Hunderdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hunderdorf
Hunderdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hunderdorf hervorgehoben

Koordinaten: 48° 57′ N, 12° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Hunderdorf
Höhe: 338 m ü. NHN
Fläche: 22,21 km2
Einwohner: 3262 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94336
Vorwahl: 09422
Kfz-Kennzeichen: SR, BOG, MAL
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 139
Gemeindegliederung: 38 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sollacher Str. 4
94336 Hunderdorf
Website: www.hunderdorf.de
Bürgermeister: Hans Hornberger (CSU)
Lage der Gemeinde Hunderdorf im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus
Die evangelische Friedenskirche

Hunderdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunderdorf liegt in der Planungsregion Donau-Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunderdorf hat 38 Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Au vorm Wald, Gaishausen, Hunderdorf und Steinburg.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Schenkungsurkunde des Friedrich von Winneberg und Aschwin zu Zeitldorn aus dem Jahr 1065 wird erstmals der Name Hunderdorf erwähnt. Durch Schenkungen kam ein Großteil des Gebietes unter die Grundherrschaft von Kloster Windberg und Kloster Oberalteich. Die erste nachweisbare Kirche wurde 1359 erbaut.

Hunderdorf gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Mitterfels des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde im Landgericht Mitterfels, ab 1839 im Landgericht Bogen des Bezirksamts Bogen, dem Vorläufer des Landkreises Bogen.

19. bis 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis etwa 1840 wurde die Gemeinde Unterhunderdorf bezeichnet.[4] Im Jahre 1951 siedelte sich die Möbel- und Spanplattenfabrik Nolte in Hunderdorf an und beschäftigte dort fast vier Jahrzehnte rund 600 Arbeitnehmer. Später entstand daraus der Gewerbepark Hunderdorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinde Steinburg (mit dem 1946 eingegliederten Au vorm Wald[5]) und der überwiegende Teil der aufgelösten Gemeinde Gaishausen in die Gemeinde Hunderdorf eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 2.958 auf 3.262 um 304 Einwohner bzw. um 10,3 %.

  • 1961: 2638 Einwohner
  • 1970: 2946 Einwohner
  • 1987: 2937 Einwohner
  • 1991: 3163 Einwohner
  • 1995: 3354 Einwohner
  • 2000: 3455 Einwohner
  • 2005: 3382 Einwohner
  • 2010: 3264 Einwohner
  • 2015: 3323 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. März 2020 wurde Max Höcherl jun. (CSU) zum Bürgermeister für die Periode ab 1. Mai 2020 gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hunderdorf gilt als „Heimat des Mühlhiasl“.
  • Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus wurde 1935 bis 1936 nach den Plänen von Architekt K. Wirthensohn erbaut und am 30. Mai 1937 durch Erzbischof Michael Buchberger konsekriert.
  • Die evangelische Friedenskirche entstand 1963, der Kirchturm folgte 1964.
  • Schloss Au vorm Wald

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Hunderdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 79 und im Bereich Handel und Verkehr sieben sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen lag dieser Wert bei 16 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 270. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es jeweils zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 59 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 486 ha, davon waren 81 ha Ackerfläche und 397 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hunderdorf liegt an der Staatsstraße 2139 und an der hier mittlerweile stillgelegten Bahnstrecke Straubing–Miltach.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindertagesstätte: 100 Kindergartenplätze und zwölf Krippenplätze (Stand 2015)[7]
  • Grundschule Hunderdorf: 139 Schüler und acht hauptamtliche Lehrkräfte (Stand 2018/2019)[8]
  • Mittelschule Hunderdorf: 129 Schüler und elf hauptamtliche Lehrkräfte (Stand 2018/2019)[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Xaver Hafner (* 15. April 1912 im Ortsteil Ebenthan; † 14. Mai 1993 in Bogen), Bankkaufmann und Politiker

Personen mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edigna von Puch (* 11. Jahrhundert; † 26. Februar 1109 in Puch), seliggesprochene Einsiedlerin; Filialkirche St. Edigna im Ortsteil Hofdorf, Aufbewahrung einer Handreliquie
  • Franz Xaver Maßl (* 8. Dezember 1800 in Straubing; † 3. März 1852 in Passau), römisch-katholischer Geistlicher und Theologe, Pfarrer in Hunderdorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hunderdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Hunderdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. Oktober 2017.
  3. Amtsbezirk. Gemeinden und Gemarkungen. Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 11. April 2013; abgerufen am 31. März 2015.
  4. Bayern. In: Die Bayer'sche Landbötin. 15. Mai 1838 (Digitalisat).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 f.
  7. Kindergarten St. Nikolau Hunderdorf. (Nicht mehr online verfügbar.) Pfarrei Hunderdorf, ehemals im Original; abgerufen am 19. April 2014.@1@2Vorlage:Toter Link/www.hunderdorf-kindergarten.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Grundschule Hunderdorf in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 27. August 2019.
  9. Mittelschule Hunderdorf in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 27. August 2019.