Konzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Konzell
Konzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Konzell hervorgehoben
Koordinaten: 49° 4′ N, 12° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 588 m ü. NHN
Fläche: 26,76 km²
Einwohner: 1808 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94357
Vorwahl: 09963
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 143
Gemeindegliederung: 59 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
94357 Konzell
Webpräsenz: www.konzell.de
Bürgermeister: Fritz Fuchs (SPD)
Lage der Gemeinde Konzell im Landkreis Straubing-Bogen
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Über dieses Bild
Ortsbild von Konzell
Die Pfarrkirche St. Martin
Der Kirchplatz mit dem Pfarrhof

Konzell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzell liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald. Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich auf 710 m ü. NN, der tiefste unter 435 m ü. NN an der südlichen Gemeindegrenze der St 2140.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Menhaupten entspringt die Menach. Sie fließt nach Süden zu Kinsach und Donau und entwässert gemeinsam mit ihren Zuflüssen etwa 10.7 Quadratkilometer im Süden des Gemeindebereiches. Etwa 5,1 km2 im Westen des Gemeindebereiches werden über Kinsach-Zuflüsse entwässert und der Norden mit etwa 10,9 km2 fließt in Zuflüsse des Regen.[2]

Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gallner Berg im Süden, westlicher Gipfel des Gallner, und der Kramerschopf im Osten sind mit jeweils 710 Metern die höchsten Erhebungen. Im Norden erhebt sich der Himmelberg mit 680 Metern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzell hat 59 Ortsteile[3]:

Es gibt die Gemarkungen Auggenbach, Gossersdorf und Konzell.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzell gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Mitterfels des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Der Ortsteil Denkzell hat im Jahre 1995 als Bundessieger den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ als „Schönstes Dorf Deutschlands“ gewonnen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1927 wurde Auggenbach eingemeindet.[4] Am 1. Januar 1977 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Landorf eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kam Gossersdorf hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 2000 2006 2011 2014
Einwohnerzahl 1781 1707 1751 1759 1783 1793 1808

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 980.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 391.000 €.

Am 15. November 2001 wurde dem 2. Bürgermeister Karl-Heinz Schmalz das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin wurde 1740 auf der Grundlage eines gotischen Vorgängerbaus errichtet. Das Jahr 1832 brachte eine Erhöhung des Chores und den Bau einer neuen Sakristei an der Nordseite. Diese wurde bei einer Renovierung in den Jahren 1975 bis 1977 wieder entfernt und durch eine neue Sakristei an der Südwestseite ersetzt. Die Kirche enthält einen Taufstein aus dem 13. Jahrhundert. Der kleine Hochaltar entstand im Stil des Rokoko in der Mitte des 18. Jahrhunderts, die Seitenaltäre sind Werke der Spätrenaissance um 1650.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Konzell

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 507 und im Bereich Handel und Verkehr 51 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 49 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 559. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 87 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1388 ha, davon waren 410 ha Ackerfläche und 972 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 33 Kindern
  • Volksschulen: eine mit vier Lehrern und 81 Schülern
  • Volkshochschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kartenservices der Bayrischen Landesamtes für Umwelt
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/033842&attr=OBJ&val=837
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 437
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 631 und 632.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Konzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien