Gösen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Gösen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gösen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 0′ N, 11° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Erfüllende Gemeinde: Eisenberg
Höhe: 321 m ü. NHN
Fläche: 3,14 km2
Einwohner: 213 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07607
Vorwahl: 036691
Kfz-Kennzeichen: SHK, EIS, SRO
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 27
07607 Eisenberg
Webpräsenz: www.stadt-eisenberg.de
Bürgermeister: Manfred Bärthel
Lage der Gemeinde Gösen im Saale-Holzland-Kreis
Sachsen-AnhaltGeraJenaLandkreis GreizLandkreis Saalfeld-RudolstadtLandkreis SömmerdaLandkreis Weimarer LandSaale-Orla-KreisAlbersdorf (Thüringen)AltenbergaBad KlosterlausnitzBibra (bei Jena)BobeckBollbergBremsnitzBucha (bei Jena)Bürgel (Thüringen)Crossen an der ElsterDornburg-CamburgEichenberg (bei Jena)EinebornEisenberg (Thüringen)FrauenprießnitzFreienorlaGeisenhainGneusGösenGolmsdorfGraitschen bei BürgelGroßbockedraGroßeutersdorfGroßlöbichauGroßpürschützGumperdaHainichen (Thüringen)HainspitzHartmannsdorf (bei Eisenberg)Heideland (Thüringen)Hermsdorf (Thüringen)HummelshainJenalöbnitzKahlaKarlsdorf (Thüringen)KleinbockedraKleinebersdorf (Thüringen)KleineutersdorfLaasdorfLehesten (bei Jena)LindigLippersdorf-ErdmannsdorfLöberschützMertendorf (Thüringen)MeusebachMildaMöckern (Thüringen)Mörsdorf (Thüringen)NausnitzNeuengönnaOberbodnitzOrlamündeOttendorf (Thüringen)Petersberg (Saale-Holzland-Kreis)Poxdorf (Thüringen)QuirlaRattelsdorf (Thüringen)RaudaRauschwitzRausdorf (Thüringen)Reichenbach (Thüringen)ReinstädtRenthendorfRothensteinRuttersdorf-LotschenScheiditzSchkölenSchleifreisenSchlöbenSchöngleinaSchöps (Thüringen)Schöps (Thüringen)SeitenrodaSerbaSilbitzSt. GangloffStadtrodaSulzaTautenburgTautendorf (Thüringen)TautenhainThierschneckTissaTrockenborn-WolfersdorfTröbnitzUnterbodnitzWaldeck (Thüringen)WalpernhainWaltersdorf (Thüringen)Weißbach (Thüringen)Weißenborn (Holzland)WichmarZimmern (Thüringen)ZöllnitzKarte
Über dieses Bild

Gösen ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Holzland-Kreis. Erfüllende Gemeinde ist die Kreisstadt Eisenberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt nordwestlich der Bundesautobahn 9. Die Landesstraße 1071 von Eisenberg nach Schkölen führt direkt durch den Ort. Westlich des Dorfes befindet sich ein größeres Waldgebiet, das mit kleineren Flächen östlich den Ort umfasst. Nach Süden ist das Umland kupiert und mit Teichen unterbrochen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gösen wurde 1219 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Im näheren Umfeld von Gösen liegen Hügelgräber im Flurstück Dorstewitz bei Hainchen und Nautschütz. Auch auf den benachbarten Anhöhen Beuche und Rosenhain wurden Feuersteingeräte und Abschläge aus der Mittelsteinzeit gefunden. Dies sind Zeugnisse der Besiedlung des Umfeldes von Gösen in einstiger Zeit.[3]

Die Kirche von Gösen steht versteckt hinter der ersten Häuserreihe. 1811 wurde diese Kirche auf dem Standort einer Kapelle, die bereits 1529 erwähnt wurde, gebaut. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das ehemalige Herrenhaus des Rittergutes mit einem kleinen Park.[4]

Herrenhaus des Rittergutes in Gösen

Gösen gehörte zum wettinischen Kreisamt Eisenberg, welches aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener Ernestinischer Herzogtümer stand. 1826 kam der Ort mit dem Südteil des Kreisamts Eisenberg und der Stadt Eisenberg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Altenburg.

Besitzer des Gutes waren in neuerer Zeit die von Wolfframsdorff (18. Jh.), Campe (ab 1822), Prof. Heinrich Karl Eichstädt (ab 1843), über dessen Pflegetochter und Erbin Johanna Laura Rötzschke kam der spätere Fideikommiss Gösen-Benndorf-Pretzsch an ihre Tochter Ina Gruner (1815–1892), verheiratete von Einsiedel (1. Ehe) bzw. Brand von Lindau (2. Ehe), danach an ihren Sohn Curt von Einsiedel (1837–1923), gefolgt von seinem Neffen Curt von Einsiedel auf Wolftitz (1971–1941) sowie ab 1923 an Familie Kirschten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 95.
  3. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 130, 153, 205 und 48.
  4. Kirche zu Gösen auf der Webseite der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland - Kirchenkreis Eisenberg Abgefragt am 7. November 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gösen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien