Haselbach (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haselbach
Haselbach (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haselbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 0′ N, 12° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Mitterfels
Höhe: 428 m ü. NHN
Fläche: 18,44 km2
Einwohner: 1797 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94354
Vorwahl: 09961
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 134
Gemeindegliederung: 50 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straubinger Str. 19
94354 Haselbach
Webpräsenz: www.haselbach-gemeinde.de
Bürgermeister: Johann Sykora (CSU)
Lage der Gemeinde Haselbach im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Jakobus, rechts davon die Totentanzkapelle

Haselbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mitterfels.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haselbach liegt in der Region Donau-Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 50 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Dachsberg und Haselbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haselbach gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Mitterfels des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde Dachsberg eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0907 Einwohner
  • 1970: 1.150 Einwohner
  • 1987: 1.222 Einwohner
  • 1991: 1.330 Einwohner
  • 1995: 1.474 Einwohner
  • 2000: 1.549 Einwohner
  • 2005: 1.647 Einwohner
  • 2010: 1.666 Einwohner
  • 2015: 1.797 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit der Nachwahl vom 12. Juli 2009 Johann Sykora (CSU). Der Erste Bürgermeister Manfred Ecker (FWG) war am 16. April 2009 verstorben. Dem Gemeinderat gehören zwölf Mitglieder an: sechs FWG, sechs CSU. (Stand: Mai 2014)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Alten Friedhof an der Pfarrkirche erinnert seit 1958 ein Mahnmal an die dort 1945 begrabenen 28 KZ-Häftlinge des Todesmarschs aus dem KZ Flossenbürg, die von SS-Männern am Ort vorbei getrieben wurden und an Erschöpfung starben oder ermordet wurden. Im Jahre 1958 wurden sie auf den Ehrenfriedhof Flossenbürg überführt.[4]

Pfarrkirche und Totentanzkapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Jakobus ist eine Spätbarockanlage, die in den Jahren 1713 bis 1718 erbaut wurde. Der Turm ist mittelalterlich, der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1720. Die Deckenbilder zeigen Jakobus als Pilger und die Schlacht gegen die Mauren sowie Engel als die vier Kardinalstugenden und sind von dem Kunstmaler Josef Wittmann aus 1915. Das Deckenfresko Schlacht gegen die Mauren wird im Jahrbuch der Gesellschaft für Christliche Kunst aus dem Jahr 1917 ausführlich beschrieben und kunstgeschichtlich bewertet. Auch das Gemälde der hl. Familie im Langhaus ist von Josef Wittmann, einen bedeutenden Maler des Neubarock. Kulturell wertvoll ist die Friedhofskapelle Hl. Kreuz neben der Kirche, ein Oktogonzentralbau mit Kuppel und Vorhalle. Die im Inneren bunt bemalte Kapelle birgt bedeutende Totentanzdarstellungen nach dem Vorbild von Hans Holbein dem Jüngeren. Sie wurde im 17. Jahrhundert unter dem Pfarrvikar Balthasar Regler (später Wallfahrtspfarrer auf dem Bogenberg) erbaut. Die Kapelle ist Bestandteil des Wappens der Gemeinde Haselbach.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2015 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 55 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Im Bereich öffentliche und private Dienstleister waren 64 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 704; der Pendlersaldo betrug damit 551. Die Arbeitslosenquote lag 2015 im Jahresmittel bei 4,5 %. Im Bauhauptgewerbe gab es sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 38 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 798 ha, davon waren 383 ha Ackerfläche und 415 ha Dauergrünfläche.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haselbach liegt an der Staatsstraße 2140 und lag an der Bahnstrecke Straubing–Miltach.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 25 Kindergartenplätze mit 52 Kindern
  • Grundschule Mitterfels-Haselbach[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haselbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Haselbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 437
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995; ISBN 3-89331-208-0, S. 145
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik: Statistik kommunal 2015: Haselbach. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten, München 2016. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09278134.pdf
  6. Grundschule Mitterfels-Haselbach in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. , abgerufen am 6. August 2017