Wiesenfelden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wiesenfelden
Wiesenfelden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wiesenfelden hervorgehoben
Koordinaten: 49° 2′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 610 m ü. NHN
Fläche: 78,19 km2
Einwohner: 3712 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94344
Vorwahl: 09966
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 197
Gemeindegliederung: 87 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 3
94344 Wiesenfelden
Webpräsenz: www.wiesenfelden.de
Bürgermeister: Anton Drexler (CSU)
Lage der Gemeinde Wiesenfelden im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Wiesenfelden

Wiesenfelden ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Die Gemeinde zählt zu den größten Kommunen im Landkreis und liegt im Vorderen Bayerischen Wald.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesenfelden liegt auf einer Hochebene im Naturpark Vorderer Bayerischer Wald, etwa 13 Kilometer nordöstlich von Wörth an der Donau. Das über die Hälfte bewaldete Gemeindegebiet erstreckt sich auf Höhenlagen zwischen 430 m ü. NHN (Saulburg) und 749 m (Büscherl-Berg) und ist 78 Quadratkilometer groß.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesenfelden hat 87 Ortsteile:[2]

Die größten Ortsteile sind die Dörfer Zinzenzell, Saulburg, Geraszell, Heilbrunn sowie Höhenberg. Es gibt die Gemarkungen Geraszell, Höhenberg, Saulburg, Waxenberg, Wiesenfelden und Zinzenzell.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich vom Bach Wiesent und dem gleichnamigen Ort Wiesent, 5 Kilometer vor der Mündung des Baches in die Donau, ab.

Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Wiesenfelden stammt aus dem Jahr 1105. Der Ort war Sitz mehrerer Adelsgeschlechter und bildete eine geschlossene Hofmark. Inhaber waren von etwa 1346 bis 1488 die Haibeck, von 1488 bis 1548 die Herren von Paulsdorf und zuletzt die Grafen von Otting und Fünfstätten und die Freiherren von Mägerl. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, ab 1806 des Königreichs Bayern. Die heutige Gemeinde entstand 1818.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945 begann die Todesmärsche von KZ-Häftlingen aus dem KZ Flossenbürg in das KZ Dachau. Ein Todesmarsch führte ca. 200 Häftlinge am 23. April 1945 von Falkenstein kommend durch Wiesenfelden. Die völlig erschöpften Leute wurden in Vierer- und Fünferreihen von SS-Männern mit Hunden und Waffen getrieben. Ein Häftling wollte aus dem Beckenweiher Wasser trinken, dabei wurde er von einem SS-Mann ins Wasser gestoßen. Ein Schäferhund zog ihn wieder aus dem Wasser. Wegen seiner nassen Kleidung wurde der Mann kurz nach dem Ortsausgang erschossen.[4]

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Bundeswettbewerb 2014 „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde Wiesenfelden auf Bezirksebene mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesenfelden, 1960er Jahre

Am 1. Januar 1971 erfolgte der freiwillige Anschluss der Gemeinde Heilbrunn (mit dem 1926 eingegliederten Geraszell)[5], am 1. Januar 1974 der von Höhenberg (früher zum Markt Falkenstein gehörig) an die Gemeinde Wiesenfelden.[6] Am 1. Mai 1978 erfolgte die Zusammenlegung des Großteils der früheren Gemeinden Saulburg und Zinzenzell mit Wiesenfelden[7], nachdem der Antrag der Gemeinde Zinzenzell auf Anschluss an die Verwaltungsgemeinschaft Stallwang seitens der Regierung von Niederbayern zurückgewiesen worden war.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2.881 Einwohner, davon 471 im Ort Wiesenfelden[9]
  • 1970: 3.003 Einwohner, davon 530 im Ort Wiesenfelden [10]
  • 1987: 3.054 Einwohner, davon 618 im Ort Wiesenfelden[11]
  • 1991: 3.244 Einwohner
  • 1995: 3.355 Einwohner
  • 2000: 3.491 Einwohner
  • 2005: 3.586 Einwohner
  • 2010: 3.613 Einwohner
  • 2015: 3.712 Einwohner

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2011 waren 88,4 % der Bevölkerung Wiesenfeldens katholisch, 3,8 % evangelisch und 0,8 % gehörten anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an.[12]

Römisch-katholische Kirche
Die Katholiken gehören zur Pfarrei in Wiesenfelden, die dem Bistum Regensburg zugeordnet ist. Neben der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, gibt es noch die Filialkirchen St. Georg in Auenzell und St. Rupertus in Sankt Rupert.

Evangelisch-Lutherische Kirche
Die evangelischen Christen in Wiesenfelden gehören der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Christuskirche in Straubing an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wiesenfelder Gemeinderat besteht aus 16 ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem hauptamtlichen Ersten Bürgermeister. Das Gemeindeparlament wird für eine Legislaturperiode von sechs Jahren gewählt.

Die Kommunalwahlen am 16. März 2014 brachten folgendes Ergebnis [13]:

Partei/Gruppierung Stimmenanteil Sitze
CSU 36.5 % 6
Unabhängige Wählergemeinschaft Zinzenzell 18.5 % 3
SPD/Freie Wählergemeinschaft 18.0 % 3
Parteilose Christliche Wählergemeinschaft Saulburg 16.8 % 3
Christlicher Wählerblock Heilbrunn 10.2 % 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtierender Erster Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit Mai 1996 Anton Drexler (CSU).

Zweiter und Dritter Bürgermeister

Zweiter Bürgermeister ist Andreas Urban (CSU), Dritter Bürgermeister ist Anton Jobst jun. (CSU)

Erste Bürgermeister ab 1821[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 1818 erfolgten die ersten Gemeindevorsteherwahlen. Erstmalige Erwähnung eines Gemeindevorstehers: Johann Schütz, (1821)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesenfelden.gif

Das 1970 geschaffene Gemeindewappen geht auf die Wappen zweier Adelsgeschlechter zurück, die im Niederbayerischen sehr zur Entfaltung kamen.

Es waren dies die Haibeck (1335–1488) mit einem Pferdehaupt sowie die Pauldorfs (1488–1548), die eine schräge Vierung in ihrem Wappen hatten. Wiesenfelden war lange Zeit in deren Besitz.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesenfelden pflegt partnerschaftliche Kontakte zu folgenden Gemeinden:

  • TschechienTschechien Nezdice na Šumavě, Betreuung vom dortigen Neue Museum, eine Aufführungsstätte für völkerverbindende Veranstaltungen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Saulburg

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wiesenfelden befinden sich eine Vielzahl von Baudenkmälern.

Schlösser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss Wiesenfelden ist heute im Besitz von Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings und Ehrenvorsitzender des Bundes Naturschutz in Bayern e. V. Es beherbergt ein Umweltinformationszentrum nebst Museum.

Schloss Saulburg wurde 1569 errichtet und stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert. Es stellt sich als eine unregelmäßige Vierflügel-Gruppierung dar; in ihr befindet sich die katholische Schlosskapelle St. Aegidius, ein Rokokobau von 1754.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Expositurkirche St. Michael, Zinzenzell
Expositurkirche Maria Schnee, Anger (Saulburg)
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Wiesenfelden: Wurde 1764 unter Verwendung eines gotischen Chores und mittelalterlicher Bauteile von Turm und Langhaus errichtet. Sie besitzt bemerkenswerte Holzfiguren aus der Zeit um 1700.
  • Filialkirche St. Georg in Auenzell: Erbaut um 1500, barockisiert; mit Ausstattung.
  • Wallfahrtskirche St. Magdalena in Heilbrunn: Einheitlicher Bau von 1674; mit Ausstattung. Der Marienwallfahrtsort Heilbrunn wird seit dem 17. Jahrhundert von Pilgern besucht. Dabei waschen sich die Pilger mit dem Heilwasser des Heilbrunnes und hoffen so auf Heilung. Der landläufige Ortsname „Brünndl“ wurde davon abgeleitet.
  • Gnadenkapelle Unserer Lieben Frau: „Frauenbrünnl“ genannt, um 1665; mit Ausstattung. Quellhaus, steinerne Brunnenfassung mit hölzernem Überbau, 18./19. Jahrhundert
  • Filialkirche St. Rupertus in Sankt Rupert: Spätgotische Anlage, Ende 15. Jahrhundert; mit Ausstattung; Hl. Grab, kellerartig im Westhang des Kirchhügels, noch 18. Jahrhundert; Kreuzwegstationen, 1865, am Weg zur Kirche; Kreuzigungsgruppe, Gußfiguren, 1870/75; östlich der Kirche.
  • Expositurkirche Maria Schnee in Saulburg-Anger: Langhaus und Turm 1698, Erweiterung 1922; mit Ausstattung.
  • Expositurkirche St. Michael Zinzenzell: Neubau von 1876; mit Ausstattung

In der näheren Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregionale Wanderwege

Der Beckenweiher

Um Wiesenfelden gibt es 16 markierte Rundwanderwege mit einer Gesamtlänge von über 120 Kilometern, die von der Sektion Wiesenfelden des Bayerischen Waldvereins betreut werden. Der längste Rundwanderweg ist der 14,5 km lange Große Büscherlweg.

Etwa 18 km führt der Qualitätswanderweg "Goldsteig" durch die Gemeinde. Von Weihern bei Wörth an der Donau über Hubmühle, Schiederhof über St. Rupert führt er entlang der Naturschutzgebiete Brandmoos und Weiherlandschaft bei Wiesenfelden nach Wiesenfelden. Von dort über den 110 m langen Naturbeobachtungssteg über den Beckenweiher, über Utzenzell, Kragenroth, Kesselboden nach Pilgramsberg.

Der Bayerische Wald-Verein, Sektion Wiesenfelden, bietet geführte Goldsteigwanderungen an. Dabei soll der Premiumweg etappenweise erwandert werden.

Sehenswürdigkeiten
Geotope in der Nähe von Wiesenfelden:

Naturschutzgebiet Höllbachtal

Höllbachtal, zwischen Brennberg und Rettenbach, Nepal-Himalaya-Pavillon in Wiesent, Schloss Wörth an der Donau, Walhalla in Donaustauf, Pfahl in der Nähe von Roding, Burgruine Lobenstein bei Zell, Burgruine Siegenstein bei Süssenbach, Burg in Brennberg, Burgruine Neuhaus bei Schorndorf.

Sport und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wiesenfelden und in der Gemeinde befinden sich gut ausgebaute Sportanlagen. Der Sportverein Wiesenfelden e. V. bietet beispielsweise ein reichhaltiges Sportangebot mit Fußball, Tennis, Tischtennis, Damengymnastik, Kinder- und Jugendturnen an und hat eine Skiabteilung. Im Gemeindegebiet gibt es insgesamt 60 Vereine. Die Freiwillige Feuerwehr Wiesenfelden (gegründet 1874) sowie die Feuerwehren der Ortsteile sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Gemeindegebiet und darüber hinaus.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 2003 trat die Verordnung über das Naturschutzgebiet Weiherlandschaft bei Wiesenfelden in Kraft. Am 6. August 2009 wurde der barrierefreie Rundweg um den Beckenweiher eröffnet. Der Weg führt auch über den 110 Meter langen Naturbeobachtungssteg. Weitere Naturerlebnisorte sind der große und kleine Hammerweiher, der Neuweiher sowie das Niedermoor "Brandmoos".

Naturbeobachtungsweg um den Kobelberg: Auf einem 5 Kilometer langen, herrlichen Waldweg sind 9 verschiedene Naturbeobachtungsstationen aufgestellt, bei denen sich Kinder und Erwachsene spielerisch über die Natur informieren können. Ausgangspunkt ist der Waldgasthof Schiederhof, etwa 4 Kilometer südlich von Wiesenfelden. Der Weg ist mit dem Markierungszeichen 7 markiert. Er ist auch im Winter begehbar.

Der seit dem 16. Jahrhundert als Bierlager genutzte "Felsenkeller" ist heute ein am „Goldsteig“ gelegener Wanderstützpunkt und bietet Fledermäusen zu jeder Jahreszeit Quartier. In der Gemeinde werden Reiten- und Kutschfahrten angeboten. Reitstunden, geführte Ausritte, Kinderfreizeit mit Pferden, Kutschenfahrten, bei geeigneter Witterung im Winter auch Pferdeschlittenfahrten. Als eine im Landkreis einmalige Attraktion gilt die Freilicht-Seebühne am Beckenweiher. Der Weiher bietet in den Sommermonaten Kulisse für Theaterstücke sowie andere kulturelle Darbietungen für Kinder und Erwachsene.

Gnadenkapelle Heilbrunn im Winter

Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Loipen:

  • Schiederhofer Loipe, sieben Kilometer lang, mittelschwer
  • Höhenberger Loipe, acht Kilometer lang, mittelschwer
  • Heilbrunner-Geraszeller Loipe, zwölf Kilometer lang, mittelschwer
  • Verbindungsloipe nach Falkenstein, fünf, elf oder 17 km lang, mittelschwer

Wintersport auf dem Dorfweiher

  • Eisstockschießen oder Schlittschuhlaufen

Rodeln Auf zahlreichen Berghängen in der ganzen Gemeinde.

Winterwandern

  • 20 Kilometer Wege und Verbindungsstraßen werden im Winter für Wanderungen geräumt.

Winter - Nordic - Walking

  • Auf geeigneten Winterwanderwegen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche „Bayerische Musikkapellen“. Jedes Jahr findet eine Musikalische Sommerfrische (Musikalischer Frühschoppen) statt. Zudem gibt es:

  • Frühjahrsmarkt mit Frühjahrsausstellung
  • Tauben-, Kleintier- und Bauernmarkt
  • Christkindlmarkt

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Linde bei der Sankt-Ruppert-Kapelle mit einem Brusthöhenumfang von 7,54 m (2013).[14]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesenfelden besitzt eine intakte Infrastruktur. Es gibt eine gute ärztliche Versorgung, eine Apotheke, ein Alten- und Pflegeheim, betreutes Wohnen, eine Postagentur und Banken sowie zahlreiche Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es mehrere Gewerbegebiete. Zudem ist der Ort innovativ und gehört zur Modellregion Bayerischer Wald in Sachen Elektromobilität. Bei diesem Projekt wird ein Elektrofahrzeug an interessierte Bürger vermietet.

Wiesenfelden ist gentechnikfreie Region in Bayern. Die Landwirte haben sich entschlossen auf Gentechnik gänzlich zu verzichten. Darüber hinaus hat sich eine Interessensgemeinschaft für ein "Lebenswertes Wiesenfelden" zur Aufgabe gemacht, über die Gefahren von Mobilfunk, Elektrosmog und Gentechnik aufzuklären.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Belange von Urlaubern und Tagestouristen wurde ein Tourismusbüro eingerichtet.

Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald

Am 8. Januar 2007 wurde die Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald, kurz «AG Vorwald» genannt[15], gegründet. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, die Region in touristischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht zu fördern und zu stärken. Mitglieder dieser Gemeinschaft sind die Gemeinden Altenthann, Bernhardswald, Brennberg, Falkenstein, Michelsneukirchen, Rettenbach, Wald, Wiesenfelden, Zell und die Stadt Wörth an der Donau, überdies alle Heimat-, Tourismus- und Fremdenverkehrsvereine dieser Gemeinden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drehfunkfeuer DVOR/DME RDG Roding bei Bogenroith

Im Gemeindegebiet bei Bogenroith befindet sich ein Drehfunkfeuer für die Luftfahrtnavigation.

Die Orte Wiesenfelden und Saulburg sind durch die Staatsstraße 2148 Richtung Kirchroth an die Bundesautobahn 3 angebunden. Wiesenfelden ist zudem via Geraszell und Heilbrunn über die Staatsstraße 2648 erreichbar. Der Ort Zinzenzell ist von der B20 aus über die Staatsstraße 2147 zu erreichen.

Außerdem ist der Ort gut mit dem öffentlichen Verkehrsnetz nach Straubing, Wörth an der Donau, Regensburg und Bogen angebunden. Es fährt ein von der Gemeinde organisierter Freizeitbus von Wiesenfelden nach Straubing.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wiesenfelden gibt es folgende kommunale Einrichtungen:

  • Kindergärten in Wiesenfelden und Zinzenzell
  • Gemeindebücherei
  • Bürgersaal im Neuen Rathaus
  • Wertstoffhof
  • Kläranlage

Bildung und Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wiesenfelden und Zinzenzell befindet sich die Grund- und Mittelschule. Zudem befindet sich in Wiesenfelden eine Außenstelle der Volkshochschule Straubing-Bogen. Im Schlossen Wiesenfelden befindet sich eine Stiftung zur Umweltförderung.

Die Mitglieder des Schulverbundes sind:

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet verbreitet sind die Donau-Post und die Bogener-Zeitung, als Lokalausgaben des Straubinger Tagblatts und das Straubinger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger

  • Anton Windhager, Pfarrer
  • Joseph Kilger (* 18. Januar 1865; † 20. Mai 1941), Pfarrer
  • Sebastian Schuder, Pfarrer
  • Hans Schöx, gräflicher Gutsverwalter
  • Friedrich Kiendl, Pfarrer
  • Alois Saller, Monsignore
  • Michael Högerl, Altbürgermeister

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Amtsbezirk. Gemeinden und Gemarkungen. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 11. April 2013, abgerufen am 31. März 2015.
  4. Einweihung Mahnmal Todesmärsche Website Rund um den Edenhof - Margit Wenger-Schott. Abgerufen am 30. Mai 2016.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 631.
  7. Max Piendl, Ludwig Holzfurtner: Mitterfels. Historischer Atlas von Bayern. Hrsg.: Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Teil Altbayern, Heft 62. München 2002, ISBN 3-7696-9695-6, S. 648.
  8. M. Gross, "Wiesenfelden" , 1977
  9. Statistikdaten der Volkszählung 1961 - Bayerische Staatsbibliothek, Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, München 1964, Abschnitt II, Spalte 285
  10. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, 1970, Seite 117
  11. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987
  12. Bayerisches Landesamt für Statistik. Gemeinde Wiesenfelden. Statistik kommunal 2015 PDF, München 2016, S. 6.
  13. Kommunalwahl 2014: [1] Wiesenfelden
  14. Wiesenfelden im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 5. Februar 2017
  15. Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald [2], abgerufen am 26. Dezember 2014.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesenfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien