Irlbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Irlbach
Irlbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Irlbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Straßkirchen
Höhe: 317 m ü. NHN
Fläche: 15,83 km2
Einwohner: 1142 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94342
Vorwahl: 09424
Kfz-Kennzeichen: SR Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 140
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenstr. 1
94342 Straßkirchen
Webpräsenz: www.irlbach.de
Bürgermeister: Peter Bauer (SPD/Unabhängige Wählergem.)
Lage der Gemeinde Irlbach im Landkreis Straubing-Bogen
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Irlbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irlbach liegt im Gäuboden in der südöstlichen Ecke des Landkreises Straubing-Bogen. Der Ort liegt an der Mündung des gleichnachnamigen Irlbachs am rechten Donauufer.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Irlbach hat drei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Irlbach und Amselfing.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal ist Irlbach im Breviarius Urolfi, einer Schenkungsurkunde des Herzogs Odilo an das Kloster Niederaltaich, aus dem Jahr 741 erwähnt. Die Kirche von Irlbach war seit 1148 bis zur Aufhebung im Jahre 1803 im Besitz des Klosters Niederaltaich. Der Ort gehörte den Freiherren von Leoprechting, war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Irlbach darstellte. Schloss Irlbach wurde 1811 von François Gabriel de Bray erworben und war Sitz der Standesherrschaft der Familie Bray. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Wegen der bis 1848 fortbestehenden Sonderrechte des Adels war sie als Patrimonialgemeinde I. Klasse dem Herrschaftsgericht Irlbach zugeordnet.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform kam es zu heftigen Auseinandersetzungen um die Zukunft der Gemeinde. Die Regierung von Niederbayern gliederte schließlich die Gemeinde Irlbach am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Straßkirchen ein. Eine Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof erklärte die Eingliederung der Gemeinde Irlbach am 3. November 1983 für verfassungswidrig und nichtig,[3] Irlbach wurde wieder selbständig. Zum 1. Januar 1986 wurde dann per Gesetz die Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen gebildet, der Straßkirchen und Irlbach angehören.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1054 Einwohner
  • 1970: 1074 Einwohner
  • 1987: 1131 Einwohner
  • 1991: 1136 Einwohner
  • 1995: 1164 Einwohner
  • 2000: 1176 Einwohner
  • 2005: 1171 Einwohner
  • 2007: 1150 Einwohner
  • 2008: 1158 Einwohner
  • 2009: 1146 Einwohner
  • 2010: 1155 Einwohner
  • 2011: 1137 Einwohner
  • 2012: 1145 Einwohner
  • 2013: 1133 Einwohner
  • 2014: 1130 Einwohner
  • 2015: 1122 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Peter Bauer (SPD/Unabhängige Wähler). Er wurde 2008 zum Nachfolger von Xaver Karl (Freie Wähler) gewählt.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegesamthaushaltsvolumen betrug im Jahr 2012 1,4 Millionen € (Verwaltungshaushalt: 1.180.790 €/Vermögenshaushalt: 216.974 €); davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 94.463 €. Die Gesamtschulden der Gemeinde betrugen 459.961 € und die Pro-Kopf-Verschuldung 401,00 € (Stand 31. Dezember 2012).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beschreibung des Wappens lautet: Unter von Silber und Rot schräglinks geteiltem Schildhaupt, darin im rechten Obereck ein achtstrahliger blauer Stern, und über rotem Schildfuß, belegt mit einem silbernen Wellenbalken, in Silber ein liegender grüner Erlenzweig mit drei Blättern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 49, im produzierenden Gewerbe 94 und im Bereich Handel und Verkehr 28 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 13 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 366. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2149 ha, davon waren 2081 ha Ackerfläche und 67 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsstraßen haben eine Länge von 9,866 km, davon ausgebaut 9,747 km. Die Gemeindeverbindungsstraßen sind 7,150 km lang, davon ausgebaut 7,150 km. Die Feldwege im Gemeindegebiet insgesamt messen 54,785 km, davon in der Flur Irlbach 29,198 km und in der Flur Amselfing für die Ortsteile Entau und Sophienhof 15,590 km.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 44 Kindern

Träger des Kindergartens ist die Spitalstiftung Irlbach.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hippolyt Graf von Bray-Steinburg (1842–1913), verliehen am 13. August 1911
  • Georg Steininger (1905–1996), Altbürgermeister, verliehen am 22. März 1985
  • Rudolf Berger (1918–1987), ehemaliger Bürgermeister, verliehen am 5. Juni 1987
  • Adalbert Freiherr von Poschinger-Bray (1912–2001), verliehen am 27. August 1990
  • Johann Gütlhuber (1934–2013), Ehrenvorsitzender des Spiel- und Sportfördervereins Irlbach, verliehen am 10. Juni 2002

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Irlbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. Oktober 2017
  3. Bekanntmachung der Entscheidungsformel im (GVBl S. 1049/1983)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Irlbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien