Silbitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Silbitz
Silbitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Silbitz hervorgehoben
Koordinaten: 50° 57′ N, 12° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Heideland-Elstertal-Schkölen
Höhe: 187 m ü. NHN
Fläche: 11,2 km2
Einwohner: 629 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07613
Vorwahl: 036693
Kfz-Kennzeichen: SHK, EIS, SRO
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 092
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
An der Elster 2
07613 Silbitz
Bürgermeister: Silvio Mahl
Lage der Gemeinde Silbitz im Saale-Holzland-Kreis
Sachsen-Anhalt Gera Jena Landkreis Greiz Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Landkreis Sömmerda Landkreis Weimarer Land Saale-Orla-Kreis Albersdorf (Thüringen) Altenberga Bad Klosterlausnitz Bibra (bei Jena) Bobeck Bollberg Bremsnitz Bucha (bei Jena) Bürgel (Thüringen) Crossen an der Elster Dornburg-Camburg Eichenberg (bei Jena) Eineborn Eisenberg (Thüringen) Frauenprießnitz Freienorla Geisenhain Gneus Gösen Golmsdorf Graitschen bei Bürgel Großbockedra Großeutersdorf Großlöbichau Großpürschütz Gumperda Hainichen (Thüringen) Hainspitz Hartmannsdorf (bei Eisenberg) Heideland (Thüringen) Hermsdorf (Thüringen) Hummelshain Jenalöbnitz Kahla Karlsdorf (Thüringen) Kleinbockedra Kleinebersdorf (Thüringen) Kleineutersdorf Laasdorf Lehesten (bei Jena) Lindig Lippersdorf-Erdmannsdorf Löberschütz Mertendorf (Thüringen) Meusebach Milda Möckern (Thüringen) Mörsdorf (Thüringen) Nausnitz Neuengönna Oberbodnitz Orlamünde Ottendorf (Thüringen) Petersberg (Saale-Holzland-Kreis) Poxdorf (Thüringen) Quirla Rattelsdorf (Thüringen) Rauda Rauschwitz Rausdorf (Thüringen) Reichenbach (Thüringen) Reinstädt Renthendorf Rothenstein Ruttersdorf-Lotschen Scheiditz Schkölen Schleifreisen Schlöben Schöngleina Schöps (Thüringen) Schöps (Thüringen) Seitenroda Serba Silbitz St. Gangloff Stadtroda Sulza Tautenburg Tautendorf (Thüringen) Tautenhain Thierschneck Tissa Trockenborn-Wolfersdorf Tröbnitz Unterbodnitz Waldeck (Thüringen) Walpernhain Waltersdorf (Thüringen) Weißbach (Thüringen) Weißenborn (Holzland) Wichmar Zimmern (Thüringen) ZöllnitzKarte
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Silbitz ist eine Gemeinde im Nordosten des Saale-Holzland-Kreises in der Nähe von Eisenberg und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen. Sie besteht aus den Ortsteilen Silbitz und Seifartsdorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Silbitz liegt am Ostufer der Weißen Elster. Dieser Ortsteil wird vom 12. Längengrad durchschnitten.

Angrenzende Gemeinden sind Crossen an der Elster, die Stadt Eisenberg, Hartmannsdorf (bei Eisenberg), Rauda und Tautenhain im Saale-Holzland-Kreis, die Stadt Bad Köstritz und Caaschwitz im Landkreis Greiz, die kreisfreie Stadt Gera sowie die Gemeinde Wetterzeube im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte für Silbitz am 24. September 1217 und für Seifartsdorf 1274.[2]

In der Flur des eingemeindeten Dorfes Seifartsdorf befinden sich im Bereich der Alten Straße am Ostrand der „Grolle“ acht Grabhügel der Jungsteinzeit. Bei Ausgrabungen fand man Grabeinbauten und Steinplatten. Die zwei am besten erhaltene Grabhügel sind mit einer Eiche gekennzeichnet worden. Vier Grabhügel wurden 1924 ausgegraben.[3]

Am 16. März 2004 wurde Seifartsdorf nach Silbitz eingemeindet.[4] Die neue, in ihrer Fläche mehr als verdoppelte Gemeinde besteht seitdem aus zwei nicht miteinander verbundenen Gebieten, die durch Caaschwitz und Hartmannsdorf getrennt sind.

Siehe auch: Dorfkirche Silbitz

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinden Silbitz und Seifartsdorf bis 2003 (31. Dezember):

Jahr
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003

Silbitz
588
564
544
530
529
528
546
551
551
560

Seifartsdorf
157
158
162
169
162
159
160
164
166
162

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Entwicklung der Einwohnerzahl ab 2004 (31. Dezember)
  • 2004 - 713
  • 2005 - 714
  • 2006 - 721
  • 2007 - 710
  • 2008 - 714
  • 2009 - 696
  • 2010 - 699
  • 2011 - 676
  • 2012 - 656
  • 2013 - 646
  • 2014 - 631
  • 2015 - 629
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft der Gemeinde wird seit mehreren Jahrzehnten von der Eisengießerei bestimmt, die während der Zeit der DDR unter dem Namen VEB Stahlgießerei Silbitz produzierte. Im Jahr 1990 wurde der Unternehmensname in Silbitz Guss GmbH umbenannt und war mit einem Umsatz von ca. 75 bis 80 Mio. Euro/Jahr und mit ca. 400 Beschäftigten sowie 40 Auszubildenden wieder der größte Arbeitgeber der Region. (Stand 06/2008). Neben dem Erwerb der Gießerei Eurocast in Košice, Slowakei im Jahre 2006 und der Gründung der Zeitzer Guss GmbH 2007, wurde das traditionsreiche Unternehmen 2015 durch die Deutsche Beteiligungs AG übernommen und ein Jahr später, nach dem Erwerb der ehemaligen Achslagerwerke in Straßfurt, unter dem Namen Silbitz Group GmbH neu firmiert.[5] Diese ist heute weiterhin mit über 1000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Region.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigster Sportverein der Gemeinde ist der SV Elstertal Silbitz/Crossen, dessen Herren-Fußballmannschaft seit 2007 in der Bezirksliga Thüringen spielte. Nach der Klassenreform von der Bezirksliga zur Regionalklasse spielte die Elstertaler in der Saison 2010/11 und 2011/12 in der Regionalklasse Staffel 2. Im Jahr 2012 gelang der Aufstieg in die Landesklasse Ost. In den Jahren 1958 bis 1962 spielte die Fußballmannschaft als BSG Stahl Silbitz in der drittklassigen II. DDR-Liga, 1981/82 in der zweitklassigen DDR-Liga.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Silbitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 265 und 262.
  3. Sven Ostritz (Hrsg.): Saale-Holzland-Kreis, Ost (= Archäologischer Wanderführer Thüringen. H. 9). Beier & Beran, Langenweißbach 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S. 68–70.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  5. https://www.silbitz-group.com/de