Rektoratsschule“ (später Höhere Bürgerschule (1936) und Mittelschule (1940)), heutige Realschule, wird 1868 gegründet. Durch August Hannemann, von Münster, wurde 1868 der Bau der jetzigen katholischen Kirche „St. Catharina“ begonnen. Die Kirche wurde drei Jahre später fertiggestellt und 1884 eingeweiht. Dinklage erhielt 1904 einen Eisenbahnschluss an die Kleinbahn Lohne–Dinklage. Der Sportverein Turnverein Dinklage wurde 1904 gegründet. Der Arbeiter- und Soldatenrates wurde am 17. November 1918 gegründet, die erste freie Gemeinderatswahl fand am 16. April 1919 statt.

Pioniere der Industrialisierung im 19. Jahrhundert waren die Firmen van der Wal (Textilindustrie, bis 1978) und Holthaus (später Wehrhahn, Maschinenbau, Gründung 1850, bis 1976).

Nationalsozialistische Herrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schützenverein „St. Hubertus“ Langwege" wurde 1930 gegründet. Bei den letzten halbwegs freien Wahlen erhielt die NSDAP in Dinklage nur knapp 6 Prozent der Stimmen. Dennoch wuchs nach der Machtübernahme auch im Oldenburger Münsterland und somit auch in Dinklage die Zahl der Mitglieder und Sympathisanten der NSDAP. Viele Menschen ließen sich durch Hitlers Maßnahmen zur Verringerung der Arbeitslosigkeit und der Landwirtschaftskrise beeindrucken. Zustimmung fand auch Hitlers vermeintliche kirchenfreundliche Haltung beim Abschluss des Reichskonkordats mit dem Heiligen Stuhl am 20. Juli 1933 und sein anfängliches Bekenntnis zum positiven Christentum. Doch schon bald zeigte sich der antireligiöse Charakter der nationalsozialistischen Weltanschauung, der auf den Widerstand der zu ihrer Kirche stehenden großen Mehrheit der Bevölkerung stieß.

Die politische Vertretung – die Zentrumspartei – wurde schon bald von den Machthabern ausgeschaltet, dafür nahm aber dann die katholische Kirche, vertreten durch den Offizial in Vechta und durch den aus Dinklage stammenden Bischof von Münster – Clemens August Graf von Galen – eine Mittlerrolle ein. Ein gewisser innerer Widerstand, bekundete sich öffentlich zum Beispiel im Kreuzkampf von 1936 und ließ die Nationalsozialisten fast verzweifeln. Die NSDAP setzte zum Beispiel 1938 einen Parteigenossen aus Nordoldenburg als neuen Bürgermeister ein, weil ihr die eigenen Landsleute in Südoldenburg und die Bevölkerung allgemein als zu unsicher galten.

Dinklage wurde während des Zweiten Weltkrieges nur wenig zerstört. Es fanden keine Kämpfe in Dinklage statt. Lediglich einige Häuser im Ortskern wurden durch Raketenbeschuss durch die von Westen (Badbergen) heranrückenden britischen Truppen zerstört. Ein Flugzeug der US-Armee stürzte über den Burgwald ab. Der Ort ergab sich widerstandslos.

Unklar ist, ob vor oder während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Dinklage Juden lebten oder ob es während der nationalsozialistischen Herrschaft zu Judendeportationen kam. 1945 wurde Dinklage von britischen Truppen von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn im Zweiten Weltkrieg in Dinklage kaum Wohnraum zerstört wurde, herrschte in der Nachkriegszeit auch dort starker Wohnraummangel. Der Bischof Clemens August Graf von Galen wurde am 18. Februar 1946 zum Kardinal geweiht, er verstarb am 19. März 1946. Flüchtlinge insbesondere aus Schlesien aber auch aus Ostpreußen und Pommern mussten aufgenommen werden. Zeitweise betrug der Anteil der Flüchtlinge an der Gesamtbevölkerung der Gemeinde um die 30 Prozent. In den 1950er Jahren wurden daher viele neue Häuser und Wohnungen errichtet. Viele Kriegsflüchtlinge wurden in Dinklage ansässig. Viele von ihnen oder ihre Nachfahren leben noch heute in Dinklage. Straßennamen wie Königsberger Straße, Glatzer Straße oder Breslauer Straße erinnern noch heute daran.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit etwa 1990 erlebt Dinklage einen kräftigen Zuwachs der Bevölkerung. Dinklage wurde am 16. September 1995 die Bezeichnung „Stadt“ verliehen. In den letzten Jahren fand eine umfassende Innenstadtsanierung statt. Heinrich Moormann wurde 2001 erster hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Dinklage. Im August 2002 baute die DB die Anschlussweiche in Lohne aus. Am 15. Dezember 2003 beschloss der Rat der Stadt Dinklage, den Kleinbahnbetrieb aufzulösen. Der Kardinal Clemens August Graf von Galen wird 2005 in Rom seliggesprochen. Frank Bittner ist seit 2014 neuer hauptamtlicher Bürgermeister.

Geschichte Dinklager Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Dinklage umfasst heute einen geschlossenen Stadtkern (einschließlich der Stadtteile Wiek und Hörst), in dem etwa 85 Prozent der Bevölkerung wohnen, sowie sechs Bauerschaften: Bahlen, Bünne, Höne, Langwege, Schwege und Wulfenau.

1939 gliederte sich Der Ort Dinklage in folgende Ortsteile: Auf der Hörst (heute Teil des Ortskerns), Bahlen, Bünne, Burg Dinklage (Gut), Dinklage, Freienschwege (heute Teil von Schwege), Höne, Landeskrone (heute Teil von Bünne), Langwege, Ostendorf (heute Teil von Schwege), Schwege, Vossdiek (heute Teil von Langwege), Wulfenau.

Bünne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der älteste Ortsteil von Dinklage ist die westlich vom Ortskern gelegene Bauerschaft Bünne. Sie wurde 872 erstmals urkundlich erwähnt (Bunni).

Am 17. Oktober 872 beurkundete Graf Walbert die Stiftung des St.-Alexander-Klosters in Wildeshausen. Er behielt sich und seiner Familie das Patronat vor. Die Stiftung war unter anderem ausgestattet mit Gütern in Holtrup, Holzhausen, Farnthorpe, Ertithorpe, Ebersheide, Sage, Hanstedt, Düngstrup, Lutten, Hollwedel, Bergfeine und Bunne.[11] Damit war die Ortschaft Bünne erstmals urkundlich erwähnt.

Die Verbindung zu Wildeshausen riss später ab. Am 3. April 1280 verkauften Propst Dietrich, Dekan Johannes und das ganze Kapitel in Wildeshausen unter anderem Güter in Bünne, Gemeinde Dinklage.

Man darf eine lange Tradition überall dort vermuten, wo sich – wie in Bünne – ein Meierhof befindet oder befand. Die Mehrzahl der Meierhöfe wurde bereits zur Zeit Karls des Großen um 800 angelegt. Sie waren mit fränkischen Beamten, die Meier genannt wurden, besetzt. Sie hatten ursprünglich vorwiegend militärische Berufspflichten und sollten für Ruhe und Ordnung sorgen. Die Bewohner der Meierhöfe hatten eine besondere Stellung. So wurden sie auch häufig als Zeugen von öffentlichen Beurkundungen angeführt. Dabei setzten sie ihren Vornamen in der Regel den Namen des Ortes, in dem ihr Meierhof gelegen war, hinzu. Man kann davon ausgehen, dass es sich bei den Personen, die in alten Urkunden mit dem Zusatz de (von) Bunne erwähnt sind, um die Besitzer oder Mitbewohner des Meierhofes in Bünne handelte. Feste Familiennamen entwickelten sich erst in späterer Zeit.

Für Bünne wurden genannt: 1224 und 1235 Ludolf de Bunne, 1229 Ortgisus de Bunne, 1242 Wernerus de Bunne, 1254 und 1259 Wolterus de Bunne, 1300 Manna und Arnoldus de Bunne.

So wird es in einer Urkunde vom 27. September 1350 als Bunne in parochia Dinglaghe aufgeführt. Nach der Reformation war es konfessionell gemischt. 1682 gab es dort 94 Protestanten. Bis 1671 gehörte es zur Hälfte zur Kirchengemeinde Badbergen. Der westliche Teil der heutigen Bauerschaft kam 1671 zum Kirchspiel Dinklage.

Bünne ist in späteren Jahrhunderten von den Wirren der Reformation und dem Schicksal einer Grenzgemeinde nicht verschont geblieben. Es gehörte seit jeher, mit Ausnahme des westlichen Teils, zu Dinklage.

1703 klagte der Dechant Ribbers in Dinklage, dass die Bauerschaft Wulfenau und die Hälfte der Bauerschaft Bünne die früher badbergisch-osnabrückisch waren und jetzt münsterisch seien, in der Kirche keinen Platz fänden, und deshalb gezwungen seien, fortzubleiben und zur lutherischen Kirche in Badbergen zu gehen, wo sie Plätze hätten.

Am 4. Juli 1925 belehnte Bischof Friedrich von Münster Johann von Bockraden mit dem halben Meierhof in Bünne. Es dürfte kein Zweifel bestehen, dass die Höfe Arns-Bünnemeier und Diers-Bünnemeier den ursprünglichen Meierhof in Bünne gebildet haben. Beide Höfe waren nach der Teilung noch Vollerbenstellen.

Schwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Schwege, südwestlich vom Ortskern gelegen, wurde 1160 erstmals urkundlich erwähnt (Svege). Der Name Svege verweist auf Weide- und Hofplätze für Vieh (Rinder). 1985 fanden umfassende Feierlichkeiten zum 825-jährigen Bestehen der Ortschaft statt, und im Jahre 2010 die Feierlichkeiten zum 850-jährigen Bestehen.

Ein kleiner Teil der Ortschaft wurde früher Ostendorf oder Ossendörpe genannt, mit den früheren Hofstellen Rolf-Ostendorf und Schulte-Ostendorf. Die Hofstelle Schulte-Ostendorf (heute Schulte) existiert noch heute.

1652, kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, hatte Schwege etwa 120 Einwohner, 1721 waren es 296, 1837 waren 443, und 1905 waren es 359. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1950) waren in Schwege 408 einheimische Einwohner sowie 215 Ostvertriebene ansässig.

Langwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Langwege, südlich vom Ortskern gelegen, wird erstmals 1402 (Lancwede) urkundlich erwähnt. Im Jahre 2002 fanden umfassende Feierlichkeiten zum 600-jährigen Bestehen der Bauerschaft statt.

Wulfenau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wulfenau, nordwestlich vom Ortskern gelegen, wurde im Jahre 1390 als Wuluenowe erstmals erwähnt (Wolfswiese). Wulfenau gehörte vor dem Dreißigjährigen Krieg zum Kirchspiel Badbergen. 1671 kam Wulfenau (zusammen mit dem westlichen Teil von Bünne) zum Kirchspiel Dinklage.

Bahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauerschaft Bahlen, nördlich vom Ortskern gelegen, trägt ihren Namen erst seit dem 19. Jahrhundert. Zuvor hieß es Bahlingen und davor Bollingen, oder einfach Bollen, das ist eine flache Erhebung in der Landschaft. Um 1500 gab es hier etwa 15 Hofstellen.

Höne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Namen hoene veld, dem hohen Feld soll der Name Höne zu tun haben, der demnach eine Erhöhung in sonst feuchten Niederungen bezeichnet. Höne liegt nordwestlich des Ortskerns,

Wiek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordöstlicher Teil des Dinklager Ortskerns.

Hörst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlicher Teil des Ortskerns. Die Hörst gehört zu den ältesten Siedlungsteilen des Ortskerns. Der Bereich, dem Namen nach eine mit Wald bestandenen Bodenerhebung, gehörte früher direkt zur Burg. Hier lagen eigenhörige der Dinklage Herren, stand noch bis ins 19. Jahrhundert das Amtshaus der von Galen und wohnten die Bediensteten der Burg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung Dinklage 1968–2005

Am Anfang des 20. Jahrhunderts (1905) zählte die Gemeinde Dinklage 4223 Einwohner. Vor dem Zweiten Weltkrieg (1939) hatte der Ort 5200 Einwohner.

Seit etwa 1990 erlebt Dinklage einen kräftigen Zuwachs der Bevölkerung. Derzeit leben über 13.459 Menschen in der Stadt. Die Grafik hier, basierend auf den Daten des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik, belegt einen deutlichen Anstieg der Bevölkerung in der Zeit von ungefähr 1995 bis 2000 in der jungen Stadt am Burgwald, wie sie sich selber nennt.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konfession Anteil in der Bevölkerung
Römisch Katholisch 67,36 %
Evangelisch 18,11 %
verschiedene Religionsgemeinschaften oder religionslos 14,53 %
(Stand: 30. Juni 2012)[12]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Kirchengemeinde Dinklage
  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Dinklage
  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wulfenau

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2016
Wahlbeteiligung: 56,62 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,70 %
20,8 %
19,4 %
4,1 %
BFD
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-3,47 %p
-4,93 %p
+8,87 %p
-0,45 %p
BFD

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Stadt Dinklage besteht aus 24 Ratsfrauen und Ratsherren. Die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 Einwohnern beträgt normalerweise 30 Ratsmitglieder.[13] Auf Beschluss des Stadtrates wurde diese Zahl um sechs reduziert. Die 24 Personen werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Stadtrat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Frank Bittner (parteilos).

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[14]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Dinklage ist Frank Bittner (parteilos). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde er mit 69,7 % der Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat, der bisherige Amtsinhaber Heinrich Moormann (parteilos), erhielt 30,3 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,6 %.[15] Bittner trat seine Amtszeit am 1. November 2014 an.

Gemeindevorsteher vor 1945
  • Johann Ostendorf (um 1855)
  • Rudolf Ostendorf (1890–1922(?))
  • Franz Diekmann (1922–1938)
  • Anton Geltjen (1938–1945, von der NSDAP eingesetzt)
Bürgermeister seit 1945
  • Julius Mäckel (1945–1946)
  • Ludwig Middendorf (1946–1948)
  • Georg Meyer (1948–1952)
  • Josef Haverkamp (1952–1956)
  • Josef Hachmöller (1956–1964)
  • Heinrich Hoymann (1964–1968)
  • Heinrich Kollbeck (1968)
  • Gerhard Peuker (1968–1981)
  • Josef Kathe (1981–2001)
  • Heinrich Moormann (2001–2014)
  • Frank Bittner (seit November 2014)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinklage coat of arms.png

Beschreibung: In Gold eine rote Wolfsangel begleitet rechts vom roten Andreaskreuz und links von einer roten Rose mit goldenem Butzen.

Von den Herren von Dinklage wurden der Schragen und die Rose, von der Familie von Galen die rote Wolfsangel als Motive für das Wappen der Stadt Dinklage übernommen. „Die Vereinigung dieser wesentlichen Motive aus den Wappen der bedeutendsten Familien der Stadt ist ein heraldisch wirkungsvoller Ausdruck der Stadtgeschichte.“[16]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinklage pflegt seit 1986 eine enge Partnerschaft zur französischen Gemeinde Épouville in der Normandie.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neben der Schweger Mühle unterhält der Heimatverein „Herrlichkeit Dinklage“ eine Ausstellungsscheune mit der Dauerausstellung „Vom Korn zum Brot“, eine wechselnde Sonderausstellung und einen Getreidepfad.[17]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Dinklage (Dietrichsburg) ist die größte Wasserburg im Oldenburgischen Münsterland. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut. 1588 geht die Dietrichsburg durch Erbschaft in den Besitz der Familie von Ledebur über. 1641 pachtet Heinrich von Galen, Drost des Amtes zu Vechta, das Erbe der Familie von Ledebur und nimmt Wohnung auf der Dietrichsburg. 1663, anlässlich eines Erbrechtsstreites in der Familie von Ledebur, gibt der Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, das Dinklager Anwesen seinem Bruder Heinrich, dem Pächter, in Zwangsverwaltung. Die Familie von Ledebur klagt dagegen vor Gericht. Erst 1801 kommt es zwischen den Erben der Familie von Ledebur und Clemens August Freiherrn von Galen (der 1803 in den Grafenstand erhoben wird) zu einer gütlichen Einigung. 1941 stellt Graf Christoph Bernhard die Burg Dinklage den Benediktinerinnen von Vinnenberg als Zuflucht zur Verfügung, 1945 kehren sie nach Vinnenberg zurück. Seit 1946 lebt eine Gruppe von Benediktinerinnen aus dem Priorat St. Gertrud in Alexanderdorf auf der Burg, welche ab 1949 ihr Eigentum wird.

Die Burgkapelle wurde 1844 erbaut und liegt unweit der Burg Dinklage („Dietrichsburg“). In der Burgkapelle Dinklage liegen viele Mitglieder der Familie von Galen begraben. Hier befand sich bis 1840 die Hugoburg.

Die ehemalige Rentei liegt unweit der Burg Dinklage („Dietrichsburg“). Hier befand sich bis 1677 die Herbordsburg.

Die Schweger Mühle (auch Bäukens Möhln oder Holländer Galeriemühle genannt) wurde 1848 erbaut. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde im Dinklager Raum eine weitere Mühle benötigt; es gab nur die gräfliche Wassermühle bei der Burg und die Holthausmühle für Höne und Bahlen, die noch in Betrieb waren. Die Bauern mussten oft lange warten, bis ihr Getreide in der Mühle gemahlen werden konnte. Daher entschloss sich 1848 Bauer Franz Heinrich große Böckmann, in der Wiek bei Dinklage, eine neue Windmühle zu bauen. Er besaß einen Hof nahe der Burg (heute noch heißt der kleine Wald am Burgwaldeingang Bäukens Busk). Auf diesem Grundstück erlaubte der Graf aber keinen Mühlenneubau. Dafür waren zwei Gründe entscheidend: Erstens die große Nähe zur gräflichen Wassermühle und zweitens waren die Windverhältnisse unmittelbar am Wald sicher nicht die günstigsten zum Betrieb einer Windmühle. Franz große Böckmann tat sich daher mit Bauer Clemens August Schulte-Ostendorf in Schwege zusammen; gemeinsam errichteten sie die Windmühle in Schwege (Ostendorf) auf dem Grundstück von Schulte neben seinen Heuerhäusern, wo gute Windverhältnisse erwartet wurden und sie für die Kundschaft günstig stand. Da die Bauern an einer baldigen Fertigstellung und Inbetriebnahme der Mühle interessiert waren, leisteten sie Gespannhilfe beim Heranschaffen des Baumaterials. Seit 2008 ist die Schweger Mühle eine Station der Niedersächsischen Mühlenstraße[18]

Die Villa Holthaus ist eine 1918 erbaute Fabrikantenvilla. Diese Gründerzeit-Villa wurde bis in die 1970er Jahre von den Firmen Holthaus und Wehrhahn als Verwaltungsgebäude genutzt.

Das Rathaus der Stadt Dinklage (ehemals Villa Dr. Meyer) gilt als schönstes Rathaus im Oldenburger Münsterland.

Die Katholische Kirche St. Catharina wurde 1878 erbaut. Mit 72 m ist der Turm der Kirche der höchste Kirchenbau im Oldenburger Münsterland. Hier wurde im Jahre 1878 Clemens August Graf von Galen, der spätere Bischof von Münster und Kardinal, getauft.

Der alte Bahnhof wurde 1907 erbaut. Nach Fertigstellung der Bahnstrecke Lohne-Dinklage wurde das repräsentative Bahnhofsgebäude errichtet. Heute dient es als Heimatmuseum.

Landschaftlich interessante Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchenallee in der Nähe der Burg Dinklage
Damwild im Wildgehege des Burgwalds Dinklage

Das Umland der Stadt Dinklage bietet eine Vielzahl landschaftlich interessanter Gebiete. Hierzu zählen:

  • das Burgwaldgelände als großes zusammenhängendes Waldgebiet,
  • die Wulfenauer Heide,
  • die Höner Heide,
  • das Landschaftsschutzgebiet Bockhorster Moor,
  • der Bünner Wohld.

Parks und Grünanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgerpark
  • Tiergarten im Burgwald

Tourismus-Routen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinklage liegt an der 142 km langen Ferienstraße namens Artland-Route, an der Boxenstopp-Route[19] und an der Niedersächsischen Mühlenstraße.[20]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Sportverein ist der Turnverein Dinklage (TV Dinklage), welcher im Jahre 1904 gegründet wurde. Dazu ist der TV Dinklage der größte Sportverein im Oldenburger Münsterland mit über 4700 Mitgliedern.[21] Daneben gibt es einen Tennisclub, einen Ponyclub, einen Reiterverein und den Sportverein Integrative Rollstuhl Sportgemeinschaft Dinklage e. V..

Mehrere Sportplätze und Sporthallen, eine Squashhalle, mehrere Reithallen und Reitplätze sowie ein Schießstand für Sportschützen und eine Anlage für Bogenschützen stehen den Sportlern zur Verfügung. Outdoor-Sport wie beispielsweise Jogging und Walking ist außerdem im ausgedehnten Burgwaldgelände möglich.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Januar: Bobrennen des WSC Ritzer
  • Langweger Schützenfest (Pfingsten)
  • Sommerkirmes Dinklage (Erster Sonntag im Juli)
  • Dinklager Schützenfest (Vierter Sonntag im Juli)
  • Anfang August: Internationale Zwei-Tage-Wanderung
  • Dinklager Fettmarkt (Dritter Sonntag im Oktober)
  • Dinklager Kultursommer
  • Dinklager Rassekaninchenschau

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silos des Bröring-Mischfutterwerks
Produktions- und Lagerhalle der Kunststoff-Firma RPC Bramlage am Hopener Mühlenbach

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus wirtschaftlicher Sicht wird der Großraum Dinklage / Kreis Vechta stark durch die Landwirtschaft geprägt. Besonders die Schweine- und Geflügelzucht sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Neben der landwirtschaftlichen Veredlungswirtschaft wie Futtermittelbetriebe und Stallausrüstungsunternehmen zeichnet sich die Unternehmensstruktur der Stadt Dinklage durch Branchenvielfalt und der Orientierung zur Dienstleistung aus. Im Raum Dinklage sind Unternehmen aus den Branchen Feinkost, Lebensmittel, Tierarzneimittel, Kunststoffe, Maschinenbau, Werkzeugbau, Metallbau, Kunststoffrecycling, Möbel, Torfprodukte, landwirtschaftliche Geräte und Ziegeleiprodukte angesiedelt. Zudem sind viele Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen in der Stadt und in der Umgebung ansässig.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fünf Kindergärten (incl. 1 Kindergarten mit Integrationsgruppen für körperbehinderte Kinder)
  • Zwei Grundschulen (Kardinal-von-Galen-Schule; Grundschule Höner Mark)
  • Förderschule (Kardinal-von-Galen-Haus: Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung mit angeschlossenem Internat, Träger: Josefs-Gesellschaft)
  • Oberschule (teilgebundene Ganztagsschule, die alle drei Schulformen vereint. Gymnasialzweig bis zur 10. Klasse)
  • Musikschule (Musikschule Romberg)
  • Volkshochschule (Clemens August Werk)

Allgemeinbildende und Fachgymnasien befinden sich in den Nachbarstädten Lohne (Gymnasium Lohne; Wirtschaftsgymnasium Lohne, Technisches Gymnasium Lohne), Quakenbrück (Artland-Gymnasium Quakenbrück) und Vechta (Gymnasium Antonianum Vechta, Liebfrauenschule, Kolleg St. Thomas). Berufsschulen befinden sich in Vechta, Bersenbrück und Lohne. Fachhochschulen und Universitäten befinden sich in Vechta, Oldenburg, Bremen, Osnabrück, Hannover, Diepholz und Münster.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • kath. öffentliche Bücherei St.Catharina
  • Freibad
  • Jugendtreff
  • Begegnungsstätte
  • Mehrere Sporthallen und Sportplätze
  • Bürgerpark

Soziale Einrichtungen und Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesundheitszentrum
  • Altenwohnheim St. Anna
  • Sozialstation Dinklage-Steinfeld-Mühlen
  • pro Vita – für das Leben
  • Sozialdienst katholischer Frauen und Männer
  • Caritas Kleiderkammer
  • Kreuzbund (Selbsthilfegruppe für Suchtkranke)
  • Rheumaliga
  • Malteser Hilfsdienst
  • Hospiz St. Anna
  • Tagesgruppe Dinklage des VSL (Verein für Sozialpädagogische & Lerntherapeutische Hilfen) e. V.
  • Familien- und Kinderservicebüro

Das in katholischer Trägerschaft bestehende Krankenhaus wurde 1852 gegründet und besteht gegenwärtig als Hospiz St. Anna weiter.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es erscheinen werktäglich die Oldenburgische Volkszeitung (Vechta) und die Nordwest-Zeitung (Oldenburg).

Der Fernsehsender regiotv sendet Informationen über die Region. Auf dem Sendeplatz des Kanals N24 sind ab 15.00 Uhr auch Bilder aus der Stadt Dinklage zu sehen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dinklage ist eine Stadt westlich der Bundesautobahn 1 (Hansalinie) fast auf halber Strecke zwischen Bremen und Osnabrück. Zu erreichen ist sie über die BAB-Anschlussstelle 65 (Lohne/Dinklage). Im Süden des Stadtgebietes verläuft die Bundesstraße 214.

Der Personenverkehr auf der Kleinbahn Lohne–Dinklage endete im Mai 1954, die Strecke ist nunmehr abgebaut und wird teilweise als Radweg genutzt. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in den benachbarten Städten Lohne und Quakenbrück.

Die Buslinie Dinklage-Brockdorf-Lohne (661) verkehrt werktags und samstags.

Im Herbst 2013 ist das landkreisweite Rufbus-Projekt moobil+ gestartet. Dazu wurden über 70 Haltestellen im Stadtgebiet Dinklage eingerichtet. Die moobil+ Busse verbinden Dinklage und die Ortsteile werktags mit der Gemeinde Holdorf (Linie 633, alle 2 Stunden), der Stadt Lohne (Linie 660, stündlich) und der Stadt Quakenbrück (Linie 638, alle 2 Stunden). Eine weitere „moobil+“ Linie (Linie 630, alle 2 Stunden) in die Kreisstadt Vechta hat im August 2016 ihren Betrieb aufgenommen.

Die nächsten Flughäfen sind der Flughafen Bremen (70 km nördlich) und der Flughafen Münster/Osnabrück (80 km südlich). Der nächste große internationale Flughafen ist der Flughafen Amsterdam (Schiphol), etwa 250 km westlich gelegen. Weitere internationale Flughäfen im Radius von 200 km sind die Flughäfen Hannover (150 km), Dortmund (150 km), Hamburg (200 km) und Düsseldorf (200 km). Der nächstgelegene Verkehrslandeplatz befindet sich in Damme.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Romberg (1767–1841), deutscher Cellist und Komponist[22]
  • Klemens von Korff (1804-1882), Rittergutsbesitzer, Landrat und Abgeordneter
  • Bernard Neteler (1821–1912), Theologe
  • Richard Dietrich Schlepegrell, Komponist (* 18. August 1826 in Dinklage; † 15. Juli 1906 in New York)
  • Josef Wilhelm Schulte (1854–1937), Landwirt und Abgeordneter des Landtages des Großherzogtums Oldenburg (1896–1904)
  • Clemens August Graf von Galen (1878–1946), 1933–1946 Bischof von Münster und ab 1946 Kardinal; Widerstandskämpfer während der nationalsozialistischen Diktatur. Am 9. Oktober 2005 in Rom seliggesprochen, Gedenktag ist der 22. März
  • Franz von Galen (1879–1961), Mitglied des preußischen Landtages (1932/1933); legte sein Mandat aus Protest gegen das Ermächtigungsgesetz nieder; 1944 KZ Sachsenhausen
  • Johanna Kröger (1883-1966), Heimatforscherin und Schriftstellerin
  • Julius Mäckel (1887–1953), erster Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg und ehemaliger Landrat (1946–1948)
  • August Wegmann (1888-1976), Mitglied des Reichstages (1924-1933); von den Nationalsozialisten aus dem Staatsdienst entlassen; nach dem 2. Weltkrieg niedersächsischer Innenminister und stellv. Ministerpräsident, später niedersächsischer Finanzminister, Verwaltungspräsident des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Oldenburg
  • Franz Mäkel (1901–1960), ehemaliger Landrat (1952–1960)
  • Hans Micheiloff (1936-1993), war ein deutscher Tischtennisspieler. Er war zweifacher deutscher Meister im Doppel.
  • Hubert Blömer (* 15. November 1939; † 10. März 2011 in Athens (Ohio)), Geograf, Professor an der Ohio University[23]
  • Jochen Arlt (* 1948), Schriftsteller, heute Köln, verantwortlicher Herausgeber des „Rheinland Lesebuchs“
  • Helmut Middendorf (* 1953), Maler („Die Neuen Wilden“); lebt und arbeitet in Berlin und Athen.
  • Hannes Möller (* 1954), Maler; lebt und arbeitet in der Nähe von Frankfurt am Main.
  • Petra Quade, geb. Buddelmeyer (* 1964), vielfache Paralympics-Siegerin in New York (1984) und Seoul (1988); mehrfache Weltrekordhalterin

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Bernhard von Galen (1606–1676), Fürstbischof von Münster (1650–1676)
  • Ferdinand Heribert von Galen (1831–1906), Mitglied des Landtages (1872–1875) und Mitglied des Reichstages (1874–1903)
  • Friedrich Mathias von Galen (1865–1918), Mitglied des westfälischen Provinziallandtages; Mitglied des Reichstages (1907–1918)
  • Josef Hürkamp (* 1914 in Suhle; † 1991 in Dinklage), Heimatforscher und Heimatschriftsteller
  • Schwester Hildebranda, Nonne der Clemensschwestern und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes
  • Ulrich Kirchhoff (* 1967), Springreiter, Olympiasieger in Atlanta (Einzel und Mannschaft, 1996) startete als Jugendlicher seine reiterliche Karriere in Dinklage
  • Timo Glock (* 1982), Autorennfahrer (u.a. Formel I), lebte in Dinklage
  • Kristina Bröring-Sprehe (* 1986), Dressurreiterin, Silbermedaille (Mannschaft) Olympische Spiele in London (2012), Deutsche Meisterin (Einzel, 2014), Europameisterin (Mannschaft, 2013), Weltmeisterin (Mannschaft, 2014), Bronzemedaille (Mannschaft) Europameisterschaft 2015, Silbermedaille (Einzel / Grand Prix Special) Europameisterschaft 2015, Olympiasiegerin (Mannschaft) und Bronzemedaille (Einzel) bei den Olympischen Spielen in Rio (2016), derzeit (September 2016) Weltranglistenerste; aufgewachsen in Dinklage, lebt in Dinklage
  • Michael Timme (* 1971), Jurist und Hochschullehrer, wirkte in Dinklage

Dinklager Originale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Beiderhase („Pöttken Willi“; * 6. Juli 1906; † 30. April 1961)
  • Clemens Meyer („Pöttkers Clemens“; * 28. Dezember 1894; † 30. Oktober 1972)
  • Elisabeth Nietfeld („Ipi“, * 9. April 1907; † 2. August 1981)
  • Heinrich Willenborg („Brückamps Heini“; * 5. Februar 1889; † 23. April 1970)
  • Augustin Kreutzmann („Pingel-Augustin“; * 12. April 1880; † 14. Dezember 1961)
  • Heinrich Wehebrink („Bäukens Möller“; 18. Mai 1868; † 16. Februar 1951)
  • Bernhard Wittrock („Bur“; * 13. Oktober 1906; † 9. April 1967)
  • Anna Nösing („Änne“; * 25. Juli 1913; † 21. Januar 2009)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Ostendorf, 1960, Mitteilungen des Heimatvereins
  • Andreas Kathe / Heinrich Rammler, Dinklage. Die junge Stadt am Burgwald. 2001
  • MGV Bürgerliedtafel von 1860, Dinklage, Dinklage im Wandel der Zeit. 1985
  • Promotion, Michael Rademacher, Universität Osnabrück

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dinklage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Landkreis Vechta: Überschwemmungsgebiet der Lager Hase und des Dinklager Mühlenbachs
  3. Landkreis Vechta: Überschwemmungsgebiet des Trenkampsbaches
  4. Landkreis Vechta: Überschwemmungsgebiet der Dinkel (Lk Vechta)
  5. Landkreis Vechta: Überschwemmungsgebiet des Hopener Mühlenbaches
  6. Landkreis Vechta: Überschwemmungsgebiet der Aue (Lk Vechta)
  7. Landkreis Vechta: Überschwemmungsgebiet des Handorfer Mühlenbachs von dem Ort Handorf bis westlich der Ortschaft Langwege
  8. DWD – Mittelwerte der Periode 1961 bis 1990. In: dwd.de. Deutscher Wetterdienst, abgerufen am 12. Juli 2007.
  9. Deutscher Wetterdienst, 1961–1990
  10. MGV Bürgerliedtafel von 1860 (Hrsg.): Dinklage im Wandel der Zeit. Dinklage 1985
  11. Osnabrücker U. B., Band I, Nr. 46.
  12. Zahlen, Daten & Fakten zur Stadt Dinklage. In: dinklage.de. Stadt Dinklage, abgerufen am 3. Mai 2013.
  13. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 22. März 2015.
  14. Stadt Dinklage – Kommunalwahlen bringen völlig neue Zusammensetzung des Rates – Bürgerforum gewinnt 5 Sitze im Dinklager Rat. In: dinklage.de. Stadt Dinklage, abgerufen am 11. Juli 2007.
  15. Einzelergebnisse der Direktwahlen am 25. Mai 2014 in Niedersachsen, abgerufen am 9. November 2014
  16. Stadt Dinklage – die junge Stadt am Burgwald. In: dinklage.de. Stadt Dinklage, abgerufen am 9. Juli 2007.
  17. Vom Korn zum Brot, abgerufen am 12. April 2012.
  18. Arbeitsgruppe Mühlenstraße i.d. Mühlenvereinigung Niedersachsen–Bremen e. V.: „Schweger Mühle“, Dinklage www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de.
  19. Verbund Oldenburger Münsterland e. V.: Boxenstopp-Route im Oldenburger Münsterland Boxenstopps in Dinklage www.boxenstopp-route.de.
  20. Karte der Mühlen im Landkreis Vechta www.niedersaechsische-muehlenstrasse.de.
  21. Mit Tradition in die Zukunft auf www.tv-dinklage.de (letzter Abruf: 7. Juli 2013)
  22. Bernhard Romberg, Abruf: 22. Mai 2009.
  23. Hubertus Bloemer Artikel auf: www.athensmessenger.com vom 11. März 2011 (englisch).