Nordheim vor der Rhön

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordheim v.d.Rhön
Nordheim vor der Rhön
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordheim v.d.Rhön hervorgehoben
Koordinaten: 50° 29′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Fladungen
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 16,56 km2
Einwohner: 1099 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97647
Vorwahl: 09779
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 147
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
97650 Fladungen
Webpräsenz: www.nordheimvdrhoen.rhoen-saale.net
Bürgermeister: Thomas Fischer (CSU / Bürgerblock)
Lage der Gemeinde Nordheim v.d.Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld
FladungenHausen (Rhön)Bundorfer ForstBurgwallbacher ForstForst Schmalwasser-NordForst Schmalwasser-SüdMellrichstadter ForstSteinacher Forst rechts der SaaleSulzfelder ForstWeiglerWillmarsNordheim vor der RhönSondheim vor der RhönStockheim (Unterfranken)MellrichstadtMellrichstadtOstheim vor der RhönOberelsbachBischofsheim an der RhönBischofsheim an der RhönSandbergSchönau an der BrendHohenrothNiederlauerBurglauerStrahlungenSalz (Unterfranken)BastheimOberstreuUnslebenWollbach (Unterfranken)Bad Neustadt an der SaaleHeustreuHendungenHollstadtRödelmaierWülfershausen an der SaaleHöchheimSaal an der SaaleAubstadtHerbstadtTrappstadtGroßeibstadtGroßbardorfSulzfeld (im Grabfeld)Bad Königshofen im GrabfeldBad Königshofen im GrabfeldSulzdorf an der LederheckeThüringenLandkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtHessenLandkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild
Nordheim vor der Rhön

Nordheim vor der Rhön (amtlich: Nordheim v.d.Rhön) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordheim vor der Rhön liegt in der Region Main-Rhön an der Streu.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Nordheim vor der Rhön und Neustädtles.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fränkische Siedlung Nordheim v.d.Rhön wurde um 525 gegründet und gelangte im Jahr 1000 an das Hochstift Würzburg. Dieses Hochstift war ab 1500 ein Teil des Fränkischen Reichskreises. Das Amt des Hochstiftes wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mindestens seit dem 19. Jahrhundert waren im Ort jüdische Familien ansässig, die eine Jüdische Gemeinde bildeten, sich in der Unteren Torgasse 7 eine Schule errichteten und in der Judengasse 4 eine Synagoge erbauten. Diese Gebäude wurden beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern z. T. schwer verwüstet, und bis heute erinnert nichts an dieses Geschehen.[3] Am 7. April wird Nordheim von amerikanischen Truppen besetzt, Leo Strauss wird zum Bürgermeister ernannt. [4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde Neustädtles im Zuge der Gebietsreform in Bayern eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1292 Einwohner (davon 224 in Neustädtles)
  • 1970: 1308 Einwohner (davon 205 in Neustädtles)
  • 1987: 1176 Einwohner
  • 1991: 1300 Einwohner
  • 1995: 1277 Einwohner
  • 2000: 1262 Einwohner
  • 2005: 1185 Einwohner
  • 2010: 1102 Einwohner
  • 2015: 1121 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Thomas Fischer (CSU/Bürgerblock).

  • 1948–1977: Alex Hösl
  • 1977–1994: Rudi Dietz
  • 1994–2008: Hermann Hippeli
  • 2008– ?: Thomas Fischer

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 105 und im Bereich Handel und Verkehr 44 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 37 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 379. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 13 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 714 ha, davon waren 588 ha Ackerfläche und 120 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 62 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern und 227 Schülern

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten
Stadtansicht
Kirchaufgang
Fränkisches Fachwerk
Streublick
Johannisbrücke
Zehnthaus --> Details
Johannes-Kirche
Marienkapelle
  • Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
  • Kirchenfestung
  • Kirchaufgang
  • Kellergaden
  • Johannisbrücke
  • St.-Sebastians-Kapelle
  • Mariengrotte
  • Rathaus
  • Torhaus
  • Zehnthaus

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alex Hösl (1919–1977), Bürgermeister von 1948 bis 1977, Bundestagsabgeordneter (CSU) von 1961 bis 1977
  • Max Mölter, Rektor a. D. und Autor der 1989 erschienenen Gemeindechronik[6]
  • Adolf Stein (1864–1932), Ehrenbürger, Mitbegründer der Leimbach & Co. G.m.b.H. mit dem ersten Basaltwerk in Nordheim
  • Max Stein (1901–1964), Sohn von Adolf, Anwalt und Regierungsbeamter in Israel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nordheim vor der Rhön – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111120/232339&attr=OBJ&val=1603
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 179
  4. http://www.nordheimvdrhoen.rhoen-saale.net/Allgemeines/Geschichte?page=12133&&detailID=5963
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 520.
  6. Geleitwort zur Gemeindechronik