Stallwang

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stallwang
Stallwang
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stallwang hervorgehoben

Koordinaten: 49° 3′ N, 12° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Stallwang
Höhe: 360 m ü. NHN
Fläche: 20,59 km2
Einwohner: 1377 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 94375, 94357
Vorwahl: 09964
Kfz-Kennzeichen: SR, BOG, MAL
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 189
Gemeindegliederung: 43 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Straubinger Straße 18
94375 Stallwang
Website: www.stallwang.de
Bürgermeister: Max Dietl[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Stallwang im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Stallwang ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stallwang.

Die Pfarrkirche St. Michael

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stallwang liegt in der Region Donau-Wald im vorderen Bayerischen Wald. Der Hauptort Stallwang liegt im Kinsachtal am Westhang des Gallners (709 m).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stallwang hat 43 Ortsteile[3]:

Es gibt die Gemarkungen Landorf, Schönstein und Stallwang.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedelung erfolgte um das 8. und 9. Jahrhundert durch das Kloster Pfaffenmünster bei Steinach. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark der Freiherren von Poissl. Die heutige politische Gemeinde entstand 1818.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde Schönstein wurde am 1. Januar 1972 eingegliedert.[5] Der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Landorf kam am 1. Januar 1977 hinzu. Am 1. Mai 1978 wurde der östliche Teil der ehemaligen Gemeinde Zinzenzell der Gemeinde Stallwang zugeschlagen.[6][7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1328 auf 1390 Einwohner bzw. um 4,7 %.

  • 1961: 1325 Einwohner
  • 1970: 1384 Einwohner
  • 1987: 1326 Einwohner
  • 1991: 1354 Einwohner
  • 1995: 1348 Einwohner
  • 2000: 1337 Einwohner
  • 2005: 1383 Einwohner
  • 2010: 1392 Einwohner
  • 2015: 1430 Einwohner
  • 2017: 1405 Einwohner
  • 2018: 1390 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Max Dietl (CSU). Er wurde bei der Bürgermeisterwahl 2020 im Amt bestätigt.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Stallwang stellt ein waagrecht, in oben ein schwarzes Hirschgeweih auf Gold und unten ein goldenes Posthorn mit roten Schnüren auf Blau, geteiltes Schild dar.

„Die obere Schildhälfte mit dem Hirschgeweih zeigt das Familienwappen der Freiherren von Poißl zu Loifling, die von 1756 bis 1830 die Hofmarksherrschaft bzw. Patrimonialgerichtsbarkeit in Stallwang ausübte. [...] Das Posthorn erinnert an die frühere Station der Thurn und Taxisschen Reichsposten in Stallwang, dann auch an die Einrichtung der Postautolinie Straubing–Stallwang, der ersten Verbindung dieser Art in Niederbayern.“[8]

Es wurde 1958 festgelegt.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit dem ungarischen Ort Magyarsarlós nahe der Stadt Pécs.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Michael stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der spätmittelalterliche Turm wurde beim Neubau erhöht. An dem 1786 bis 1789 angefertigten Hochaltar waren die Straubinger Künstler Mathias Obermayr (Schnitzereien), Andreas Massinger (Schreinerarbeiten) und J. B. Scheck (Fassmalerei) beteiligt. Die Hauptfigur stellt die Sieben Schmerzen Mariens dar. Die Kanzel aus dem Jahr 1803 mit Evangelistenreliefs wurde von Fidelis Itelsperger geschaffen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2017 nach der amtlichen Statistik 213 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 588. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 32 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1 563 ha, davon waren 738 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 20 in Richtung Straubing und Cham.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindertagesstätte: 68 verfügbare Plätze mit 72 Kindern (Stand: 2018)[10]
  • Grundschule: Jgst. 01 - 04 mit 75 Schülern und vier Lehrkräften (Stand: 2018/19)[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stallwang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Kommunalwahlen im Landkreis-Straubing-Bogen. Landkreis Sraubing-Bogen, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Gemeinde Stallwang in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 18. Juli 2017.
  4. Amtsbezirk. Gemeinden und Gemarkungen. (Nicht mehr online verfügbar.) Bayerische Vermessungsverwaltung, archiviert vom Original am 11. April 2013; abgerufen am 31. März 2015.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 631 und 633.
  7. Max Piendl, Ludwig Holzfurtner: Mitterfels. Historischer Atlas von Bayern. Hrsg.: Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Teil Altbayern, Heft 62. München 2002, ISBN 3-7696-9695-6, S. 647 oben.
  8. Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden. Abgerufen am 10. Mai 2020.
  9. Die Partnerschaften des Landkreises | Landkreis Straubing-Bogen. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  10. Bayerisches Landesamt für Statistik (Hrsg.): Statistik kommunal 2018: Stallwang. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. Fürth 2019 (Digitalisat [PDF; abgerufen am 10. Mai 2020]).
  11. Grundschule Stallwang in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 10. Mai 2020.