Falkenfels

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Falkenfels
Falkenfels
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Falkenfels hervorgehoben
Koordinaten: 49° 0′ N, 12° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Mitterfels
Höhe: 489 m ü. NHN
Fläche: 11,49 km2
Einwohner: 1038 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94350
Vorwahl: 09961
Kfz-Kennzeichen: SR, BOG, MAL
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 120
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgstr. 2
94350 Falkenfels
Webpräsenz: www.falkenfels.de
Bürgermeister: Ludwig Ettl (FW)
Lage der Gemeinde Falkenfels im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Burg Falkenfels
Die Kirche St. Nikolaus

Falkenfels ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mitterfels.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falkenfels liegt in der Planungsregion Donau-Wald etwa 15 Kilometer nördlich der Stadt Straubing. Den höchsten Punkt des Dorfes bildet der Burgberg mit der Burg Falkenfels.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falkenfels hat elf Ortsteile[2]

Es gibt nur die Gemarkung Falkenfels.[3][4]

Die Ortschaft Falkenfels besteht aus den drei Ortsteilen, welche sich durch die Hauptstraßen abgrenzen. Den Abschnitt nördlich der Bayerwaldstraße bezeichnet man auch als „Oberdorf“, den südlich davon gelegenen Teil „Dorf“. Der Teil des Dorfes, der weiter südlich entlang der Oberhoferstraße ab dem Friedhof liegt, wird „Oberhof“ genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1100 erbauten die Grafen von Bogen hier die Burg Falkenfels. Falkenfels gehörte später den Freiherren von Buchstätt. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Falkenfels war.

Es folgten um 1300 die Ritter Hohenfels und das Rittergeschlecht Falkenstein, 1425 bis 1487 die Ritter Frauenberg, die Brüder Pausdorf bis zum 30-jährigen Krieg, 1650 bis 1796 die Reichsherrn Freiherrn von Weichs, 1796 bis 1821 Franz von Buchstetten, 1821 die 1918 die Familie von Lang, 1918/19 Albert und Emil Sättler, 1919 bis 1931 Graf Paul Frederik Schimmelmann. Nach 1931 wechselte die Burg häufig die Besitzer.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Ehemalige Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970 wurde der Ortsteil Kragnmühl nach Wiesenfelden ausgegliedert.[5] Die heutige Wüstung Dexenhof wurde letztmals bei der Volkszählung von 1970 als Gemeindeteil geführt. Die ehemaligen Gemeindeteile Forst und Oberhof wurden dem Gemeindeteil Kirchdorf Falkenfels zugeschlagen, nachdem die Orte baulich verbunden waren.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Kirchdorf Gemeinde[6][7]
1840 0657 Einwohner
1861[8] 0313 Einwohner 0715 Einwohner
1867[9] 0700 Einwohner
1871[10] 0319 Einwohner 0707 Einwohner
1875[11] 0342 Einwohner 0730 Einwohner
1885[12] 0753 Einwohner
1900[13] 0314 Einwohner 0758 Einwohner
1925[14] 0312 Einwohner 0748 Einwohner
1950[15] 0407 Einwohner 0871 Einwohner
1961[16] 0274 Einwohner 0748 Einwohner
1970[17] 0333 Einwohner 0772 Einwohner
1987[18] 0522 Einwohner 0715 Einwohner
1991 0752 Einwohner
1995 0792 Einwohner
2000 0885 Einwohner
2005 1013 Einwohner
2010 1007 Einwohner
2015 1030 Einwohner
2016 1034 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Ludwig Ettl (Freie Wähler). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Max Kienberger (CSU/Unabhängige Bürger).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Falkenfels besitzt einen Bergfried aus dem 13. Jahrhundert.

Die ursprünglich spätromanische kleine Kirche St. Nikolaus wurde um 1717 barockisiert.

Im Ortsteil Hirschberg befindet sich das Theater Hirschberg 1c mit dem Puppentheater Karotte. Dort finden regelmäßig Vorstellungen und Ausstellungen statt.

Flur- und Wegkreuze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2012 hat sich der Historische Verein Falkenfels e. V. die Aufgabe gestellt die im Gemeindebereich vorhandenen, teilweise aus dem vorigen Jahrhundert stammenden, 27 Flur- und Wegkreuze zu restaurieren. Mit Unterstützung des Amt für Ländliche Entwicklung in Landau a.d.Isar und Spenden der Falkenfelser wurde die Restaurierung 2015 abgeschlossen.[19]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feuerwehrball zur Faschingszeit
  • Maibaumaufstellen des katholischen Burschenvereins (KBV) am 30. April
  • Florianifest der Freiwilligen Feuerwehr an Christi Himmelfahrt
  • Christbaumversteigerungen ortsansässiger Vereine im Dezember
  • Märkte: Josefimarkt, Johannimarkt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab nach der amtlichen Statistik von 1998 im produzierenden Gewerbe 89 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer am Wohnort gab es insgesamt 256. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es jeweils sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 38 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 420 ha, davon waren 175 ha Ackerfläche und 245 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falkenfels liegt an der Kreisstraße SR 28 zwischen Ascha und Saulburg. Die nächste größere Verkehrsanbindung ist die Bundesstraße 20, welche durch Ascha führt (vier Kilometer entfernt).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 29 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Falkenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Falkenfels in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. November 2014
  3. Amtsbezirk. Gemeinden und Gemarkungen. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 11. April 2013; abgerufen am 31. März 2015.
  4. Amtsbezirk. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 31. März 2015 (PDF; 1,9 MB).
  5. Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987. In: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451. München 1991, S. 72, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat).
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 52, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  7. Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987. In: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451. München 1991, S. 70, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat).
  8. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 365, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  9. Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 52–53 (Digitalisat).
  10. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 396, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  11. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 3. Abschnitt, S. 34, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 376 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 383 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 396 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 368 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 274 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 112 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 233 (Digitalisat).
  19. Die letzten sechs Wegkreuze geweiht. In: Bogener Zeitung. 6. Oktober 2015, abgerufen am 3. Oktober 2018.