Sondheim vor der Rhön

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sondheim v.d.Rhön
Sondheim vor der Rhön
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sondheim v.d.Rhön hervorgehoben
Koordinaten: 50° 28′ N, 10° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Ostheim vor der Rhön
Höhe: 358 m ü. NHN
Fläche: 18,58 km2
Einwohner: 944 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97647
Vorwahl: 09779
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 167
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstr. 24
97645 Ostheim v.d.Rhön
Webpräsenz: www.sondheim.rhoen-saale.net
Bürgermeister: Thilo Wehner
Lage der Gemeinde Sondheim v.d.Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld
FladungenHausen (Rhön)Bundorfer ForstBurgwallbacher ForstForst Schmalwasser-NordForst Schmalwasser-SüdMellrichstadter ForstSteinacher Forst rechts der SaaleSulzfelder ForstWeiglerWillmarsNordheim vor der RhönSondheim vor der RhönStockheim (Unterfranken)MellrichstadtMellrichstadtOstheim vor der RhönOberelsbachBischofsheim an der RhönBischofsheim an der RhönSandbergSchönau an der BrendHohenrothNiederlauerBurglauerStrahlungenSalz (Unterfranken)BastheimOberstreuUnslebenWollbach (Unterfranken)Bad Neustadt an der SaaleHeustreuHendungenHollstadtRödelmaierWülfershausen an der SaaleHöchheimSaal an der SaaleAubstadtHerbstadtTrappstadtGroßeibstadtGroßbardorfSulzfeld (im Grabfeld)Bad Königshofen im GrabfeldBad Königshofen im GrabfeldSulzdorf an der LederheckeThüringenLandkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtHessenLandkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Sondheim vor der Rhön (amtlich: Sondheim v.d.Rhön) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim v. d. Rhön.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sondheim vor der Rhön liegt in der Region Main-Rhön ca. zehn Kilometer von Mellrichstadt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwei Ortsteile sind[2]:

Es gibt die Gemarkungen: Sondheim v. d. Rhön und Stetten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fränkische Siedlung Sondheim v. d. Rhön wurde um 525 gegründet. 789 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. Bis 1335 war Sondheim der bedeutendste Ort im Baringau und Sitz des Centgerichtes. 1359 erfolgte die Erhebung zur Stadt, das Stadtrecht wurde jedoch nicht wahrgenommen. Zwischen 1230 und 1435 unterstand der Ort dem Hochstift Würzburg und kam dann zum Amt Lichtenberg, welches bis 1548 zur Grafschaft Henneberg-Römhild und ab 1555 zu verschiedenen Ernestinischen Herzogtümern gehörte, zuletzt ab 1741 zu Sachsen-Weimar-Eisenach.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1808 lag Sondheim in der "Exklave Ostheim".

1840 wurde Sondheim durch einen Großen Brand zerstört. Ehemals ein Amt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach kam die Exklave Ostheim 1920 zum neu gegründeten Freistaat Thüringen. 1945 kam Sondheim durch verwaltungsmäßige Zuordnung der US-Militärregierung von Thüringen an Bayern.[3] Im Jahr 1978 wurde Sondheim eine Mitgliedsgemeinde bei der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim.

Aufgrund der früheren Landesherrschaft sind die Dörfer dieser ehemaligen Exklave im Gegensatz zum katholischen Umland bis heute überwiegend protestantisch.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 erfolgte die Eingemeindung der bis dahin selbständigen Gemeinde Stetten.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1132 Einwohner[4]
  • 1970: 1105 Einwohner[4]
  • 1987: 1061 Einwohner
  • 1991: 1206 Einwohner
  • 1995: 1217 Einwohner
  • 2000: 1154 Einwohner
  • 2005: 1066 Einwohner
  • 2010: 0975 Einwohner
  • 2011: 0982 Einwohner
  • 2012: 0959 Einwohner
  • 2013: 0956 Einwohner
  • 2014: 0933 Einwohner
  • 2015: 0928 Einwohner
  • 2016: 0944 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin Monika Götz wurde im Jahr 2002 Nachfolgerin von Ulla Schröder (Freie Wählervereinigung „Grenzland“). Bei der Direktwahl des Bürgermeisters ist sie 2008 mit knapp 90 % der Stimmen im Amt bestätigt worden.[5] 2014 legte sie ihr Amt nieder. Nachfolger ist Thilo Wehner.[6]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mit einer Beteiligung von 68,59 %, im selben Jahr durchgeführten Gemeinderatswahlen, kamen zu folgendem Ergebnis:[7]

  • Freie Wählervereinigung Sondheim (FWV): 53,87% (stellt 7 Gemeinderatsmitglieder)
  • Freie Wählergemeinschaft Stetten (FWG): 46,13% (stellt 5 Gemeinderatsmitglieder)

Nach der Wahl 2014 gab es bei der Sitzverteilung keine Änderung.[8]

Bundestagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wähler votierten bei Bundestagswahlen 2005 und 2009 für folgende Parteien:

Partei 2009[9] 2005[10]
Erststimmen % Zweit- % Erststimmen % Zweit- %
CSU 289 52,5 (−9,9) 218 39,5 387 62,4 345 54,7
SPD 105 19,1 (−4,3) 86 15,6 145 23,4 149 23,6
FDP 53 9,6 (+5,7) 99 17,9 24 3,9 59 9,4
GRÜNE 46 8,4 (+5,5) 44 8,0 18 2,9 17 2,4
LINKE 45 8,2 (+5,3) 50 9,1 18 2,9 21 3,3
Sonstige Parteien: 2,2 (−2,3) 10,0 4,5 6,3
NPD 11 13 25 20 -
REP 6 9
FAMILIE 9 3
BP 1 2
BBC 1 3 4
DIE VIOLETTEN 2 nicht angetreten nicht angetreten
Die Tierschutzpartei 7 nicht angetreten nicht angetreten
ödp 2 nicht angetreten nicht angetreten
PIRATEN 13 nicht angetreten nicht angetreten
RRP nicht angetreten nicht angetreten
Übrige 1
BüSo
MLPD

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bruttoausgaben der Gemeinde betrugen im Jahre 2011 € 2.099.824, demgegenüber stehen Einnahmen von € 1.904.931.[11] Davon entfallen € 514.532 auf Steuern und nur € 29.900 auf Zuschüsse.[12] Die Schulden der Gemeinde am Kreditmarkt und bei den öffentlichen Haushalten betrugen 2010 € 635.000, hierbei handelt es sich ausschließlich um nicht öffentliche Schulden.[13]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 179 und im Bereich Handel und Verkehr 22 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 371. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 36 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 829 ha, davon waren 514 ha Ackerfläche und 314 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit verkehren in Stetten drei und in Sondheim zwei Buslinien der Verkehrsgemeinschaft Rhön-Grabfeld.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sondheim vor der Rhön – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/182916&attr=OBJ&val=1612
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 520.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 741.
  5. http://service.rhoen-grabfeld.de/kommunal08/vgostheim/9_3_000673167E.html
  6. http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Musikvereine-Serenaden-Zink;art777,8121966
  7. http://service.rhoen-grabfeld.de/kommunal08/vgostheim/6_3_000673167E.html
  8. http://www.sondheim.rhoen-saale.net/Allgemeines/Rathaus/Politik/Gemeinde--Stadtrat
  9. http://www.wahlen.bayern.de/bw2009/bw2009_gue.php?g=a&t=2&r=1&suchbegriff=Sondheim&s=1
  10. http://www.wahlen.bayern.de/bw2006/bw2005_gue.php?g=a&t=2&r=1&suchbegriff=Sondheim&s=1
  11. https://www.statistikdaten.bayern.de/genesis/online/data?operation=ergebnistabelleUmfang&levelindex=2&levelid=1355281499394&downloadname=71137-004r
  12. https://www.statistikdaten.bayern.de/genesis/online/data?operation=ergebnistabelleUmfang&levelindex=2&levelid=1355281427465&downloadname=71137-003r
  13. https://www.statistikdaten.bayern.de/genesis/online/data?operation=ergebnistabelleUmfang&levelindex=2&levelid=1355281753929&downloadname=71327-001r